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Auch Deutschen ein Recht auf Wiedergutmachung


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Rolf Josef Eibi.:

Anmerkungen zur Lage des Euros

 
12.05.11 09:32

 

Anmerkungen zur Lage des Euros

Es gibt da eine Weltnetzseite, die man kennen sollte. Titel: "DER HONIGMANN SAGT ..... Der etwas andere weblog". Direktanklickung: http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/05/10/...dem-einheitseuro/

Am 10. 5. 2011 brachte er den folgenden Beitrag/Pressemitteilung:

PRESSEMITTEILUNG - Hans-Olaf Henkel zur Diskussion über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Einheitseuro
10. Mai 2011 von honigmann
Berlin, den 9. Mai 2011

"Es ist zu begrüßen, dass Professor Sinn den möglichen Austritt Griechenlands ins Gespräch bringt. Bisher hatte sich die deutsche Wissenschaft darauf beschränkt, die negativen Folgen eines "Weiter so" in unterschiedlicher Weise zu beschreiben, aber eine echte Alternative hatte noch niemand angeboten", erklärt Henkel. "Die hysterische Reaktion auf Sinns Vorschläge zeigt überdeutlich, dass sowohl einige seiner Kollegen, als auch die meisten Vertreter der Wirtschaftspresse und der Politik die Diskussion über eine Abkehr vom Einheitseuro weiterhin mit einem Tabu belegen wollen." Zwar sei auch er der Meinung, dass ein Austritt Griechenlands zu starken Verwerfungen führen könne, aber er hoffe, dass nun eine nüchterne Diskussion über Alternativen zum Einheiteuro auch in Deutschland geführten werden, "In Finnland, Holland, im angelsächsischen Bereich, selbst in Spanien, ist eine solche Diskussion längst im Gange", so Henkel. Eine weitere Alternative sei der von ihm vorgeschlagene koordinierte Ausstieg Deutschlands und einiger anderer Länder aus dem Einheitseuro, verbunden mit der Gründung einer eigenen Gemeinschaftswährung (Arbeitstitel: "Nordeuro"). Für die verbleibenden ca. 12 Länder solle der Euro erhalten bleiben.

Man dürfe sich zudem nicht wundern, so Henkel weiter, wenn mit immer neuen "Rettungsschirmen", die zu Lasten Deutschlands und einiger anderer Länder aufgespannt würden, die jeweilige Bevölkerung nicht nur mit wachsendem Unbehagen gegen den Einheitseuro, sondern auch gegen das "Projekt Europa" reagiert. Es zeige sich immer deutlicher, dass sich eine kleine Anzahl von nördlichen "Geberländern" einer größeren von "Nehmerländern" gegenübersieht und finanziell ausgeliefert ist.
"Das Geheimtreffen in Luxemburg zeigt auch", so Henkel, "dass in den südlichen Ländern nicht nur die Bereitschaft, sondern auch die Fähigkeit, sich dem Diktat aus Sparkurs, wachsender Arbeitslosigkeit und Verlust der eigenen Steuerbasis zu beugen, drastisch abnimmt. Immer lauter wird auch dort der Ruf nach eigenen Wegen zur Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit. Nicht nur Griechenland und Portugal, auch Spanien und Italien werden ohne eine vom Einheitseuro abgekoppelte flexiblere Währung, mit eigenem Wechselkurs und ihrer Wirtschaftssituation angepassten Zinssätzen keine Chance haben, jemals ihre Wettbewerbsfähgikeit wiederherzustellen." Es würde immer klarer, dass der Einheitseuro nicht zu weniger, sondern zu mehr Spannungen innerhalb der Länder des Euroraums führe. Dem Ausstieg Griechenlands aus dem Einheitseuro, wie er von Prof. Sinn in Erwägung gezogen wird, sei sein Plan auf jeden Fall vorzuziehen. "Dem Schreckensszenario des Sturms auf die Banken in Athen würde so die Grundlage entzogen, die Möglichkeit, wenigstens einen Teil ihrer Staatsschulden in Euro zurückzuzahlen, bliebe erhalten". Vor allem könnten so die Nordländer ihr finanzielles Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen.

Henkel fordert Politik, Wirtschaftswissenschaftler und Medien auf, sich mit der von ihm vorgeschlagenen Alternative eines gemeinsamen Austritts einiger "Nordländer" aus dem Einheitseuroraum zu befassen. Auch die Deutschen sollten sich nicht länger weismachen lassen, dass in zwei deutlich unterscheidbaren Wirtschafts- und Finanzkulturen das Festhalten an einer Einheitswährung, "koste es was es wolle", ohne Alternative sei. "Die Meinung, dass wir vom Euro am meisten profitierten, haben unsere Politiker von denen der Nehmerländer einfach übernommen. Sie stimmt nicht", so Henkel. "Wir profitieren vom Binnenmarkt, nicht vom Euro. Die Abhängigkeit unserer Exporte vom Euroraum ist seit Einführung des Einheitseuros sogar gesunken". Zwar würden deutsche Exporteure vom Aufwertungseffekt eines Nordeuros negativ beeinflusst, inzwischen sei Deutschland aber auch Importvizeweltmeister geworden, ca. 45% aller deutschen Exporte würden vorher importiert. "Dem Aufwertungseffekt durch Einführung eines "Nordeuros", muss man andere positive Effekte gegenrechnen, wie billigere Importe, günstigere Energiekosten und eine insgesamt niedrigere Inflationsrate", so Henkel.

