Bei Bastian Gulasch ... ähhhhh Bastian Galuschka ... scheint wohl der Name, vor allem der Nachname, Programm zu sein (?) und bei einer solch schlechten und unqualifzierten "Analyse" sollte er wohl tatsächlich lieber aus der Aktie bleiben bzw. überhaupt fern ab des Aktienmarktes, denn sonst wird es für ihn dauerhaft echt Übel enden, wenn man noch nicht einmal den operativen Cash burn, welcher gerade einmal bei 179,2 Millionen USD lag und nicht wie von Bastian Galuschka behauptet bei 224 Millionen USD, vom Netto-Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit, welcher bei insgesamt 223,6 Millionen USD lag, unterscheiden kann.
Fangen wir also wieder einmal an, den unqualifzierten Artikel von Bastian Galuschka qualitativ und substanziert auseinander zu nehmen und fangen wir gleich erst einmal mit dem von ihm kritisierten operativen Cashburn an und die Gründe, warum dieser, getreu der reißerischen Wortwahl von Bastian Galuschka, "explodiert" sei. Ein Grund für diese "Explosion" ist, würde man sich auskennen, worüber man so schreibt, unter anderem die von AMC neu verbaute Lasertechnik, dessen Installation in den von AMC geplanten ca. 3.500 Kinos noch bis vorraussichtlich 2026 andauern und ca. eine viertel Milliarde USD kosten wird. Dann hat AMC bekannterweiße neue Kinos dazu "gekauft" bzw. diese modernisiert. AMC ist derzeit auch dabei, das Popcorn - Business weiter auszubauen und in Summe kosten diese Dinge alles Geld. Geld, was man offiziell dann als "operativen Cashburn" bezeichnet, auch wenn ich finde, wie bereits schon in früheren Postings von mir, u. a. gegenüber Palatino NF, erwähnt, dass mir dieser Begriff zu negativ "angetoucht" ist. Im Deutschen würde man dazu "Investitionen" sagen und Investitionen sind eine tolle Sache, wenn sie, im Gegensatz zu den Investitionen von GME, in Zukunft Früchte tragen. Jedes Unternehmen hat Investitionskosten, denn sonst wird es ein Unternehmen nicht mehr lange geben, und wieso Investitionen schlecht sind, dies erschließt sich wohl noch nicht einmal Bastian Galuschka. Aber wenn man sonst nicht viel zum bashen hat, dann muss man halt dies hernehmen.
Mit weiterem "Fachwissen" "glänzt" Bastian Galuschka hinsichtlich seines Absatzes zur "Verwässerung" der APE - Aktie und wie bereits schon in meiner damaligen "Diskussion" mit TheCat dargelegt, würde diese "Verwässerung" ebenso die AMC Class A - Stammaktie betreffen. Also wer, so wie Bastian Galuschka, behauptet, der Kursverfall bei APE hätte nur mit der potentiellen Verwässerung von APE zu tun, der zeigt damit sein ganzes "Fachwissen". Düpiert wird dieses "Fachwissen" dann auch gleich noch mit einer Falschaussage von ihm, nämlich, dass AMC erst am Dienstag, somit also gestern, 14,9 Millionen APE - Aktien für 36,4 Millionen USD, im Übrigen ist dies bereits der Nettobetrag, verkauft hätte und somit könnte einem Leser glatt der Verdacht aufkommen, unser Roothom könnte Bastian Galuschka sein. Denn Bastian Galuschka scheint es mit der Mathematik genauso wenig zu haben wie unser Roothom. Denn wie hier bereits schon von meinen Vorrednern vorgerechnet wurde, würde dies einen Durchschnittspreis von ca. 2,44$, wohlbemerkt netto, bedeuten und am gestrigen Tag lag der APE - Kurs bei ca. 1,40$ bis 1,60$. Also wie AMC am gestrigen Tag 14,9 Millionen APE - Aktien für netto 36,4 Millionen USD verkauft haben soll, dies wird wohl sein alleiniges Geheimnis bleiben, wie so vieles in seiner schlechten und unqualifizierten "ANALyse" und allein dieses Beispiel zeigt, mit welcher Qualität dieser Bashingbericht wieder einmal angefertigt wurde oder wie sagt ein Mario Barth schon "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten". Solch offensichtliche Fehler sind schon echt peinlich für einen Diplom - Volkswirt und stellvertretenden Chefredakteur.
