Adolf Merckle begeht Selbstmord


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metropolis:

Adolf Merckle begeht Selbstmord

12
06.01.09 16:38
Tragisch, Tragisch, aber vielleicht nur in dieser Dimension ein Einzelfall:

www.n-tv.de/1080690.html
Adolf Merckle begeht Selbstmord 208808
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#2

Börsenfreak89:

Jeder Mensch,

5
06.01.09 16:45
der eines unnatürlichen Todes stirbt ist einer zu viel.
"Sie haben unsere Geschichte in ein Verbrecheralbum verfälscht"

Helmut Schmidt

--> www.vorkriegsgeschichte.de/ <--
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Katjuscha:

Werd das nie verstehn, wieso sich so viele

13
06.01.09 16:49
Männer aus beruflichen bzw. finanziellen Gründen umbringen. Kenn das von meinem Vater und versteh es heute 15 Jahre danach noch nicht. Ist mir echt zu hoch, wieso man sich diesen Druck aufbürdet und dann daran zerbrechen muss.

Mein Beileid an die Familie Merckle.
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
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kleinerschatz:

Ein ganz schlimmer Finger hat das erarbeitete Geld

 
06.01.09 16:50
seiner Arbeiter verzockt.
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kleinerschatz:

Und wollte dann noch Steuergelder verzocken,

 
06.01.09 16:52
Realität war ein Fremdwort.
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molive:

was für ein finger?

 
06.01.09 16:52
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pimp-my-depot:

ist schon traurig,

 
06.01.09 16:52
denn im vergleich haben viele deutsche in den letzten monat wesentlich mehr verloren (im verhältnis) siehe die lehman geschädigten und mich
tja, manche sind dann doch nicht "manns" genug und flüchten vor ihrer verantwortung

für die familie tut es mir leid (aber auch für die vielen mitarbeiter, die sich jetzt ständig in der presse wiederfinden)

mein beileid
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kleinerschatz:

molive ein schneller Finger beim kaufen und

 
06.01.09 16:53
verkaufen von Wertpapieren.
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kleinerschatz:

pimp-my-depot und das verrückte ist ich finde

 
06.01.09 16:55
im Internet keinen Artikel.
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metropolis:

Die Firma

5
06.01.09 16:55
schien wohl sein ganzer Lebensinhalt zu sein. Muss bitter sein, sein ganzes Leben da was aufgebaut zu haben und dann innerhalb von Tagen alles zusammenbrechen zu sehen - ohne Hoffnung, da noch mal was rausreißen zu können. Aber trotzdem: Sich deshalb gleich umzubringen bleibt rätselhaft. Schließlich wäre er ja nicht im Armenhaus gelandet, sondern hätte noch einen Lebensabend in Wohlstand verbringen können.
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Geierwilli:

Warum soll man da Mitleid haben?

6
06.01.09 16:56
Auch nur ein Spekulant, der den Hals nicht voll genug bekam.

Wird nicht der letzte sein, wenn die Rezession in die Phase "Depression" wechselt. Dauert noch ein wenig,
ist aber unvermeidlich. Gibt es eigentlich schon börsenotierte Bestatter? Wenn ja, unbedingt die Leerverkäufe verbieten.
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Katjuscha:

Und dann noch so'n Scheißtod. Wer wirft sich denn

 
06.01.09 16:56
vor den Zug?!

Man stelle sich vor, er hätte das überlebt, auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist.
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
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T-Foxy:

In diesen höheren Kreisen

4
06.01.09 16:56
ist das wohl soetwas wie eine verdrehte Ehrensache.

Hast Du dich blamiert, dann ziehst Du die Konsequenzen.
Er hat ja anscheinend noch wenigstens die Finanzierungen unter den Hut gebracht, bevor er ging.

Was ich nicht verstehe sind die z.T. totel geschmacklosen Aussagen hier in den verscheidenen Threads.

In der aufgewühlten Phase, in der sich Merckle befunden haben muss, hat er wohl nicht an den armen Lokführer gedacht.
Vielleicht hat dieser den Unfall auch gar nicht mitbekommen.

Schade jedenfalls um den Merckle.
Amor est pretiosior auro [Cato maior]
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pimp-my-depot:

@kleiner schatz

 
06.01.09 16:57
was suchst du denn für einen artikel?
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kleinerschatz:

metropolis Gesellschaftlich war er aber ruiniert?

 
06.01.09 16:57
So wie Verona Feldbush und co.?
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kleinerschatz:

pimp-my-depot über die Banken,die Merkle

 
06.01.09 16:59
anpumpen wollte.
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pimp-my-depot:

ja, aber was kann ich dafür? *G*

 
06.01.09 17:00
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Katjuscha:

Vielleicht kennen wir ja nicht die ganze Wahrheit

4
06.01.09 17:02
Ist ja immernoch möglich, dass er sowieso todkrank war und sich deshalb umgebracht hat. Oder es gab private Probleme oder alles zusamen. Man weiß es nicht ...
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
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metropolis:

Wir können nur spekulieren

3
06.01.09 17:02
Vielleicht "sein" Ehrenkodex? Vielleicht noch Streit in der Familie? Wer weiß das schon? Ich gebe zu, ich hatte Schadenfreude, als er sich mit VW verzockt hatte (wie so viele andere in diesen Kreise mit Karstadt usw. auch), aber diese Konsequenz geht zu weit. Kein Geld der Welt ist das wert.

Ein Vergleich mit Ulknudel Verona ist übrigens unangebracht, denn Merckle hat ein Imperium aufgebaut. Was hat Verona schon außer einer großen Klappe und einem pleitem Ehemann? Auch ja, einen weißen Hummer. ;-p
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Katjuscha:

Heidelberger Zement intraday

3
06.01.09 17:05
Adolf Merckle begeht Selbstmord 5264803
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
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kirmet24:

De mortuis nihil nisi bene

14
06.01.09 17:06
Bei einigen scheint die Phantasie ja schon wieder durchzugehen.
Der Mann hat sich so entschieden, ich glaube nicht, dass es hier irgendjemanden zu steht, diese Entscheidung zu verurteilen. Und die Leute, die hier mehr oder weniger offen ihre klammheimliche Freude zeigen, tun mir wirklich Leid. Denn das ist wohl noch unter der untersten Schublade, aber das ist natürlich eine Charakterfrage.
Vielleicht solltet ihr mal in euch gehen, und euch fragen, ob ihr auch wollt, das jemand später lachend auf eurem Grab rumtrampelt.....!
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T-Foxy:

Bei der Verona

2
06.01.09 17:06
und ihrem Lover Franjo sind ja auch mal ein paar Fragen
wegen Betrug oder so offen gewesen.
Weiß gar nicht mehr, ob das mal aufgeklärt wurde.

Und von der einfältigen verona weiß man jedenfalls, dass
sie mit ihren Mitarbeitern einen Umgang wie mit Leibeigenen hatte.
Nur bei der Bezahlung ihrer Leibeigenen hat sie sich des öfteren dumm gestellt.

Wahrlich kein Vergleich mit einem seriösen Geschäftsmann alter Tradition.
Amor est pretiosior auro [Cato maior]
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Sitting Bull:

Leute, das ist alte Schule

8
06.01.09 17:07
Ganz klar ein Ehrenmann in Reinform.

Man erinnert sich: Früher war es Ritus, dass derjenige, der am Spieltisch saß und plötzlich seine Spielschulden nicht mehr begleichen konnte, feierlich einen geladenen Revolver überreicht bekam. Mit diesem Revolver hatte man sich dann nach einer kurzen Gedenkminute zurückzuziehen und einen möglichst komplikationslosen Freitod zu begehen.

So war das früher. Im Zeitalter der Industrialisierung sind stark frequentierte Bahngleise en vogue.

Ich werde jetzt eine Gedenkminute für Merckle einlegen.
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Mausi70:

zu 3.

11
06.01.09 17:07
Geld ist schließlich nicht alles.

es gibt soviel tolle, kostenlose Dinge die glücklich machen.
War heute z.B. Feiertag in Bayern 2 Std im Schnee spazieren, war herrlich.

Schade wenn jemand wegen dem Geld so verzweifelt ist sein Leben wegzuwerfen.

Ich sag nur.
Lebe jeden Tag so, als wärs Dein letzter.
Wer viel Geld hat, der kann spekulieren;
wer wenig hat darf nicht spekulieren und wer
überhaupt kein Geld hat muss spekulieren.
Antworten
kleinerschatz:

Ich habe noch ein Geheimarchiv gefunden.

 
06.01.09 17:07
Adolf Merckle ist tot - Die Welt

BERLIN (Dow Jones)--Der schwäbische Industrielle Adolf Merckle soll einem
bislang unbestätigten Pressebericht zufolge gestorben sein. Merckle sei am
Montagabend gegen 17.30 Uhr in der Nähe seines Wohnorts Blaubeuren südwestlich
von Ulm von einem Zug erfasst und getötet worden, berichtet die Tageszeitung
"Die Welt". Die Ulmer Polizei habe den Tod einer männlichen Person an der
Bahnstrecke bestätigt, aber zur Identität keine Angaben machen wollen, heißt es
in einem Vorabbericht.

Bei der VEM Vermögensverwaltung von Merckle war für eine Stellungnahme bislang
niemand zu erreichen. Auch die Ulmer Polizei konnte zunächst nicht erreicht
werden. Merckle gehören unter anderem große Anteile an der HeidelbergCement AG
und am Generikahersteller Ratiopharm. Auch bei HeidelbergCement konnte ein
Sprecher nicht erreicht werden.

  Webseite: www.welt.de
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soulsurfer:

schon verrückt

3
06.01.09 17:10
er hatte das, von dem fast alle Träumen und trotzdem hat ihm entweder was gefehlt oder das Ego war zu groß
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kleinerschatz:

Wer hat schon 30 Gläubigerbanken?ich nicht!!

4
06.01.09 17:12
Kreditstundung für Merckle unterzeichnet

ULM (Dow Jones)--Die Rettung des Firmenimperiums von Adolf Merckle ist einen
Schritt weiter voran gekommen. Nach Verhandlungen mit den Banken sei eine
Stundungsvereinbarung von allen Beteiligten unterzeichnet worden, teilte die VEM
Vermögensverwaltung GmbH am Dienstag mit. Es bestehe zudem Einvernehmen zwischen
den Parteien, Anfang Januar die restlichen Abkommen umzusetzen. Damit seien die
Voraussetzungen für eine nachhaltige Lösung der aufgetretenen
Finanzierungsprobleme gegeben.

Merckle hatte wochenlang mit seinen 30 Gläubigerbanken über einen
Überbrückungskredit verhandelt. Fehlspekulationen mit Volkswagen-Aktien sollen
Merckle in Finanznöte gebracht haben. Die Unternehmerfamilie hatte laut
Medienberichten eingeräumt, sich mit VW-Aktien verspekuliert und dabei einen
"niedrigen dreistelligen Millionenbetrag" verloren zu haben. Zu Merckles
Firmenimperium gehört neben dem Generikahersteller Ratiopharm und der Phoenix
Pharmahandel AG & Co KG unter anderem auch der Pistenraupenhersteller
Kässbohrer. Zudem hält er über Spohn Cement und die VEM knapp 80% an dem
Baustoffhersteller HeidelbergCement.

   Webseite: www.vemvv.de
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alffff:

Nachruf

 
06.01.09 17:12
www.ftd.de/koepfe/whoiswho/...agische-Milliard%E4r/457398.html
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metropolis:

soul

3
06.01.09 17:12
Der Weg ist eben das Ziel. Ist der Weg zuende, dann ist das Ziel erreicht...
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asdf:

Adolf Merckle

 
06.01.09 17:13
Sehe es eher tragisch. Er hat zwar am Schluß einen riesen Fehler gemacht wo ziemlich unverzeilich ist, das hat er aber denoch nicht verdient. Er hat ja immer hin mit seinem Privatvermögen für die Kredite gebürgt und hat in der Region Ulm einen Riesiges Firmenimperium aufgebaut.
Antworten
solle:

Adolf Merckle begeht Selbstmord

8
06.01.09 17:16

Es ist für aussenstehende nicht möglich, sich in diese menschen reinzudenken. das ist genau wie depressive, sie sind für einen gesunden auch nicht zu verstehen.

es haben sich schon menschen wegen 5000 euro schulden umgebracht, andere leben mit 5 millionen schulden noch ganz gut.

"es sind nicht die dinge, die uns beuruigen, es ist die SICHT der dinge."

man soll solche entscheidungen nicht verurteilen, weil diese menschen im regelfall krank sind, und dringend medizinische hilfe benötigen. oft wird es aber nicht oder zu spät erkannt , und dann findet man sie auf den gleisen wieder. für die angehöringen sind immer  die folgen am schlimmsten, weil die sich vorwürfe machen, weil sie es hätten verhindern zu können.

 

Antworten
kleinerschatz:

metropolis eigentlich sah alles gut aus bei Merkle

2
06.01.09 17:18
Merckle erhält Überbrückungskredit

Nach wochenlangem Ringen hat sich der Ulmer Unternehmer
Adolf Merckle einem Zeitungsbericht zufolge mit seinen mehr als 30
Gläubigerbanken auf einen Sanierungsplan geeinigt. Wie die "Süddeutsche Zeitung"
(SZ/Mittwochausgabe) berichtet, haben beide Seiten am Dienstagnachmittag ein
neues Stillhalteabkommen unterzeichnet.

Die Gläubiger unter der Führung der Royal Bank of Scotland, der Deutschen Bank,
der Commerzbank und der Landesbank Baden-Württemberg würden Merckles Holding VEM
Vermögensverwaltung einen Überbrückungskredit für einige Monate gewähren. In
dieser Zeit soll dann ein Sanierungsplan für die Unternehmensgruppe
ausgearbeitet und ein längerfristiger Kredit ausgehandelt werden, berichtet die
Zeitung weiter. Von der VEM war am Dienstagnachmittag kurzfristig keine
Stellungnahme erhältlich.

Hätten sich beide Seiten nicht geeinigt, hätte VEM noch vor Weihnachten
Insolvenz anmelden müssen, schreibt die Zeitung weiter unter Berufung auf
Verhandlungskreise. Merckle war in Bedrängnis geraten, weil einige seiner Firmen
verschuldet sind und im Zuge der Finanzkrise an Wert verloren hatten. Außerdem
hatte er sich mit VW-Aktien verspekuliert.

Die Banken verlangten daher nach mehr Sicherheiten für ihre Kredite. Merckle
muss laut Bericht nun große Teile seiner Unternehmensgruppe an die Banken
abgeben. Zum Verkauf kommt Merckles Mehrheit an dem Zementhersteller
HeidelbergCement. Auch von Teilen des Pharmahändler Phoenix und des
Generikaherstellers Ratiopharm müsse Merckle sich möglicherweise trennen, so die
Zeitung weiter. Das Vermögen des Unternehmers werde auf mehr als 7 Mrd EUR
geschätzt. Es steckt überwiegend in seinen Firmen.

  Webseite: www.sueddeutsche.de
Antworten
Tiefstapler:

nicht verdient???

2
06.01.09 17:18
Was heisst hier "nicht verdient"?

Der Zugfahrer hat das nicht verdient, dass sich so ein Spekulant an seiner Seele vergreift. Wer sein Leben wegwirft, nur weil sein Ego einen Kratzer abbekommen hat, der verdient null Mitleid.
Antworten
solle:

Adolf Merckle begeht Selbstmord

3
06.01.09 17:20

sollte natürlich heissen:

es ist die Sicht der dinge, die uns beunruhigen. der blickwinkel ist bei jedem anderen menschen gleich.

die gründe für sein tun, die kennt wahrscheinlich nur er, und sonst keiner.

und die können ganz woanders liegen, als es spekuliert wird. 

Antworten
Reinyboy:

Die Börse hat´s gegeben, die Börse

3
06.01.09 17:24
hat´s genommen.

Einen nicht unbeträchtlichen Teil seines Firmenimperiums und Privatvermögens hat er mit Börsengewinne erzielt.

Nun war er halt mal auf der falschen Seite und wurde gerupft wie ein Huhn.
Je genauer du planst, umso härter trifft dich der Zufall
Antworten
melbacher:

Milliardenvermögen war ihm zu wenig

 
06.01.09 17:28
Man kanns auch so sehen. Er hatte nie genug. Milliardenvermögen war ihm noch zu wenig.
Antworten
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#38

checkerlarsen:

traurig!

4
06.01.09 17:40
ich kann es auch nicht nachvollziehen....

ist wohl ne art schahm und freunden nicht mehr in die augen schauen können.

ein mann der 50 jahre immer nur alles richtig gemacht hat.... bis auf die vw aktie die ihm das genick gebrochen hat...vermutlich konnte er nicht anders als sie zu zocken....jemand der aus dem nichts millardär wurde, ist sein ganzes leben größere risiken als andere eingegangen.... anonsten wird man nicht aus dem nichts milliardär.
Antworten
Katjuscha:

Tiefstapler, halt doch einfach mal die Fresse!

13
06.01.09 17:40
Was heißt hier Mitleid mit Merckle.

Ich finds einfach respektlos von dir, so über einen Menschen zu schreiben. Das gilt auch für die anderen User, die nichts besseres zu tun haben, als zu meckern und zu schimpfen. Im Übrigen hat man wohl eher Mitleid mit der Familie.

Natürlich ist das auch übel für den Zugfahrer. Keine Frage. Trotzdem muss man hier nicht so über jemanden reden, der gerade gestorben ist, egal wie es passiert ist.

Wenns euch egal ist, dann haltet eich doch einfach raus!
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
Antworten
hollewutz:

sein Leben auf diese Weise zu beenden ist

 
06.01.09 17:41
feige! den

1. Ist dort ein Zugführer der nichts da für kann
2. sind da die Angehörigen di alleine gelassen werden
3. sind da die Einsatzkräfte die die Sauerei beseitigen müssen und das ist kein schöner Anblick das könnt ihr mi glauben!
2009 wird ein Gewinnerjahr!

hollewutz
Antworten
Shortkiller:

Wer meint dass er den Hals nicht voll genug bekam

4
06.01.09 17:42
sollte bedenken, dass für die KE bei HDZ einige Aktienpakete als Sicherheit hinterlegt waren. Deren sinkender Wert kann Veranlassung für den Versuch der Beschaffung weiterer Liquidität gewesen sein. Am Ende ging das gewaltig daneben, hat mit Zocken für's eigene Giro wohl kaum was zu tun.
Signatur? Nein Danke.
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kirmet24:

@38/Geier

4
06.01.09 17:53
Wenn du dir irgendwas ergoogelst und copy/paste machst, gib gefälligst Quellen an.
Und wie es bei Übersetzungen so ist, gibt es verschiedene Interpretationen, nur ist deine Version keineswegs "korrekter".
Und wenn du glaubst, es ehrt dich in irgendeiner Weise, einen Toten zu verspotten, und anderen Menschen den Tod zu wünschen, dann tust du mir wirklich unendlich Leid.
Da aber offensichtlich jeder Apell an die Pietät sinnlos ist bei Leuten wie dir, stell ich dich mal auf ignore.
Antworten
Knitzebrei:

Trotz der anderen Betroffenen gemäß

 
06.01.09 17:54
posting 41:

Ich finde es tragisch. Merckle fehlte offenbar die Erdung. Ich glaub', der hat den Sinn seines Lebens und seinen eigenen Wert nie verstanden. Die Kack-Unternehmensgruppe war es jedenfalls nicht. Ich denke, Merckle konnte das Geschaffene nicht loslassen, identifizierte sich vollkommen damit und ging folgerichtig mit diesem Mühlstein auch unter. Hatte er etwa vorher die Vorstellung gehabt, man werde ihm nach seinem Ableben in vielen Jahren noch die Kontoauszüge per Rohrpost ins Grab nachschicken ?
No - we can't überhaupt nix.
Adolf Merckle begeht Selbstmord 5265080
Antworten
Ricky1959:

cnbc meldung und ein kurzer text vom Lesser Board

3
06.01.09 18:02

For people like him, it is never about the money. What he couldn't handle was the loss of face, looking like a fool. Pride is the deadliest of all sins.

 

Antworten
TurboLuke:

gibt mir zu denken

3
06.01.09 18:03
gibt mir schon zu denken der Fall. Erinnert mich an die Bücher von Kostolany, er erzählte von ähnlichen Fällen in der 30ger Jahren.

Schon traurig,
Wie ein einziger Fehler ein ganzes Lebenswerk zerstören kann...
Wie Geld und die Gier danach alles vernebeln kann...

Ob er mit seinem Tod nun irgendwas verbessert?
Seine Entscheidung ist falsch aber man sollte es respektieren
Mein Blog:
turboluke.wordpress.com/
Antworten
Knitzebrei:

Empfehle die Romane

2
06.01.09 18:09
von Guillaume Musso, zum Beispiel "Et Après ?" ("Und danach ?").
Dann relativiert sich Einiges - beizeiten.
No - we can't überhaupt nix.
Adolf Merckle begeht Selbstmord 5265147
Antworten
LeoF1:

Merckle

7
06.01.09 18:17
hat sich nicht mit VW-Aktien verzockt, sondern mit der Hanson-Übernahme eine falsche unternehmerische Entscheidung getroffen: zum falschen Zeitpunkt zu viel bezahlt - mit geliehenem Geld.

Im Gegensatz zu manchem Zocker war er auch ein bedeutender mittelständischer Arbeitgeber.

LeoF
Antworten
friewo:

# 48: Guter Kommentar ... auch

2
06.01.09 18:23
liegt die Vermutung nahe, dass Merckle im Vorfeld der aus Amiland nach Europa exportierten Subprime- und Wirtschaftskrise in einem frühen Stadium ignoriert hat, da viele, die mit fremdem Geld gearbeitet haben, heute vor einem Scherbenhaufen stehen.
Antworten
Katjuscha:

Haben die Banken auch was dazu beigetragen?

5
06.01.09 18:31
Am Montag warf sich der Ulmer Milliardär Adolf Merckle unweit seines Wohnorts Blaubeuren vor einen Zug.

Banken wollten sein Unternehmen schlachten und seine 100.000 Mitarbeiter dazu.

25. November: Bei einer Betriebsversammlung von Ratiopharm sagt Adolf Merckles Sohn Ludwig,
dass die Banken auf eine Zerschlagung des Firmenimperiums dringen.

...Merckle sollte sich von den Filetstücken seines Imperiums trennen, so die Forderung der Banken. Seinen Ulmer Generikahersteller Ratiopharm hätte Merckle auf lange Sicht verkaufen müssen. Auch sollte er seine Anteile an HeidelbergCement verlieren...


...
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
Antworten
LeoF1:

@ 50: die Banken

2
06.01.09 18:39
Dumme Frage. Wie (und wieso) hätten die ausgerechnet in der derzeitigen Situation diese Schieflage ausgleichen können? Durch die Hanson-Übernahme fehlen nicht nur ein paar Hundert Millionen, sondern mindestens 4 oder 5 Milliarden.

Nochmal zu den VW-Aktien: das bittere für Merckle waren nicht die Millionen, die er dadurch verloren hat, sondern die Milliarden, die er damit nicht gewinnen konnte.

LeoF
Antworten
Katjuscha:

Wer redet denn von ausgleichen sollen?

 
06.01.09 18:51
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
Antworten
FredoTorpedo:

wenn jemand seinem Leben selbst ein Ende setzt,

14
06.01.09 18:56
ist das tragisch und traurig.

Egal ob es ein Milliardär oder ein armer Schlucker ist.

Es ist auch müßig darüber zu spekulieren ob der Btreffende feige war oder (bei Reichen) seine nichtbefriedige Gier ihn dazu trieb oder  (bei Armen) erselbst schuld und zu faul war was zu verdienen. Die tatsächlichen Probleme ddieser Personen können bestenfalls die nahen Angehörigen berteilen aber nicht wir hier aus der Ferne.

Das was ich aus solch einem Vorfall ableiten kann ist, dass ganz Reiche von perönlichen Problemen ganz genauso betroffen werden wie wir Normalbürger oder ganz Arme und dass es auch welche gibt, die die Probleme nicht in den Griff bekommen. Kurz: Reich werden ist keine Garantie, dann glücklicher zu sein.

Gruß
FredoTorpedo
Antworten
Titus:

Leute, besinnt Euch auch mal um...

8
06.01.09 18:57
Leute, besinnt Euch auch mal um.
Hier (im Forum) gibt es auch genug Leute, die nur von und für Zahlen leben.

Merckle hat wahrscheinlich auch nur so sein Leben verstanden. Hierfür tut er (und seine Familie) mir leid.

Versucht aus seinem Fehler zu lernen, und kratzt bitte rechtzeitig die Kurve.
Man muss auch mal Geld und Zahlen sausen lassen können.

Das ist nicht der Mittelpunkt des Lebens.   Etlichen Leuten würde ich mal raten:
geht mal wieder aus, in's Restaurant, mit Eurer Senora, ins Kino, oder auf den Fussballplatz mit den Kindern, oder sucht euch eine Geliebte.

Ich habe vor Merckle ziemlich viel Respekt gehabt (war selbst Aktionär von einer seiner Firmen).
Aber sein Ende sagt mir: ich hab's besser gemacht, auch ohne Milliarden zu besitzen.

Es tut mir leid um ihn. Hätte ihm gewünscht, er hätte die Kurve noch gepackt.
Damit meine ich die emotionale Kurve, nicht die finanzielle. Diese sehe ich als zweitrangig an.
Antworten
Ricky1959:

Facing Losses, German Billionaire Commits Suicide NY Times

 
06.01.09 19:02

The financial crisis began taking its toll on HeidelbergCement last year as the debt incurred to buy Hanson became more burdensome. Standard & Poor’s lowered the company’s credit rating as liquidity became scarce thanks to global market convulsions.

But Merckle’s dalliance with Volkswagen shares, more than any other single investment, caused the distress that apparently led to his death. Caught in the “short squeeze” that also cost many hedge funds dearly, Mr. Merckle lost hundreds of billions of dollars, and was facing the breakup and sale of his business empire.

more http://www.nytimes.com/2009/01/07/business/...l?_r=1&ref=business

Antworten
solle:

Meckle

4
06.01.09 19:14

hollewutz

feige! den

1. Ist dort ein Zugführer der nichts da für kann ( stimmt)
2. sind da die Angehörigen di alleine gelassen werden ( stimmt auch)
3. sind da die Einsatzkräfte die die Sauerei beseitigen müssen und das ist kein schöner Anblick das könnt ihr mi glauben! ( dann müssen die sich einen anderen Job suchen, da wird keiner zu gezwungen )

Aber diese ganzen gründe, interessieren diese kranken nicht mehr.

Du hast keine Ahnung. Diese Menschen sind schwer krank. und denen kann heute gut geholfen werden, wenn man die erkrankung erkennt und behandelt. notfalls auch mit zwangsmassnahmen. mein nachbar ist nervenarzt in einer psychoklinik. der hat mir schon sehr oft zu diesem thema viel erzählt.

die denken nicht mehr normal , das kann man eben nicht nachvollziehen. aber es muss auch mit geld nichts zu tun haben. die gründe können auch woanders liegen.

Antworten
peter555:

Was ist Reich?????

4
06.01.09 19:25
Wir hier im Börsenforum sind nach meiner Auffassung alle reich,denn wir haben mehr Geld ,als wir brauchen sonst könnten(sollten wir nicht mit Aktien spielen.Ich hab mal vor über 30 Jahren meiner Frau versprochen sie zu einer der reichsten Frauen im Ort zu machen und hab es nach meiner Definition geschafft.

Mein Reichtum besteht einmal,dass ich immer eine Mark(Euro) mehr besiztze wie ich brauche,dazu eine intakte Familie und halbwegs gesund.Wenn ich halt 2 Euro mehr habe ist es auch in Ordnung.

Also hoffe ich für alle hier im Forum,dass ihr nicht nur paar Euro übrig habt für Aktien sondern Euch guter Gesundheit erfreut un Eure Familien mit Anhängen in Takt sind

Gruss Peter
Antworten
bauwi:

Fassungslosigkeit bei der Familie und den vielen

4
06.01.09 19:30
Mitarbeitern des Imperiums!
Ich würdige jedenfalls seine Leistungen als Unternehmer, vor allem als Mittelständler, der er auch mal war.
Mit zunehmender Größe seines Imperiums wurde es für ihn schlicht unmöglich, in allen Entscheidungen immer richtig zu liegen. Zu sehr hatte er sich wohl den Banken und finanziellen Auswüchsen hingegeben.
Ein organisches Wachsen war demzufolge ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr gegeben.
Ein  Lebenswerk ist zerbrochen und daran letztlich auch er selbst! Der Familie gilt mein Beileid!
MfG bauwi
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muß, was er nicht will.
Antworten
polo10:

Geierwilli pos 38

2
06.01.09 19:40
Einfach nur schwach, halt einfach den Rand und gut isses !
Antworten
kleinerschatz:

Ich sage eins der Zugführer kann einen leid tun,

2
06.01.09 20:00
jetzt mußte er auch noch als Richter herhalten und hat nur das Gehalt eines Eisenbahners.
Antworten
kleinerschatz:

Das wird der nächste Problemfall.FamilieSchaeffler

 
06.01.09 20:10
Schaeffler reicht Conti-Aktien an Finanzinstitute weiter

Der Schaeffler-Konzern hat weitere Aktienpakete des Hannoveraner Autozulieferers Continental an Finanzinstitute weitergereicht. Wie Conti am Montag mitteilte, ist der Stimmrechtsanteil von Schaeffler dadurch zwischenzeitlich auf 15,2 Prozent gesunken. Schaeffler darf der Übernahmevereinbarung zufolge bis August 2012 maximal 49,99 Prozent der Conti-Aktien halten.

Dem fränkischen Familienunternehmen wurden jedoch 82 Prozent der Anteile angedient, acht Prozent hielt es zudem bereits. Schaeffler muss deshalb rund 40 Prozent der Aktien weiterreichen. „Damit haben wir bereits begonnen“, sagte Schaeffler-Sprecher Detlef Sieverdingbeck am Montag. Es handle sich um außerbörslich erworbene Anteile. Das Angebot an die Aktionäre der Continental AG soll am 8. Januar vollzogen werden.

Die Anteile werden nach Sieverdingbecks Worten wie geplant an Finanzinstitute weitergereicht. So gab das Frankfurter Bankhaus Metzler am Montag bekannt, dass es nun 3,99 Prozent der Conti-Anteile hält. Zuvor hatte schon die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim mitgeteilt, bei Continental eingestiegen zu sein und 5,48 Prozent zu halten. (dpa-AFX)
Antworten
n_leeson:

beschämend was hier teilweise geschrieben wird

5
06.01.09 20:12
www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/...lide-mensch;2121149

der ganz aus der nähe kommt
Antworten
kleinerschatz:

Hätte Adolf Merckle wenigstens auf steigende Kurse

 
06.01.09 20:26
gesetzt dann wäre die Finanzkrise schuld so er selber.
Antworten
Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#64

Squidward:

Nun...

4
06.01.09 20:36
Dem Interessierten -oder besser gesagt- dem Schaulustigen am sinnbildlichen Straßenrand drängen sich viele Frage auf. Wieso konnte ein Mann mit dieser Lebens- und Berufserfahrung, ein Milliardär, sein Lebenswerk in den Sand setzten? Was trieb ihn dazu, mit unvorstellbaren Summen am Frankfurter Roulettetisch zu spielen? Wieso klafft das Bild vom Archetyp des hart arbeitenden, schwäbischen Unternehmers, des angesehen und respektierten Arbeitgeber, und die Realität derart auseinander? ... Wir sind wohl alle nicht vermögend, angesehen und respektiert genug, um das zu verstehen.

Für die Medien und ihr schadenfrohes Publikum sind das aufregende Zeiten. Die großen Männer und Frauen dieses Landes stürzen reihenweise. Herr Zumwickel wird vor laufenden Kameras von der Polizei abgeführt. Frau Klatten muss der Nation erklären, was für eine einsame und verzweifelte Person sie doch ist. Herr Flick findet nicht einmal im Tod seine Ruhe. Und nun der spektakuläre Suizid des Herrn Merckle. Ich kann nur hoffen, die Medien -Sensationsgier hin oder her- lassen den Hinterbliebenen wenigstens etwas Raum zum trauern. Es bleibt die uralte Erkenntnis -Geld allein macht nicht glücklich- und doch verbringen wir alle zuviel Zeit damit, dem schnöden Mammon hinterher zu rennen. Bravo Menschheit.
Antworten
kleinerschatz:

Geierwilli das sind auch so meine Gedanken

 
06.01.09 20:36
Die meisten Millionäre und Milliardäre sind es nur deshalb, weil die Schulden/Kredite noch nicht fällig gestellt sind.
So manche Bänkerkreise halten vielleicht auch noch still, man will ja nicht die eigene Karriere beschädigen.
Die Liste ist noch sooooooooooooooooooooooo laaaaaaaaannnnnnnnng. Und sie wird abgearbeitet werden.
Antworten
kleinerschatz:

Squidward

 
06.01.09 20:43
VW-Stammaktien springen unter extremen Schwankungen um 50,3% auf 780 EUR - und
ziehen den DAX nach oben, der gegen 13.20 Uhr um 9% oder 394 Punkte auf 4.725
steigt. VW sind mittlerweile mit rund 28% in dem Börsenbarometer gewichtet. Im
Tageshoch hat die Aktie knapp über 1.000 EUR gestanden. Sie wird laut Händlern
unverändert von Short-Positionen spekulativer Anleger getrieben. Diejenigen, die
auf fallende VW-Kurse gesetzt haben, bringt die Ankündigung von Porsche, den
Anteil ausgebaut zu haben und weiter auszubauen, in größte Not.
Antworten
peter555:

Porsche Wide und Finanzer

 
06.01.09 21:02
Hoffentlich können diese Fratzen gut schlafen................

Aber vieleicht gehen die ja sogar auf die Beerdigung ,am Kranz der Spruch :Das haben wir nicht gewollt

Wiedekind wird sich noch wundern,denn er fährt den Laden auch gg den Baum.
Antworten
kleinerschatz:

Als Autobauer mußt Du gleichzeitig

 
06.01.09 21:15
Finanzschongleur sein schon wegen den saftigen Neuwagenpreisen.
Antworten
Contrade 121:

Deutsche Börse

 
06.01.09 21:20
Also die Deutsche Börse ist wirklich ein Sauladen. Anstatt dem Zirkus ein Ende zu machen, schauen die tatenlos zu. Und wundern sich wahrscheinlich, warum die glorreiche Maßnahme, Gewichtung der VW im DAX mit max. 10%, nicht greift. Heute gingen erneut ca. 50Punkte nur aufs Konto von VW.

Nebenbei bemerkt, Merckle hat sich nicht ausschließlich an VW-Short-Aktion "verzockt" - er hat auch schon davor in dem Konzern-Wirr-Warr Probleme gehabt. Allein die teuere Übernahme von Hanson kostete fast eine Milliarde, von HeidelCement gar nicht zu sprechen.

Schade, wirklich Schade um den Menschen, um den Unternehmer Adolf Merckle.
Antworten
kleinerschatz:

Contrade 121 dann wäre es besser gewesen erst mal

 
06.01.09 21:26
dem eigenen Unternehmen Aufmerksamkeit  zuschenken.
Antworten
Kostolanya:

Selbstmord - warum, wie und wo?

9
07.01.09 01:22
Warum sich ein Mensch selbst umbringt -  egal, ob arm oder reich -  vom Erfolg verwöhnt oder auch verlassen - oder gar niemals mit diesem in Berührung gekommen - mit oder ohne Familienanhang und Freunden - gesund oder krank im körperlichen Sinne, oder eben auch krank im psychischen Sinne - das können die meisten von uns Postern hier bei Ariva kaum beurteilen, geschweige denn, nachvollziehen.

Kaum beurteilen deshalb, weil die Meisten von uns wohl keine entsprechenden Psychologen sind. Kaum nachvollziehen deshalb, weil ich einfach mal spekulativ unterstelle, dass die Meisten hier unter uns sich noch nicht allzu ernsthaft mit "Selbstmord-Gedanken" auseinander gesetzt haben - und wohl erst recht nicht wegen Spekulationsverlusten aufgrund der Finanzkrise.

Warum sich nun Merckle tatsächlich selbst umgebracht hat, können wir gar nicht beurteilen oder gar wissen.

