Auslandspresse zu Stoiber


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aabb-cisco:

Auslandspresse zu Stoiber

 
13.01.02 13:00
AUSLANDSPRESSE

"Bayerische Machtmaschine"

Hamburg - Die europäische Presse glaubt an eine gute Ausgangsposition von Edmund Stoiber als Herausforderer von Kanzler Gerhard Schröder:
"Der Standard" (Wien): "Angela Merkel - die CDU-Chefin, die aus dem Osten kam - hat Platz gemacht für die bayerische Machtmaschine Stoiber, dem in allen Meinungsumfragen bestätigt wurde, als Einziger Chancen gegen Schröder zu haben."

"Tagesanzeiger" (Zürich): "Stoiber kommt für die SPD zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Die Arbeitslosenzahlen drohen die als desaströs angesehene 4-Millionen-Schwelle zu überschreiten, die deutsche Wirtschaft schnitt im letzten Jahr schlechter ab als jede andere in der EU."

"La Repubblica" (Rom): "Gerhard Schröder muss sich auf einen sehr harten Kampf vorbereiten, um an der Macht zu bleiben."

"Le Monde" (Paris): "Die Wirtschaft könnte sich sehr wohl als die Achilles-Ferse des Siegers über Helmut Kohl erweisen."

"El País" (Madrid): "Die Bürger im Norden des Landes tendieren dazu, den Bayern zu misstrauen, und die ultrakonservative Aura Stoibers könnte dazu beitragen, dass sich die Wähler der Mitte und der Linken gegen ihn mobilisieren."

"Sunday Telegraph" (London): "Die wichtigsten Veränderungen unter einer Kanzlerschaft von Stoiber würden im Bereich der Europa-Politik liegen. Die Vision eines föderalistischen Europa würde unter seiner Herrschaft verfliegen. Stoiber steht dem Euro und der EU-Erweiterung skeptisch gegenüber. Er würde die deutsche Politik polarisieren."

"Volkskrant" (Den Haag): "Er hat Machtinstinkt und ein Gefühl für populäre Themen. Die Deutschen stehen vor einem interessanten Wahlkampf."

"Kommersant" (Moskau): "Edmund Stoiber verdankt seine Popularität vor allem seinen Erfolgen als Ministerpräsident von Bayern. Aber um den Posten des Bundeskanzlers nach vierjähriger Unterbrechung wieder in die Hände der Konservativen zu holen, wird Herr Stoiber, den seine politischen Gegner einen bayerischen Pitbull nennen, sich sehr anstrengen müssen."

"Daily Telegraph" (London): "Mit dem günstigen Wind des wirtschaftlichen Erfolgs im Rücken ist Stoiber urplötzlich der Mann geworden, den viele gerne als den nächsten Bundeskanzler sehen würden."

"Neue Zürcher Zeitung": "Angela Merkel hat der Sache der CDU mit ihrem Zurückweichen einen großen Dienst erwiesen. Es war deutlich geworden, dass sie in weiten Kreisen ihrer Partei an Rückhalt verloren hatte."

"Mlada fronta Dnes" (Prag): «Eine Chance hatte sie (Merkel) gegen ihn (Stoiber) eigentlich nie. Bundeskanzler Gerhard Schröder ist immer noch sehr populär, und die Opposition braucht einen starken Kandidaten.»

"La Stampa" (Turin): "Mit dem Rückzug aus dem Rennen um die Kanzlerschaft ist sie einer angekündigten Niederlage aus dem Weg gegangen, die vermutlich sehr hoch ausgefallen wäre."

"Basler Zeitung": "Merkel passt nicht in das patriarchale Erwartungsmuster, das eine breite deutsche Öffentlichkeit für den Bundeskanzler hat."

"Die Presse" (Wien): "Frau-Sein allein ist kein Programm, schon gar kein Wahlprogramm."




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aabb-cisco:

wird CSU zu mächtig??

 
13.01.02 13:03
Koch wird die CSU zu mächtig


Der Sieger und die CDU-Chefin



K aum ist Edmund Stoiber Kanzlerkandidat, da gibt's schon Gegrummel in der Union. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ warnten einige CDU-Präsidiumsmitglieder vor einer zu starken Dominanz der CSU.

In der Sitzung des Führungsgremiums habe der hessische Ministerpräsident Roland Koch
gesagt, nach der Entscheidung für Stoiber müsse die CDU ihre Eigenständigkeit behaupten. Nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung sagte Koch, wenn man so manchem in der CSU die Hand gebe, müsse „man hinterher darauf achten, ob noch alle fünf Finger dran sind“.