Hätte sich zudem der Herr Bastian Galuschka mal die Mühe gemacht, ein Blick in den ausführlicheren Finanzbericht von AMC zu werfen, was er scheinbar nicht getan hat, dann hätte er festgestellt, dass die 14,9 Millionen Stück nicht in einem Stück sondern in mehreren kleinen Tranchen, eine war ca. über 5 Millionen, aufgeteilt wurden. Daher auch nur der Netto Durchschnittspreis in Höhe von 36,4 Millionen Dollar und scheinbar wurden damit zum Teil auch Kosten, in Zusammenhang mit der Ausage von APE, beglichen.
Die 14,9 Millionen Stück, und da muss ich TheCat leider widersprechen, sind garantiert nicht für den Kursverfall von APE verantwortlich und auch hat sich damit die Vermutung von TheCat nicht bestätigt, ganz im Gegenteil, sogar wiederlegt, denn AMC hätte seit der Ausgabe der APE - Aktie mehr als die 14,9 Millionen Stück veräußern können und zudem auch zu deutlich höheren Preisen. Denn der niedrige Durchschnittskurs deutet ja erst auf eine kürzliche Veräußerung hin und daher könnte es in Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Schulden von Odeon stehen? So richtig habe ich in dem erweiterten Earning Sheet auch noch keinen so rechten Hinweis darauf gefunden, ohne diesen aber bis jetzt in seiner Gänze durchgearbeitet zu haben, sondern eher überflogen, warum die Veräußerung der APE - Aktien erfolgte.
Ich teile hier die Meinung / Enttäuschung der Community bzw. meiner Vorredner, ich finde diese Veräußerung zu diesen Kursen für nicht akzeptabel. Im Sommer letzten Jahres hätten wir für ca. 25 Millionen AMC - Aktien, welche Möglichkeit ihm die amerikanischen Apes ja versagt haben, knapp eine Milliarde USD oder mehr erhalten können und nun hat AMC ca. 15 Millionen APE - Aktien für netto 36,4 Millionen USD, die uns genau was bringen sollen (?), verkauft. Es wäre schon schön gewesen, wenn sich Adam Aron sich zu diesem Verkauf geäußert hätte bzw. wenn von den amerikanischen Apes was in der Q&A - Section dazu gekommen wäre. Mir erschließt sich diese Vorgehensweise bis jetzt überhaupt nicht, vor allem nicht, warum für durchschnittlich 2,44$ und nicht z. B. für 5 Dollar. Vielleicht klärt sich dies ja in näherer Zeit noch auf.
Aber kommen wir wieder zum Topic zurück und der nächsten nachweislichen Falschaussage von Bastian Galuschka, indem er behauptet, AMC hätte weitere Schuldverschreibungen im Wert von 400 Millionen USD mit einer Laufzeit bis 2027 ausgegeben. Das es sich dabei um eine Schuldenumstrukturierung handelt, mit denen Schulden im Wert von über 500 Millionen USD, abgebaut wurden, egal. Dazu müsste man sich ja erst einmal näher mit der ganzen Thematik befassen und so etwas können die Basher ja nicht. Da werden dann halt einfach nachweislich falsche Aussagen getätigt. Wird schon hoffentlich keiner merken und Hauptsache Content und Klicks.
Zudem Stand in der Pressemitteilung von AMC zu dieser Thematik u. a. folgendes geschrieben, welches zu meiner Überraschung bisher hier noch überhaupt keine Erwähnung fand:
"This refinancing reduced the principal amount of our debt, based on currency exchange rates as of September 30, 2022, by $71.1 million, bringing the total principal debt reduction during 2022 to $143.6 million. This refinancing also extends AMC’s maturities by four years from 2023 to 2027."
