Die Commerzbank will die befürchtete Milliardenkapitallücke nach wie vor ohne Staatshilfe schließen. Bank-Chef Martin Blessing bekräftigte am Dienstagabend, dass sein Haus die Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht aus eigener Kraft erfüllen werde. Es gebe keinen Grund, an den bisherigen Aussagen etwas zu ändern, sagte Blessing in Berlin.
Am Mittwochvormittag erholten sich die Aktien der Commerzbank leicht von ihrem dramatischen Kurseinbruch des Vortages. Die Papiere legten knapp um 4,5 Prozent auf 1,20 Euro zu. Am Dienstag war die Aktie nach Spekulationen über einen deutlich höheren Kapitalbedarf um mehr als 15 Prozent auf ein Rekordtief von 1,15 Euro abgestürzt.
Gerüchten zufolge droht dem teilverstaatlichten Institut beim aktuellen Blitz-Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA eine böse Überraschung. Die Kapitallücke könnte sich auf rund fünf Milliarden Euro belaufen. Nach bisherigen Berechnungen liegt der zusätzliche Kapitalbedarf bei 2,9 Milliarden Euro. Blessing geht nach eigenen Angaben weiter von dieser Zahl aus: "Ich bin nicht bereit, mich auf Vorrat zu rasieren." Ein größerer Kapitalbedarf könnte dazu führen, dass die Bank erneut zu Staatshilfen greifen muss./enl/ben/wiz
Börse ist einfach genial - man kann 1000% Gewinn erzielen und nur 100% verlieren!