Er galt als einer der reichsten Deutschen mit einem Vermögen von etwa 6-7 Milliarden Euro. Mit VW-Shorts hat er aber laut Medienberichten doch wohl nicht mehr als etwa 1 Milliarde verspielt? Also - wo wäre normalerweise das Problem? Dann hätte er eben "NUR NOCH" 5-6 Milliarden Euro. Und damit sollte man im Alter von 74 Jahren doch locker noch 30 Jahre oder mehr gut leben können - die ganze Restfamilie übrigens ebenso locker...

Nun kann es natürlich sein, dass diese von den Medien immer wieder publizierten "Vermögensstände" irgendwelcher Industrieller, Sportler, Künstler etc. a) ziemlich aus der Luft gegriffen sind und b) sich speziell im Falle Merckle "NUR" auf Firmenbeteiligungen und Aktienoptionen begründet haben.

Sprich - von den unterstellten ca. 6 Milliarden Vermögen war kaum ein Euro "WIRKLICH" verfügbar in Form von Tages- Festgeld etc.

Vielleicht waren diese ca. 6 Milliarden "VERMÖGEN" doch auch nur eine Art "LUFTVERMÖGEN" - sprich Beteiligungen und Aktienoptionen an Firmen, die man per Kredit erworben hat - also alles nur auf Pump...das Meiste zumindest...

Denn wie sollte es sich sonst erklären, dass ein komplettes Firmenimperium vor dem Abgrund steht, nur weil mal eine einzige klitzekleine Milliarde ;-) verzockt wurde, wo der doch eigentlich 6 Milliarden Vermögen gegenüberstehen?

Ich tippe mal, dass die Schulden seines Firmenimperiums immens höher sein mussten, als sein in den Medien publiziertes und geschätztes Privatvermögen. Ebenso meine ich mal gelesen zu haben, dass er zumindest einen Teil seines Privatvermögens als Sicherheit den Banken gegeben hat...

Das ist, was ich persönlich so noch nicht verstanden habe. Denn wenn ich das jetzt mal so klein runter rechne und davon ausginge, ich hätte 60.000,-- Euro Vermögen, davon verspekuliere ich 10.000,-- Euro mit VW-Shorts - blieben mir doch noch 50.000,-- Euro. Würde mich natürlich schon schwer ärgern, wäre aber nicht verarmt...Außer natürlich, die 60.000,-- Euro "Vermögen" würden lediglich aus "Subprimes und CDO´s und CDS" bestehen - also quasi nix mehr wert sein...Und gerade dieser heutige Schrott (vor ca. 2 Jahren noch sehr viel wert ;-)) läge bei meinen Banken als "SICHERHEIT" ...Dann hätte ich allerdings wirklich ein großes Problem, welches mich persönlich aber bestimmt nicht dazu bewegen würde, mir über "Selbstmord" Gedanken zu machen.

Vielleicht war Merckle aber auch einfach der "Gesichtsverlust" und auch der Verlust der gesellschaftlichen Stellung, die Häme über die Fehlspekulation derart peinlich und unangenehm, dass er lieber aus dem Leben scheiden wollte.

Erst einmal war ihm ja nicht wirklich viel peinlich. Er versuchte gar, sich eine "Landesbürgschaft" zu erbetteln für reine Zocker-Verluste. Das fand ich persönlich wirklich armselig, peinlich und dreist.

Vielleicht war er einfach auch tatsächlich nur zu "feige" sich dem ganzen Desaster zu stellen.

Vielleicht hat ihm seine Familie sogar vermittelt, dass die ganze Knete am Ende völlig unwichtig ist und Hauptsache sei, dass der Vater, Großvater, Onkel auch ohne Geld und Macht geliebt und gebraucht wird.

Kann aber natürlich auch genau so gut sein, dass ihm das eine oder andere Familienmitglied Vorwürfe gemacht hat, wie er denn so leichtfertig mit dem Vermögen spekulieren konnte, und somit das "Erbe" in Gefahr bringen konnte...

Keiner von uns kann auch nur im Ansatz beurteilen, wieso, weshalb, warum sich Merckle am Ende selbst das Leben nahm.

Tragisch ist natürlich auch das "WIE".

Warum wirft sich Merckle vor einen Zug, der ihn komplett zerschmettert. Kaum noch etwas bleibt übrig von seinem Körper. Vielleicht wollte er das bewusst so. Dass nichts mehr übrig bleibt. Nachdem er selbst sein Lebenswerk zerstörte, als letzte Konsequenz die komplette Selbstzerstörung? Keine Ahnung. Bin ja keine Psychologin.

Unabhängig aber davon: Wieso lässt er es zu, dass möglicherweise auch noch der Lokführer - völlig unschuldig - sein Leben lang ein Trauma haben könnte? Ist es die reine Verzweiflung? Dass man, in dem Moment, in dem man jetzt gerade sterben will, sich solche Gedanken nicht mehr macht, sondern einfach nur noch tot sein möchte? Dass es einem total egal ist, ob der Lokführer ein lebenslanges Trauma hat, ob man, wenn man sich im Wohnzimmer aufhängt, (davon sind mir aus mir bekannten Unternehmerkreisen 3 Fälle bekannt, die allerdings schon viele Jahre zurück liegen), der ganzen Familie das Trauma aufbürdet, oder manch einer wird ja auch zum Geisterfahrer und zerstört damit manchmal einzelne Leben oder gar komplette Familien!

Oder ist es doch auch ein gewisser Egoismus? Eine nicht angewandte Eigenverantwortlichkeit. Wäre er eigenverantwortlich gewesen, hätte er sich vielleicht irgendwo im Wald aufgehängt. Alleine. Selbst. Eigenverantwortlich. Er hätte sich vielleicht auch eine Überdosis Schlaftabletten nehmen können. Den Zugang hatte er ja wahrscheinlich. Dieses hätte sogar in der Medienwelt einfach nach einem Herzversagen aussehen können.

Ich persönlich weiß natürlich nicht, was genau in den Tagen, Stunden, Minuten, Sekunden vor der Entscheidung, sich selbst das Leben zu nehmen, in den Gedanken vor sich geht.

Ich kann mir aber schon vorstellen, dass gerade Persönlichkeiten wie Merckle, ein solches Vorhaben nicht von einer auf die andere Sekunde völlig planlos entscheiden und sich mal eben zufällig vor den Zug werfen, weil der gerade eben rein zufällig beim spazieren gehen vorbei gefahren kommt. Nein, nein, das hat der Mann wohl schon ein paar Tage länger im Kopf gehabt - meine persönliche Einschätzung. Und somit verurteile ich schon trotz aller psychologischen Aspekte, dass er in seinen eigenen Selbstmord noch einen unbeteiligten, unschuldigen Dritten, nämlich den Lokführer mit einbezogen hat.

Und wenn ich anfänglich noch dachte, dass Merckle sich ja selbst kaum bis gar nicht um seine Vermögensverwaltung gekümmert hat und am Ende vielleicht doch nur seine "Vermögensverwalter" für sein Desaster verantwortlich waren, so hat mich ein Artikel des Manager-Magazins aus dem Jahre 2003/2004 doch an meiner positiven Einschätzung etwas zweifeln lassen:


ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZEditorial>>Neue Porträts  
Heft 11/2003
14.01.2004
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Adolf Merckle

Der Pate aus Blaubeuren
Von Heide Neukirchen

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3. Teil: "Raffgierig, nachtragend, missgünstig"

Als "Führung mit Bleistift und Radiergummi" beschreibt Heinrich Zinken die Vorliebe Merckles, einmal getroffene Vereinbarungen bei Nichtgefallen wieder auszuradieren und neu aufzumalen. Zinken war 20 Jahre lang Geschäftsführer des Vorzeigeunternehmens Ratiopharm. Merckle habe ihn mit einem Trick um seine Pensionsansprüche gebracht, klagt Zinken - ein Vorwurf, den Merckle energisch zurückweist; man habe sich gerichtlich verglichen. Zinken nennt seinen ehemaligen Meister "raffgierig, nachtragend, missgünstig".



Europas Nummer eins: Generika von Ratiopharm
© DDP
Verantwortung trägt der Eigner immer dann gern, wenn die Geschäfte gut laufen. Kommt es zu Problemen, versteckt er sich oft hinter seinen Führungskräften. Dann spielt er den ehrbaren, ahnungslosen Unternehmer, der von seinen Managern getäuscht wurde.
Diese Verschleierungstaktik ist Teil des Systems Merckle. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch sein patriarchisches Geschäftsmodell.

Leider weiß ich nicht, wie das mit dem Einstellen von Links funktioniert, daher schreibe ich Euch alles auf:

www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,270843-3,00.html

Sehr interessanter Bericht...

Nun hoffe ich, dass sich wegen der Finanzkrise, wegen Geld so im Allgemeinen oder auch aus anderen persönlichen Gründen niemand mehr selbst umbringt und hoffe eben so sehr, dass auch niemand mehr im Namen des Krieges und Terrors umgebracht wird. Ich weiß - diese Hoffnung wird immer nur eine Hoffnung sein...aber - die Hoffnung stirbt zuletzt...

In diesem Sinne
Kosto
Antworten
polo10:

aus noggerTs Seite

2
07.01.09 08:14
board.trendinvest.net/showthread.php?t=569

ich hab die beiden news vorhin nicht umsonst reingestellt... war durchaus als kontrastprogramm gedacht.

dennoch sollten wir bei all der polemik die zum thema merckle rumgeht einige dinge nicht vergessen:

es hat jahrzehnte funktioniert und es hat nun schlussendlich einmal nicht funktioniert. derweil hat merckle mit seinen methoden arbeitsplätze in deutschland geschaffen und gesichert. er hat mit seinen firmen expandiert und unternehmen geschaffen, die auch eigenständig überstehen können.

wir, als gesellschaft, leben in einem system das auf kredit und auf blasen beruht. wir ernähren und davon, dass kapitalmärkte nicht nur der refinanzierung dienen, sondern auch der puren spekulation. das schaffen von liquidität ist unser einziges produktives treiben .. ansonsten generieren wir nix, schaffen nix und haben einen gesellschaftlichen wert der unter ferner liefen anzusiedeln ist.

zumindest ich habe nicht die große klappe einiger leute hier vergessen, als es an den börsen noch rund lief. die meisten sind verstummt, opfer ihrer eigenen dummheit, gier und maßlosigkeit. ich hab null mitleid mit leuten, die aufgrund ihrer börslichen tätigkeit pleite gehen ... die hebel von 50 als normal ansahen und mir vorjammerten wie wenig geld man ohne diese hebel doch verdienen würde.

ABER

das alles hat nix mit merckle zu tun. man mag ihn verurteilen können, weil er mit harten bandagen spielte, aber die refinanzierungsmethoden waren noch regelrecht harmlos ggü. dem, was wir in der finanzwelt getrieben haben.

ich kenn hier im board genug, die auch mal n paar aktien für den kauf eines autos oder einer wohnung hinterlegt haben. merckle hat das halt im großen gemacht ... und er hat verloren.

wer sich mal von ganz unten nach oben gearbeitet hat, wird ein verständnis dafür haben, welch psychischer stress solch eine situation mit sich bringt. hier ist innerhalb kürzester zeit ein lebenswerk, ein firmenimperium in sich zusammengebrochen und merckle hatte keine chance sich dagegen zu stemmen und musste mit ansehen, wie dank eines liquiditätsproblems, ausgelöst durch fehlannahmen bei der bewertung, die banken die chance sahen ihn platt zu machen.

und damit nicht genug, wurde durch unsere tolle, faire, soziale gesellschaft und ihre medien, sein ganzes treiben über jahrzehnte hinweg zerrissen, runtergeredet, er als menschliches arschloch und sein lebenswerk als nie existent hingestellt.

dahinter stehen 100.000 jobs ... hat einer von euch schonmal die verantwortung für 1000 menschen gehabt?

da will ich euch pfeifen mal sehen, wie ihr darauf reagiert, wenn ihr dann nicht nur platt geht sondern auch noch gesellschaftlich und medial niedergetrampelt werdet.

ich, will das nie erleben müssen. aber ich weiß auch genau, dass wenn es mich mal erwischt da auch genügend leute nur drauf warten auch nochmal drauf zu treten, allein schon deshalb erlaube ich mir die verbale verachtung fürs deppentum.

.. ein merckle konnte sich das bestimmt nie vorstellen, der lebte immer in dem glauben die welt wäre ok .. definitiv, ist sie zusammengebrochen.

btw: so wie ihr beim thema abgeltungssteuer rumgeifert, sollten hier die letzten sein die das streben nach steuerersparnis verurteilen. ^^

und das jetzt unabhängig davon, ob der mann bilanzen gefälscht hat oder net. das werden wir demnächst alles serviert bekommen.

lasst ihm wenigstens im tod seine würde.
Antworten
Lerche10:

ein Spekulant weniger

5
07.01.09 08:42
Antworten
diluca:

solle

 
07.01.09 09:15
dein spruch "die denken nicht mehr normal , das kann man eben nicht nachvollziehen. aber es muss auch mit geld nichts zu tun haben. die gründe können auch woanders liegen."  könnte auch zu den poltiker der Regierung passen.
Die haben im gegensatz zu "merckle"  ein trumpf in der tasche und zwar das geld die vernichtet wird gehört nicht ihnen sondern den steuerzahler da kann man im gegensatz von manchen nachts besser schlafen........
Antworten
etztcontan:

Lerche 10

4
07.01.09 09:40

für deine unsagbar kalte Bemerkung sollte man dich auf Dauer sperren!

 

Antworten
diluca:

lerche 10

4
07.01.09 09:53
es zeigt deutlich wieder wie weit  der mensch heruntergekommen ist !
kein respekt mehr ,gefühllosigkeit ,kaltblütigkeit,hirnlosen aussagen,usw...usw...
Antworten
Eidgenosse:

Merckle wird nicht der letzte sein

 
07.01.09 10:09
Auch der Chef der Schweizer Julius-Bär Bank hat sich letztes Jahr erhängt, Grund unklar.
Heute wieder eine Meldung:


09:31 | 07.01.2009
CHICAGO (USA) – Der Chef eines führenden US-Immobilien-Auktionshauses, Steven Good, wurde tot in seinem Auto aufgefunden. Offenbar hat sich der 52-Jährige das Leben genommen – ein Opfer der Finanzkrise?

Gestern sorgte schon der Selbstmord des deutschen Grossindustriellen Adolf Merckle für Schlagzeilen. Der Mann hatte sich an der Börse verzockt. Wegen der Finanzkrise sah er offenbar keinen anderen Ausweg mehr (Blick.ch berichtete).

Heute nun kommt aus, dass der Chef eines führenden amerikanischen Immobilien-Auktionshauses tot in einem Wald bei Chicago entdeckt wurde. Steven L. Good hatte sich allem Anschein nach in seinem Jaguar erschossen.

Der Mann weise eine Schussverletzung auf, die er sich offenbar selbst beigebracht habe, teilte das Sheriff-Büro des Bezirks Kane bei Chicago gestern mit. Ob der Vorfall einen Zusammenhang hat mit der Finanzkrise, ist noch unklar: Er habe keine Nachricht zu einem möglichen Motiv hinterlassen, so das Sheriff-Büro.

Good war Chef der in Chicago ansässigen Firma Sheldon Good & Company Auctions International. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 40´000 Immobilien verkauft, seit Goods Vater es 1965 gegründet hatte. (SDA/noo)
Antworten
kleinerschatz:

Der Untergang war nicht mehr zu vermeiden,die

 
07.01.09 11:07
Börse war nur der Katalysator.Die Steuerzahler werden wohl für die Ausfallzahlungen haften müssen.

Neue Kreditlinie ca.400 Mio.Euro und die Wirtschaftskrise ist erst am Anfang.
Antworten
kleinerschatz:

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland zieht an

 
07.01.09 11:10
Zahl der Arbeitslosen in Deutschland zieht an

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat sich im Dezember 2008 erhöht.

Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch mitteilte, wuchs die Zahl der Arbeitslosen auf Monatssicht um rund 114.000 auf insgesamt 3.102.000 Menschen (West: +74.000 auf 2.059.000; Ost +40.000 auf 1.043.000). Dieser Anstieg war deutlich stärker als im Durchschnitt der letzten drei Jahre (+38.000).

Saisonbereinigt ergibt sich eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 18.000. Die positive Grundtendenz, die bereits in den letzten Monaten an Schwung verloren hatte, setzte sich somit nicht mehr fort.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 304.000 weniger Arbeitslose gezählt. Der Rückgang beruht vor allem auf dem Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, aber auch auf den Arbeitsmarktreformen und auf einem rückläufigen Arbeitskräfteangebot.

Die Arbeitslosenquote kletterte sich im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2008 waren bundesweit 3.268.000 Menschen arbeitslos, 508.000 weniger als im Vorjahr (West: -341.000 auf 2.145.000; Ost: -167.000 auf 1.123.000). Die Arbeitslosenquote verringerte sich in 2008 auf 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 1,2 Prozentpunkte. In Ostdeutschland war sie mit 13,1 Prozent weiterhin mehr als doppelt so groß wie in Westdeutschland mit 6,4 Prozent. (07.01.2009/ac/n/m)


Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
Antworten
kleinerschatz:

Deutscher Großhandelsumsatz geht zurück

 
07.01.09 11:17
Deutscher Großhandelsumsatz geht zurück

Der deutsche Großhandelsumsatz ist im November 2008 geschrumpft. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

Im Vormonatsvergleich sank der kalender- und saisonbereinigte Großhandelsumsatz nominal um 1,9 Prozent, nach einem Minus von 3,1 Prozent im Oktober 2008 und einem Plus von 0,7 Prozent im November 2007.

Real erhöhte sich hingegen der Umsatz binnen Monatsfrist um 0,4 Prozent, wogegen er im Oktober 2008 um 1,3 Prozent und im Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gefallen war.

Auf Jahressicht sank der vorläufige Umsatz nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, um 4,1 Prozent, gegenüber Zuwächsen von 4,1 Prozent im Vormonat und 2,6 Prozent im Vorjahresmonat. Real, d.h. in konstanten Preisen, wurde 3,2 Prozent weniger verkauft als im entsprechenden Vorjahresmonat. Im Oktober 2008 hatten die realen Umsatzerlöse eine Zunahme von 0,7 Prozent und im November 2007 ein Minus von 1,4 Prozent verbucht.

In den ersten elf Monaten 2008 setzte der Großhandel nominal 9,0 Prozent und real 2,9 Prozent mehr um als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. (07.01.2009/ac/n/m)

Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
Antworten
Titus:

an alle, die Lust haben von der Brücke zu springen

4
07.01.09 11:26
Mal an alle Investoren, die Lust haben von der Brücke zu springen:

ich wohne auf so einem Südseeinselchen (da wo der Pfeffer wächst, irgendwo im Indischen Ozean).
Schickt mir eine PN, irgendwo kratzt ihr doch noch so 2 Tausender zusammen, (Stereoanlage verkauft, PC beim Pfandleihhaus abgeben... )... und kauft Euch ein Ticket.
... und düst mal eben ab.

Wir gehen eine Runde Angeln, trinken 'ne Runde Bier am Strand, tanzen ein bissl "Hula Hula", und nach 2-3 Wochen könnt Ihr Euch nochmal überlegen, ob Ihr Euch doch wieder auf die Brücke stellen wollt, oder nicht.

Das ist ein ernstgemeintes Angebot.
Antworten
Katjuscha:

Gerade dann springt man ja von der Brücke

 
07.01.09 11:29
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
Antworten
doc.oliday:

Was sind Milliarden Gewinne gegen ein reines

2
07.01.09 11:36
Gewissen.

Gratulation Herr Wideking, die Optionen bis heute nicht eingelöst.....

Oder wie heißt es so schön,

man muss über Leichen gehen.

Nein danke,

lieber lebe ich bescheiden und habe ein reines Gewissen, denn das kann man für kein Geld in der Welt kaufen.

Ich wünsche schöne Träume Herr Wideking
Antworten
Titus:

Nein Katjuscha

4
07.01.09 11:37
Sicherlich nicht, Katjuscha,

Man muss manchmal Abstand gewinnen zum Geld.  Es gibt Sachen, sehr schöne Sachen, auf unserem Planeten, die unbezahlbar sind, aber nichts kosten.

Ich habe gestern ein paar Bierchen gezockt, mit den Jungs bei unserem "Pizza"-Bäcker.  Die haben keine Kohle, no Job, no Future, aber guten Herzens & gut gelaunt sind sie !

Man braucht keine Millionen, um gut durch's Leben zu kommen.   Es gibt andere Prioritäten.
Geniesst mal ein bisschen Euer Leben, egal, ob das auf einer Südseeinsel ist, oder im Grossstadtvorort.

Irgendwie kann man auch mit wenig Geld seinen Spass haben.
Manchmal braucht man aber "einen Knick" im Leben, der einem andere Möglichkeiten zeigt.

Also, Katjuscha, wenn Du Lust hast, kommst mal vorbei, wir schnappen uns ein Dutzend Bierdosen, Kühlbox, und fahren an den Strand, und schauen den Sternschnuppen zu.

Am nächsten Tag hast Du Dein Aktiendepot vergessen und fragst Dich, was für'n Scheiss Du die letzten Jahre bloss gemacht hast.
Antworten
alffff:

Was mit Merckles Firmenreich passiert

 
07.01.09 11:55
www.ftd.de/unternehmen/...les-Firmenreich-passiert/457704.html
Antworten
Katjuscha:

Titus, und dann kommt man zurück und sieht

 
07.01.09 12:31
in welcher Scheiße man steckt und sehnt sich ständig nach der tollen Insel und nem Leben ohne Sorgen. Nicht umsonst bringen sich die meisten Männer in den Wochen nach Weihnachten um. Das hat gute Gründe.
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
Antworten
Titus:

ach, katjuscha

 
07.01.09 12:47
Wenn man sich unbedingt Probleme machen will, dann nutzt das natürlich auch nichts.

Aber manchmal braucht man einfach eine Pause, einen Bruch, mit dem tagtäglichen "Kleinkrams" und Problemchen.
Mir tut sowas jedenfalls gut.

Ich fahr manchmal abends mit 3 Bieren im Motorradkoffer an den Strand, oder an die Hafenmole. Lege mich da irgendwo hin, schaue auf's mehr (das glitzert Nachts so schön ) und knacke dann da irgendwann ein und am nächsten Tag ist der Kopf wieder frei,... die Probleme sind weg, vergessen, begraben.

Auch bei Familie & Freunden, die einen besuchen kommen (ich habe bestimmt 3x im Jahr Besuch) merke ich immer, dass diese viel relaxter nach Hause fahren, als sie angekommen sind.
Mag sein, dass das nur ein paar Wochen anhält,   aber vielleicht genug, um "nicht mehr runterspringen" zu wollen.
Antworten
obgicou:

@Katjuscha

2
07.01.09 12:51
die meißten Banküberfälle gibt es vor Weihnachten, weil viele versuchen an Geld für Geschenke zu kommen.
die meißten Selbstmorde nach Weihnachten, weil viele erkannt haben, daß Geschenke allein nicht glücklich machen.
Antworten
Katjuscha:

Titus, das brauchst du mir alles nicht zu erzählen

2
07.01.09 12:56
Ich bin ja nicht selbstmordgefährdet.

Aber du stellst dir das aus deiner Sichtweise eines gesunden Menschen ziemlich einfach vor. Ich hab mich mit dem Thema aus persönlichen Gründen relativ lange befassen müssen, und glaub mir einfach mal, dass diesen Menschen auch keine Urlaube in toller Umgebung helfen oder kurzer Abstand vom Beruf allgemein. Ich bezweifel im übrigen ganz stark, dass sich Merckle nur aus finanziellen Gründen umgebracht hat. Da wird der Stolz eine viel größere Rolle gespielt haben. Aber es würde jetzt zu weit führen, dass weiter auszuführen.
- Arbeit versaut das ganze Leben -

Copyright: biergott
Antworten
diluca:

TITUS

 
07.01.09 13:30
bier ist keine lösung ! Beste beispiel :siehe obdachlosen im Grossstadtvorort berlin.
Antworten
kleinerschatz:

Titus dürfen es auch Juwelen sein?

 
07.01.09 14:39
Madoff verschickt Juwelen per Post
06. Jan 14:25



Der mutmaßliche Milliarden-Betrüger Madoff muss womöglich doch in Untersuchungshaft. Er hat gegen Kautionsauflagen verstoßen.