Für undemokratisch, ja skandalös, hält Henkel die Einführung eines europäischen Zentralstaates als "Nebenprodukt von Eurorettungspaketen durch die Hintertür". Man könne das wollen, dann müsse die Politik das aber auch klar auf den Tisch legen. "Wo bleibt der Bundestag", fragt Henkel, "Hatte er mit der Aufgabe der D-Mark eine Währungsunion in einem Europa der Vaterländer oder eine Transferunion in einem Vaterland Europa beschlossen?"
So weit Honigmann.

Am 9. Mai 2011 veröffentlichte Europas und Deutschlands größte Tageszeitung, die "BILD", dessen politische Berichterstattung man auch täglich kennen sollte, einen Kommentar von Hugo Müller-Vogg. Titel: "Bye, bye, Griechenland".
Der Text lautet: "Machen wir uns nichts vor: Griechenland kommt wirtschaftlich einfach nicht auf die Beine. Daraus folgt: Das Land wird seine enormen Schulden nie und nimmer zurückzahlen.
In dieser Lage droht Athen indirekt mit dem Abschied vom Euro. Das soll den Druck auf seine Gläubiger, darunter auch deutsche Banken, erhöhen, einen Teil der Schulden zu erlassen. "Schuldenschnitt" heißt das Zauberwort.
Aber wer garantiert eigentlich, dass Griechenland nach einer solchen, für uns teuren Umschuldung, vernünftiger wirtschaften würde als bisher? Dafür spricht wenig, dagegen sehr viel.
Der Euro selber ist für Europa unverzichtbar, aber Euroland ist auf Griechenland nicht angewiesen. Wenn Griechenland den Euro nicht mehr will, dann soll man das Land nicht dazu zwingen.
Das käme Europas Steuerzahler zwar teuer zu stehen. Aber ein teures Ende wäre besser als teure Rettungspakete ohne Ende." So weit Müller-Vogg.

Wir sollten wieder einmal Rückschau halten, wie alles ablief und zum Euro führte. Wie auch vorausschauend vor Entwicklungen gewarnt wurde. Schon 1998 wies ich darauf hin, daß der Euro-Wahn DIE ZAHLUNG ASTRONOMISCHER SUMMEN AN FREMDE STAATEN BEDEUTET. Und es kam wie es kommen mußte! Hingewiesen darauf habe ich in dem von Univ.-Prof. Dr. Helmut Knütter herausgegebenen Sammelband mit dem Titel: Europa ja - aber was wird aus Deutschland?, Hohenrain-Verlag, Tübingen, Zürich, Paris 1998. Mein Beitrag im Werk trug den Titel: Die Folgen der geplanten Währungsunion. [Eine Abbildung der 1. Seite des Schutzumschlages sowie die Dokumentation einer meiner Rezensionen zum Werk, und zwar hier die in der Zeitschrift "Mensch und Maß", findet der Leser im Bild- und Dokumententeil, im Bereich Profil-Fotos: http://www.blog.de/user/eibicht/ - Die Rezension sollte man vielleicht nachlesen.]

Mein seinerzeitiger Beitrag im Sammelband von Univ.-Prof. Dr. Helmut Knütter lautet:

Die Folgen der geplanten Währungsunion

Die D-Mark ist jahrzehntelang stabiler geblieben als die meisten anderen
europäischen Währungen, und dies ist einer der Gründe für den Aufschwung
der deutschen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen. Die dafür
wichtigste Voraussetzung war die Deutsche Bundesbank, die dank
ihrer gesetzlich bestimmten Unabhängigkeit von politischen Einflüssen
inflationäre Tendenzen in Deutschland eindämmen konnte. Wie Kohl und andere Bonner Politiker pausenlos versichern, wird sich an dieser Stabilität auch nach der Einführung des Euro, der künftigen Gemeinschaftswährung, nichts ändern. Deshalb sollen in die Europäische Währungsunion nur Länder aufgenommen werden, bei denen Staatsverschuldung, jährliches Haushaltsdefizit, langfristige Zinsen und jährlicher Preisanstieg bestimmte Werte nicht überschritten und die zwei Jahre vor ihrem Beitritt zur Währungsunion ihre Währung gegenüber anderen Währungen des Europäischen Währungssystems nicht abgewertet haben. Außerdem soll eine Europäische Zentralbank, die nach dem Vorbild der Deutschen Bundesbank von politischen Weisungen unabhängig sein soll, künftig die Stabilität des Euro gewährleisten. So sieht es jedenfalls der Maastrichter Vertrag vor. Ob aber die Mitglieder des künftigen Bankrats, die aus den einzelnen europäischen Ländern kommen, nicht doch den Wünschen ihrer nationalen Regierungen folgen, bleibt abzuwarten. ........................  Fortsetzung, Teil II, siehe unterhalb. Oder: Den gesamten Beitrag findet man unter: http://eibicht.blog.de

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