2. MARKTUMFELD / BOERSENAUSBLICK, KONJUNKTUR, MARKTBERICHT
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ENTSPANNUNGSTENDENZEN AUF GEOPOLITISCHER EBENE?
Anleger sollten weiter auf den Rohoelpreis achten, der immer noch
als Kontraindikator fuer den Aktienmarkt zu betrachten ist.
Steigt der Oelpreis erneut, koennen die Unternehmensergebnisse
noch so gut ausfallen. Dennoch betrachten wir das Aufwaertspoten-
tial des Oelpreises auf dem bereits avancierten Niveau als limi-
tiert - wenn nicht die Nahost-Krise weiter eskaliert, bspw. durch
Angriffe auf die israelische Nordgrenze. Bushs Aussenminister Po-
well muss vor Ort derzeit sein ganzes diplomatisches Geschick
aufwenden, um die Region vor einer totalen Eskalation zu bewah-
ren, dies scheint ihm jedoch zumindest ansatzweise zu gelingen.
TAGESGESCHAEFT HOFFENTLICH BALD WIEDER IM MITTELPUNKT
Politische Boersen haben zwar kurze Beine, dennoch koennen geopo-
litische Konflikte kurzfristig erhebliche Verwerfungen an den Ak-
tienmaerkten bedingen oder Kursanstiege temporaer verhindern, wie
Anleger in den letzten Monaten mehrfach erfahren mussten. Wie
aufgefuehrt, hoffen wir jedoch auf baldige Entspannungsanzeichen,
so dass die Unternehmensergebnisse und das TAGESGESCHAEFT wieder
in den Vordergrund ruecken sollten. Wir rechnen damit, dass die
meisten Unternehmen im Rahmen der Erwartungen darueber berichten
werden.
KONJUNKTURZAHLEN TOP & MARKTSENTIMENT VERBESSERT
WALL STREET AM DIENSTAG IN HAUSSE-STIMMUNG
Insgesamt haben sich die Aufwaertschancen der Aktienmaerkte auf
dem ermaessigten Kursniveau verbessert, insbesondere, wenn sich
die geopolitischen Entspannungstendenzen als nachhaltig erweisen
werden. Zum einen gibt es im Nahen Osten erste Entspannungsanzei-
chen, ferner scheint auch die Angst vor Zinserhoehungen in den
USA abzuklingen. So stiegen die am Dienstag veroeffentlichten
Konsumentenpreise mit 0,3% im Maerz zwar am staerksten seit 6 Mo-
naten, der Anstieg fiel jedoch weniger vehement als erwartet
(0,5%) aus.
Weitere US-Konjunkturzahlen verstaerkten die nach positiven Un-
ternehmensergebnissen ohnehin schon euphorische Marktstimmung am
Dienstag: Der staerkste Anstieg der Industrieproduktion seit
knapp 23 Monaten, eine hoeher als prognostizierte Kapazitaetsaus-
lastung der US-Fabriken und ein geringer als erwarteter Anstieg
der Einzelhandelspreise unterstuetzten die Haussestimmung.
Hierdurch verringerte sich an der Wall Street gleichzeitig die
Angst vor unmittelbar bevorstehenden Zinserhoehungen, da die In-
flation weiter unter Kontrolle zu sein scheint. Entsprechend po-
sitiv agierte der Aktienmarkt mit Unterstuetzung von positiven
Unternehmensergebnissen am Dienstag, der S&P 500 konnte die beste
Tagesperformance seit September 2001 aufweisen.
MARKTPSYCHOLOGIE
Interessante Erkenntnisse hinsichtlich der Marktpsychologie lie-
ferte gestern die von der Investmentbank Merrill Lynch regelmaes-
sig herausgegebene Umfragestudie unter Investmentfondsmanagern.
Diese zwischen dem 4. und dem 11. April unter 305 Fondsmanagern
durchgefuehrte Umfrage ergab, dass die meisten Institutionellen
(wohl aufgrund der langfristig positiven konjunkturellen Perspek-
tiven) derzeit stark investiert sind, sich aber nicht sonderlich
wohl dabei fuehlen, was sicherlich auf die angespannte geopoliti-
sche Lage sowie auf die Unklarheiten bezueglich der Nachhaltig-
keit der aktuellen Wirtschaftserholung zurueckzufuehren ist.
Wir sind der Meinung, dass sehr viele Marktteilnehmer in letzter
Zeit stark investiert waren, sich aufgrund der geopolitischen La-
ge und des gestiegenen Oelpreises, der die Konjunkturerholung be-
eintraechtigen koennte, aber sehr unwohl dabei fuehlten. Investo-
ren sollten hierbei jedoch beachten, dass die Kurse an den Ak-
tienmaerkten langfristig weder von fundamentalistischen Terroris-
ten noch von der in den palaestinensischen Fluechtlingslagern
wuetenden israelischen Armee gemacht werden, sondern sich an den
fundamentalen und makrooekonomischen Rahmendaten orientieren. Le-
sen Sie hierzu auch Menuepunkt 4.
Ferner zeigte der Merrill-Lynch-Report, dass Fondsmanager ueber-
wiegend den europaeischen Aktienmarkt favorisieren. Die Masse hat
zwar nicht immer recht, dennoch gibt diese Studie interessante
Einblicke in die Erwartungshaltung der Fondsmanager. In diesem
Fall hoffen wir natuerlich, dass die Mehrheit recht behaelt!
4. EMPFEHLUNGS-CHECK / Entwicklung vergangener Empfehlungen
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In der Rubrik "EMPFEHLUNGS-CHECK" dokumentieren wir die Entwick-
lung der letzten Empfehlungen. Leser haben somit die Moeglich-
keit, die Qualitaet unserer Anlagebeurteilungen fuer den jewei-
ligen Zeitraum schnell und transparent ablesen zu koennen (Kurse
Donnerstag)
Datum Titel Performance Datum Titel Performance
12.04. ALLIANZ + 2%
12.04. Allianz-Call + 1%
12.04. All.Irish Bank + 4%
04.04. Starbucks + 9% 08.03. AIXTRON - 10%
04.04. SBUX-Call * + 225% 27.02. DAX-Turbo-Z.* + 49%
04.04. STRATEC BIOMED. + 7% 27.02. WHIRLPOOL + 8%
27.03. METRO AG + 1% 27.02. HOME DEPOT - 4%
27.03. Best Choice W. - 4% 27.02. TYCO INT. + 2%
21.03. EURO/JPY-CALL* - 14% 27.02. STRATEC BIOMED. + 23%
14.03. FORBO AG (CHF) + 14% 21.02. HYPOVEREINSBANK + 22%
14.03. BIEN-HAUS + 10% 21.02. HVB-CALL * + 62%
14.03. eSPEED + 15% 21.02. CREATON VZ + 8%
08.03. STMICROELECTR. - 4% 14.02. JP MORGAN CHASE + 15%
08.03. Nat.SEMICONDUC. + 15% 14.02. JP MORGAN-CALL* + 35%
08.03. BASF + 2% 14.02. PULSION MEDICAL + 5%
14.02. STINNES AG + 13%
Werte, die den empfohlenen Stop-Loss-Kurs unterschreiten, ent-
fallen. In der letzten Woche fiel kein Wert unter unseren Stop-
Loss. Insgesamt wird deutlich, dass der durchschnittliche Per-
formance-Erfolg unserer Empfehlungen, hier ab dem Zeitraum
14.02.02 bis heute, auch bei grober Betrachtung sehr deutlich
ueber der DAX-Entwicklung liegt. Weiterhin ist es unser Ziel,
Werte zu empfehlen, die eine deutlich bessere Entwicklung als
der Gesamtmarkt aufweisen.
* Eine restriktive Limittechnik empfiehlt sich insbesondere bei
den Derivat- bzw. Optionsschein-Empfehlungen. Anleger muessen
verstehen, dass es sich bei Optionsschein-Engagements selten um
Investments handelt, sondern um hochspekulative und hochvolatile
Finanzinstrumente zur gezielten Nutzung temporaerer Marktchancen.
Wir empfehlen daher, Verluste streng zu limitieren und Gewinne
ebenfalls restriktiv abzusichern.
WATCHLIST (Stop-Buy-Empfehlungen)
Datum Titel RATING
21.03. SAP Stop Buy 180 Euro
27.03. Muenchener Rueck Stop Buy 301 Euro
04.04. E.ON Stop-Buy 60 Euro
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5. STRATEGIE / "There's a lot of cheap, solid stuff out there"
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Anleger sollten hin und wieder Abstand vom taeglichen Marktge-
schehen nehmen, insbesondere wenn nicht mehr das Tagesgeschaeft
die Boersenentwicklung praegt, sondern die geopolitische Lage,
oder die Maerkte von zu viel Euphorie oder Pessimismus beein-
flusst werden. Dies sind die Momente - wie bspw. im September
2001 oder in Anbetracht des Nahost-Konfliktes und steigender
Oelpreise - an denen sich Anleger zuruecklehnen muessen. Sie
muessen dann Abstand vom aktuellen, flukturierenden Marktgesche-
hen gewinnen, um mit rationaler Betrachtungsweise die sich bie-
tenden Chancen am Aktienmarkt zu erkennen.
