aus Deutschland einmal ein Beispiel nehmen - bei uns laufen Bängster, die Gesetze gebrochen haben, massenweise herum und verarschen mit dummen Sprüchen und Boniklagen vor Arbeitsgerichten auch noch die ihre Verbrechen bezahlenden Steuerzahler.
Nach Kritik an Amtsführung: SEC nimmt Top-Banker ins Visier
Erstmals könnte ein hochrangiger Bankmanager im Zusammenhang mit der Krise rechtlich belangt werden. Die US-Börsenaufsicht arbeitet offenbar an einer Klage gegen den ehemaligen Countrywide-Chef Angelo Mozilo. Der Vorwurf: Betrug.
Die US-Börsenaufsicht SEC plant offenbar, den ehemaligen Chef und Gründer der Hypothekenbank Countrywide zur Rechenschaft zu ziehen. Das berichtete das "Wall Street Journal". Angelo Mozilo stehe im Verdacht, Insiderwissen genutzt zu haben, um Aktien seines maroden Geldhauses zu verkaufen, ehe sie erheblich an Wert verloren. Mozilo wäre der bisher hochrangigste Manager, der im Zusammenhang mit der Finanzkrise verklagt wird. Der Banker weist die Vorwürfe zurück.
Der 70-Jährige, in der New Yorker Bronx als Sohn eines Metzgers geboren, hatte Countrywide in den 70er-Jahren mit einem Freund gegründet. Die in Kalifornien ansässige Bank wurde zum Marktführer für Eigenheimkredite. Im Immobilienboom vor 2007 expandierte das Institut rapide: Die Dokumentationspflichten für Kreditnehmer - etwa zum Einkommen - wurden gelockert, viele Eigenheimbesitzer mussten zunächst nur sehr niedrige Raten zahlen, sahen sich aber später mit deutlich höheren Zahlungen konfrontiert. Als die Blase platzte, geriet Countrywide in Schieflage. Die Bank of America übernahm das Institut für 2,5 Mrd. $. Mozilo ging kurz vor dem Abschluss der Transaktion im vergangenen Sommer.
Die SEC habe den Manager über ihre Vorbereitungen informiert, schrieb das "Wall Street Journal". Er soll gegen Regeln zum Insiderhandel verstoßen und Aktionären entscheidende Informationen vorenthalten haben. Mozilos Anwalt David Siegel wies die Vorwürfe der Zeitung gegenüber zurück. Der Bankmanager und seine Anwälte können die SEC immer noch davon überzeugen, dass die Beweise nicht ausreichen. Gelingt ihnen das nicht, könnte die Behörde in den nächsten Wochen Klage erheben.
In der ersten Hälfte des Jahres 2007 hat Mozilo laut Meldungen an die Behörden Countrywide-Aktien im Wert von 130 Mio. $ verkauft. Im Vorjahreszeitraum hatte er Papiere im Wert von nur 60 Mio. $ veräußert. Der Manager soll Ende 2006 seine ursprünglichen Pläne geändert haben, um den Aktienverkauft zu beschleunigen. Die Idee, dass Mozilo "Countrywide-Aktien verkauft hat, weil er Kenntnis von angeblich 'geheimen' negativen Informationen über das Unternehmen hatte, ist skandalös und widerspricht selbst einer nur flüchtigen Prüfung der Fakten", sagte Anwalt Siegel dem Blatt.
Der Häusermarkt hatte bereits 2006 zu schwächeln begonnen. Um Mozilo anklagen zu können, müsste die SEC beweisen, dass er Aktien auf Basis wesentlicher nicht-öffentlicher Informationen verkauft hat. Dazu prüft sie unter anderem, wie hoch die Rückstellungen waren, die Countrywide für faule Kredite gebildet hat. Insiderhandel ist enorm schwer nachzuweisen.
Die Ermittlungen gegen Mozilo deuten darauf hin, dass die SEC verstärkt Fälle im Zusammenhang mit der Finanzkrise bearbeitet. Vor drei Wochen hatte sie bereits eine Zivilklage wegen angeblichen Bilanzbetrugs gegen ehemalige Top-Manager der Hypothekenbank American Home Mortgage Investment Corp angestrengt. Die Behörde ist nach massiver Kritik an ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren geschwächt. Kritiker werfen ihr vor, bei der Kontrolle etwa von Investmentbanken zu lax gewesen zu sein und große Betrugsfälle wie den um den Investor Bernard Madoff nicht aufgedeckt zu haben.
Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND