#economist, socki:
Wie oben geschrieben, bin ich auch der Meinung, dass AT&S (Herr Gerstenmayer) die Versprechungen erst einlösen muss.
Ich war ja, so wie Dividendius, schon beim IPO 1999 (damals noch Neuer Markt) in AT&S investiert. Bereits zu NM-Zeiten lag der Aktienkurs auf dem heutigen Niveau. Das Unternehmen war allerdings mit der heutigen AT&S nicht vergleichbar - die Umsätze lagen etwa bei einem zehntel des heutigen Niveaus.
Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war die Entwicklung des Unternehmens eher schwach. Der damalige CEO Sommerer hatte Managementfehler gemacht und war (so wie das nach außen hin vernommen hat) eher unbeliebt.
Mit dem Antritt von Herrn Gerstenmayer (etwa 2010) begann sich das Unternehmen immer besser zu entwickeln. Nicht zu vergessen natürlich auch Herr Dörflinger, der anfänglich (vielleicht sogar jetzt noch) viele Entscheidungen im Hintergrund mit getroffen hat, bzw. das Unternehmen beraten hat.
Dividendius eine Frage an dich: Weißt du noch, was mit den Anteilen des Mitbegründers Helmut Zoidl (der 2013 verstarb) passierte?
Zu den einzulösenden Versprechungen:
Seit vielen Jahren verspricht das Unternehmen (nachzulesen in dem einzelnen Geschäftsbericht) seinen Aktionären einen ROCE (Return on Capital Employed) von mehr als 12%. Der ROCE gibt an, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist. In all diesen Jahren hat man dieses ROCE-Ziel nicht erreicht. Es ist leider nicht einmal eine Steigerung zu erkennen.
Neben dem ROCE gibt es auch beim EBITDA Prognosen. Über Jahre hindurch wurden EBITDA - Prognosen von 20-25% genannt. Dann kam eine kurze Phase, wo eine Spanne von 25-30% ausgegeben wurde und seit etwa 1,5 bis 2 Jahren lautet die Prognose 27-32%.
Was mich in dem Zusammenhang verwundert, ist der Umstand, dass die ROCE-Ziele (laut dem letzten GB) unverändert bei 12% liegen und die EBITDA-Prognosen bei den erwähnten 27-32 liegen.
Meiner Ansicht müsste bei höheren EBITDA-Prognosen auch der ROCE steigen. Das wäre vielleicht auch eine Frage an socki.
An dieser Stelle bin ich wieder bei den Aussagen von economist angelangt. AT&S hat über die Jahre gute Storys gehabt und ja die Unternehmensentwicklung schreitet mit Riesenschritten voran, das sieht man auch eindeutig, aber es fehlt einfach, die Proftitabilität.
Vor allem im Vergleich mit dem Mitbewerb - und hier nenne ich insbesondere Unimicron und Shinko - hinkt man gewaltig hinterher.
Während AT&S im ersten Halbjahr des letzten GJ 2022/23 noch eine EBITDA-Marge von über 29% bzw. bereinigt 31,3% erwirtschaftete lagen die beiden Mitbewerber hier bei 37 bzw. 40%.
Ja, natürlich sind 31,3% schon eine gute Marge, aber man hat ja wieder einmal gesehen, wie schnell das wieder nach unten geht. Wer es also in guten Zeiten nicht schafft, hohe Margen zu erwirtschaften, wird in schlechten Zeiten Verluste einfahren.
Aus Sicht der jetzt einsteigenden Aktionäre kann man natürlich froh sein, dass die Margen (noch) nicht dort sind, wo sie uns versprochen wurden. Der Kurs von Unimicron hat sich seit 2018 verzehnfacht. Der von AT&S hat sich gerade einmal verdoppelt. Diese Kursentwicklung sollte also noch vor uns stehen, vorausgesetzt AT&S liefert seinen Aktionären tatsächlich das versprochene....