Denn langfristig werden weder der Terrorismus noch temporaere
geopolitische Krisen die Kurse bestimmen. Durch externe Ereig-
nisse werden die Kurse zwar kurzfristig beeinflusst, bisweilen
sogar ganz erheblich, die damit einhergehende marktpsychologi-
sche Uebertreibung eroeffnet dem antizyklischen Anleger bei se-
lektiver Vorgehensweise jedoch eine Fuelle von gewinntraechtigen
Anlagemoeglichkeiten.
Dies gilt sowohl fuer die Gesamtmarktstimmung, als auch fuer
Nachrichten zu Einzelwerten. Einige Beispiele nachfolgend:
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6. IBM / Historische Einstiegschance nach Kurssturz
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IBM ist einer der weltweit fuehrenden Computerkonzerne mit soli-
dem Track-Record und unverwuestlicher Marktstellung. Die kuerz-
liche Gewinnwarnung traf den Aktienkurs hart, die Ankuendigung
einer SEC-Voruntersuchung (die inzwischen ergebnislos wieder
eingestellt wurde) traf den Kurs noch haerter. Anleger, die sich
die Muehe machen und die Situation bei IBM etwas genauer analy-
sieren, erkennen jedoch ihre Chance und lassen sich nicht vom
"Mainstream" blenden.
So wird demnaechst der IBM-Vorstand in neue Haende uebergeben.
Erfahrungsgemaess wird zuvor alles negative noch in die letzte
Bilanzperiode des alten Vorstandes hineingepackt, so dass der
neue Vorstand sein Amt unbelastet antreten kann. Wir gehen daher
davon aus, dass IBM bewusst tief gestapelt hat, um die reduzier-
ten Erwartungen im Jahresverlauf zu uebertreffen, was wie bekannt
eine nachhaltig positive psychologische Wirkung entfaltet und den
neuen Vorstand etabliert.
Ferner sollte beruecksichtigt werden, dass die angesprochene Ge-
winnwarnung die erste Ertragswarnung von IBM seit ueber 10 Jahren
war, waehrend viele Konkurrenten allein vergangenes Jahr drei mal
oder oefter ihre Ertragsprognosen revidieren mussten.
Durch die aufgefuehrten Ereignisse notiert die IBM-Aktie mit ei-
ner kleinen Ausnahme auf dem niedrigsten Kurs seit 1999. Die IBM-
Aktie notiert aktuell sogar unter den September-Tiefststaenden.
Vor dem aufgefuehrten Hintergrund erachten wir dies als einmalige
Kaufchance, denn die Umstaende, die den Kurssturz bedingten,
fuehrten nun ebenfalls zu einer fundamental historisch guenstigen
Bewertungsrelation der IBM-Aktie (03e-KGV 17, 03e-KUV 1,6).
Wir sind von den langfristig positiven Entwicklungsperspektiven
IBM's ueberzeugt. Diese Ansicht stuetzt sich jedoch nicht auf
kurzfristige Verfehlungen oder Verbesserung des EPS im niedrigen
einstelligen Cent-Bereich, sondern begruendet sich fundamental
auf die umfassende und langfristig gefestigte Marktstellung des
Konzerns:
Was hardwarefokussierte Computerkonzerne wie bspw. COMPAQ jahre-
lang verschlafen haben, hat IBM bereits sehr fruehzeitig begrif-
fen: Die Bedeutung des Software- und Servicegeschaeftes, sowie
die Marktchancen, die sich aus einer breitgefassten, komplemen-
taeren Produktpalette ergeben. Massgeblich traegt hierzu die
Softwaresparte bei: Auf IBM's Softwaresparte entfallen lediglich
15% des Umsatzes, dafuer generiert sie aber knapp 30% des Vor-
steuerergebnisses und ist gleichzeitig langfristiger Wachstums-
treiber der Hardware-Sparte.
