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AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro


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AT&S Advanced . 49,65 € -3,59% Perf. seit Threadbeginn:   +267,78%
 
de Tocqueville:

alles beim Alten

 
03.02.26 09:12
Ja, aber.....

Ich sehe nichts neues für das aktuelle GJ und auch nicht für das kommende Jahr.
Also keine positive Überraschung.

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Melandy:

Ihr rechnet zu viel

 
03.02.26 09:30
Börse besteht aus Phantasie und nicht aus Berechnungen
Wenn du keine hast dann lass es
Wenn du bei Tesla rechnest bist du bei 1/10
Fazit
Die Phantasie bestimmt den Kurs wenn die Zahlen halbwegs passen
Antworten
de Tocqueville:

@ Phantasie- Melandy :-)

 
03.02.26 10:14
Ich hatte das geschrieben, weil durch die hohe Nachfrage im gesamten Markt bedingt, es auch hätte bei AT&S eine positive Überraschung hätte geben können, zumal Dr. Mertin auch kommuniziert hat, daß er auf keinen Fall mehr prognostizieren würde, als er wirklich auch einhalten kann.
Nun ja, da steckt dann Phantasie drin, dass Mertins Prognosen die Basis ist und dann doch etwas positiver gewirtschaftet wird, also mehr umgesetzt wird, oder höhere Preise durchgesetzt werden können.
Aber beides ist nicht eingetreten.
Dennoch erwarten wir eine solide Basis 2026/27, mehr noch, wir haben davon auch im aktuellen Quartal schon etwas gesehen.
Antworten
Handbuch:

Seit langem

 
03.02.26 10:17
das erste Mal, dass der Kurs nach Zahlen steigt - statt zu fallen. Wer auf das "übliche Muster" vertraut hat und vor den Zahlen verkaufte, der wurde wohl auf dem falschen Fuß erwischt.
Antworten
Kleinkapitalist:

@Melandy

 
03.02.26 10:44
Der Börsenkurs ist nichts anderes als die abgezinste Summe der erwarteten zukünftigen Dividenden. Also, rechnen schadet nicht. Wer etwas anderes erwartet, hat entweder zu viel Phantasie oder spielt im Kasino.
Antworten
economist:

Haha...

 
03.02.26 10:45
Seit langem
das erste Mal, dass der Kurs nach Zahlen steigt - statt zu fallen. Wer auf das "übliche Muster" vertraut hat und vor den Zahlen verkaufte, der wurde wohl auf dem falschen Fuß erwischt.
Handbuch, 03.02.26 10:17
da hast Du recht :-)

Ich habe gestern überlegt, ob ich vielleicht doch 50% der Position auflöse. Ich glaube zwar auch, dass hier noch etwas geht, aber habe auch die Kehrseite gesehen. Ich bin schon lange dabei und mittlerweile ist AT&S wieder deutlich gewichtiger im Portfolio geworden. Bei Kursen von über 50 war es sogar mal ide größte Position. Einen zyklischen Wert so hoch zu gewichten, ist ab einem bestimmten Punkt fahrlässig. Da lässt man lieber mal ein paar Prozent liegen. Ich kann das durchaus nachvollziehen.
Antworten
economist:

Kleine Korrektur und Ergänzung

 
03.02.26 10:53
@Melandy
Der Börsenkurs ist nichts anderes als die abgezinste Summe der erwarteten zukünftigen Dividenden. Also, rechnen schadet nicht. Wer etwas anderes erwartet, hat entweder zu viel Phantasie oder spielt im Kasino.
Kleinkapitalist, 03.02.26 10:44
Du spielst sicher auch die diskontierten Cashflows an. Und genau darauf fokussiert sich das DCF Modell auch, nicht auf die Dividenden. Und noch die Ergänzung. Diese Cashflows sind eine Schätzung. Wie fragil das Modell wird, hat Cicero hier mal aufgezeigt, als der die EBITDA Marge im System angepasst hatte. Der Hebel ist beachtlich - in beide Richtungen. Die DCF Methode ist halt nur so gut wie die Annahmen. Und mit Blick auf die "Auslastung der Werke" Anfang der 2020er Jahre habe ich den Eindruck gewonnen, die Annahmen sind eher gewürfelt als valide kalkuliert.
Antworten
economist:

Unterschiede in der Investitionsintensität

 
03.02.26 11:05
Ihr rechnet zu viel
Börse besteht aus Phantasie und nicht aus Berechnungen
Wenn du keine hast dann lass es
Wenn du bei Tesla rechnest bist du bei 1/10
Fazit
Die Phantasie bestimmt den Kurs wenn die Zahlen halbwegs passen
Melandy, 03.02.26 09:30
Deine Aussage mag kfr. auf gar vieles zutreffen. Langfristig bleibt die Frage der Skalierbarkeit. Und wenn dann mal jemand nachrechnet und feststellt, dass die blühende Phantasie vom Inventar nicht erfüllt werden kann, macht es bumm. Und dann ist der Traum geplatzt.
Antworten
Kleinkapitalist:

@economist

 
03.02.26 11:54
Kleine Korrektur und Ergänzung
Du spielst sicher auch die diskontierten Cashflows an. Und genau darauf fokussiert sich das DCF Modell auch, nicht auf die Dividenden. Und noch die Ergänzung. Diese Cashflows sind eine Schätzung. Wie fragil das Modell wird, hat Cicero hier mal aufgezeigt, als der die EBITDA Marge im System angepasst hatte. Der Hebel ist beachtlich - in beide Richtungen. Die DCF Methode ist halt nur so gut wie die Annahmen. Und mit Blick auf die "Auslastung der Werke" Anfang der 2020er Jahre habe ich den Eindruck gewonnen, die Annahmen sind eher gewürfelt als valide kalkuliert.
economist, 03.02.26 10:53
Die Summe aller freien Cashflows sind am Ende aller Tage die Summe der Dividenden - wo sollen die freien CF auf Dauer sonst landen?
Antworten
economist:

@Kleinkapitalist

 
03.02.26 12:31
In der reinen DCF-Logik stimme ich Dir zu. Am Ende müssen sich alle Cashflows irgendwann in Ausschüttungen niederschlagen, sonst wären sie wertlos. Das ist aber aus der Perspektive eine Unternehmens zu kurz gesprungen.

Mir ging es weniger um die finanzmathematische Identität als um die ökonomische Realität eines laufenden Unternehmens. Free Cashflows sind nicht automatisch „Dividenden auf Vorrat“, sondern weitaus häufiger das Material, aus dem erst zukünftige Cashflows entstehen (Reinvestitionen, Wachstum, Marktposition).

Der Wert liegt entsprechend nicht nur in den erwarteten Ausschüttungen, sondern auch im aufgebauten Kapitalstock, der diese Ausschüttungen überhaupt erst ermöglicht.

Bei einer Windanlage mit fester Laufzeit passt Dein Argument perfekt. Bei einem Unternehmen ohne Enddatum wird es komplexer, weil der Kapitalstock selbst Teil des Wertes ist.  
Antworten
economist:

@cicero

 
03.02.26 12:49
Herzlichen Glückwunsch mein Lieber. 30% in drei Wochen ist mal ne Ansage. Was glaubst Du wie es weitergeht? Würde mich sehr interessieren.
Antworten
alderswede:

DZ Bank

 
03.02.26 15:10
Interessanter Bericht
02.02.2026

AT
Antworten
alderswede:

sorry, evtl besser der Link:

 
03.02.26 15:12
www.dzbank-wertpapiere.de/Magazin/...ce=kuc_finanznachrichten
Antworten
Holliday:

Marktpositionierung im Bereich der ABF-Substrate

 
03.02.26 15:15

Hier mal eine kurze Zusammenfassung der Gemini KI:

AT&S hat sich von einem klassischen Leiterplattenhersteller zu einem Spezialisten für hochkomplexe Substrate entwickelt. Ihre Produkte sind in fast jedem modernen Smartphone, Auto oder Server zu finden.
   • IC-Substrate (High-End): Das aktuelle Herzstück des Unternehmens. Dies sind die Trägermaterialien, auf denen Mikrochips (z. B. Prozessoren von Intel oder KI-Chips) direkt montiert werden. AT&S ist einer der wenigen globalen Player, die ABF-Substrate für Hochleistungsschaltkreise (KI, Cloud-Computing) in Massen fertigen können.


Der Markt für High-End-Leiterplatten und Substrate wird massiv von Unternehmen aus Taiwan, Japan und Südkorea dominiert. AT&S ist der einzige europäische Player, der in dieser globalen Top-Liga spielt.

