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Rollenwechsel? Gold verliert Glanz, Bitcoin übernimmt

Gold verliert an Attraktivität durch hohe Zinsen und Inflation, während Bitcoin zulegt und zunehmend als möglicher neuer sicherer Hafen gesehen wird.
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Eine goldene Bitcoin-Münze.
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Am Dienstag fiel der Gold-Spotpreis zeitweise um rund zwei Prozent auf etwa 4.335,97 US-Dollar je Unze, während die Futures bei 4.358,80 US-Dollar notierten.

Seit seinem Rekordhoch im Januar hat Gold (Goldkurs) nahezu 20 Prozent an Wert verloren. Allein seit Ende Februar summieren sich die Verluste auf rund zehn Prozent – und das trotz wachsender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, die traditionell als Treiber für sichere Häfen gelten.

"Gold handelt aktuell wie ein Risiko-Asset", schreiben Analysten von Citigroup (Citigroup Aktie).

Zinserwartungen und Inflation setzen Gold unter Druck

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Ein zentraler Belastungsfaktor bleibt die Geldpolitik. Die Erwartungen an Zinssenkungen haben sich deutlich abgeschwächt. Stattdessen gehen Investoren inzwischen davon aus, dass das Zinsniveau bis mindestens Ende 2026 hoch bleiben dürfte.

Parallel treiben steigende Energiepreise – insbesondere Öl, das zeitweise über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen ist – die Inflationserwartungen nach oben. Diese Kombination aus hohen Zinsen und anziehender Inflation untergräbt die Attraktivität von Gold, das selbst keine laufenden Erträge abwirft.

Auch geopolitische Entwicklungen wirkten zuletzt nicht unterstützend. Nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, geplante Angriffe auf iranische Infrastruktur aufzuschieben und von konstruktiven Gesprächen berichtete, gaben die Goldpreise weiter nach.

Historische Bewertung signalisiert mögliche Obergrenze

Ein Blick auf die Bewertung im Verhältnis zur Geldmenge M2 deutet darauf hin, dass Gold aktuell nahe eines zyklischen Hochs handeln könnte. Historisch vergleichbare Niveaus wurden 1974 und 2011 erreicht.

Dennoch bleiben einige Analysten langfristig optimistisch. Faktoren wie steigende Staatsdefizite in den G7-Ländern, strukturell höhere Inflation und eine zunehmende Diversifikation von Zentralbankreserven könnten den Goldpreis perspektivisch wieder stützen.

Bitcoin trotzt dem Marktumfeld

Im starken Kontrast dazu präsentiert sich Bitcoin. Die Kryptowährung legte am Dienstagmorgen um 4,7 Prozent auf 70.950 US-Dollar zu.

Auf Basis der globalen Liquidität (M2) befindet sich Bitcoin derzeit in einer Konsolidierungsphase. Historisch folgten auf solche Phasen stets neue Hochs, sobald die Konsolidierung abgeschlossen war.

Kurzfristig scheint sich das Narrativ des sicheren Hafens zu verschieben. Während Gold unter makroökonomischem Druck steht, profitiert Bitcoin von seiner Positionierung als alternatives, liquiditätsgetriebenes Asset.

Dennoch warnen Analysten vor vorschnellen Schlussfolgerungen. Historisch gesehen hat Gold in Krisenzeiten seine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel immer wieder unter Beweis gestellt.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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