Pistorius: Brauchen jetzt keine Personaldiskussion
TOKIO (dpa-AFX) - Verteidigungsminister Boris Pistorius hat Rufe nach einem kompletten Wechsel der SPD-Parteispitze als Konsequenz aus Wahlniederlagen seiner Partei zurückgewiesen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur zugleich, dass er nicht nach weiteren Ämtern strebe.
"Das ist ein sehr schlechtes Wahlergebnis, mit dem ich nicht gerechnet habe und das der großartigen Arbeit von Alexander Schweitzer und dem engagierten Wahlkampf vor Ort nicht gerecht wird", sagte Pistorius in Tokio, der ersten Station einer Asien-Reise des Ministers.
Pistorius sagte weiter: "Aber weder in der Partei, noch in der Koalition brauchen wir jetzt eine Personaldiskussion. Das wäre unverantwortlich und ich stehe dafür nicht zur Verfügung. Auch angesichts der Weltlage und der Herausforderungen, vor denen wir in Deutschland stehen, stehen wir vor anderen Problemen. Wir müssen uns auf unsere Regierungsarbeit konzentrieren."
Die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf hat nach der SPD-Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz einen kompletten Wechsel an der Spitze ihrer Partei gefordert. Sie brachte gegenüber dem "Spiegel" die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ins Gespräch sowie Pistorius, der von Lars Klingbeil das Amt des Vizekanzlers übernehmen solle. Derzeit sind die Bundesminister Klingbeil (Finanzen) und Bärbel Bas (Arbeit und Soziales) Co-Vorsitzende der SPD./cn/DP/zb
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