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... nur einseitige Fakten Herr "Unternehmenssprecher":
" Seit das untenehmen in den 80ern gegründet worden ist, wechseln sich zyklische auf und abs ab. nun gabs mal wiedre in harmloses "ab"
Diese Behauptung kann man doch so nun wirklich nicht stehen lassen:
Aixtron hat im letzten Jahr 146 Mio Verlust eingefahren, einen negativen Free Cash Flow seit dem IV/2010 von sagenhaften 150 Mio, in den letzten Quartalen die niedrigsten Auftragseingänge seit dem I./2006 zu verzeichnen, den geringsten Auftragsbestand per 31.12. seit 2005 eingefahren. Und ob im I. Quartal auch nur der Hauch einer Erholung zu sehen ist, darf bis heute bezweifelt werden; womit die Wahrscheinlichkeit steigt, das Aix auch 2013 rote Zahlen schreiben könnte.
Und bei der langfristigen Betrachtung bitte nicht vergessen: seit 2003 hat Aixtron einen kumulierten Umsatz von rd. 3.000 Mio Euro bei einem Ergebnis von gerade mal 150 Mio Euro.
Und die Aussage, das die Aktie immer noch 3 mal so hoch steht wie 2009 verklärt ja wohl die Fakten. Erklären Sie dass doch bitte einmal einem Aktionär, der 2002 für die Aktie den heutigen Kurswert bezahlen durfte, mithin keine Kurswertsteigerung in 11 Jahren erfahren hat und dessen Anteil wiederholt verwässert wurde!
Oder einem Aktionär der bei Kursen von 20 Euro vom CEO/CFO beruhigt wurde, dass das Ziel erreicht wird und 5 Wochen später eine 3-stellige Gewinnwarnung verkraften musste.
Oder einem Aktionär, der noch 2011 Kurse von 34 Euro gesehen hat.
Hatten wir uns nicht auf ein wenig mehr Seriösität verständigt ? Harmlos ist das nun wirklich nicht.
P.S.: Ein kleines Beispiel für die Informationspolitik für die Herr Jürgensen steht:
"Die Informationspolitik des Unternehmens unterliegt starken Schwankungen. Wann immer es einen noch so kleinen Erfolg gibt, weist der Pionier am Neuen Markt in Ad-hoc-Mitteilungen eilig darauf hin - etwa wenn an der Kreuzung Roermonder/Kackertstraße in Aachen eine Ampel mit Leuchtdioden ausgerüstet wird. Aber mit Veränderungen substanzieller Marktvorhersagen, die Aixtrons Zukunft bestimmen, hält sich das Management offenbar vornehm zurück. "(Quelle: FTD 27.06.2001)
400 Mio Euro Cash das war einmal !!! Heuer reden wir gerade noch von 220 Mio Euro - tendenz fallend. Schon vergessen 145 Mio Verlust in 2012; negativer free cash flow von 150 Mio ! Da sind 220 Mio schnell verdampft.
Lehnen wir uns getrost zurück und lassen die Zahlen des I. Quartals auf uns wirken. Die Uhr tickt. Uns werden die Augen übergehen....
Nun rächts sich halt, dass man "freiwillig" Marktanteile in einer Größen von fast 50 % abgegeben hat.
Ciao "Guido"
ich hab noch haare auf dem kopf. also unterlasse bitte die beleidigungen. mich "guido" zu nennen geht nun wirklich zu weit...
aber nochmal: von den 145 mio. EUR verlust gehen 75 mio. EUR auf F&E-Ausgaben zurück. die kann man anders als externe bestellungen super steuern. wenn man es auf bessere ergebnisse und kurzfristigen erfolg abgesehen bzw. diesen nötig gehabt hätte, wäre dort gekürzt worden.
im GB steht auch überdeutlich, warum man es eben nicht nötig hatte.während sich "led" eine auszeit nahm, haben sich die übrigen tätigkeitsfelder super entwickelt und werden bald nenenswerte erlöse beisteuern.
außer "nano". das dauert immer noch. also nach wie vor kein grund, sich damit zu beschäftigen du erinnerst dich bestimmt!?
... scheint so, als ob ich mich nicht geirrt habe:
"Veeco is predicted to continue dominating the market with 60.2% of market share in 2013. Aixtron is expected to rank in second place with 35.8% market share."
Mit anderen Worten, Aixtron ist es gelungen, seinen Marktanteil von 71 % im Jahre 2008 auf nunmehr rd. 36 % herunterzufahren.
"Global MOCVD equipment shipments in 2013 are expected to total 148 units." Quelle: Digitimes Research:12.04.2013
Mit gerechnet ? Das wären satte 54 units für Aixtron. Wie wir in den letzten Jahren lernen konnten, wurde eine unit im Schnitt für 1,8 Mio Euro fakturiert. Ergo: Umsatz aus MOCVD: rd. 100 Mio. Euro. Zuzüglich rd. 20 Mio Euro aus Ersatzteilgeschäft und Service = 120 bis 130 Mio Jahresumsatz..
