BHF-Bank erwartet Abkühlung der US-Konjunktur


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BHF-Bank erwartet Abkühlung der US-Konjunktur

 
02.05.02 14:25
BHF-Bank erwartet Abkühlung der US-Konjunktur
Die Experten der BHF-Bank erwarten vorläufig keine Zinshebung durch die amerikanische Notenbank Fed. Zwar sei das Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaft im ersten Quartal erfreulich kräftig ausgefallen. Jedoch werde sich der Konjunkturaufschwung im zweiten Quartal wieder verlangsamen, wie der zuständige Experte Peter Meister in einem aktuellen Beitrag erläutert. Eine Anhebung der Leitzinsen durch die Fed sei somit erst im dritten Quartal zu erwarten, da auch die Preisentwicklung bislang keine alarmierenden Inflationssignale erkennen lasse.

Laut BHF-Analyse erreichte das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) der USA in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein Wachstum von 5,8 Prozent. Im vorangegangenen Quartal belief sich der Zuwachs auf lediglich 1,7 Prozent. Allerdings sei das aktuelle Wirtschaftswachstum überwiegend auf lediglich kurzfristig wirkende Faktoren zurückzuführen. Vor allem die deutliche Abnahme des Lagerabbaus habe entscheidend zu dem verbesserten Ergebnis beigetragen. Auch die gestiegenen US-amerikanischen Verteidigungsausgaben stimulierten demnach die Konjunkturentwicklung. Allerdings sei der Zuwachs der Endnachfrage mit einem Plus von 2,6 Prozent hinter dem Anstieg des vorangegangenen Quartals von 3,8 Prozent zurück geblieben.



Im zweiten Quartal rechnen die Experten nur noch mit einem Wachstum des BIP von 3 Prozent, da der positive Effekt aus der Lagerhaltung stark abnehmen werde. Auch der Staatsverbrauch werde nicht mehr auf gleichem Niveau zur Konjunkturstützung beitragen. Der private Verbrauch werde ebenfalls nicht mehr so stark wachsen, da im zweiten Quartal noch keine Belebung am Arbeitsmarkt zu erwarten sei.

Zwiespältige Signale sehen die Fachleute zudem bei der Entwicklung der Investitionstätigkeit. Die privaten Bauinvestitionen werden demnach nicht ihren rapiden Anstieg des Vorquartals von fast 16 Prozent erneuern. Im gewerblichen Bereich erwartet die BHF-Bank einen leichten Anstieg der Ausrüstungsinvestitonen, jedoch keinen deutlichen Aufschwung bei den Erweiterungsinvestitionen. Hier spiele die noch ungenügende Kapazitätsauslastung in der Industrie eine wesentliche Rolle.

Weiterhin prognostizieren die Experten einen stärkeren Anstieg der Importe gegenüber den Exporten und somit eine Zunahme des Leistungsbilanz-Defizits im zweiten Quartal. Jedoch würden die neuen Einfuhrzölle auf Stahl den Import negativ beeinflussen. Es sei ferner damit zu rechen, dass sich mittelfristig der Außenwert des Dollars verschlechtern werde, was der amerikanischen Exportwirtschaft zu Gute kommen könnte.
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