Wettbewerber

Herkunft

Stärken / Fokus

Unimicron

Taiwan

Weltmarktführer bei IC-Substraten; eng vernetzt mit TSMC.

Ibiden

Japan

Technologieführer bei High-End-Substraten für Server-CPUs.

Nan Ya PCB

Taiwan

Stark bei Substraten für Grafikprozessoren und Consumer-Elektronik.

Zhen Ding Tech

Taiwan

Einer der umsatzstärksten Leiterplattenhersteller der Welt (Großlieferant für Apple).

Samsung Electro-Mechanics

Südkorea

Starker Fokus auf Substrate für mobile Prozessoren und Modems.

Shinko Electric

Japan

Spezialist für Packaging-Technologien und High-End-Substrate.

Kinsus

Taiwan

Führend im Bereich Substrate für Mobilfunkchips.

TTM Technologies

USA

Größter Konkurrent im Bereich Luftfahrt-, Verteidigungs- und Industrieelektronik.



Marktpositionierung

Im Bereich der High-End-Leiterplatten rangiert AT&S weltweit etwa auf Platz 6, während sie bei den strategisch wichtigen ABF-Substraten (für Rechenzentren und KI) zu den Top 5 zählen.

Das Unternehmen profitiert aktuell stark vom Trend zur Künstlichen Intelligenz (KI), da die dafür benötigten Prozessoren zwingend auf die von AT&S produzierten High-End-Substrate angewiesen sind. Um diesen Bedarf zu decken, hat AT&S massiv in neue Werke investiert, unter anderem in Kulim (Malaysia) und am Stammsitz in Leoben-Hinterberg

Der Markt für ABF-Substrate (Ajinomoto Build-up Film) ist hochkonzentriert und wird massiv von Unternehmen aus Taiwan und Japan dominiert. Diese Substrate sind das kritische Fundament für Hochleistungschips (CPUs, GPUs), weshalb sie aktuell durch den KI-Boom (NVIDIA, AMD, Intel) eine enorme Nachfrage erfahren.
Hier sind die Top 10 Player und ihre geschätzten Marktanteile (Stand 2024/2025):
Top 10 ABF-Substrat-Hersteller weltweit
      RangUnternehmen Hauptsitz§Marktanteil (ca.) Fokus / Besonderheiten
         1 Unimicron    Taiwan§25% – 28% Größter Produzent weltweit; enger Partner von Intel und Apple.
         2    Ibiden     Japan§14% – 16% Technologieführer bei High-End-Substraten für KI- und Server-CPUs.
         3§Nan Ya PCB Taiwan 13% – 14% Starker Fokus auf Rechenzentren und Grafikprozessoren.
         4§Shinko Electric Japan 12% – 13% Führend bei Innovationen für Chiplet-Architekturen.
         5§Samsung Electro-Mechanics (SEMCO) Südkorea 9% – 10% Massiver Ausbau der Kapazitäten für Cloud-Computing.
         6  AT&SÖsterreich§7% – 9% Einziger europäischer Top-Player; Fokus auf High-End-KI-Substrate.
         7§Kinsus Interconnect Taiwan 5% – 6% Spezialist für Substrate in Kommunikations- und Mobilfunkchips.
         8   Kyocera     Japan§3% – 4% Fokus auf Nischenmärkte und hochzuverlässige Industrieelektronik.
         9    Toppan     Japan§2% – 3% Wachsender Fokus auf FC-BGA-Substrate für die Automobilindustrie.
        10§Zhen Ding Tech Taiwan 1% – 2% Ehemals Fokus auf Flex-PCBs, drängt nun aggressiv in den ABF-Markt.

Wichtige Marktdynamiken
   • Die „Big Five“ Dominanz: Die ersten fünf Unternehmen (Unimicron, Ibiden, Nan Ya, Shinko und SEMCO/AT&S je nach Segment) kontrollieren zusammen über 75% des Weltmarktes.
   • KI als Wachstumstreiber: In speziellen Segmenten wie Server & HPC (High Performance Computing) verschieben sich die Anteile. Hier führt oft Ibiden mit bis zu 25-30%, da sie die komplexesten Substrate (über 16 Lagen) für KI-Beschleuniger liefern.
   • Geografie: Über 90% der weltweiten Kapazität befinden sich in Taiwan, Japan und Südkorea. AT&S ist die einzige westliche Ausnahme mit nennenswertem Marktanteil und Produktionsstandorten in Österreich, China und Malaysia.
   • Einstiegsbarrieren: Die Produktion von ABF-Substraten erfordert Investitionen in Milliardenhöhe und jahrelanges Prozess-Know-how.



