Nach einer Reihe von Negativschlagzeilen von Unternehmen am Neuen Markt plant die Deutsche Börse
eine Erweiterung des Regelwerks für dieses Börsensegment. Man befinde sich derzeit in einer Phase, in der die
in den Medien diskutierten Verschärfungsvorschläge zum Regelwerk des Neuen Marktes analysiert würden,
sagte Deutschen-Börse-Vorstandsmitglied Volker Potthoff am Donnerstag in Frankfurt. Das Ergebnis dieser
Überlegungen werde in einer baldigen Erweiterung des Reglements münden. Nach Einschätzung von Experten
ist eine Verschärfung des Regelwerks nötig, um das angeschlage Vertrauen in den Neuen Markt wieder
herzustellen. Potthoff nannte keine Details zu möglichen Veränderungen, stellte die Bekanntgabe aber
innerhalb eines Monats in Aussicht.
Das Vertrauen der Investoren in das Wachstumssegment der Deutschen Börse hatte nach Aussagen von
Börsianern in den zurückliegenden Monaten unter einer Serie schlechter Nachrichten gelitten. Durch den
Haftbefehl gegen zwei Vorstände der Infomatec wegen des Verdachts des Insiderhandels oder die drohende
Insolvenz bei Gigabell und teamwork sei das Ansehen des Segments in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß
es. Zuletzt hatte die Gewinnwarnung des ehemaligen Börsenlieblings EM.TV zu massiven Verlusten bei den
Anlegern geführt.
Insbesondere die Offenlegungspflicht von Anteilsverkäufen durch das jeweilige Unternehmensmanagement ist
aus Sicht von Experten wünschenswert. Die Pflicht zum Bekanntgeben von Aktienverkäufen durch Personen
in führenden Positionen sei das Wichtigste, hatte Wassili Papas, Fondsmanager bei Union Investment
ausgeführt. Jeder müsse wissen, wenn sich das Management von Aktien des eigenen Unternehmens trenne, da
dies ein Signal senden könne. Markus Straub, Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK),
möchte den den Kreis, für den eine Offenlegungspflicht gelten soll, über das Management hinaus auf
Großaktionäre und Aufsichtsräte ausweiten. Alle Personen, »die zwangsläufig einen besseren
Unternehmenseinblick haben«, sollten über ihre Aktienverkäufe informieren müssen, sagte er.
eine Erweiterung des Regelwerks für dieses Börsensegment. Man befinde sich derzeit in einer Phase, in der die
in den Medien diskutierten Verschärfungsvorschläge zum Regelwerk des Neuen Marktes analysiert würden,
sagte Deutschen-Börse-Vorstandsmitglied Volker Potthoff am Donnerstag in Frankfurt. Das Ergebnis dieser
Überlegungen werde in einer baldigen Erweiterung des Reglements münden. Nach Einschätzung von Experten
ist eine Verschärfung des Regelwerks nötig, um das angeschlage Vertrauen in den Neuen Markt wieder
herzustellen. Potthoff nannte keine Details zu möglichen Veränderungen, stellte die Bekanntgabe aber
innerhalb eines Monats in Aussicht.
Das Vertrauen der Investoren in das Wachstumssegment der Deutschen Börse hatte nach Aussagen von
Börsianern in den zurückliegenden Monaten unter einer Serie schlechter Nachrichten gelitten. Durch den
Haftbefehl gegen zwei Vorstände der Infomatec wegen des Verdachts des Insiderhandels oder die drohende
Insolvenz bei Gigabell und teamwork sei das Ansehen des Segments in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß
es. Zuletzt hatte die Gewinnwarnung des ehemaligen Börsenlieblings EM.TV zu massiven Verlusten bei den
Anlegern geführt.
Insbesondere die Offenlegungspflicht von Anteilsverkäufen durch das jeweilige Unternehmensmanagement ist
aus Sicht von Experten wünschenswert. Die Pflicht zum Bekanntgeben von Aktienverkäufen durch Personen
in führenden Positionen sei das Wichtigste, hatte Wassili Papas, Fondsmanager bei Union Investment
ausgeführt. Jeder müsse wissen, wenn sich das Management von Aktien des eigenen Unternehmens trenne, da
dies ein Signal senden könne. Markus Straub, Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK),
möchte den den Kreis, für den eine Offenlegungspflicht gelten soll, über das Management hinaus auf
Großaktionäre und Aufsichtsräte ausweiten. Alle Personen, »die zwangsläufig einen besseren
Unternehmenseinblick haben«, sollten über ihre Aktienverkäufe informieren müssen, sagte er.