Aber die "Sorge" ist: Ciceros Prognose der Umsatzverachtfachung (gemessen am Start) tritt ein.... Margenentwicklung auch - und AT&S investiert weiter, weil ja auch die Welt der Innovationen nicht stillsteht. Man wird's gut finden, weil Investitionen in die Zukunft immer gut sind. Stehen wir in 3-5 Jahren dann nicht genauso da wie jetzt - nur auf einem höheren Level ?
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann zielt Deine Sorge darauf ab, dass AT&S nach Erreichen eines höheren Kursniveaus wieder zurückfallen könnte, weil die nächste Investitionswelle ansteht?
Ich denke, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viel dazu sagen kann. Es könnte sich ja in den nächsten Jahren noch einiges tun.
Fakt ist, dass das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren noch hohe Investitionen für die Finalisierung von Chongqing III bzw. Leoben zu stemmen hat. Die Verschuldung wird damit weiter steigen und hinsichtlich der Zielvorgaben bei Nettoverschuldung/EBITDA ein recht angespanntes Niveau erreichen wird. Es wird in diesen beiden Jahren also kein Platz sein für zusätzliche große Investitionen.
Wie es danach weiter geht, wird man sehen. 2023/24 sollten beim OCF bereits deutliche Auswirkungen durch Chongqing III bemerkbar sein. Ich könnte mir vorstellen, dass die Verschuldung in diesem Jahr bereits wieder rückläufig sein wird. In diesem Jahr wird man dann auch einen viel besseren Einblick darauf haben, wie es beim OCF die nächsten Jahre weiter geht. Die Planungssicherheit wird weitaus größer als heute sein. Man könnte hier also bereits wieder mit den nächsten größeren Projekten beginnen oder diese zumindest vorbereiten/planen.
Meine Sorge ist ja eigentlich die, dass man beim Ausbau der Kapazitäten für die Modulproduktion gehemmt wird. Die bisherigen Investitionen in diesem Bereich werden möglicherweise reichen um das kurzfristige Ziel eines Umsatzanteiles von 5-10% am Gesamtumsatz zu erreichen. Wie aber will man in den nächsten Jahren hohe Investitionen in diesem Bereich stemmen, wenn die Nachfrage extrem ansteigt? Möglicherweise wäre hier ja auch ein weiterer Werksneubau nötig. Das Kapital dafür wird man schwer aufbringen können.
Umso wichtiger erscheint es mir, dass man mit einem Wechsel des Börsenplatzes versucht dem Aktienkurs Auftrieb zu geben und dann mit einer Kapitalerhöhung frisches Eigenkapital ins Unternehmen holt.
Auf das Unternehmen warten noch so viele Möglichkeiten und Chancen. Microelektronik/Verbindungslösungen werden in der laufenden Dekade weiter stark wachsen - siehe die zunehmende Digitalisierung/Robotisierung der Gesellschaft. Die Asiaten haben dies bereits erkannt und lassen die Aktienkurse ihrer Unternehmen entsprechend stark steigen.
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