Künftig wollen fast alle Musikfirmen ihre neuen und teilweise auch ihre neu aufgelegten Musik-CDs mit Kopierschutz versehen. Vorreiter ist die deutsche Firma Zomba Records, die hierzulande seit Juli alle neuen Scheiben mit dem von Sony DADC entwickelten Kopierschutz Key2audio sichert. Betroffen etwa: die Singles "Pop" der Gruppe Nsync und "Fiesta" von R. Kelly sowie der Sampler "Hit-Hammer Volume 2".
Der Universal-Konzern, zu dem Decca, Deutsche Grammophon, Mercury, Polydor, Polymedia, Polystar und Universal Records gehören, testet derzeit mit dem Sampler "Bild Mallorca Hits" die Praxistauglichkeit des von Midbar Tech entwickelten Kopierschutzes Cactus Data Shield 200. Ab Herbst will Universal nach eigenem Bekunden sämtliche neue und neu aufgelegte Musik-CDs damit versehen.
Noch 2001 will auch die Bertelsmann-Tochter BMG Entertainment nachziehen. Derzeit testet BMG mehrere Schutzmechanismen im Markt. Die CDs sind nicht gekennzeichnet. Titel und Interpreten der CDs wollte BMG ebenfalls nicht verraten.
Die Plattenfirma Edel Records setzt in Sachen Kopierschutz auf eine Eigenentwicklung der Tochterfirma Optimal Media Produktionsgesellschaft, den sie nach und nach für einige neue CDs einführen will. Die erste so geschützte CD ist die Neuauflage des Titels "Nightclubbing" von Blank & Jones. Derzeit finden Sie noch die nicht geschützte CD im Handel.
Der Kopierschutz Musicguard ist dagegen nur auf dem US-Markt anzutreffen. Ihn verwenden beispielsweise die US-Plattenfirmen Strictly Rhythm Music und Warlock Records. Auch zwei andere Plattenfirmen, die weltweit tätig sind, werden ebenfalls noch 2001 hierzulande ihre neuen Musik-CDs durch Safeaudio von Macrovision und TTR Technologies schützen lassen.
Fazit: Spätestens zum Jahresende wird es auf dem deutschen Markt kaum neue Musik-CDs ohne Kopierschutz geben. Nur wenige Musikkonzerne wie Sony Music planen keinen Kopierschutz
Ich hoffe mit Clone-CD schaffen wir auch das.
jo.