Dem früheren Börsenchef Bernard Madoff, der seit Dezember in seinem Luxus-Appartement in Manhattan unter Hausarrest steht, droht nun doch Untersuchungshaft. Der mutmaßliche Milliarden-Betrüger habe Uhren, Schmuck und andere Wertgegenstände an seinen Bruder, seine Söhne und an ein befreundetes Paar in Florida geschickt, berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag unter Berufung auf Ermittler.


Staatsanwalt Marc Litt stellte daraufhin beim zuständigen Gericht einen Antrag auf Untersuchungshaft. Madoff habe gegen die Kautionsauflagen verstoßen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass dies noch einmal geschieht, warnte Litt. Die beiden Söhne Andrew und Mark hätten drei Pakete mit wertvollen Uhren und Juwelen, aber auch wertlosen Dingen wie Manschettenknöpfe und Fäustlinge erhalten. Die verschickten Gegenstände belaufen sich auf einen Gesamtwert von etwa einer Million Dollar.


Entscheidung erst in wenigen Tagen

Im Zuge des Verzichts auf Untersuchungshaft hatte das zuständige Gericht das Einfrieren von Madoffs Vermögenswerten verfügt. Der zuständige Richter Ronald Ellis lehnte dem «Wall Street Journal» eine umgehende Inhaftierung des früheren Chefs der US-Technologiebörse Nasdaq ab. Ellis will erst in einigen Tagen über den Antrag der Anklage entscheiden: Bis Mittwoch sollen sich die beiden Parteien schriftlich zu den Vorwürfen äußern.

Der 70-Jährige Madoff hatte seinen Opfern jahrzehntelang beständig hohe Gewinne versprochen, die er in Wirklichkeit gar nicht erzielt haben soll. An die Investoren schüttete er stattdessen Geld aus, das er von immer neuen Anlegern bekam. Über dieses Schneeballsystem veruntreute Madoff 50 Milliarden Dollar an Kundengeldern.

Er war am 11. Dezember festgenommen und gegen zehn Millionen Dollar Kaution unter Hausarrest gestellt worden. Den Betrug hat er kürzlich gestanden. Wie das «Wall Street Journal» schreibt, versäumte es die US-Börsenaufsicht SEC, ihm trotz vieler Hinweise und acht Prüfungen binnen 16 Jahren Unregelmäßigkeiten nachzuweisen. Sie will nun intern untersuchen, inwieweit sie versagt hat. Mit dieser Frage befasste sich auch eine Anhörung in dem für Finanzdienstleistungen zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses. Dort sicherte SEC-Chefprüfer David Kotz denn auch eine schonungslose Untersuchung des Verhaltens der Behörde zu. Die Ermittlungen seien im Gange, und er könne versprechen, dass sie unabhängig und so hart sein würden wie nötig.
Antworten
kleinerschatz:

Titus Temperatur angenehm warm?

 
07.01.09 14:44
Mal an alle Investoren, die Lust haben von der Brücke zu springen:

ich wohne auf so einem Südseeinselchen (da wo der Pfeffer wächst, irgendwo im Indischen Ozean).
Schickt mir eine PN, irgendwo kratzt ihr doch noch so 2 Tausender zusammen, (Stereoanlage verkauft, PC beim Pfandleihhaus abgeben... )... und kauft Euch ein Ticket.
... und düst mal eben ab.

Runde Angeln: (Angelschein erforderlich????)
Antworten
schlauerfuchs:

Erbschaftsteuer

2
07.01.09 14:54
Kann es sein, dass Merckle bis zum Schluss kühl gerechnet hat?
Im FTD-Artikel aus #86 heißt es:
"Hinsichtlich der Steuerhöhe gelten seit wenigen Tagen neue Regeln: Anfang des Jahres trat die Erbschaftsteuerreform in Kraft. Nach der Neuregelung sinkt die Erbschaftsteuerlast bei Kapital- und Personengesellschaften. 85 Prozent des unternehmerischen Vermögens unterliegen unter bestimmten Bedingungen nicht mehr der Erbschaftsteuerpflicht, statt wie vorher 65 - eine deutliche Entlastung für die Erben."
Antworten
Titus:

ja, so 30GradC

 
07.01.09 14:56
Ja, katjuscha, Bier ist keine Lösung, das stimmt.
Ich trinke trotzdem gerne mal 2-3 Flaschen.  Am liebsten, wenn ich über's Meer schauen kann
(zur Not geht auch der Ausblick auf ein paar Tangas).

@Kleinerschatz - Madoff hat mich gerade angerufen. Er muss aber noch warten, bis der Staatsanwalt seinen Hausarrest aufhebt, dann kommt er.

Zu Deiner Frage: So 30-33°C haben wir im Moment - fast schon zu warm.  Aber ist halt Sommer, geht auch vorbei, und ich wohne in 300 m Höhe über NN, also ein wenig kühler ist es schon bei mir zu Hause (ca. 3° weniger)
Antworten
kleinerschatz:

Titus- Madoff hat mich gerade angerufen

 
07.01.09 15:04
wollt Ihr neue Pläne schmieden hört sich alles gut an.

Zu Deiner Frage: So 30-33C haben wir im Moment - fast schon zu warm.  Aber ist halt Sommer, geht auch vorbei, und ich wohne in 300 m Höhe über NN, also ein wenig kühler ist es schon bei mir zu Hause.

Einfach phantastisch.
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#97

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#98

toni.maccaroni:

das is der beweis Short ist Mord

 
07.01.09 15:55
Jegliche Postings von, Börsen-News-Lettern-Firmendaten-Rankings etc.

wird mit aussperrung entgegen gewirkt!

gilt auch für Leute die schneller schreiben wie lesen...
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metropolis:

ratiopharm wird verkauft

3
07.01.09 16:02
Nun wissen wir genaueres: Offensichlich hat Merckle vorgestern die Verträge für seine faktische Entmachtung unterzeichnet und ist gleich anschließend vor den Zug gesprungen. Vermutlich seine Art, des "Kaptain geht als letzter von Bord"-Grundsatzes, nachdem sein Nachlass geregelt war. Der Abschiedsbrief legt nahe, dass er alles geplant hatte.

Mir fehlen die Worte...
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metropolis:

Zusammenfassung im Video

 
07.01.09 19:20
www.spiegel.de/video/video-45706.html
Antworten
kleinerschatz:

Dow Jones Verkaufsignal 8,831.19 183.91 -2.04%)

 
07.01.09 19:24
Adolf Merckle begeht Selbstmord 209081
Antworten
cv80:

@schatz:

 
07.01.09 19:26
Falscher Thread??

Gruss
CHRIS
Antworten
kleinerschatz:

cv80 ja Du hast Recht ich wollte bloß keinen Put

 
07.01.09 19:28
auffahren Entschuldigung.
Antworten
Gilliard:

Ohnmacht

5
07.01.09 19:41
Hier haben eine ganze Menge Leute überhaupt keine Ahnung!
Da wird über Dinge diskutiert nur des Geschwätzes wegen.
Was dieser Mann in seinem Leben alles geleistet hat und wie er in den letzten Wochen durch den öffentlichen Kakao gezogen wurde. ......und die Banken? Die kriechen unter den Rettungsschirm, geben faule Kredite ab...
Der Steuerzahler darfs im schlimmsten Fall bezahlen!
Wer zieht die eigentlich zur Rechenschaft? Basel 2 der Todesstoß des deutschen Mittelstandes?

Vor Adolf Merckle ziehe ich jedenfalls den Hut! ....und eine Menge Leute aus seinen Unternehmen ebenso.
Dort war der Mensch noch etwas Wert. Ja, so etwas wie Wertvorstellungen gibt es noch!

Ackermann und Co sitzen fest im Sattel und wenn heute nicht mehr bei der Deutschen Bank, dann halt morgen bei UBS.
Antworten
kleinerschatz:

Tod des Großaktionärs Adolf Merckle

 
07.01.09 20:26
Nach dem gestrigen Schock um den Tod des Großaktionärs Adolf Merckle zogen HeidelbergCement im MDAX um 5,3 Prozent an. Auf der anderen Seite brachen Arcandor um rund 17 Prozent ein. Im SDAX verloren Air Berlin nach anfänglichen Gewinnen über 7 Prozent.
Antworten
kleinerschatz:

Das ist aber schon so ein kleiner Put-Thread

 
07.01.09 20:30
Antworten
kleinerschatz:

Grete Schickedanz Lädle wird abgewickelt

2
07.01.09 20:37
Grete Schickedanz’ «Lädle» wird abgewickelt



HERSBRUCK - Nach 62 Jahren ist die Geschichte des Schickedanz-Kaufhauses in Hersbruck an ihrem Ende angekommen. 55 von 65 Mitarbeitern sollen gehen. Ein lange Zeit familiär geführtes Unternehmen wird nach moderner Konzernmanier abgewickelt.

Der kalte Wind, der allerorten durch die Arbeitswelt weht, den kannten die rund 65 Beschäftigten im Hersbrucker Schickedanz-Kaufhaus nur aus dem Fernsehen und aus der Zeitung. «Als das bei der AEG passiert ist, da hab ich mir noch gesagt, so was gibt’s bei uns nie«, erzählt ein Verkäufer, der seit 29 Jahren im Quelle-Warenhaus arbeitet. Vor genau drei Jahren war das. Und der Hersbrucker kann sich gut erinnern, wie wütend ihn damals die kaltschnäuzige Schließung des Nürnberger AEG-Werks und der Rauswurf von 1700 Beschäftigten machte.

Suche wird schwierig

Jetzt sitzt der Mittvierziger gemeinsam mit knapp 50 Kollegen in der Vereinsgaststätte des SV Hohenstadt und lässt sich von dem aus Nürnberg angereisten ver.di-Sekretär Johann Rösch und einem Rechtsanwalt skizzieren, welche recht begrenzten Wahlmöglichkeiten er beim eigenen Rauswurf vom Arbeitsplatz noch hat. Aufhebungsvertrag, Abfindungszahlung, Sprinter-Prämie, Transfergesellschaft – mit einer Mischung aus Wut, Verzweiflung und Fatalismus versucht jeder Betroffene im groben Rahmen, den der Sozialplan und die ausgehandelten Zusatzvereinbarungen vorgeben, den für ihn besten Weg zu finden. Für die allermeisten ist es so oder so der Weg in die Arbeitslosigkeit. Ihr Kaufhaus wird es ab Herbst nächsten Jahres nicht mehr geben, und die Suche nach einer neuen Stelle im Einzelhandel wird schwierig werden.

Natürlich hatten die Beschäftigten in der mittelfränkischen Kleinstadt mitbekommen, wie sich auch in ihrem Unternehmen die Verhältnisse in den vergangenen Jahren grundlegend veränderten. Von der familiären Atmosphäre, die einst Grete Schickedanz in ihrem «Lädle« verbreitet hatte, war nicht mehr viel übrig geblieben. Nach dem Krieg hatten Grete und Gustav Schickedanz, bevor sie in Fürth ihr Quelle-Versandhaus wieder aufbauen durften, in Hersbruck recht klein mit einem Textilladen neu begonnen. Daraus entstand im Lauf der Jahre ein Kaufhaus, zu dessen Mitarbeitern die Seniorchefin bis zuletzt ein inniges Verhältnis pflegte.

«Wir waren naiv«

Auch die Erbin Madeleine Schickedanz hat noch einen Wohnsitz in Hersbruck. Doch sie hält sich nicht mehr oft hier auf. Und im Kaufhaus war die inzwischen 65-jährige Milliardärin so gut wie nie. «Ein einziges Mal habe ich sie in 18 Jahren gesehen«, erzählt eine Verkäuferin und Betriebsrätin. «Es war naiv von uns zu glauben, sie hätte ein Interesse an uns.«

Lange gab es freilich Grund zu solcher Hoffnung. Noch Anfang des Jahres hatte Madeleine Schickedanz verkündet, sie halte an Plänen für die Errichtung eines neuen Hauses mit dem schicken Namen «Schickedanz-Arkaden« fest. Dass in der Provinz damit wohl kaum noch das große Geld zu verdienen war, ahnten alle. Aber man glaubte an die Kraft der alten Bindung zum traditionsreichen Standort Hersbruck und ein wenig auch an so etwas wie unternehmerisches Verantwortungsbewusstsein.

Vor 20 Tagen kam dann die überraschende Nachricht, dass es vorbei sei mit den Plänen. Ein Internet-Kaufhaus mit nur noch zehn Beschäftigten soll auf einer einzigen Etage des alten Hauses bleiben, mehr nicht. Welches Konzept sich hinter diesem in Bielefeld erstmals erprobten «begehbaren Katalog« wirklich verbirgt, weiß in Hersbruck niemand so richtig. Und ob es ein zukunftsfähiges ist, erst recht nicht.