Die Software-Produktpalette IBM's umfasst beispielsweise die Da-
tenbanksoftware Websphere (Internetkommunikation), Lotus (In-
und externe Unternehmenskommunikation) oder Tivoli (Netzwerke,
eSecurity und Speichersysteme), um nur einige zu nennen. Mit
diesen Softwaresystemen ist IBM mit Blick auf das komplementaere
Hardware- und Service-Geschaeft in der Lage, die Kunden so um-
fassend wie kein anderes Computerunternehmen weltweit zu belie-
fern.
So liefert IBM vor kurzer Zeit bspw. verschiedene Rechenzentren
inkl. Datenbank- und Speichersoftware mit anhaengigen Support-
Vertraegen an Nestle, lediglich die branchenspezifische Anwen-
dungssoftware wurde von SAP geliefert. Auch weiterhin wird IBM
mit dieser Strategie erfolgreich sein, denn die Kunden muessen
mit IBM als umfassendem Lieferanten keine Abstimmungsprobleme
von Hard- und Software verschiedener Anbieter sowie Ausfaelle
derselben befuerchten, sondern erhalten eine gesamtheitliche,
effizient abgestimmte IT-Loesung von einem soliden Partner, mit
dem auch noch in 20 Jahren zusammengearbeitet werden kann.
Mit dieser bestechenden Marktstellung und Geschaeftsstrategie
macht IBM den spezialisierten Teilkonkurrenten wie ORACLE (Da-
tenbanksoftware) und SUN MICRO (Servergeschaeft) das Leben zu-
nehmend schwer und gewinnt gegenueber diesen weitere Marktan-
teile. Anleger sollten hierbei beruecksichtigen, dass IBM's
Softwaresparte mit 13 MRD USD deutlich mehr als die Gesamtum-
saetze spezialisierter Softwarekonzerne wie SAP oder ORACLE er-
loest.
Dieser geschilderte Wettbewerbsvorteil wird in Zukunft weiter
an Gewicht gewinnen. Wir bestaetigen daher unser Rating mit
"Long Term Buy" fuer die IBM-Aktie.
IBM wird am Mittwoch um 22:15 MESZ Quartalszahlen vorlegen. Wir
rechnen mit einem Quartals-EPS von 0,68 Cent. Zwar zeigte sich
IBM im letzten Jahr von der Konjunkturkrise unberuehrt, das Un-
ternehmen ist jedoch zu gross, um sich "verstecken" zu koennen,
so wurde mit der ersten Gewinnwarnung seit 10 Jahren ersicht-
lich, dass auch IBM unter der IT-Rezession leidet.
Wir rechnen jedoch mit einem besseren 2. Quartal, da ein mass-
geblicher Grund der Gewinnwarnung auf kurzfristige Investiti-
onsverschiebungen der Kundschaft zureuckzufuehren ist. Kurz-
fristig sollten Anleger also keine Traumperformance von der
IBM-Aktie erwarten, langfristig ist der vehemente Kurssturz je-
doch zum Einstieg praedestiniert.
IBM (NYSE: IBM), WKN-DE 851399
Marktkapitalisierung: 148 MRD USD
Umsatzmultiple 03e: 1,6
EPS 03e: 5,00 USD
KGV 03e: 17
Kurs Xetra 16.04: 97,50 Euro
52-Wochen-Hoch: 142,20 Euro
52-Wochen-Tief: 90,00 Euro
Kursziel 12 Monate. 125,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 88,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
OPTIONSSCHEINE-TRADING
Risikobereite Anleger koennen auch den Erwerb eines moeglichst
langlaufenden Call-Optionsscheins auf IBM erwaegen. Hierfuer
halten wir insbesondere folgenden CALL-Optionschein fuer geeig-
net:
WKN Emittent Basis- Faell- Brief- Omega
preis igkeit kurs
581794 SAL.Oppenheim 90 USD 11.12.03 1,61 3,53
Der Schein besitzt eine vergleichsweise lange Restlaufzeit (bis
zum Dezember 2003), einen bis dahin komfortabel uebertreffbaren
Basispreis (90 USD) und einen adaequaten effektiven Hebel (Omega
3,5), wir halten den Schein aktuell fuer fair gepreist. Hierbei
sollten sich Anleger jedoch ueber die erhoehten Risiken beim
Handel mit Optionsscheinen bewusst sein und eine adaequate Li-
mittechnik verfolgen (Stop-Loss Underlying moeglichst nicht un-
ter 80 USD).