Damit wurde meine Aussage von damals bestätigt, dass allein durch Währungseffekte AMC 71,1 Millionen USD bei der Schuldenumstrukturierung erzielen konnte und das dies wohl auch der Grund war, diese Restrukturierung selbst zu einem leicht höheren Zinssatz durchzuführen. Aber so sieht dann in der Welt von Roothom eine teuer erkaufte Schuldenumstrukturierung aus. Aber wie wir hier ja bereits schon wissen, Zahlen, Mathematik und Roothom passen einfach nicht so recht zusammen, genauso wenig wie banalste BWL - Kenntnisse.
Kommen wir zu der nächsten nachweislich falschen Aussage von Bastian Galuschka, dass AMC Ende September nur noch über finanzielle Mittel in Höhe von rund 685 Millionen USD verfügen soll. Ein erneuter Blick von Herrn Bastian Galuschka in das Earning Sheet von AMC hätte ihm folgendes gezeigt:
"Available liquidity at September 30, 2022 was $895.8 million, including $211.2 million of undrawn capacity under the Company’s revolving credit facility."
"Lieber" Herr Bastian Galuschka, haben sie ihr Diplom-Volkswirt im Lotto gewonnen und wenn sie mit solchen blamablen Artikeln stellvertrender Chefredakteur sind, dann sagt dies viel über stock3 aus!
An all die anderen, ich hoffe, ich konnte euch wieder einmal vor Augen führen, wie die FUD - Fraktion arbeitet und wie leicht diese auseinander zu nehmen ist, wenn man sich erst einmal die Mühe dazu macht und wie wichtig es daher ist, eure eigene DD durchzuühren und diese immer wieder zu aktualisieren und nicht auf irgendwelche Schreihälse zu hören.
Bezugnehmend auf die Zahlen von AMC möchte ich noch so viel sagen, dass diese mehr oder weniger so erwartet waren und ich finde sie ehrlich gesagt gar nicht so schlecht, wie getan wird. Denn wenn wir uns mal vor Augen halten, dass das 3. Quartal aufgrund mangelndem Filmangebot aus Hollywood & Co. nicht berauschend war, und dies sagt nicht nur AMC sondern auch Cinemark bzw. die Kinobranche allgemein, so hat es AMC doch noch immerhin geschafft, fast 1 Milliarde USD an Umsatz zu generieren und damit deutlich mehr als die Konkurrenz und damit gerade einmal knapp 200 Millionen USD weniger als im 2. Quartal, wo es noch solch milliardenschwere Blockbuster wie u. a. Top Gun 2 gab. Und wenn einfach zu wenig Material aus Hollywood kommt, kann AMC dieses nicht vorhandene Material auch nicht vermarkten, genauso wie Autobauer keine Autos herstellen / verkaufen können, wenn z. B. die Chipindustrie nicht genügend Chips liefert. Ich sehe also in den Zahlen kein geschäftliches / strukturelles Problem bei AMC, ganz im Gegenteil, und im aktuellen 4. Quartal dürfte es wieder deutlich aufwärts gehen, allein schon wegen Avatar 2, auch wenn der Film leider ziemlich zum Ende des 4. Quartals erst kommt, dafür aber noch vor Weihnachten / Neujahr. Aber dieser Film hat ein Potential von 3 Milliarden USD und auch für das kommende Jahr sieht es schon mit den erwarteten Filmen deutlich besser aus und der Start ins Geschäftsjahr 2023 wird nicht mit Coronabeschränkungen starten, so wie noch zu Beginn des Geschäftsjahres 2022. Zudem schreitet auch die Transformation von AMC immer weiter voran, was nicht zuletzt die Zoom - Thematik wieder einmal erneut unter Beweis gestellt hat. Adam Aron hat die Schwächen des Tagesgeschäfts Kino, spätestens durch die Pandemie, erkannt und ist dabei, dieses Problem zu beseitigen. Das nicht nicht von heute auf morgen passieren wird, sollte jedoch jedem klar sein.