Keiner übernimmt Verantwortung

Man wäre unter den Mitarbeitern ja schon froh, wenn man wenigstens wüsste, wem man denn nun eigentlich die unerfreuliche Wende und das vorläufige berufliche Aus zu verdanken hat. Die Familie von Madeleine Schickedanz und die hohen Herren im Quelle-Konzern schieben sich die Verantwortung gegenseitig zu.

Aber, was heißt schon Quelle-Konzern. Karstadt-Quelle, Arcandor, Primondo, die Namen des Unternehmensdaches, unter dem sich die Hersbrucker Beschäftigten mal ganz sicher gefühlt hatten, wurden immer fantasievoller, die Verhältnisse immer undurchsichtiger, die Finanzsituation immer prekärer.

Jetzt, so spüren die Mitarbeiter, sollen sie möglichst schnell von den Lohnlisten verschwinden. Wer bis Ende März einen Auflösungsvertrag unterschreibt, bekommt 30 Prozent «Sprinter-Prämie« zusätzlich zur Abfindung. Die Personalchefs, erzählt man, machen gehörig Druck. Und selbst die Hersbrucker Betriebsräte haben Mühe, die Details des Sozialvertrags und seiner Ergänzungen zu verstehen. Ausgehandelt hat das Werk der Gesamtbetriebsrat des Konzerns.

Es ist vorbei

Und auch auf Arbeitnehmerseite funktioniert offenkundig der Informationsfluss innerhalb der modernen Großstrukturen nicht sehr gut. Auch dass der ver.di-Mann erst nach 19 Tagen zu ihnen gefunden hat, können viele der Kaufhaus-Beschäftigten nicht verstehen. Aber nach zweieinhalb Stunden wissen sie eines: Es ist vorbei
Antworten
kleinerschatz:

Im Ratiopharm-Werk in Ulm blasse Gesichter

 
07.01.09 20:42
Im Ratiopharm-Werk in Ulm blasse Gesichter

Als die Nachricht durch Deutschland ging, dass der Firmengründer des Generikaherstellers Adolf Merckle sich das Leben genommen hat, war im Ratiopharm-Werk in Ulm wie überall im Land Feiertag. Heilige Drei Könige. An diesem Mittwoch geht das Geschäft am Hauptsitz bei Ulm - einen Tag nach der schockierenden Nachricht - einfach weiter. Lastwagen stauen sich auf dem Gelände mit den riesigen grauen Hallen und den modernen Bürogebäuden. In der Mittagszeit können Besucher am Anmeldetresen die Mitarbeiter beobachten, die hinter einer riesigen Glasfront in die Kantine strömen. Scheinbar wird geplaudert und gescherzt wie immer.

Auch der Pressesprecher will nicht groß zitiert werden, er kommt auf Anfrage herbeigeeilt, blass, eine frisch gedruckte Pressemeldung in der Hand. "Mit größter Bestürzung haben die Geschäftsführung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ratiopharm Gruppe gestern vom Tod Adolf Merckles erfahren", steht da. Was soll man auch sonst sagen? Wie es weitergeht? Das weiß auch von den Mitarbeitern wohl niemand so genau. Von der Geschäftsleitung erfahre man derzeit nicht viel mehr, als ohnehin schon in der Presse stehe, sagt einer. "Ich weiß nicht mehr als Sie."

Trauer am Sitz der HeidelbergerCement

Nicht viel anders sieht es in Heidelberg aus, dem Sitz des zweiten Merckle-Schwergewichts HeidelbergerCement . Der aschgraue Betonblock mit dem grünen Firmenlogo reckt sich in den stahlblauen Himmel. Die markanten Stein-Skulpturen vor der weitläufigen Anlage in der Berliner Straße sind schneebedeckt. Bei arktischen Temperaturen von minus 15 Grad traut sich kaum jemand vor die Tür.
Antworten
LeoF1:

@ 105: was die Banken

 
07.01.09 20:47
für Merckle hätten tun können: ihm vor zwei Jahren keinen Cent für Hanson geben und die Transaktion verbieten.

Wie glaubst Du, hätten er & Scheifele reagiert?
Antworten
FDSA:

@108 traurig...

 
07.01.09 20:54
Antworten
Börsenbabsi:

Und wer denkt....

 
07.01.09 20:58
....an den armen Lokomotivführer. Der hat ein trauma für´s Leben. Schmeißt sich der Merckle einfach vor den Zug.
Antworten
metropolis:

Babsi

 
07.01.09 21:13
Das ist wohl Berufsrisiko. Vor Jahren ist hier mal in der Gegend ein Lokführer in ne Herde Kühe gerast. War ne Riesensauerei und dem Lokführer ging's hinterher auch nicht besser. Vielleicht tröstet ihn, dass Merckle sich freiwillig auf die Schienen stellte und es ihn daher nur zufällig traf.
Antworten
Börsenbabsi:

Soldaten haben auch...........

 
07.01.09 21:23
.....ein Berufsrisiko, Menschen umzubringen. Traumatisiert sind die häufig trotzdem.
Antworten
kleinerschatz:

FDSA war aber vorhersehbar ich habe schon vor

 
07.01.09 21:53
3 Jahren zu meinen Freund gesagt in Amerika wird eine Hypothekenblase platzen.

Die Kettenreaktion konnte ich noch nicht erkennen die sehen wir jetzt.
Antworten
kleinerschatz:

FDSA der Einzelhandel hat am meisten zu leiden

 
07.01.09 21:56
was überleben wird ist die Dienstleistung.
Antworten
LeoF1:

Merckles Selbstmord

5
07.01.09 22:39
Ich könnte mir vorstellen, daß es sehr, sehr schwierig ist, seiner Familie, vor allem den Söhnen, die man nie volltauglich befand, gegenübertreten zu müssen, um einzuräumen, daß jetzt im Grunde vermutlich alles weg sein wird, auch das von den eigenen Vorfahren Übernommene.

Für mich ist unfaßbar, daß Merckle den Kauf von Hanson überteuert auf dem Konjunkturhöhepunkt (ganz gegen seine bisherige Vorgehensweise) und auf Pump getätigt hat bzw., was ich eher glaube, sich dazu überreden ließ. Für solche Dimensionen braucht man erheblich mehr Expertise, als ihm sein kleiner Kreis Getreuer bieten konnte. Schon die Übernahme der bis dato von den Banken gehaltenen Heidelberg Cement-Anteile im Zuge der Entflechtung der Deutschland AG war ein Vabanquespiel gewesen. Während Ratiopharm und der Pharmagroßhandel in Jahrzehnten aufgebaut wurden, konnte es beim Schmieden eines der größten Baustoffherstellers nicht schnell genug gehen, was sich eigentlich nur erklären läßt, daß ihn mit fortschreitender Lebensdauer die Tatsache der Befristetheit menschlichen Lebens bewußt oder unbewußt unter Druck gesetzt hatte.

Ich nehme an, daß ihm jetzt klar war, daß in einer Weltwirtschaftskrise alle Finanzierungskalkulationen einer solchen Übernahme Makulatur sind und er Ratiopharm, Heidelberg Cement und Phoenix, also fast alles, verloren hat.

LeoF
Antworten
kleinerschatz:

LeoF1 wenn der Calculator ausfällt bricht das

 
08.01.09 16:52
Imperium zusammen.

"Ist mir alles klar"
Antworten
kleinerschatz:

So könnte das Merckle-Imperium filetiert werden

 
08.01.09 17:00
So könnte das Merckle-Imperium filetiert werden

8. Januar 2009, 14:10 Uhr

Nach dem Selbstmord Adolf Merckles wird die vom Ruin bedrohte Firmengruppe saniert. Der Verkauf des Pharma-Konzerns Ratiopharm steht fest. Weitere Bausteine des Imperiums, darunter der Baukonzern HeidelbergCement und der Pharmahändler Phoenix könnten nun herausgebrochen werden.



Unfassbarer Tod: An dieser Stelle brachte sich der Milliardär Adolf Merckle um. Sein Firmenimperium war ins Wanken geraten, hoch verschuldet. Mitarbeiter stellen eine Kerze auf und beten an den Bahngleisen...


Nach dem beschlossenen Verkauf des Pharmakonzerns Ratiopharm ist eine Veräußerung der Merckle-Anteile am Baustoffhersteller HeidelbergCement noch nicht vom Tisch. „Das ist Teil des gesamten Sanierungskonzepts“, sagte ein Sprecher von Merckles VEM Vermögensverwaltung in Ulm. Allerdings sei dies nicht Bedingung für den Erhalt des dringend benötigten Überbrückungskredits gewesen.



Zuvor hatten sich die rund 30 Gläubigerbanken mit der Merckle-Gruppe auf den Ratiopharm-Verkauf und damit auf eine Zerschlagung des Firmengeflechts geeinigt. Mehrere Banken stellten der Merckle-Gruppe einen dringend benötigten Überbrückungskredit bereit, der sich auf rund 400 Millionen Euro beläuft. Mit dem Geld kann VEM einen kurzfristigen Liquiditätsengpass abwenden und gewinnt somit Zeit bei Sanierung und Umschuldung.

Dadurch wurden die finanziell ins Wanken geratenen Unternehmen, die zusammen rund 100.000 Menschen beschäftigen, zwei Tage nach dem Selbstmord des Gründers Adolf Merckle (74) gerettet. Außerdem muss Merckles Sohn Ludwig als Geschäftsführer von VEM seinen Hut nehmen.


Das Merckle-Reich

Adolf Merckle kontrollierte ein gewaltiges Firmengeflecht. Herzstück die Holding VEM in Dresden. HeidelbergCement, der Generikahersteller Ratiopharm, der Pharmagroßhändler Phoenix und Spezialfahrzeughersteller Kässbohrer (Pistenbullys) gehören zu den größten Beteiligungen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern.

Die Firmentöchter hatten Probleme: Bei Ratiopharm verpasste Merckle den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf. Die Belieferung von Apotheken glich in der Vergangenheit einer Lizenz zum Gelddrucken. Doch die Margen sinken. Der deutsche Marktführer bei Baustoffen, Heidelcement, ist nach der Übernahme des Konkurrenten Hanson mit zwölf Milliarden Euro verschuldet. Eine Folge: Kursverluste an der Börse.

Zur Merckle-Gruppe gehören neben Ratiopharm und HeidelbergCement der Pharmagroßhändler Phoenix sowie rund 100 weitere Unternehmen. Der Generika-Hersteller Ratiopharm soll wegen des derzeit ungünstigen Marktumfeldes jedoch nicht schon 2009 veräußert werden.

Als Käufer käme etwa ein Pharmaproduzent aus dem Ausland in Betracht, der sich im deutschen Markt verstärken will, hieß es im Umfeld der Firmengruppe laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa.

Über zusätzliche Veräußerungen sei aber noch nicht entschieden, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. „Das ist Verhandlungssache“, zitierte Reuters einen namentlich nicht genannten Banker. Zunächst soll in den nächsten Monaten ein Sanierungsgutachten erstellt werden, das unter anderem den Wert der Beteiligungen ermittele.

Möglich sei, dass mit einem Verkauf von Ratiopharm bereits genügend Mittel bereitstünden, so dass weitere Verkäufe nicht mehr nötig seien, habe ein Insider berichtet.

Die britische Tageszeitung „Times“ berichtete dagegen in ihrer Online-Ausgabe, dass sich die Familie des verstorbenen Pharma-Unternehmers Adolf Merckle auf Druck der Banken auch von dem Pharmahändler Phoenix trennen müsse. Der Verkauf von Phoenix bis Jahresende sei eine der Kreditbedingungen der Banken.

Zu der europaweit aktiven Phoenix-Gruppe gehöre in Großbritannien auch die Apothekenkette Rowlands. Insgesamt werde die in Mannheim ansässige Phoenix-Gruppe mit sechs Milliarden Euro bewertet. Phoenix kam 2007/2008 mit rund 22.000 Beschäftigten auf einen Umsatz von etwa 22 Milliarden Euro. Die Sprecherin der Merckle-Vermögensverwaltung VEM lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.