Ein neues Werk benötigt oft 3 bis 5 Jahre von der Grundsteinlegung bis zur qualifizierten Massenfertigung. 


Fazit:

Mal schauen, wie die Amis auf die "Abhängigkeit" von China/Taiwan, Japan und Südkorea reagieren und ob sie nicht evtl. bei AT&S einsteigen bzw. AT&S komplett übernehmen. KI ist ja für die Amis ganz ganz oberste Priorität und da will man auf keinen Fall von China oder Japan abhängig sein oder Jahre ins Hintertreffen geraten. 

Antworten
KeinBörsengu.:

Wie werden die Shorties reagieren?

 
03.02.26 15:40
Wir halten allein heute bereits bei einem Tagesgewinn von über 10 Prozent.

Vor diesem Hintergrund werden die letzten verbliebenen Shorties wohl langsam kalte Füße bekommen...
Vielleicht sind sie ja heute schon ausgestiegen, was diesen tatsächlich bemerkenswerten Kursanstieg erklären würde.
Ich kann mir gut vorstellen, dass wir bis Jahresende tatsächlich die von Cicero einst in Aussicht gestellten 80 Euro erreichen.
So schnell kann es gehen...
Antworten
economist:

Positionen

 
04.02.26 09:24
Ich habe meine Position gestern zu 2/3 zwischen 45 und 46,20 aufgelöst und habe gerade das letzte Drittel zu 48,2 gegeben.

Ich habe das Unternehmen hier über viele Jahre begleitet. Ich hatte einen durchschnittlichen Einstiegskurs von 15. Zwischendrin hatte ich schon mal die 55 gesehen und dann schmerzhaft den Absturz erlebt. Bei 12 habe ich sogar nochmal etwas nachgekauft. Mittlerweile hat AT&S über 20% des Portfolios ausgemacht. Ich bin überzeugt, dass das Unternehmen sehr gut geführt wird. Allerdings haben wir - meines Erachtens - eine sehr sportliche Bewertung erlangt. Wie weiter oben ausgeführt, sehe ich AT&S auch nicht als Compounder. Es ist ein zyklischer Wert, der schnell reagiert. Das gilt für beide Richtungen. Ich sehe die Upside existent, aber überschaubar. Die Downside gewichte ich auf aktuellem Kursniveau höher.

Für mich war AT&S ein Lehrstück dafür, dass man ein Unternehmen nicht lieben muss, um damit Geld zuverdienen. Es war eine Mischung aus Unterbewertung und mittlerweile exzellenter operativer Umsetzung im Unternehmen selbst.

Ich möchte mich für die ganzen Diskussionen hier im Faden herzlich bedanken. Das war in diverser Hinsicht fachlich spannend und vor allem menschlich überragend. Es ist sehr selten, dass man sich in einem öffentlichen Raum anonym auf solch angenehme und wertschätzende Art austauschen kann.

Für diese Privileg, dass ich hier mehrere Jahre genießen durfte, will ich mich noch einmal ausdrücklich bei Euch allen bedanken :-)
Antworten
Holliday:

Good luck für die weiteren Geschäfte

 
04.02.26 10:50

"Allerdings haben wir - meines Erachtens - eine sehr sportliche Bewertung erlangt. Wie weiter oben ausgeführt, sehe ich AT&S auch nicht als Compounder. Es ist ein zyklischer Wert, der schnell reagiert. Das gilt für beide Richtungen. Ich sehe die Upside existent, aber überschaubar. Die Downside gewichte ich auf aktuellem Kursniveau höher."

