Buffett: Der einzige Grund für den Dollar-Wertverlust
Der bekannte Wall Street Investor und Milliardär Warren Buffett führt die jüngste Schwäche im Dollar gegenüber anderen Weltwährungen ausschließlich auf das gewachsene Handelsdefizit der USA zurück.
„Wenn ein Land damit beginnt, ein Defizit zu generieren, dass 4 oder 5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, kann man nicht erwarten, dass die Währung an Wert gewinnt, das steht fest“, so Buffett auf einer Geschäftskonferenz, die von Microsoft in Redmond, Washington abgehalten wurde.
Zuvor hatten Händler an den Währungsmärkten eine Änderung der Haltung der Regierung unter US-Finanzminister John Snow für die Schwäche mitverantwortlich gemacht. Die bisherige „Politik des starken Dollars“ sei unter Snow etwas aufgeweicht, so Händler. Laut Buffett sei es jedoch nicht das Resultat der Haltung der Regierung, dass der Dollar an Wert verliere.
„Wir leben in einem Land, das mehr von anderen Ländern kauft, als es anderen Ländern verkauft. Und wir tun dies in einem großen Umfang. Jedes andere Land, dass das in diesem Umfang machen würde, hätte bereits eine weit massivere Neubewertung seiner Währung erfahren, aber (der Dollar) ist historisch gesehen eine so starke Währung, dass der Effekt verzögert eintritt“, so Buffett weiter.
NABE: Volkswirte rechnen mit dem Aufschwung
Die 37 in der aktuellen National Association for Business Economics (NABE) Studie erwähnten Volkswirte rechnen im Durchschnitt mit einem Wirtschaftswachstum von 3% in der zweiten Jahreshälfte – ein ausreichendes Wachstum, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal um nur 1.6% und damit nur geringfügig schneller als die 1.4% aus dem vierten Quartal 2002. Die Volkswirte gehen davon aus, dass das Wachstum in der aktuellen April-Juni-Periode schneller ist. Aufgrund des schwachen Wachstums im ersten Quartal haben die Volkswirte ihre Gesamtjahres-Wachstumsprognose von 2.7 auf 2.3% gesenkt. Im nächsten Jahr rechnen die Wirtschaftsexperten mit einer Wachstumsrate von 3.6%. Die Arbeitslosenquote werde laut NABE auf einen Niveau von 6% im Laufe des Jahres 2003 verharren und sich dann bis Ende 2004 bei 5.7% einfinden.
Auch Alan Greenspan wies auf eine erwartete Wachstumsbeschleunigung in der Wirtschaft hin, warnte jedoch auch vor den vielen Unsicherheitsfaktoren in der Wirtschaftsentwicklung.
Bush favorisiert starken Dollar
Der japanische Premierminister Junichiro Koizumi teilte am Mittwoch mit, dass US-Präsident George W. Bush ihm mitgeteilt habe, dass er einen starken Dollar favorisiere. Bush hatte sich mit Koizumi am Wochenende im US-Bundesstaat Texas getroffen. Bush habe zudem gesagt, dass es beispiellos sei, dass Japan Reformen durchlaufe und gleichzeitig eine Währung habe, die weiter an Stärke gewinne. Bush habe jedoch hinzugefügt, dass er von den Perspektiven der japanischen Wirtschaft überzeugt sei.
Bear Stearns: Stimmung hat zu schnell gedreht
Der Bear Stearns Stratege Francois Trahan rechnet mit einer Fortsetzung der Kurskorrektur in den nächsten Wochen und würde einen Kursrückgang nicht ausschließen, der 50% der jüngsten Rallye ausmachen würde. Gemäß dieser Prognose könnte der S&P 500 Index bis auf 860-880 Punkte fallen. Das Sentiment der Anleger habe sich so schnell in den letzten Wochen gedreht und Höhen erreicht, auf die in der Vergangenheit Kursrückgänge folgten. Vom aktuellen Niveau sei die Wahrscheinlichkeit für weitere Kursanstiege gering. Der schwächere Dollar werde nur „sehr leicht“ positiv für den Markt wirken.
Telekomindustrie: Keine Anzeichen einer Erholung
UBS Warburg haben eine Analyse der globalen Telekommunikationsindustrie durchgeführt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass keine signifikanten Erholungstrends bei der Nachfrage zu erkennen seien, obwohl die Unternehmen im ersten Quartal deutlich Kosten senkten. Analyst Nikos Theodospoulos weist darauf hin, dass die deutlichen Preissenkungen durch Verizon Communications (WKN: 868402, US: VZ) bei den DSL-Breitbandzugangsangeboten deutliche Auswirkungen auf die Investitionsentwicklung im verbleibenden Jahr 2003 haben könnten.