Aktienkurs von Heidelbergcement Als mögliche Käufer von Ratiopharm wurden bereits die israelische Teva Pharmaceuticals, der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis, der amerikanische Generikahersteller Watson, GlaxoSmithKline und der drittgrößte japanische Pharmakonzern DaiichiSankyo gehandelt.

Den Ratiopharm-Verkauf soll ein Treuhänder organisieren. Die Gläubigerbanken und die Merckle-Gruppe müssten sich noch auf einen Treuhänder einigen, sagte der VEM-Sprecher.

Eine Benennung werde nicht vor der Bewertung des Unternehmens geschehen. Bei VEM bleibt nach dem Tod von Adolf Merckle und dem Ausscheiden von Ludwig Merckle zunächst Ratiopharm-Finanzchefin Susanne Frieß allein Geschäftsführerin.



Adolf Merckle hatte sich am Abend des 5. Januar vor einen Regionalzug geworden und sich so das Leben genommen. Zuvor hatte der Firmengründer die Einigung mit den Banken noch unterschrieben. Seiner Familie zufolge hatte er es nicht verkraftet, die Kontrolle über sein Firmenimperium zu verlieren.

Die Trauerfeier ist für den 12. Januar um 13 Uhr geplant. Dann soll es einen Gottesdienst in der Stadtkirche seines Heimatortes Blaubeuren geben, sagte der VEM-Sprecher. Die Beisetzung solle später im engsten Familienkreis stattfinden.


Adolf Merckle Selbstmord Ratiopharm HeidelbergCement Phoenix Firmengruppe Zerschlagung VEM Ulm Die Staatsanwaltschaft gab mittlerweile die sterblichen Überreste des Unternehmers frei. Die DNA-Analyse liege vor, die Identität sei bestätigt, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Zieher.
Antworten
kleinerschatz:

LeoF1 und da kommen noch mehr Freitode

 
08.01.09 17:04
Diese Rechnung konnte eigentlich nur aufgehen solange die Börse steigt.
Antworten
kleinerschatz:

Commerzbank braucht 10 Mrd EUR Eigenkapital

 
08.01.09 17:08
08.01.2009 15:57
Commerzbank braucht 10 Mrd EUR Eigenkapital

Die Commerzbank AG braucht nach Informationen der "Financial Times Deutschland" zusätzlich 10 Mrd EUR an frischem Eigenkapital vom staatlichen Rettungsfonds SoFFin. Das Frankfurter Institut wolle alle Risiken absichern, die durch die 5 Mrd EUR teure Übernahme der Dresdner Bank drohten, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD - Freitagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise. In den Büchern der Dresdner schlummerten noch Milliardenrisiken durch ausfallgefährdete Wertpapiere.

Die Commerzbank ist bis jetzt die einzige Bank, die Eigenkapital vom SoFFin erhalten hat. 2008 hatte der SoFFin der Commerzbank über eine stille Einlage bereits 8,2 Mrd EUR zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Eigenkapitalquote stärken kann. Mit den zusätzlichen Mitteln käme das Institut nun auf 18,2 Mrd EUR.

Zusätzlich übernimmt laut FTD die Dresdner-Mutter Allianz ausfallgefährdete Risikopapiere ihrer Banktochter in Höhe von 1,8 Mrd EUR. Das sei das Ergebnis von Gesprächen zwischen SoFFin, Commerzbank und Allianz, schreibt die Zeitung.

Die SoFFin, die Commerzbank und die Allianz wollten keine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben. Die Dresdner Bank war für eine Stellungnahme nicht unmittelbar erreichbar.



www.commerzbank.de
Antworten
kleinerschatz:

Commerzbank belastet Dax schwer

 
08.01.09 17:14
Commerzbank belastet Dax schwer

von Hanna Grabbe und Elisabeth Atzler (Frankfurt)

Die Unsicherheit an den Börsen greift wieder um sich: Der Dax gab seine Gewinne vom Jahresbeginn komplett wieder ab. Commerzbank-Papiere brachen wegen eines höheren Kapitalbedarfs ein - und auch aus den USA kamen keine guten Nachrichten.

Der Dax hat seine Verluste am Nachmittag ausgebaut: Der deutsche Leitindex verlor gut 2 % oder rund 100 Zähler auf 4837 Punkte. Die Verluste am Mittwoch und Donnerstag haben den Dax damit wieder auf das Niveau vom Jahresende 2008 zurückgeworfen und Hoffnungen auf Besserung am Aktienmarkt zunichte gemacht.

Der europäische Stoxx 50 sank um 1,4 %. Der Pariser CAC 40 und der FTSE 100 in London büßten 1,4 % und 1,5 % ein. Investoren fürchten auch weitere Kursverluste in den USA, wo die Börsen am Vortag deutlich gefallen waren. Der S&P-Future lag kurz vor Börsenstart in New York 0,9 % im Minus.

Neben schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland - die Aufträge für die Industrie gaben im November stark nach - sorgte der US-Einzelhandelskonzern Wal-Mart für Abwärtsdruck. Wal-Marts Umsätze fielen im Dezember enttäuschend schwach aus.

Die Senkung des Leitzinses der Bank of England um einen halben Prozentpunkt auf 1,5 % beeindruckte die Investoren hingegen kaum. Die Entscheidung war Aktienhändlern zufolge bereits so erwartet worden. Die Zinsen im Vereinigten Königreich erreichten ein historisches Tief. Selbst während der Großen Depression in den 1930er Jahren war der Leitzins nur bis auf 2 % gefallen.


Im Dax trennten sich Anleger besonders von Finanzaktien: Die Aktien der Commerzbank gaben 17 % nach, obwohl die staatlich garantierte Anleihe des Instituts am Donnerstag auf rege Nachfrage stieß. Nach Informationen der FTD braucht das Institut dennoch weitere 10 Mrd. Euro aus dem staatlichen Rettungsfonds Soffin zur Stärkung der Kapitaldecke. Die Bank habe mit dem dreijährigen Bond 5 Mrd. Euro eingenommen, teilte der zu Thomson Reuters gehörende Marktanalysedienst IFR Markets am Donnerstag mit. Titel der Deutschen Bank sanken um 5,2 %.

Die Verhandlungen über erneute staatliche Hilfen für die angeschlagene Allianz-Tochter Dresdner Bank laufen. Laut FTD-Informationen hat die Dresdner Top-Priorität für den Rettungsfonds. Allerdings stünden einem Abschluss im Januar hohe Bestände an illiquiden und von Abschreibung bedrohten Wertpapieren sowohl bei der Dresdner als auch bei der Commerzbank im Weg. Die Allianz-Aktie büßte 4,6 % ein. Auch die Deutsche Postbank musste Verluste hinnehmen, nachdem Analysten von UBS ihr Kursziel von 44,50 Euro auf 16,50 gesenkt hatten. Die Aktie verlor 3,8 % auf 15,09 Euro.
Antworten
kleinerschatz:

Adolf Merckle hatte sein eigenes Pyramidenspiel

 
08.01.09 17:20
bis keiner mehr einzahlte.

Merckle hatte wochenlang mit seinen 30 Gläubigerbanken über einen
Überbrückungskredit verhandelt. Fehlspekulationen mit Volkswagen-Aktien sollen
Merckle in Finanznöte gebracht haben. Die Unternehmerfamilie hatte laut
Medienberichten eingeräumt, sich mit VW-Aktien verspekuliert und dabei einen
"niedrigen dreistelligen Millionenbetrag" verloren zu haben.
Antworten
kleinerschatz:

Keine Gewinne, keine Dividenden Lage der Autobranc

 
08.01.09 17:25
Autoabsatzzahlen fallen weltweit in den Keller

Die Talfahrt der weltweiten Autobranche geht ungebremst weiter. Die Vereinigten Staaten, Frankreich und Japan meldeten für Dezember dramatische Absatzeinbrüche. Auf dem weltgrößten Automarkt Vereinigten Staaten büßten die heimischen
Platzhirsche, Branchenprimus Toyota und BMW, besonders stark ein. Die übrigen deutschen Hersteller schlugen sich besser, erlitten aber ebenfalls Verluste. Opel erklärte am Montag, die Kundschaft künftig mit umfassenden Preissenkungen zu locken. Für Europa sehen Analysten aber auch 2009 schwarz - und rechnen mit weiteren Absatzrückgängen von rund 15 Prozent.

„Keine Gewinne, keine Dividenden - das wird wahrscheinlich die Lage der Autobranche 2009 sein“, schrieben Analysten der Citigroup. 2008 erlebte Spanien mit minus 28 Prozent den größten Einbruch. In Italien sanken die Verkäufe um 13 Prozent, in Frankreich - auch dank einer staatlichen Abwrackprämie für Altautos - nur um 0,7 Prozent. In Deutschland rechnete der Autoverband VDA zuletzt mit einem Rückgang von knapp 0,2 Prozent auf 3,1 Millionen Pkws. Experten fürchten aber, dass die für Dienstag erwarteten Zahlen schlechter ausfallen könnten. 2009 geht der VDA nur noch von 2,9 Millionen Autos aus.

In den Vereinigten Staaten erlitt Chrysler im Dezember mit einem Absatzminus von 53 Prozent den größten Einbruch. Der größte amerikanischen Hersteller General Motors verlor 31 Prozent, Nummer zwei Ford 32 Prozent. Der lange erfolgsverwöhnte Branchenführer Toyota verzeichnete ein Minus von 37 Prozent. Im Gesamtjahr schrumpften die amerikanischen Absätze bei Chrysler um 30 Prozent, bei GM um 23 Prozent, bei Ford um 20 Prozent und bei Toyota um 16 Prozent.

Unter den deutschen Herstellern, die in den Vereinigten Staaten nur Nischenanbieter sind, war Porsche 2008 der größte Verlierer. Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche litt besonders unter den gestiegenen Benzinpreisen und verzeichnete einen Absatzrückgang von gut einem Viertel. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte mehrfach beteuert, lieber weniger Autos zu verkaufen als Preise zu senken.

Der Münchner Autobauer BMW verzeichnete 2008 ein Minus von 9,7 Prozent. Im Dezember brach der Absatz der Marken BMW und Mini um 35,9 Prozent ein. Bei Volkswagen betrug das Minus 2008 3,2 Prozent und im Dezember 14,4 Prozent. „Wir haben fünf neue Modelle auf den Markt gebracht, mit denen wir uns gegen den wirtschaftlichen Abschwung stemmen konnten“, sagte Vertriebschef Mark Barnes. Die VW-Oberklassenmarke Audi verzeichnet 2008 ein Minus von 6,1 Prozent.
Antworten
kleinerschatz:

Deutsche Exporte brechen im November ein

 
08.01.09 17:30
Deutsche Exporte brechen im November ein

Im November 2007 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 19,4 Mrd EUR
betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im November 2008 der
Außenhandelsbilanzüberschuss bei 10,7 Mrd EUR.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (minus 0,4 Mrd EUR), Erwerbs- und
Vermögenseinkommen (plus 4,2 Mrd EUR), laufende Übertragungen (minus 3,7 Mrd
EUR) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (minus 1,2 Mrd EUR) schloss - nach
vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank - die Leistungsbilanz im
November 2008 mit einem Überschuss von 8,6 Milliarden EUR ab. Im November 2007
hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Überschuss von 19,7 Mrd EUR
ausgewiesen.

In den ersten elf Monaten des Jahres betrug der Wert der Ausfuhren 927,8 Mrd
EUR, während das Volumen der Einfuhren auf 758,8 Mrd EUR beziffert wurde.
Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum lagen die Exporte damit um 4,0%
höher. Die Importe stiegen um 7,3%. Der kumulierte Außenhandelsüberschuss belief
sich im Zeitraum Januar bis November auf 169,0 Mrd EUR, für die Leistungsbilanz
wurde ein Wert von plus 148,0 Mrd EUR ausgewiesen.

  Webseite: www.destatis.de
Antworten
Mr_Money:

Sind nur die Verluste Ursache für den Freitod?

 
09.01.09 08:00
Tragisch ist der Tod für die Familie. Jedoch wer jahrelang mit soviel Geld "spielt", muss auch mit dem Risiko hoher Verluste rechnen. Daher kann ich den Schritt nicht ganz verstehen. Als Unternehmer muss man doch die Risiken kennen. Vielleicht stecken neben den hohen Verlusten auch noch andere Ursachen hinter dem Tod. Man sollte darüber aber nicht spekulieren.
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