Ich lasse AT&S laufen, da es m.M.n. nicht um die akt. fundamentale Bewertung geht (und selbst da habe ich noch keine "großen Bedenken"), sondern es geht m.M.n. um eine strategische Positionierung. Die Amerikaner unternehmen derzeit alles (Trump geht hier relativ rigoros vor), um sich strategisch mittel- bis langfristig gut zu positionieren und die entsprechenden Resourcen oder Märkte bzw. Zugänge zu sichern. Sei es Grönland mit den Rohstoffen, Venezuela mit Ölreserven, Exportverbote von NVidia-Chips nach China oder ASML-Anlagen nach China etc.. Der große Wettbewerb um die "zukünftige Dominanz bzw. Positionierung weltweit" findet derzeit im Bereich KI und der Rechenzentren statt und hier sind die Amis mit NVidia und AMD und Intel derzeit in der Pole-Position. Wenn dann aber diese US-Unternehmen fast ausschließlich derzeit noch von asiatischen "Zulieferern" abhängig sind und bei einer Invasion China / Taiwan hier alles ganz schnell "implodieren kann (im Sinne von Lieferstopp)", dann macht strategisch eine größere Beteiligung oder Übernahme von AT&S absolut Sinn und bei einer derzeitigen MK von 1.8 Mrd und selbst einem Aufschlag von 30% oder 50% sind dies immer noch Peanuts für die Big Player aus den USA ... die Zeit für einen eigenen Aufbau der Werke läuft bei der Schnelllebigkeit der Veränderungen in der Weltpolitik momentan halt nicht gerade für die US-Unternehmen. 

Antworten
economist:

Möglichkeiten

 
04.02.26 11:09
@Holliday: vielen Dank. Bzgl. Deiner Einwürfe teile ich durchaus vieles. Wobei ich vor 2 oder 3 Jahren eher auf einen Kauf aus China spekuliert hatte. Vielleicht ist so etwas möglich. Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Europäer aktuell nicht nur Vorsicht gegenüber den Chinesen walten lassen. Von daher könnte selbst mit einem amerikanischen Angebot der Drops immer noch nicht gelutscht sein. Und dann sitzt man lange Zeit in einer Investitions- oder präziser  einer Opportunitätskostenfalle.

Bitte betrachte bei AT&S nicht nur die Marketcap. Die doch anschauliche Verschuldung sollte hier ebenfalls einzubezogen werden. Die Cashflows der nächsten Jahre werden diesen Batzen erstmal abbauen müssen.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Das Unternehmen hat sich hervorragend in den letzten Monaten entwickelt und sauber geliefert. Man kann die Situation auch anders bewerten als ich.

Nur passt das Unternehmen einfach nicht mehr in mein Beuteschema. Hinzu kommt, dass ich meine Exitstrategie nicht permanent operativ anpassen will. Hier hat mir Disziplinlosigkeit sicher einiges Lehrgeld abverlangt. Das würde ich ungern wiederholen.

Ich wünsche Dir ebenfalls alles Gute und viel Glück mit der AT&S und natürlich auch mit Deinen sonstigen Ideen.
Antworten
Melandy:

Schade

 
04.02.26 13:37
Wünsche dir alles gute
Ich bin mir sicher das wir wieder von dir lesen denn börse macht süchtig
Spätestens wenn unser zykliker wieder einen 2er vorn hat dann packt es dich :-)
Alles gute!!

Was meint ihr schaffen wir heut noch den 5er
Antworten
Dividendius:

@economist

 
04.02.26 16:24
lieber economist - SCHADE! waren sehr lesenswerte Beiträge, die Du in's Forum gestellt hast. Auch Deine informative und zugleich respektvolle Sprache, die dieses Forum insgesamt so interessant macht. Ich wünsche Dir nicht nur im Anlegerleben sondern auch im "richtigen Leben", alles Gute !!

Die Entscheidung jetzt auszusteigen ist absolut verständlich. Vor nicht langer Zeit, als AT&S die € 40.- überschritt, da meinte ich, wir werden bald die € 50.-- sehen. Sooo bald, nämlich heute schon, hätt ich das nicht erwartet, dachte eher an den Herbst 2026. Mal schauen, was in den nächsten Tagen so passiert, denn die Gewinne heimzuholen ist nun sicher ein Thema.

Zum Anlass selbst muss ich sagen: ist doch interessant, was eine positive Wortmeldung aus dem Unternehmen so alles bewirken kann; sollte die AT&S PR Abteilung nachdenklich stimmen, denn das trommeln einige hier im Forum schon seit Jahren.

