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SAP-Aktie: Das kann doch einfach nicht wahr sein!

Die Anteile von Software- und Clouddienstleister SAP machen weiterhin keine Anstalten, ihre Richtung zu ändern. Ist die Lage wirklich aussichtslos?
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Ein zerbrochenes SAP-Logo mit fallendem Candlestick-Chart (Symbolbild).
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
SAP SE 156,24 € SAP SE Chart +3,02%
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Diese Verlustserie raubt den letzten Nerv

Bereits seit Wochen vergeht kaum ein Tag, an dem die SAP-Aktie nicht noch tiefer fällt. Die Furcht vor einer KI-Disruption, langsamer als erwartet wachsende Cloud-Umsätze und ein Umbau des Geschäftsmodells zu einer volumenbasierten Abrechnung erschüttern die in den vergangenen Jahren als äußerst solide geltende Wachstumsstory.

Seit dem Jahreswechsel haben die Anteile der Walldorfer 30 Prozent an Wert verloren. Im zuletzt ohnehin trüben Gesamtmarktumfeld handelte das Papier mit relativer Schwäche und Verlusten von über 16 Prozent in nur in einem Monat. Die Quittung: Eine ganze Reihe von neuen Mehrjahrestiefs und damit frischen technischen Verkaufssignalen.

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Die Frustration der Anleger ist verständlich

Zwar eilten dem DAX-Schwergewicht vereinzelt positive Analysteneinschätzungen zur Hilfe, doch diese blieben ohne Wirkung. Umgekehrt beschleunigte jedes gesenkte Kursziel oder die Herabstufung durch die US-Großbank JP Morgan den Abverkauf noch weiter. Zurecht sind Anlegerinnen und Anleger daher frustriert und fragen sich, ob und wann sich hier auch zur Oberseite mal wieder etwas tun könnte.

SAP-Aktie: Das schaut echt nicht gut aus ...

Die schlechte Nachricht liegt mit Blick in den Chart auf der Hand. Die Aktie befindet sich in einem hartnäckigen Abwärtstrend, dessen Dynamik sich nach dem Unterschreiten der Unterstützungsbereiche bei 165 und 150 Euro noch einmal beschleunigt hat.

Da die technischen Indikatoren RSI und MACD den Abwärtstrend der Aktie begleiten, muss von dessen Nachhaltigkeit ausgegangenen werden. Das erschwert nicht nur eine Erholung, sondern lässt auch weitere Verluste befürchten.

Sollten 150 Euro nicht zügig zurückerobert werden, drohen Verluste bis 125 beziehungsweise 120 Euro. Dass SAP (SAP Aktie) ihr Abwärtspotenzial noch nicht vollständig abgerufen hat, legt vor allem der auf Monatsbasis ermittelte RSI-Wert von 33,2 nahe – überverkauft gilt eine Aktie erst ab 30 Punkten.

Genau das ist auf Tages- und Wochenkursbasis mit Zählerständen von 26,8 beziehungsweise 20,9 bereits der Fall. Damit wird trotz oder gerade wegen der ausgeprägten technischen Schwäche zumindest ein kurzfristiger Rebound immer wahrscheinlicher.

... doch den ein oder anderen Hoffnungsschimmer gibt es

Die gute Nachricht der anhaltenden Verluste besteht darin, dass eine uralte (aus dem Januar 2024 stammende) Kurslücke geschlossen werden konnte. Deren "Magnetwirkung" auf den Kurs ist damit aufgehoben.

Das könnte in Kombination mit dem überverkauften RSI dazu führen, dass zumindest auf Wochenschlusskursbasis die Unterstützung bei 150 Euro verteidigt werden kann. Am Donnerstagnachmittag kam es nach weiteren Verlusten bereits zu einer ersten Gegenbewegung und einem Vorzeichenwechsel.

Unterstützt würde ein solcher Anstieg durch die bullishen Divergenzen im Trendstärkeindikator MACD. Der ist zwar wieder unter seine Signallinie gefallen und signalisiert damit einen an Fahrt gewinnenden Abwärtstrend, andererseits ist er in den vergangenen Wochen gegen den Trend der Aktie gestiegen, was auf eine Trendwende hindeuten könnte. Klare prozyklische Kaufsignale lägen jedoch erst oberhalb von 175 Euro wieder vor, wo auch die 50-Tage-Linie verläuft.

Fazit: Ein Einstieg ist jetzt nicht für jeden geeignet

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist SAP eine Wildcard. Auf der einen Seite ist die Aktie mit einem KGVe 2026 von 21,2, einem EV/EBITDA-Verhältnis von 12,3 und einer Dividendenrendite (erwartet) von 1,8 Prozent so attraktiv wie lange nicht.

Andererseits sind die Kursverluste der vergangenen Wochen auch bei anderen Software-Unternehmen als Neubewertung einzustufen. Das könnte die Rückkehr zu höheren Bewertungsvielfachen erschweren oder sogar unmöglich machen und das gegenwärtige Niveau als neues dauerhaftes etablieren.

Anlegerinnen und Anleger, die bereits investiert sind, sollten jetzt nicht das Handtuch werfen, nachdem das Kind ohnehin in den Brunnen gefallen ist und durchaus Anzeichen für eine Gegenbewegung vorliegen. Dieses Setup könnte auch von antizyklisch agierenden Traderinnen und Tradern für einen Einstieg genutzt werden. Alle übrigen Investoren sollten eine nachhaltige Bodenbildung der Aktie abwarten.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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