Wie bereits gesagt, wenn man sich die Gesamtsituation betrachtet (u. a. Scheininflation, "gestörte" Lieferketten aus Hollywood & Co.) so finde ich die Zahlen von AMC doch recht beachtlich, vor allem den Umsatz in Höhe von knapp 1 Milliarde USD und somit gerade einmal 200 Millionen weniger als im Vorquartal und wenn man sonst die restlichen Zahlen in dem erweiterten Earning Sheet von AMC so überfliegt, so scheint der ausgeweitete "Verlust" nur mit den Umsatzrückgang, aufgrund fehlender Blockbuster, zusammenzuhängen und nicht mit mangelnder Lust auf Kinos oder gar strukturellen / geschäftlichen Problemen. Sobald entsprechende Blockbuster in die Kinos kommen, sind die Kunden da und vorrangiger bei AMC als bei der Konkurrenz.
Und wie die Streamingzahlen von Disney gezeigt haben, so richtig rund scheint es im Streaming bei Disney auch nicht zu laufen und somit wird Disney früher oder später sich wieder stärker in Richtung Kino orientieren.
Und das EPS lag, laut Yahoo Finance, über den Erwartungen der Analysten und somit besser als erwartet.
Und zum Abschluss noch ein kurzes Wort zum Cryptocrash, wie kann eine der 4. größten Cryptoplattform nahezu Zahlungsunfähig sein, wenn doch die Finanzmärkte angeblich, so wie von Palatino NF behauptet, mit Liquidität durch die Notenbanken geflutet werden? Die Zahlungsunfähigkeit von FTX ist ein ganz klarer weiterer Beleg dafür, dass die Finanzmärkte massive Liquiditätsprobleme haben und wenn ihr euch Berichte über diese Thematik durchlest, dann werdet ihr u. a. auch lesen, dass an diesem Montag der Chef von FTX noch jegliche Liquiditätsprobleme bei FTX abgestritten hatte und am nächsten Tag knallt es auch hier erneut. Lehmann lässt grüßen. Wie bereits gesagt, wenn unsere "Freunde" heute noch Stärke zeigen, kann es schon sein, dass sie morgen finanziell tot sind.
@ Invesder
Ja, hat er, wie folgt:
"As of September 30, 2022, approximately 4.9 million shares of our Class A common stock and approximately 4.7 million shares of our AMC Preferred Equity Units were directly registered with our transfer agent by 15,205 shareholders."
(Quelle: d18rn0p25nwr6d.cloudfront.net/...-4cc4-9942-a8ff514ea777.html ; ziemlich in der Mitte des Dokuments. Am Besten du suchst nach dem zuvor erwähnten Satz mit Strg+F).
Wobei halt die 10 Millionen Aktien aufgeteilt auf 4,9 Millionen AMC und 4,7 Millionen APE - Aktien ist.
@ Palatino NF
So ziemlich viele Finanzfirmen haben eine Verbindung zur DTCC, weil die DTCC ein Dachverband für diese ist. Dies muss also nicht zwingend was negatives bedeuten. Denn es kommt immer drauf an, was die einzelnen Firmen tun und nicht welchem Dachverband sie untergeordnet sind. Nur weil eine Firma, die z. B. Mitglied bei der IHK ist, kriminelle Geschäfte durchführt, führt nicht automatisch jede Firma, die Mitglied bei der IHK ist, kriminelle Geschäfte durch.
@ schulle86
Du irrst dich. Evtl. verwechselst du es damit, dass, wenn ich meine Shares bei DRS registrieren lasse, dass dann ein Verkauf etwas länger dauert, da diese zuvor dann erst einmal wieder deregistriert werden müssen. Aber für uns deutsche Aktionäre ist dies ohnehin kein Thema, zumindest wenn man seine Aktien bei einem deutschen / europäischen Broker liegen hat, denn DRS wird nur für amerikanische Depots angeboten (siehe deren deutsche und amerikanische Website).
Wie immer, lediglich meine ganz persönliche Meinung zu dieser ganzen Thematik hier.