Aus Merkels Seelenleben

Angela Merkel sieht ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur nicht als Kapitulation.
Die Entscheidung habe sie „stärker gemacht“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Ihre Seelenlage sei „kämpferisch“. Ihr Rückzieher habe sie nicht mitgenommen. „Sie hat mich angestrengt und angespannt“, betonte Merkel.

In den Tagen der Entscheidung sei sie nicht einsam gewesen, stellte sie zugleich klar. „Ich habe gute Freunde. Es ist wichtig, dass man seine Freunde kennt.“

Stoiber in Magdeburg

Mit Breitseiten gegen Gerhard Schröder hatte Stoiber in Magdeburg auch Kritiker in der CDU begeistert. Er habe sich kampfbereit für den Wahlkampf, aber auch sensibel für die Lage der Schwesterpartei gezeigt, hieß es am Samstag übereinstimmend von CDU-Spitzenpolitikern bei der Klausurtagung in Magdeburg. Stoiber hatte sich eine Stunde bei der Vorstandssitzung aufgehalten, obwohl nur ein kurzer Besuch avisiert war.

„Er ist sehr überzeugend“, sagte die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer. Stoiber stehe für Reformfreude. „Ich bin überzeugt, das wird ein kämpferischer Wahlkampf.“ Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorsitzende Jürgen Rüttgers sagte: „Der Bundesvorstand war begeistert.“ Stoiber habe sich sehr entschlossen und kampfesmutig gezeigt. Sowohl die Frauen-Union als auch die NRW-CDU hatten ursprünglich Merkel als Kandidatin favorisiert.

Der Auftritt des Kandidaten

Die Union werde den SPD-Kanzler im Wahlkampf an seine Versprechungen erinnern, sagte Stoiber. Deutschland und seine Menschen hätten es nicht verdient, auf dem letzten Platz der Euro-Liga gelandet zu sein. Um in dieser Liga nach oben zu kommen, sei die Entwicklung in den neuen Ländern entscheidend. Unter der Regierung Schröder habe sich die Schere zwischen der Wirtschaftsentwicklung in Ost- und Westdeutschland weiter geöffnet anstatt sich zu schließen.

Zugleich richtete Stoiber einen flammenden Appell an die Geschlossenheit der Union: „Es geht jetzt vor allem darum zu zeigen, dass wir eine Chance sehen, den Wechsel herbeizuführen.“ Diese Chance müsse genutzt werden. Grundvoraussetzung dafür sei inhaltliche und persönliche Geschlossenheit, „die sich darin äußert, dass uns Sympathie verbindet, aber auch ein gemeinsames Ziel“.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, die Stoiber mit einem Lächeln auf den Lippen willkommen hieß, hatte am Freitag zu Gunsten von Stoiber auf die Rolle des Herausforderers von Schröder verzichtet.

Stoiber schon vor Schröder

Stoiber liegt übrigens in der Meinung der Wähler in fünf von acht Kompetenzfeldern vor Kanzler Schröder. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für FOCUS, die der Union Siegeschancen bei der Bundestagswahl am 22. September bescheinigt.

Beim Thema Arbeitsmarktpolitik liegt Stoiber mit 36 zu 24 Prozent vor Schröder, in der Wirtschaftspolitik mit 42 zu 31, bei den Staatsfinanzen mit 33 zu 30, bei der Inneren Sicherheit mit 40 zu 30 und bei der Bildungspolitik mit 33 zu 28 Prozent. Das Thema Ausländer sehen die Wähler mit 39 zu 33 Prozent besser bei Schröder aufgehoben, auch die Sozialpolitik mit 48 zu 23 und die Außenpolitik mit 54 zu 23 Prozent.

Die Eigenschaften durchsetzungsstark, kompetent und einen starken Rückhalt in der eigenen Partei sehen die Befragten eher bei Stoiber, als sympathisch und reformfreudig gilt eher Schröder. Bei der Vertrauenswürdigkeit liegen die beiden Politiker fast gleich auf. Emnid befragte für FOCUS vom 8. bis 10. Januar 1005 Wahlberechtigte.

Auch im ZDF-Politbarometer, das am Freitag veröffentlicht worden war, holt Stoiber gegenüber Schröder auf. Den CSU-Chef würden 44 Prozent der Bundesbürger gern als Regierungschef sehen, 48 Prozent sind für den Amtsinhaber.


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ribald:

alle 4 Jahre Wechsel?

 
13.01.02 13:29
wäre vielleicht ganz gut
aber auch teuer bei der Versorgung
gruß
garibaldi
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