Markteinschätzung für den 19. November 2002
DAX, Dow Jones, S+P500, Nasdaq, Internet-Index, Biotech-Index und Neuer Markt
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Sehr geehrte Damen und Herren!
Schlechte Unternehmensnachrichten und eine sich verstärkende Kriegsangst, drückten gestern auf die Kurse.
Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die USA den jüngsten Waffenbericht des Irak als „Verstoß“ gegen die UNO-Resolution werten. US-Präsident Bush zeigte sich „besorgt“ über die Lücken in jenem Waffenbericht.
Eigentlich sollte jedem klar sein, dass die USA angreifen, die Frage ist nur noch wann das „US-Konjunkturprogramm“ anläuft. Vermutlich Anfang Februar...
Nachbörslich meldete Oracle Zahlen welche besser als erwartet ausgefallen waren.
Heute kommen aus USA die Daten den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die Frühindikatoren, der Philadelphia-Fed-Index und der Finanzhaushaltssaldo.
Zu den Indizes:
Zur parallelen Betrachtung der aktuellen Indizes mit Indikatoren entsprechend aufbereitet bitte hier klicken für USA und hier für Deutschland und gewünschten Betrachtungszeitraum auswählen!
Der RSI ist bei nahezu allein Indizes im überverkauften Bereich angekommen! Lediglich beim Biotech-Index schwebt der Indikator aktuell noch zwischen neutral und überverkauft, beim DAX knapp vor dieser Marke, welche heute intraday erreicht wird.
Die Fast-Stochastik ist, außer beim Biotech-Index, bei allen US-Indizes im überverkauften Bereich angekommen, berührt allerdings noch nicht die untere Begrenzung der Skala. Anders dagegen bei DAX und Nemax 50, hier schlägt die Fast-Stochastik am unteren Rand der Skala auf. Daher ist zumindest beim DAX heute mit einer gewissen Stabilisierung zu rechnen.
Der MACD ist weiterhin bei allen Indizes negativ.
Das Momentum bewegt sich zwar, mit leicht negativen Touch, zumeist noch um den neutralen Bereich, ist aber bei DAX und Nemax 50 schon deutlich ins negative Terrain abgerutscht. Lediglich beim Biotech- und Internet-Index kann dieser Indikator noch als neutral bezeichnet werden.
Aus technischer Sicht ist der Markt langsam aber sicher überverkauft und dies sowohl nach RSI als auch nach Fast-Stochastik!
Außer bei DAX und Nemax 50 ist die Fast-Stochastik allerdings noch nicht am unteren Rand der Skala angekommen.
Die Kriegsangst wird wieder stärker, Gold steigt in ungeahnte Höhen. - Kein gutes Umfeld!
Nach nochmals schwächeren Kursen intraday, ist eine gewisse Stabilisierung zu erwarten. Vermutlich beenden die Indizes den Handel nahezu unverändert. Ob aber kurz vor dem Wochenende und dem Verfallstag am Freitag, noch die Trendwende kommt, bleibt abzuwarten, auch wenn wir bisher mit einer technischen Gegenbewegung vor Weihnachten gerechnet haben.
Nachfolgend werden wir in gewohnter Weise, Stopp-Buy-Marken platzieren, um eine Gegenbewegung abzufangen. Insgesamt sind die Aussichten aber eher bescheiden und es wird wohl langsam Zeit, dass die Feiertage kommen und wir uns alle einwenig Ruhe gönnen!
Zu den einzelnen Indizes:
Der DAX hat massiv an Boden verloren.
Die Unterstützung bei 3125 Punkten wurde nach unten durchbrochen, Restpositionen ausgestoppt.
Die wichtigste Unterstützung ist die Marke von 2980 Punkten, denn hier liegt die Nackenlinie der vermeintlichen, schon vor Wochen aufgezeigten, S-K-S-Formation!
Wir vermuten, dass der DAX heute bis in den Bereich der Unterstützung oder darunter einbricht und sich dann von seinen Tagestiefskursen ein gutes Stück absetzen kann.