Wobei:

So extrem positiv sehe ich die Ergebnisse und speziell die Guidance nicht. Ja, natürlich, die Zahlen haben sich erheblich verbessert. Aber das Konzertergebnis ist immer noch negativ. AT&S fährt immer noch ein Kostenoptimierungsprogramm und möchte sogar über der ursprünglichen Planung weitere 160 Mio in diesem Bereich einzusparen. Klingt für viele Aktionäre sicher erfreulich, mich stimmt's eher nachdenklich, wenn man nun am bereits begonnenen Weltmarktaufschwung (Chipknappheit) und damit doch hoffentlich auch vor einer baldigen deutlichen Produktionssteigerung steht, sobald wenigstens das eine Werk in Kulim endlich Vollast liefern kann. Aber auch Leoben wird ausgebaut und zusätzlich zum nun schon einige Jahre laufenden Effizienzprogramm, wurde im letzten Jahresvergleich der konzernweite Personalstand um (weitere) rund  300 Personen, wenn ich mich nicht irre, abgebaut. Schaut irgendwie eigenartig aus.

Die Guidance wurde lediglich bestätigt, während die Hauptkunden selbst von massiven Steigerungen in ihrem Bereich sprechen. Ist da AT&S nicht dabei ?

Dämpfend wirkt für mich auch der Hinweis auf die Bedeutung der Währungsschwankungen (macht aktuell bei AT&S 1 Mio aus), denn ich würde mal meinen, dass momentan nicht so leicht abzulesen ist, dass der USD massiv steigen wird. Wenn ich das richtig sehe, ist Trump zwar an einer Zinssenkung im den USA interessiert, damit die vielen Kredite seiner Wähler*innen billiger werden und er bei den Midterm Elections nicht so viel verliert. Aber ein niedriger Dollar spielt im sicher in die Karten.

Dämpfend ist auch die Position im AT&S Bericht, dass die Rohstoffe, die das Unternehmen braucht, knapp werden - und damit auch teurer.

Und dann haben wir auch noch das immer größer werdende Gespenst der immer größer werdenden Technologieblase.

In Summe also finde ich den Bericht von AT&S nicht ausschließlich positiv. Natürlich freue ich mich über die Umsatzsteigerungen samt verbesserten FCF. Aber, wie gesagt, der Gewinn pro Aktie ist immer noch negativ, in einer Zeit der Chipknappheit. Das alles zusammen macht den heutigen Anstieg des Kurses auf derzeit € 50,50 schon sehr überraschend. Auch wenn ich mich darüber natürlich freue - und es leider verstehe, dass Anleger wie economist nun auch die Zeit für einen Ausstieg gekommen sehen.

Für mich ist es schwierig, eine Entscheidung zu diesem Punkt zu treffen. Einerseits bin ich ja von Anfang an dabei und sind Emotionen im Börsenleben immer schlecht. Andererseits glaube ich auch, dass die Leistungen des Unternehmens - und damit auch die Kurse - noch steigen können, soferne die Technologieblase nicht platzt.

Vor allem aber bin ich seit einiger Zeit zu dem SUBJEKTIVEN Zwischenergebnis gelangt, dass AT&S von gar nicht so wenigen Marktteilnehmern weniger an den eigenen Ergebnissen bewertet wird, sondern viel mehr an den Erfolgen der Hauptkunden INTEL, AMD und APPLE (wenn ich nicht irre). Und deren Ausblicke sind - ganz im Unterschied zu AT&S, wo man den Ausblick nur bestätigt - deutlich verbessert worden. Solange AT&S hier beliefert, muss das "zwangsläufig" ja auch auf AT&S positiv wirken. Daher bleibe ich investiert - und hab am heutigen Tag allerdings allerdings nicht nur positive Gefühle bei dieser Entscheidung .... Merkwürdig .....
Antworten
KeinBörsengu.:

Alles Gute, Economist!

 
04.02.26 16:40
Auch ich schließe mich den Wortmeldungen meiner Vorposter an und wünsche dir, lieber Economist alles Gute, sowohl privat als auch "börslich".

Auch ich fand deine Beiträge und Infos immer sehr bereichernd!