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7. JENOPTIK / Top-Zahlen, weiter langfristig kaufen
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In den letzten Jahren brachten wir verschiedentlich zum Aus-
druck, dass wir Jenoptik weltweit fuer einen der solidesten und
aussichtsreichsten Technologiekonzerne halten. Die juengsten Ge-
schaeftszahlen des Konzerns bestaetigen diese Einschaetzung er-
neut, denn auch in Anbetracht der drastisch verschlechterten
konjunkturellen Rahmenbedingungen gelang es dem Unternehmen, im
Jahr 2001 das Wachstum in Umsatz und Ertrag weiter fortzusetzen:
Erstmals hat der Jenoptik-Umsatz die Zwei-Milliarden-Euro-Marke
uebersprungen. Er liegt fuer 2001 mit 2.001 Mio. Euro um 27,3%
ueber dem Vorjahresniveau. Rund 50% des Umsatzes erzielt der Je-
noptik- Konzern mittlerweile im Ausland, dabei kam der ueberwie-
gende Teil aus Asien. Zulegen konnte Jenoptik auch beim Jahres-
ueberschuss und beim EBIT. Der Jahresueberschuss liegt mit 88,3
Mio. Euro ueber dem Vorjahr. Der unterproportionale Anstieg des
Nettogewinns ist auf einen ausserordentlichen Gewinn in Hoehe
von 32 Millionen Euro im Jahr 2000 zurueckzufuehren.
Das Konzern-Betriebsergebnis lag 2001 erstmals ueber der 100-
Millionen-Euro Marke. Es stieg in 2001 auf 109,1 Mio. Euro (i.
Vj. 82,5 Mio. Euro) und lag somit 32,2% hoeher als im Vorjahr.
Beim EBIT deutlich zulegen konnten die beiden industriellen Un-
ternehmensbereiche - was in Anbetracht der in 2001 difizilen
Konjunkturlage aeusserst beachtlich ist - und haben damit den
Rueckgang des EBIT im Unternehmensbereich Asset Management so
gut wie kompensiert.
Trotz der schwachen Konjunkturentwicklung ist die Auftragslage
2001 stabil geblieben. Der Auftragseingang erreichte mit
1.890,5 Mio. Euro fast die Rekordmarke des Vorjahres (i.Vj.
1.929,0 Mio. Euro). Beim Auftragsbestand konnte der Jenoptik-
Konzern das Vorjahresniveau sogar uebertreffen und ist mit
1.746,0 Mio. Euro in den Auftragsbuechern in das neue Ge-
schaeftsjahr gestartet (i.Vj. 1.719,8 Mio. Euro).
Das DVFA/SG-Ergebnis nach Steuern liegt mit 37,6 Mio. Euro
deutlich ueber dem Vorjahreswert. Das DVFA/SG-Ergebnis je Ak-
tie betraegt 0,88 Euro (i.Vj. 0,70 Euro unter Beruecksichti-
gung des Aktiensplittes) und ist damit um rund 26% gestiegen.
Mit Vorlage der wie aufgefuehrt sehr positiven Zahlen hat der
Jenoptik-Konzern bewiesen, dass er sich auch in einem wirt-
schaftlich sehr schwachen Marktumfeld erfolgreich behaupten
kann. Der hohe Auftragsbestand laesst auch fuer 2002 eine
Fortschreibung des profitablen Wachstums erwarten. Da wir zu-
dem im 2. Halbjahr 2002 eine merkliche Erholung der Halblei-
terkonjunktur erwarten, sehen wir auch kurzfristig vielver-
sprechende Perspektiven fuer Jenoptik.
Der technologisch fuehrende Jenoptik-Konzern ist weiterhin per
Saldo schuldenfrei, ein weiteres Merkmal, das den Konzern von den
meisten seiner Konkurrenten unterscheidet. Die liquiden Mittel
des Unternehmens uebertreffen sowohl die kurzfristigen als auch
die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten. Das Eigenkapi-
tal des Jenoptik-Konzerns ist im Geschaeftsjahr 2001 auch absolut
gestiegen. Es liegt mit 487,8 Mio. Euro um 5,3% hoeher als im
Vorjahr.
Als schuldenfreies, umsatz- und ertragswachsumstarkes Technolo-
gieunternehmen ist Jenoptik mit einem 03e-KGV von 13 sowie mit
einer 03e-Umsatzmultiple von unter 0,4 attraktiv bewertet. Unser
Rating lautet auf "Long Term Buy".