Smith Barney optimistisch zur US-Wirtschaft
Der Smith Barney Volkswirt Steve Wieting geht davon aus, dass die niedrigeren Erträge der Unternehmen, die niedrigere Verzinsung der Hypothekenkredite und der Staatsanleihen zusammen mit dem schwächeren Dollarkurs die Wachstumsperspektiven der US-Wirtschaft verbessert haben, obwohl die Daten aktuell schwächer erscheinen, als noch vor ein paar Monaten. Diese Faktoren sollten zinssensitive Sektoren und das produzierende Gewerbe beflügeln, hieß es. Aufgrund stärker als erwarteter Gewinnerholung im ersten Quartal rechnen die Analysten nun mit einem Gewinnwachstum von 9% in 2003 und von 11% in 2004. Das Bruttoinlandsprodukt werde im Jahr 2003 um 2.5% wachsen, so Smith Barney.
Morgan Stanley: Aktienrallye erwartet
Morgan Stanley's Byron Wien geht davon aus, dass die USA nun in einer Position sind, in der sie eine Verbesserung am Arbeitsmarkt und eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in der zweiten Jahreshälfte erwirken können. Dies werde durch das Steuersenkungsprogramm der Regierung, die niedrigeren Energiepreise und die unterstützende Politik der US-Notenbank ausgelöst. Der Aktienmarkt hat eine positive Tendenz und das Sentiment beginnt, dies zu reflektieren, so Wien, der davon ausgeht, dass der Aktienmarkt einen deutlichen Sprung nach oben machen wird.
Merrill Lynch rechnen mit Sommerrallye
Richard McCabe, Chefmarktstratege von Merrill Lynch, geht davon aus, dass eine kurzfristig und aktuell stattfindende Korrektur der jüngsten Kursanstiege seit März den Grundstein für eine deutliche Aufwärtsbewegung über Sommer und danach legen wird. Kurz- bis mittelfristig ausgerichtete Momentumindikatoren seien aktuell überkauft und würden auf fallende Kurse hinweisen. Es könnte nun einige Wochen dauern, bis diese Indikatoren zumindest ein leicht überverkauftes Niveau erreichen, von dem aus dann eine deutliche Aufwärtsbewegung starten könnte, so McCabe.
Für eine weitere Rallye fehlt das Volumen
Bob Dickey, Verwaltungsdirektor von RBC Dain Rauscher, ist der Meinung, das für eine weitere deutliche Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte derzeit das Volumen typischerweise nicht ausreiche. Zudem seien die Sentimentindikatoren auf einem bullishen Extrem angelangt, dass gegen einen weiteren deutlichen Anstieg der Indices spreche. Extrem bullishe Sentimentindikatoren deuten darauf hin, dass die meisten Anleger bereits Aktien halten, die gut laufen, bedeutet aber nicht zwangsweise, dass sie den Kauf weiterer Aktien planen, so Dickey.
Der bekannte Wall Street Investor und Milliardär Warren Buffett führt die jüngste Schwäche im Dollar gegenüber anderen Weltwährungen ausschließlich auf das gewachsene Handelsdefizit der USA zurück.
„Wenn ein Land damit beginnt, ein Defizit zu generieren, dass 4 oder 5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, kann man nicht erwarten, dass die Währung an Wert gewinnt, das steht fest“, so Buffett auf einer Geschäftskonferenz, die von Microsoft in Redmond, Washington abgehalten wurde.
Zuvor hatten Händler an den Währungsmärkten eine Änderung der Haltung der Regierung unter US-Finanzminister John Snow für die Schwäche mitverantwortlich gemacht. Die bisherige „Politik des starken Dollars“ sei unter Snow etwas aufgeweicht, so Händler. Laut Buffett sei es jedoch nicht das Resultat der Haltung der Regierung, dass der Dollar an Wert verliere.
„Wir leben in einem Land, das mehr von anderen Ländern kauft, als es anderen Ländern verkauft. Und wir tun dies in einem großen Umfang. Jedes andere Land, dass das in diesem Umfang machen würde, hätte bereits eine weit massivere Neubewertung seiner Währung erfahren, aber (der Dollar) ist historisch gesehen eine so starke Währung, dass der Effekt verzögert eintritt“, so Buffett weiter.
NABE: Volkswirte rechnen mit dem Aufschwung
Die 37 in der aktuellen National Association for Business Economics (NABE) Studie erwähnten Volkswirte rechnen im Durchschnitt mit einem Wirtschaftswachstum von 3% in der zweiten Jahreshälfte – ein ausreichendes Wachstum, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal um nur 1.6% und damit nur geringfügig schneller als die 1.4% aus dem vierten Quartal 2002. Die Volkswirte gehen davon aus, dass das Wachstum in der aktuellen April-Juni-Periode schneller ist. Aufgrund des schwachen Wachstums im ersten Quartal haben die Volkswirte ihre Gesamtjahres-Wachstumsprognose von 2.7 auf 2.3% gesenkt. Im nächsten Jahr rechnen die Wirtschaftsexperten mit einer Wachstumsrate von 3.6%. Die Arbeitslosenquote werde laut NABE auf einen Niveau von 6% im Laufe des Jahres 2003 verharren und sich dann bis Ende 2004 bei 5.7% einfinden.