Da kann man nur hoffen, das Aixtron die Kosten in den Griff bekommen hat; weil: bei 230 Mio € wurde 2012 ein Verlust von 145 Mio € erzielt. Allerdings geht man zur Zeit noch nicht davon aus, das Aixtron die Kosten wirklich im Griff hat:
"Beim Auftragseingang kalkulieren die Commerzbank-Experten mit 35 Millionen Euro, während Aixtron operativ einen Verlust von 20 Millionen Euro verbucht haben soll" (vgl. Commerzbank)
Mit Verlaub, die sog. Marktanteile sind ausschl. das Ergebnis der Unternehmenspolitik des Management. Oder wurde Aixtron gezwungen Regionen/Länder nicht zu beliefern ?
Es ist eine Binsenweissheit, dass man sich als Unternehmen hinsichtliche seiner Abnehmer breit aufstellen muss.
Es ist auch keinesfalls so, dass Aixtron Marktanteile bei einem nur schwach wachsenden oder auf einem auf niedrigem Niveau stagnierenden Marktanteile verloren hat, sondern in den absoluten Boomphasen 2009 - 2010 - I. HJ 2011 ! Gewinner der Marktanteilsverluste von Aixtron sind auch nicht viele andere Unternehmen, sondern schlicht ein Unternehmen, ein Unternehmen das vom Mangament belächelt wurde und heute einen Marktanteil auf sich vereinigt, den Aixtron noch 2009 hatte. Erschreckend.
Aber verlassen wie die Marktanteile und schauen uns doch einfach die Kostenstruktur an. Ist es nicht so, dass Aixtron im September 2011 eine dreistellige Gewinnwarnung verkraften musste ? Und dennoch hat das Management seine Kapazitäten, sprich die PersKosten und korrespondierend den übrigen Overhead in 2012 signifikant erhöht. Irre ich mich oder hat das Management auch 2012 den Markt falsch eingeschätzt. Ich denke ja, warum sonst wurden die Verhandlungen u.a. mit dem BR erst Anfang 2013 eingeleitet.
Sitchwort Qualität:
Mit der Qualität ist das so eine Sache, die Qualität muß sich der Kunde auch Leisten können. Und je länger diese Technologie im Markt ist, desto größer wird der Druck auf die Preise werden. Aber evtl. ist das neue Geschäftsmodell von Aixtron, sich Aix auuschl. auf einen Nischenmarkt zurückziehen!? Ob dann allerdings eine Marktkapitalisierung von rd. 1,1 Mrd Euro zu halten ist, vage ich zu bezweifeln.
Auch nur ein kleiner Trost.
www.aixtron.com/nc/de/presse/meldungen/...-aixtron-anlage-ein/
"Veeco is predicted to continue dominating the market with 60.2% of market share in 2013. Aixtron is expected to rank in second place with 35.8% market share.... Global MOCVD equipment shipments in 2013 are expected to total 148 units."
Quelle: Digitimes Research: 12.04.2013
"Aixtron und Veeco senken die Preise in China um 30 bis 40 Prozent"
Quelle: it-times: 18.04.2013
Bei einem Absatzpotential von weltweit 148 Einheiten, würde das bei 36 % Marktanteil rd. satte 54 units für Aixtron bedeuten.. Wie wir in den letzten Jahren lernen konnten, wurde eine unit im Schnitt für 1,8 Mio Euro fakturiert. Ergo: Umsatz aus MOCVD: rd. 100 Mio. Euro. Zuzüglich rd. 20 Mio Euro aus Ersatzteilgeschäft und Service = 120 bis 130 Mio Jahresumsatz. Nunmehr ist zu lesen, dass Aix und Veeco die Preise 30 % - 40 % gesenkt haben. Was nicht verwundert, wenngleich m.E. dieser Schritt zumindestens für Aix zu spät kommt. Aber sei´s drum.
Unterstellen wir weiter, dass es Aixtron gelingen könnte (Konjunktiv !) diese Preissenkung lokal auf China zu begrenzen, wäre es dann falsch in einer Mischkalkulation die Preise global um rd. 15 % zu senken ? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Das würde aus heutiger Sicht zu einem Umsatz von rd. 110 Mio Euro führen.
Bei einem Umsatz von 230 Mio Euro in 2012 wurde ein Verlust von 145 Mio Euro eingefahren. Hoffen wir also, dass Aixtron die Kosten in den Griff bekommt. Obwohl bei dieser Dimension, sollte man m.E. die Hoffnung mehr darauf legen, dass der Markt im II. HJ 2013 gaaanz kräftig anzieht.
Nach meiner Lesart betrug der Cashbestand nur rd. 220 Mio Euro. Aber ich lasse mich da gerne korrigieren.
Wo sind sie heute geblieben? Hat jemand etwas mitbekommen?
Gruß
der Datenlage und des von Laien nicht zu Unrecht gezeichneten Szenarios müsste sich doch auch für Kleinstanleger die Frage stellen, was den Kurs so hartnäckig im Bereich 10 hält. Die kommunizierten Daten sind es jedenfalls nicht, so viel steht fest. Darüber würde ich mal nachdenken. Denn erfolgreich zu spekulieren bedingt zu verstehen, wer und was die Kurse bewegt - und nicht, was sie nicht bewegt...
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