Aber sag niemals nie: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass uns unsere Postingwege nochmals kreuzen werden.
Aber die Entscheidung jetzt auszusteigen ist wirklich sehr verständlich und bestens begründet. Auch wenn sich sicher gute Argumente finden lassen, dass die Hausse noch lange nicht zuende ist.
Antworten
KeinBörsengu.:

JP Morgan

 
04.02.26 16:46
Der meiner Meinung nach letzte große Shortie (Qube scheint bei der FMA zwar noch auf, es handelt sich aber meiner Meinung nach dabei um einen Irrtum) JP Morgan hat gestern das getan, was ich mir erwartet habe: Seine Positionen von 0,88 Prozent auf 0,77 reduziert.
Ich denke, dass dieses Haus auch heute wieder Positionen abgebaut hat (sieht man erst morgen auf der FMA-Homepage), aber wenn das der Fall ist und der Shortie seine Positionen schlussendlich vollkommen auflöst, kann es sicher noch ein gutes Stück aufwärts gehen, vielleicht auch Richtung All-Time-High
Antworten
Effectivo:

auf Kurs zu den 80...

 
04.02.26 18:06
der Nachhofeffekt war klar. Die (KI-) Bauelemente müssen auf die Leiterplatten. Kulim liefert Cash-Flows, wenn die Auslastung anzieht, Malaysia ist ein sehr guter Standort (Infineon, TDK, etc...). Europäischer Lieferant ist mittlerweile ein Asset. Ich bin seit langen dabei (sieh meine Posts). mal drin mal draußen. Diesmal mit shares und 6x Faktor long... ich denke die Überschrift des Blogs wird bald "Wachstumsweg zu 150 € heißen". Dasselbe wird übrigens mit Lenzing sein, wenn die Nachfrage anzieht und die Zölle fallen (neue Werke in Brasilien und Asien)...Viel Glück
Antworten
KeinBörsengu.:

AMD

 
04.02.26 20:25
Interessant auch, dass der heutige Kursrutsch von AMD ja überhaupt keine Auswirkungen auf die ATS-Aktie gehabt hat.
AMD hat ja prächtige Zahlen geliefert, der Ausblick wurde von vielen aber als zu verhalten interpretiert, aber da könnte viel Understatement dabei sein.
Mir ist es so jedenfalls lieber als wenn Firmenleitungen das Blaue vom Himmel versprechen.
Mal sehen wie es weitergeht. Die letzten Tage hat die Aktie zum Schluss immer nahe am Tageshöchststand notiert - meist ein Stärkesignal.
Gewinnmitnahmen würden jetzt aber auch nicht überraschen. Allerdings könnten kurzfristige niedrigere Kurse auch von den verbliebenen Shorties noch dazu genützt werden, ihre Positionen mit halbwegs einem blauen Auge aufzulösen - also ich bin zumindest mittelfristig recht optimistisch, dass zumindest das All-Time-High bei rund 56 Euro mal angetestet wird.
Antworten
Dividendius:

AMD & AT&S

 
05.02.26 01:52
Ja, KeinBörsenguru, das ist schon bemerkenswert. Immerhin hat AMD nicht nur excellente Zahlen geliefert mit über den Prognosen liegenden Umsatz- und Gewinnzahlen, sondern auch ansprechende Zukunftsaussichten. Auch wenn letztere aus Sicht einiger Analysten nicht so phantasievoll sind, wie erwartet. Dennoch: alleine heute ein Kurseinbruch um über 17 % - eigentlich schwer nachzuvollziehen. Liegt vielleicht an der Befürchtung, AMD könnte zu sehr von Open AI abhängig werden, oder nicht rasch genug vorankommen, um den Druck auf NVIDIA weiter zu erhöhen. Eventuell könnte man ja auch in der Glaskugel eine Option sehen, dass INTEL  weiter aufholt und von AMD abgejagtes Terrain etwas zurückgewinnt. Schwer einzuschätzen, aber die Zukunftsperspektive für AMD scheint derzeit absolut glänzend zu sein .....

Darum: wer möchte, lese mal die nachstehende Analyse betreffend AMD im Börse Express und verknüpfe das mit allfälligen möglichen Folgen für AT&S. Sollte die in der Analyse getroffene Entwicklung bei AMD tatsächlich eintreffen, dann müsste das AT&S weiter nach oben spühlen - unter der Voraussetzung, man bekommt das Werk in Kulim so rasch wie möglich in den Vollbetrieb. Und "nett" wär's halt auch, wenn das AT&S Management die Welt öfter wissen ließe, wie es um die Kulim Fortschritte steht, auf dass der Börsenkurs halbwegs in der Region bleibt, wo er aktuell ist. Sozusagen als Basislager Nr. 5, vor dem weiteren Gipfelanstieg.

www.boerse-express.com/news/articles/...hes-kursrisiko-864079
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