Betrugsverdacht: Wettbüros zeigen Schumacher an


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Betrugsverdacht: Wettbüros zeigen Schumacher an

 
15.05.02 17:41
Betrugsverdacht

Wettbüros zeigen Schumacher an

Nach dem geschenkten Sieg in Spielberg ist Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher in Österreich und Italien wegen des Verdachts auf Wettbetrug angezeigt worden. Unterdessen fordert die Konkurrenz vom Automobil-Weltverband Fia, die Formel 1 zu schützen.

Graz - "Wir lassen uns von Ferrari nicht für dumm verkaufen", sagte Initiator Wolfgang Pöltl, der neben Schumacher auch den Brasilianer Rubens Barrichello und die Rennleitung des Ferrari-Teams auf der Anklagebank sehen will. Der Österreicher Pöltl, ein 41 Jahre alter Unternehmer, hat sogar eine eigene Homepage eingerichtet und plant eine Sammelklage.

Auch in Italien wird der Schumacher-Sieg beim Großen Preis von Österreich zum Fall für die Justiz. Zwei Verbraucherschutzorganisationen haben die Staatsanwälte bereits eingeschaltet. Während "Codacons" nur Ferrari wegen Sportbetrugs belangen will, zielt "Sos Italia" auch auf Barrichello und Schumacher. Sos-Chef Diego Volpe Pasini forderte zudem die Wettbüros auf, alle Formel-1-Wetten auszusetzen, "weil sie offensichtlich manipulierbar sind".

Unterdessen hofft die Ferrari-Konkurrenz auf richtungweisende Entscheidungen des Internationalen Automobilverbandes Fia. "Wir müssen jetzt einfach abwarten und schauen, wie die Fia, die eigentlich unsere Polizei ist, dieses Thema behandelt", sagte BMW-Sportdirektor Gerhard Berger. "Die Fia muss einfach schauen, dass sie den Sport schützt."

Auch Schumacher-Rivale Juan Pablo Montoya (Kolumbien) sprach sich dafür aus, die Regeln zur Stallorder enger zu fassen. Sie sollten "ein bisschen klarer aussagen, was erlaubt ist und was nicht", sagte Montoya

Wegen der umstrittenen Stallregie, die Schumacher am vergangenen Sonntag beim Großen Preis von Österreich zum Sieger über Barrichello gemacht hatte, müssen sich die beiden Fahrer zusammen mit ihrem italienischen Rennstall am 26. Juni vor der Fia verantworten. Dessen Regeln lassen eine Stallorder in vage beschriebenen Grenzen zu. Die Kernfrage bleibt, ob Ferrari "den Interessen des Automobilsports geschadet" hat. Der Strafenkatalog für einen Verstoß gegen Artikel 151 c des Regelwerks reicht von Verwarnung bis Disqualifikation.

URL: www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,196236,00.html  
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Torro:

so kanns auch gehen

 
15.05.02 17:45
Admiral zahlt Gewinne für Rubens Wetten aus
Finde ich sehr gut. Bravo Admiral, so macht man sich Freunde.
 
15.05.2002 top
Antwort:  Zeit: 10:06
Von: 1955 (Gast) Betreff: RE: Admiral zahlt Gewinne für Rubens Wetten aus
Lieber Richie!
Stimmt nicht ganz.Laut Co-Vorstand Josef Schöpf:"Jeder,der ein Barrichello-Ticket vorweist,bekommt von uns den Einsatz zurück".Gewinn bekommt man keinen ausbezahlt.
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numpsi99:

langsam wird es echt lächerlich ...

 
15.05.02 18:09
Offensichtlich haben einige immer noch nicht kapiert, daß die Formel 1 ein Teamsport ist, zu dem auch die beiden Fahrer zählen (und nicht nur die Mechaniker ...).

Vom Standpunkt des Einzelfahrers aus gesehen war die Überholaktion am Sonntag natürlich ärgerlich, aber von der Warte des Teams aus gesehen war sie einfach clever.

Offen gesagt, ich hätte sie auch angeordnet.

Und was hier mit den Wetten läuft wird langsam peinlich ...
Als nächstes wird wohl bald ein Fußballstürmer verklagt, weil er in der 57. Minute einen Querpass zu einem besser plazierten Mitspieler gespielt hat, anstatt selbst auf das Tor zu schießen. Irgendeiner wird doch sicher dann auch auf diesen vermeindlichen Torschützenkönig gewettet haben.

Also entweder will man professionelle Teamarbeit oder Einzelfahrer, die konsequenterweise dann auch selbst die Reifen wechseln müssen.

Bei zwei unabhängigen Ferrari-Boxen wäre übrigens Schuhmacher nicht für über 10 Sekunden hinter Barrichello in der Box gestanden ...


Gruß Numpsi


 
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Hiob:

Und ich dachte,

 
15.05.02 18:18
Stallordern gehören zur F1 wie das Fell zum Wiesel. Bei den Radlern ist es ja auch nicht anders und keiner regt sich mehr darüber auf.
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