Hertha BSC Berlin - Borussia Mönchengladbach (Dienstag, 20.00 Uhr)
Nach dem Pokal-Aus in Kiel wollen sich die Berliner mit dem ersten Saison-Dreier rehabilitieren. Hertha-Coach Stevens muss definitiv auf drei Verletzte verzichten. Rehmer (Risswunden im Gesicht) will trotz dieses Handicaps spielen. Asanin und van Lent fallen bei Borussia aus. Pletsch steht fünf Monate nach seiner Kreuzband-Operation auf dem Sprung zurück in den Kader. Gladbachs letzter Sieg in Berlin liegt lange zurück: Matthäus erzielte 1982 beide Treffer zum 2:0.
Bayern München - 1860 München (Dienstag, 20.00 Uhr)
Vor dem 196. Derby gab es bislang 100 Bayern-Siege, 49 Remis und 46 «Löwen»-Erfolge. Beim Rekordmeister geht Trainer Hitzfeld («Die Löwen sind immer gefährlich») von einem Einsatz der zuletzt angeschlagenen Elber und Zé Roberto aus. Scholl fehlt weiter. Weissenberger (Muskelfaserriss) kann bei 1860 nicht eingesetzt werden. Die «Löwen» siegten in den 21 letzten Vergleichen mit den Bayern nur zwei Mal. Ein 0:0 wäre ein Novum.
Werder Bremen - 1. FC Nürnberg (Dienstag, 20.00 Uhr)
Europameister Micoud soll die schwachen Werder-Stürmer (bislang erst zwei Treffer) besser «füttern». Banovic, Barten und Friedrich fehlen. Ailton wird in der Anfangsformation erwartet. Beim «Club» ist der Einsatz von Todorovic fraglich. In den zurückliegenden sechs Partien der Franken in Bremen gab es je zwei Siege, Remis und Niederlagen. Mit zwei Treffern würde Nürnberg, das 2002 die meisten Niederlagen aller Clubs erlitt, auf 1000 Bundesliga-Tore kommen.
VfL Bochum - Borussia Dortmund (Dienstag, 20.00 Uhr)
VfL-Trainer Neururer kann beim Tabellenführer personell aus dem Vollen schöpfen und seine Stamm-Formation aufbieten. BVB-Coach Sammer muss im Revier-Derby erneut auf Ricken, Amoroso und Addo (Kreuzbandriss) verzichten. Der beste Angriff der Liga will auch gegen den Meister auftrumpfen. «Der Druck liegt nicht bei uns, sondern bei Dortmund», sagte VfL-Keeper van Duijnhoven. Das letzte Bundesliga-Aufeinandertreffen gewann der BVB: 5:0 am 20. April 2001.
VfL Wolfsburg - Hamburger SV (Mittwoch, 20.00 Uhr)
Nur ein Treffer nach drei Spieltagen ist Minusrekord für den VfL, der gegen den HSV seit sechs Partien nicht mehr gewonnen hat. Effenberg gibt sein Heim-Debüt. Weiser und Christiansen sind verletzt. Beim HSV fehlen Benjamin (Länderspiele) und Rekonvaleszent Cardoso. Im eigenen Stadion hat Wolfsburg gegen den HSV erst einmal gewonnen, aber mit 21 Treffern die meisten Bundesliga-Tore erzielt. Beim HSV sitzt Barbarez zunächst wohl nur auf der Bank.
Hannover 96 - Energie Cottbus (Mittwoch, 20.00 Uhr)
Im Spiel 18. gegen 17. baut Hannover auf Neuzugang Bobic, der den Sturm beleben soll. Schwachpunkt sind aber die Abwehrreihen: Hannover (8) und Cottbus (10) kassierten die meisten Gegentreffer. Nach 0:9 Toren aus zwei Spielen wurden bei Energie Sebök, Termina und Brasilia ausgemustert. In der Bundesliga treffen beide Teams erstmals aufeinander. In der 2. Liga ist die Bilanz mit jeweils zwei Siegen ausgeglichen. Mit nur einem Tor weist Cottbus einen Negativrekord nach drei Spielen auf.
Hansa Rostock - Bayer Leverkusen (Mittwoch, 20.00 Uhr)
Rostock ist als einziges Team noch ohne Gegentor und könnte bei einem 2:0 den Vorjahres-Rekord von Dortmund (vier Partien ohne Gegentreffer/10:0 Tore) einstellen. Der sieglose Vizemeister Bayer dagegen erlebte mit nur zwei Punkten den schlechtesten Saisonstart seiner Vereinsgeschichte. Zudem muss Trainer Toppmöller improvisieren: Ihm fehlen fünf Verletzte. Rostock gewann gegen Leverkusen nur eines der letzten fünf Heimspiele.
VfB Stuttgart - FC Schalke 04 (Mittwoch, 20.00 Uhr)
Schalke gewann in Stuttgart erst drei Mal, zuletzt 2:0 im Oktober 1999. UEFA-Cup-Teilnehmer VfB muss Meißner (verletzt) und Gerber (fehlende Spielberechtigung wegen Kortisonbehandlung) ersetzen. Beim Pokalsieger fallen Agali, Kapitän Waldoch, van Kerckhoven und Matellan verletzt aus. Fraglich ist der Einsatz von Stürmer-Star Mpenza (Oberschenkelprellung). Möller steht vor seinem 400. Bundesligaspiel, Rodriguez vor seinem Debüt.
1. FC Kaiserslautern - Arminia Bielefeld (Mittwoch, 20.00 Uhr)
Nach dem Testspielsieg gegen Bad Kreuznach hat Lauterns neuer Trainer Gerets die Pflicht des ersten Bundesliga-Sieges. Der Brehme- Nachfolger muss auf Timm, Anfang, Ramzy, Hristow, Gabriel und Grammozis verzichten. Georg Koch könnte im FCK-Tor seinen Ersatz Wiese wieder ablösen. Bei Bielefeld, das 1999 beim letzten Bundesliga-Gastspiel im Fritz-Walter-Stadion 2:0 gewann, steht Du-Ri Cha vor seinem Debüt. Borges, Sternkopf und Aracic fallen weiter aus.
Gruss
c.webb