Auch Alan Greenspan wies auf eine erwartete Wachstumsbeschleunigung in der Wirtschaft hin, warnte jedoch auch vor den vielen Unsicherheitsfaktoren in der Wirtschaftsentwicklung.
Bush favorisiert starken Dollar
Der japanische Premierminister Junichiro Koizumi teilte am Mittwoch mit, dass US-Präsident George W. Bush ihm mitgeteilt habe, dass er einen starken Dollar favorisiere. Bush hatte sich mit Koizumi am Wochenende im US-Bundesstaat Texas getroffen. Bush habe zudem gesagt, dass es beispiellos sei, dass Japan Reformen durchlaufe und gleichzeitig eine Währung habe, die weiter an Stärke gewinne. Bush habe jedoch hinzugefügt, dass er von den Perspektiven der japanischen Wirtschaft überzeugt sei.
Bear Stearns: Stimmung hat zu schnell gedreht
Der Bear Stearns Stratege Francois Trahan rechnet mit einer Fortsetzung der Kurskorrektur in den nächsten Wochen und würde einen Kursrückgang nicht ausschließen, der 50% der jüngsten Rallye ausmachen würde. Gemäß dieser Prognose könnte der S&P 500 Index bis auf 860-880 Punkte fallen. Das Sentiment der Anleger habe sich so schnell in den letzten Wochen gedreht und Höhen erreicht, auf die in der Vergangenheit Kursrückgänge folgten. Vom aktuellen Niveau sei die Wahrscheinlichkeit für weitere Kursanstiege gering. Der schwächere Dollar werde nur „sehr leicht“ positiv für den Markt wirken.
Telekomindustrie: Keine Anzeichen einer Erholung
UBS Warburg haben eine Analyse der globalen Telekommunikationsindustrie durchgeführt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass keine signifikanten Erholungstrends bei der Nachfrage zu erkennen seien, obwohl die Unternehmen im ersten Quartal deutlich Kosten senkten. Analyst Nikos Theodospoulos weist darauf hin, dass die deutlichen Preissenkungen durch Verizon Communications (WKN: 868402, US: VZ) bei den DSL-Breitbandzugangsangeboten deutliche Auswirkungen auf die Investitionsentwicklung im verbleibenden Jahr 2003 haben könnten.
Smith Barney optimistisch zur US-Wirtschaft
Der Smith Barney Volkswirt Steve Wieting geht davon aus, dass die niedrigeren Erträge der Unternehmen, die niedrigere Verzinsung der Hypothekenkredite und der Staatsanleihen zusammen mit dem schwächeren Dollarkurs die Wachstumsperspektiven der US-Wirtschaft verbessert haben, obwohl die Daten aktuell schwächer erscheinen, als noch vor ein paar Monaten. Diese Faktoren sollten zinssensitive Sektoren und das produzierende Gewerbe beflügeln, hieß es. Aufgrund stärker als erwarteter Gewinnerholung im ersten Quartal rechnen die Analysten nun mit einem Gewinnwachstum von 9% in 2003 und von 11% in 2004. Das Bruttoinlandsprodukt werde im Jahr 2003 um 2.5% wachsen, so Smith Barney.
Morgan Stanley: Aktienrallye erwartet
Morgan Stanley's Byron Wien geht davon aus, dass die USA nun in einer Position sind, in der sie eine Verbesserung am Arbeitsmarkt und eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in der zweiten Jahreshälfte erwirken können. Dies werde durch das Steuersenkungsprogramm der Regierung, die niedrigeren Energiepreise und die unterstützende Politik der US-Notenbank ausgelöst. Der Aktienmarkt hat eine positive Tendenz und das Sentiment beginnt, dies zu reflektieren, so Wien, der davon ausgeht, dass der Aktienmarkt einen deutlichen Sprung nach oben machen wird.
Merrill Lynch rechnen mit Sommerrallye
Richard McCabe, Chefmarktstratege von Merrill Lynch, geht davon aus, dass eine kurzfristig und aktuell stattfindende Korrektur der jüngsten Kursanstiege seit März den Grundstein für eine deutliche Aufwärtsbewegung über Sommer und danach legen wird. Kurz- bis mittelfristig ausgerichtete Momentumindikatoren seien aktuell überkauft und würden auf fallende Kurse hinweisen. Es könnte nun einige Wochen dauern, bis diese Indikatoren zumindest ein leicht überverkauftes Niveau erreichen, von dem aus dann eine deutliche Aufwärtsbewegung starten könnte, so McCabe.
Für eine weitere Rallye fehlt das Volumen
Bob Dickey, Verwaltungsdirektor von RBC Dain Rauscher, ist der Meinung, das für eine weitere deutliche Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte derzeit das Volumen typischerweise nicht ausreiche. Zudem seien die Sentimentindikatoren auf einem bullishen Extrem angelangt, dass gegen einen weiteren deutlichen Anstieg der Indices spreche. Extrem bullishe Sentimentindikatoren deuten darauf hin, dass die meisten Anleger bereits Aktien halten, die gut laufen, bedeutet aber nicht zwangsweise, dass sie den Kauf weiterer Aktien planen, so Dickey.