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Viel Spaß beim Lesen... :-)
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für den informativen Beitrag.
Eine Korrelation von Inflation zu dem Anstieg der Rohstoffpreise ist evident, da ja sonst keine Inflation vorhanden wäre. Das entscheidende bei Rohstoffen ist aber, inwiefern der Bedarf durch Abbau gedeckt werden kann, oder ob sich Mißverhältnisse bilden. D.h. um wieviel übersteigt die Nachfrage regelmäßig das Angebot und wann ist der Preis so stark angestiegen, dass die Angebotsmenge signifikant zunimmt.
Ich gebe zu, dass ich über Kupfer nun nicht so gut im Bilde bin. Aber bei Öl, industriellen Edelmetallen und Agrarrohstoffen "weiß ich Bescheid". Und da verstärkt die momentane Krise die Probleme auf der Angebotsseite weiter, die schon seit Jahren bestehen. Bei Agrarrohstoffen kommt noch die Phantasie des Giffen-Effekts hinzu, der empirisch aber nur bedingt nachzuweisen ist. D.h. bei Einkommenseinbußen bzw. Anstieg der Getreidepreise, Substitution von Fleisch durch Getreideprodukte. Dadurch Anstieg der Nachfrage nach Getreide und weiterer Anstieg der Getreidepreise bis zum Gleichgewichtspreis Fleisch / Agrarrohstoffe.
Die Bewertung des Marktes von Barclays richtet sich nach der Bewertung der anderen Banktitel. Und da gebe ich Dir recht, dass aufgrund der operativen Zahlen und des positiven Marktumfeldes Barclays kurzfristig noch gut Luft nach oben hat, wenn man die Marktkapitalisierung betrachtet. Wie gesagt, langfristig sehe ich aufgrund erwarteter Stagflation im angelsächsischen Raum (70er Jahre Szenario) generell kein überdurchschnittliches Potential bei jenen Bankwerten. Vorteil von Barclays: gute internationale Aufstellung - auch und insbesondere im asiatischen Raum, aber dennoch Abwicklung ca. 40% des Kerngeschäfts in UK. Ich werde meinen Fokus bei den nächsten Zahlen darauf richten, wie hoch der Anteil des verdienten Geldes im Investmentbereich und im operativen Kerngeschäft ist. Gute Zahlen im Investmentbereich und schlechte im Kreditgeschäft sind mit Vorsicht zu genießen (siehe Deutsche Bank), da wir es im ersten Quartal aufgrund extremer Markt-Volatilität bei vielen Banken mit Einmaleffekten im Investmentbereich zu tun hatten, die meiner Ansicht nach mit zunehmender Beruhigung des Marktumfeldes (Aktien-, wie auch im Anleihemarkt) zurückgehen.
Ich sehe ein Ende kommen, wo Banken mit dem Hin- und Hertransferieren von Geldsummen wie bisher den Reibach machen können (da viel zu viel Risikopotential innewohnt). Substanz wird gefragt sein.
Gruß
Oldstock
von ca. 8 habe ich gerade auf das Jahr 2009 hochgerechnet, dabei bin ich trivial vorgegangen und habe nicht die dynamische Bewegung von Q4 2008 nach 2009 berücksichtigt. Entscheidender Punkt ist, dass die Kreditausfälle massiv angestiegen sind. Der Hauptanteil des Gewinns wurde aus dem Investmentgeschäft regeneriert. Hier eine Prognose für die nächsten Monate abzugeben, Maße ich mir nicht an. Allerdings prognostiziere ich, dass die Kreditausfälle weiter anziehen werden, da sie i.d.R. verzögert mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung korrelieren. Entscheidend auch: Wie entwickeln sich die Level-2-Assets? Welche Kredite sind durch Versicherer wie AIG abgesichert? Das entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ich wünschte mir hier etwas mehr Licht ins Dunkel! Reicht die Tier 1 Ratio von 7,2% bei anziehendem Abschreibungsbedarf? Der Stress-Test des englischen Finanzministeriums beschränkte sich auf das Darlehensbuch von Barclays. Andere Instrumente in der Bilanz - wie Derivate - wurden außen vor gelassen.
Für mich stellen sich hier einige fundamentale Fragen für die Zukunft. Das Prinzip Hoffnung ist nach einem Plus von 500% erschöpft. Insofern sichere ich jetzt meine Gewinne ab.
Ich würde mich gerne über fundamentale Beiträge freuen und nicht über ein billiges Geplänkel, dass die Fundamentaldaten von Barclays gut sind. Bitte begründen, damit ich es nachvollziehen kann.
Gruß
Oldstock
mit Barclais heute?
Alle anderen Bankentitel steigen heute......, nur Barclays nicht!
Die Luft draussen?
meinte z.bsp. BoA oder Citi oder Commerzbank....etc.....etc......
bringen uns nicht weiter. Kreditausfälle haben auch andere Banken. Sehr richtig! Das ist aber nicht alles. Hättest Du richtig gelesen, hättest Du festgestellt, dass ich auch die Level-2-Assets angemahnt habe. Was heißt hier, woher der Kurs kommt. Was ist denn das für ein Argument? Wenn das die Meßlatte ist, lege ich Dir weitaus bessere Aktien ans Herz. Probiers doch mal mit GM! Zur Zeit findest Du tausende Aktien, die 60% und höher von ihren Höchstständen entfernt sind und keine toxischen Papiere in der Bilanz haben ...
... Dann springt halt der Staat ein?! Darf ich mich wenigstens wundern? Die momentane Kursstärke von Barclays basiert auf einer NICHTBETEILIGUNG des Staates, auf Eigenständigkeit in der Kreditvergabe, auf geglaubte Stärke des Eigenkapitals. Mal abgesehen davon, dass Barclays mit dem Einstieg der Araber bis Mitte des Jahres eine weitere Kapitalerhöhung ausschließen musste! Oder entzieht sich dies Deiner Kenntnis? Was soll der Vergleich mit RBS? RBS gehört mehrheitlich dem britischen Staat und funktioniert nur deshalb noch. Bist Du der Ansicht, dass der Kurs in absehbarer Zeit auf 10 Euro steigt, wenn der Staat mit 50% einsteigt?
Apropos: Im Buchwert sind auch Verbindlichkeiten enthalten. Er sagt nichts über die Eigenkapitalquote aus. Weshalb sollte sich nun der Buchwert verwässern? Was meinst Du mit Kapitalbeschaffung? Kapital in Form von Ausgabe neuer Anleihen? Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien (?): dann sinkt das EPS.
Nimm es nicht persönlich, aber ich kann Deiner Argumentation nicht mehr folgen.
Gruß
Oldstock
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