Sie wissen, am Deutschen Markt wird in jede Richtung stark übertrieben. Daher sind gerade markante Unterstützungen wie eben diese 2980 Punkte immer mit Vorsicht zu genießen! Der DAX kann sowohl im Bereich von 2980-2970 und 2920 Punkten drehen, im Extremfall (z.B. einer sich weiter verschärfenden US-Irakpolitik) aber auch bis in den Bereich von 2800 Punkte einbrechen!
Deshalb, lediglich Stopp-Buy 3140 Punkte, auch wenn die Marke um 2980 Punkten schon sehr zu einem Positionsaufbau reizt. Stopp 1% unterhalb des Einstiegs.
Dow Jones und S+P500 haben ebenfalls Kursverluste zu verbuchen.
Beide Indizes liegen noch immer über den seit 12 Tagen bestehenden Abwärtstrends welche heute bei 8350 bzw. 880 Punkten verlaufen und das heutige Korrekturziel darstellen.
Wir bleiben weiterhin vorsichtig und platziere die Stopp-Buy´s bei 8580 bzw. 905 Punkte.
Stopp 8400 bzw. 885 Punkte.
Nasdaq und Internet-Index verloren ebenfalls an Wert.
Der markante Unterstützungsbereich liegt bei der Nasdaq immer noch um 1365 Punkten, über welchen sich der Index auf Schlusskursbasis befestigen sollte, um das technische Bild nicht noch stärker einzutrüben.
Nach zunächst schwächeren Kursen bis in den Bereich von 1345 Punkten, ist eine intraday Erholung bis in den Bereich von etwa 1365 Punkten, im Extremfall auch bis 1390 Punkten möglich. (Eventueller Trade)
Insgesamt sehen wir dem Treiben aber skeptisch entgegen und platzieren deshalb lediglich einen Stopp-Buy bei 1402 Punkten, stellvertretend auch für den Internet-Index. Stopp 1% unter Einstieg.
Technische Erholung nach zunächst schwächeren Kursen möglich, Erholung über mehrere Tage, eher fraglich.
Der Biotech-Index gab ebenfalls erwartungsgemäß nach.
Der Stopp von 360 Punkten wurde gleich zu Beginn erreicht.
Unterstützung 343 Punkte.
Der Index hängt in der Luft und wird der allgemeinen Stimmung folgen.
Wir warten ab.
Der Neue Markt (Nemax 50) ist weiterhin schwach.
Der seit 13 Börsentagen bestehende Abwärtstrend verläuft aktuell bei rund 400 Punkten.
Über die letzten 3 Monate hat sich eine S-K-S-Formation, ähnlich als beim DAX, gebildet, wobei beim Neuen Markt die Nackenlinie bereits nach Unten durchbrochen wurde. Kein sonderlich positives Szenario also.
Wir reduzieren den Stopp-Buy auf 402 Punkte, Stopp 398 Punkte.
Fazit:
Aus technischer Sicht ist der Markt langsam aber sicher überverkauft und dies sowohl nach RSI als auch nach Fast-Stochastik!
Außer bei DAX und Nemax 50 ist die Fast-Stochastik allerdings noch nicht am unteren Rand der Skala angekommen.
Die Kriegsangst wird wieder stärker, Gold steigt in ungeahnte Höhen. - Kein gutes Umfeld!
Nach nochmals schwächeren Kursen intraday, ist eine gewisse Stabilisierung zu erwarten. Ob aber kurz vor dem Wochenende und dem Verfallstag am Freitag, noch die Trendwende kommt, bleibt abzuwarten, auch wenn wir bisher mit einer technischen Gegenbewegung vor Weihnachten gerechnet haben.
Technische Erholung nach zunächst schwächeren Kursen heute also möglich, Erholung über mehrere Tage, im Augenblick doch eher fraglich. Deshalb vorsichtig bleiben und sich nicht drei Tage vor dem Fest noch die Weihnachtsstimmen vermiesen lassen…
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