JENOPTIK (MDAX), WKN 622910
Marktkapitalisierung: 770 Mio Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,36
EPS 03e: 1,45 Euro
KGV 03e: 13
XETRA-Kurs 16.04. 18,95 Euro
52-Wochen-Hoch: 28,15
52-Wochen-Tief: 13,10
Kursziel 12 Monate: 25,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 18,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
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8. INTEL / fuer den Halbleiteraufschwung gut geruestet
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Am heutigen Dienstag Abend, kurz nach Handelsschluss an den US-
Boersen hat der weltweit groesste PC-Chiphersteller INTEL das
Ergebnis des ersten Quartals veroeffentlicht. Die EPS-Consensus-
schaetzung wurde mit 0,14 USD um 1 Cent verfehlt, die Erwartungen
lagen bei 15 Cent. Hierbei sollten Anleger jedoch beruecksichti-
gen, dass Intel in der letzten Woche des Fiskalquartals im Rahmen
einer Patentrechtsstreitigkeit eine aussergerichtliche Einigung
erzielte, welche 150 Mio USD kostete. Um diesen Sonderfaktor be-
reinigt, haette das EPS die erwarteten 15 Cent getroffen.
Darueber hinaus - und hiervon sollte eine Schluesselbotschaft
ausgehen - hat INTEL im ersten Quartal 2002 mehr Gewinn erzielt,
als im gesamten Fiskaljahr 2001. Wir sind der Meinung, dass INTEL
in 2001 seine Hausaufgaben mit Bravour erledigt hat, Investitio-
nen in neue Technologien, Forschung & Entwicklung wurden for-
ciert, waehrend gleichzeitig stringente Einsparungsmassnahmen
durch Verschlankung und Effizienzsteigerungen bezueglich der Un-
ternehmensprozesse implementiert wurden.
Auch die Nachrichten anderer Halbleiterunternehmen (u.a. Philips,
Novellus, Texas Instruments etc.) lassen den Schluss zu, dass die
Branche den Tiefstpunkt nun endgueltig ueberwunden hat. Wir sehen
vor allem im 2. Halbjahr eine substanzielle Nachfragesteigerung,
aber auch schon der INTEL-Umsatz des ersten Quartals lag mit
deutlich ueber 7 MRD USD leicht ueber den Erwartungen.
Mit einem 03e-KGV von 29 liegt die Bewertung der INTEL-Aktie le-
diglich im unteren Bereich der durchschnittlichen PeerGroup-Be-
wertung, zumal das Unternehmen nach wie vor profitabel arbeitet -
im Gegensatz zu vielen Komkurrenten, die den Breakeven erst in
2003 erreichen werden. Die Intel-Aktie wird derzeit mit einem be-
achtlichen Discount gehandelt. Somit wird der Market-Leader-Auf-
schlag vom Markt derzeit unterschlagen.
Im Zuge einer kontinuierlichen Erholung der Halbleiterindustrie
sehen wir bei der Intel-Aktie fuer den langfristigen Investor so-
mit eine interessante Einstiegsmoeglichkeit gekommen. Wir erhoe-
hen unser Rating fuer INTEL somit von "Accumulate" auf "Long Term
Buy".
INTEL (NASDAQ: INTC), WKN-DE 855681
Marktkapitalisierung: 197 MRD USD
Umsatzmultiple 03e: 5,6
EPS 03e: 1,03 USD
KGV 03e: 29
Kurs Xetra 16.04: 33,26 Euro
52-Wochen-Hoch: 41,34 Euro
52-Wochen-Tief: 20,50 Euro
Kursziel 12 Monate. 40 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 30,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
OPTIONSSCHEINE-TRADING
Risikobereite Anleger koennen auch den Erwerb eines Call-Opti-
onsscheins auf INTEL erwaegen. In Ermangelung eines Call-Opti-
onsscheins mit adaequater Laufzeit koennen Anleger auch auf fol-
gendes Turbo-Zertifikat auf INTEL von ABN AMRO zurueckgreifen:
WKN Emittent Basis- Faell- Kurs Hebel Stop-
preis igkeit FFM Loss
550528 ABN AMRO 22 USD 01.05.03 8,95 3,03 24 Euro
Hierbei sollten sich Anleger jedoch ueber die erhoehten Risiken
beim Handel mit Turbo-Zertifikaten bewusst sein, sich mit den
Produktspezifika gruendlich vertraut machen und eine adaequate
Limittechnik verfolgen, sowie nur einen ueberschaubaren Anlage-
betrag investieren.
