An der Wall Street geht die Angst um weitere Schieflagen und Verluste in der Bankenbranche um. Aktien der Bank of America etwa brachen in New York um mehr als 20 Prozent ein, nachdem das größte US-Institut offenbar über eine zweite Finanzspritze mit der US-Regierung verhandelt. Zudem wird am Freitag ein Milliardenverlust bei der Citigroup erwartet. Auch deren Aktien taumelten abwärts.
US-Daten gar nicht so schlecht
Auch verhältnismäßig gute US-Konjunktursignale dienten am Nachmittag nicht als Vertrauen bildende Maßnahmen. Der viel beachtete Empire State Index hat sich im Januar von minus 27,9 auf minus 22 Punkte erholt. Das Barometer misst die Geschäftsaussichten des verarbeitenden Gewerbes im Bundesstaat New York. Auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen mit 524.000 zwar schlecht aus, aber nicht so schlecht wie von Volkswirten erwartet.
Auch der Philly-Fed-Index, der Konjunkturbericht der Notenbank von Philadelphia hatte sich von minus 32,3 auf minus 24,3 Punkte verbessert, wurde aber ebenso von den Anlegern missachtet.
Euro unter Druck
Die Gemeinschaftswährung befindet sich weiterhin auf Talfahrt. Auf die erwartete Senkung des Leitzinses in Euro-Land durch die EZB reagierte der Euro am Nachmittag zunächst mit wilden Zuckungen, verlor aber dann doch deutlich auf nur noch rund 1,30 Dollar. Die Währungshüter hatten den Leitzins um 50 Basispunkte auf 2,0 Prozent gesenkt. EZB-Präsident äußerte sich in seiner Pressekonferenz erneut besorgt über die Konjunktur im Euro-Raum.
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