Airlines stornieren Airbus A318-Bestellungen - Triebwerks-Probleme
Die EADS-Tochter Airbus wird mit seinem jüngsten und kleinsten Spross nicht glücklich: Beim A318 bereitet das Triebwerk PW6000 des amerikanischen Herstellers Pratt & Whitney dem europäischen Flugzeugbauer große Probleme. Die Maschinen haben "Schluckbeschwerden", sie verbrauchen zu viel Sprit. Mittlerweile ist zwar der deutsche Triebwerksproduzent MTU Aero Engines (München) eingesprungen und hat die Technik in den Griff bekommen. Große Verzögerungen bei der Auslieferung sind aber nicht abzuwenden. Fluglinien haben ihre Bestellungen schon reihenweise gekündigt.
Von ursprünglich 136 Aufträgen für das Flugzeug sind nur 90 übrig geblieben. British Airways will keines der auf 107 bis 120 Passagiere angelegten Flugzeuge mehr haben. Ursprünglich hatte die Fluglinie zwölf der 30 Meter langen Flugzeuge bestellt und eine Option auf zwölf weitere erworben. Die Briten haben stattdessen sechs Airbus A321 geordert. Air China hatte sich acht der 41 bis 48 Millionen Dollar teuren A318 vormerken lassen, plant nun den Erwerb von acht A319. Egyptair will statt fünf A318 einen A320 kaufen. Nur America West Airlines bleibt dabei: 15 der Miniflieger mit 3.000 bis 5.000 Kilometern Reichweite will die Linie haben. Sie sollten aber ohnehin erst ab 2006 ausgeliefert werden.
JUNGFERNFLUG MISSLINGT
Trotz intensiver Arbeit und zahlreichen Tests konnten Techniker die Triebwerksprobleme nicht lösen. Der Jungfernflug des Benjamins der Airbus-Familie am 15. Januar 2002 misslang Anfang dieses Jahres. Erst der Einbau neuer Komponenten von MTU Aero Engines verbesserte die Ergebnisse. Damit kann Airbus nach eigenen Angaben das PW6000-Programm zwar langfristig retten. Die Auslieferung der ersten Flugzeuge verzögere sich aber um Jahre. Neue Probeflüge des A318 im kommenden Jahr seien nötig, bevor Airbus erneut eine Zulassung beantragen kann. Die ist voraussichtlich erst im Jahr 2005 in Sicht.
Ursprünglich sollten die ersten A318-Maschinen mit PW6000-Triebwerken Ende des Jahres in den Liniendienst gehen. Angesichts der Probleme besann sich der Flugzeugbauer aber auf eine Alternative. Er zog die Entwicklung des A318-Modells mit französisch-amerikanischen CFM56-5B-Triebwerken vor. Die Zulassung wird für Mitte kommenden Jahres erwartet. Für diesen Typ sieht die wirtschaftliche Bilanz auch bedeutend besser aus: Es liegen 69 Bestellungen vor, darunter allein 15 von Air France , einem der treuesten Airbus-Kunden./mo/DP/bl/tv
Die EADS-Tochter Airbus wird mit seinem jüngsten und kleinsten Spross nicht glücklich: Beim A318 bereitet das Triebwerk PW6000 des amerikanischen Herstellers Pratt & Whitney dem europäischen Flugzeugbauer große Probleme. Die Maschinen haben "Schluckbeschwerden", sie verbrauchen zu viel Sprit. Mittlerweile ist zwar der deutsche Triebwerksproduzent MTU Aero Engines (München) eingesprungen und hat die Technik in den Griff bekommen. Große Verzögerungen bei der Auslieferung sind aber nicht abzuwenden. Fluglinien haben ihre Bestellungen schon reihenweise gekündigt.
Von ursprünglich 136 Aufträgen für das Flugzeug sind nur 90 übrig geblieben. British Airways will keines der auf 107 bis 120 Passagiere angelegten Flugzeuge mehr haben. Ursprünglich hatte die Fluglinie zwölf der 30 Meter langen Flugzeuge bestellt und eine Option auf zwölf weitere erworben. Die Briten haben stattdessen sechs Airbus A321 geordert. Air China hatte sich acht der 41 bis 48 Millionen Dollar teuren A318 vormerken lassen, plant nun den Erwerb von acht A319. Egyptair will statt fünf A318 einen A320 kaufen. Nur America West Airlines bleibt dabei: 15 der Miniflieger mit 3.000 bis 5.000 Kilometern Reichweite will die Linie haben. Sie sollten aber ohnehin erst ab 2006 ausgeliefert werden.
JUNGFERNFLUG MISSLINGT
Trotz intensiver Arbeit und zahlreichen Tests konnten Techniker die Triebwerksprobleme nicht lösen. Der Jungfernflug des Benjamins der Airbus-Familie am 15. Januar 2002 misslang Anfang dieses Jahres. Erst der Einbau neuer Komponenten von MTU Aero Engines verbesserte die Ergebnisse. Damit kann Airbus nach eigenen Angaben das PW6000-Programm zwar langfristig retten. Die Auslieferung der ersten Flugzeuge verzögere sich aber um Jahre. Neue Probeflüge des A318 im kommenden Jahr seien nötig, bevor Airbus erneut eine Zulassung beantragen kann. Die ist voraussichtlich erst im Jahr 2005 in Sicht.
Ursprünglich sollten die ersten A318-Maschinen mit PW6000-Triebwerken Ende des Jahres in den Liniendienst gehen. Angesichts der Probleme besann sich der Flugzeugbauer aber auf eine Alternative. Er zog die Entwicklung des A318-Modells mit französisch-amerikanischen CFM56-5B-Triebwerken vor. Die Zulassung wird für Mitte kommenden Jahres erwartet. Für diesen Typ sieht die wirtschaftliche Bilanz auch bedeutend besser aus: Es liegen 69 Bestellungen vor, darunter allein 15 von Air France , einem der treuesten Airbus-Kunden./mo/DP/bl/tv