9. AWD / fundamental neutral, charttechnisch Erholungschance
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Um es gleich vorwegzunehmen, in fundamentaler Hinsicht halten wir
die Aktien der Konkurrenten MLP und TECIS fuer wesentlich attrak-
tiver. So konnte AWD in 2001 auf Basis der vorlaeufigen Zahlen
lediglich eine Umsatzsteigerung um 11%, sowie einen um Sonderef-
fekte bereinigten Ergebnisanstieg von 29% erzielen. Die kuerzlich
von AWD verkuendete Dividendenerhoehung kann somit kaum aus dem
operativen Geschaeft bedient werden, sondern resultiert unserer
Einschaetzung nach aus Zinsertraegen des enormen Emissionserloe-
ses des Boersengangs 2000.
Anleger fragen sich seit geraumer Zeit, was denn mit dem Emissi-
onserloes geschehen soll. Bis auf eine kleine Uebernahme konnte
CEO Maschmeyer nicht ueberzeugen. So wird das Jahr 2002 fuer AWD
zu einem Jahr der Wahrheit werden. Gelingt es CEO Maschmeyer, den
Emissionserloes in margenattraktives operatives Geschaeft umzu-
muenzen, wird dies dem Aktienkurs auf dem deutlich ermaessigten
Niveau neue Impulse verschaffen, gelingt dies nicht, rechnen wir
mit weiteren Kursverlusten.
Ohne Zukauf rechnen wir in diesem Jahr mit einem Ergebniswachstum
im einstelligen Prozentbereich sowie mit einem Umsatzwachstum von
maximal 20%. In technischer Hinsicht haben sich die kurz- bis
mittelfristigen Kursaussichten mit gestrigem Durchbruch der 200-
Tageslinie massgeblich gebessert. Anleger scheinen bereit zu
sein, dem CEO noch einmal Glauben zu schenken und der Aktie eine
Praemie auf die noch bevorstehende Investition des Mittelerloe-
ses, die hoffentlich adaequate Margen generiert, aus dem Boersen-
gang 2000 zu gewaehren.
Technisch orientierte Anleger koennen die Aktie spekulativ or-
dern. Dabei muss jedoch eine restriktive Limittechnik verfolgt
werden. Unser Rating lautet auf "Trading Buy". Fundamentalorien-
tierte Anleger sollten zuerst abwarten, ob die Transformation des
IPO-Erloeses in gewinnbringendes operatives Geschaeft gelingt. Es
bleibt jedoch der Vorteil der AWD-Aktie mit einem 03e-KGV von 25,
dass sie auch bei konservativer Planung (ohne externem Wachstum)
gegenueber den MLP- und TECIS-Papieren guenstig bewertet ist.
Doch ohne eine schluessige Unternehmensstrategie wie bei MLP oder
TECIS kann der im PeerGroup-Vergleich guenstigen Bewertung keine
Bedeutung eingeraeumt werden, und dass Maschmeyer ausser verkaeu-
ferischem Talent auch eine schluessige, an der Boerse tragfaehige
Unternehmensstrategie verfolgen kann, muss er erst noch beweisen.
Mit einer gehoerigen Portion Optimismus sehen wir beim AWD-Kurs
2002 insofern eine hochspekulative Turnaroundchance. Zu den Risi-
ken gehoeren immer wieder aufkommende Klagen von AWD-Kunden wegen
Falschberatung etc.
AWD HOLDING (MDAX), WKN 508590
Marktkapitalisierung: 1,1 MRD Euro
Umsatzmultiple 03e: 2
EPS 03e: 1,20 Euro
KGV 03e: 25
XETRA-Kurs 16.04. 30,00 Euro
52-Wochen-Hoch: 55,79
52-Wochen-Tief: 21,56
empfohlenes Stop-Loss: 27,70 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Trading Buy"
13. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Allianz kaufen Aktienservice Research 15.04.
BASF kaufen Sparkasse Bremen 15.04.
BASF verkaufen SchmidtBank 15.04.
Bayer "buy" HSBC Investmentbank 15.04.
Buderus "accumulate" Commerzbank 16.04.
Buderus akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 15.04.
Continental akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 16.04.
Continental kaufen ABN Amro 15.04.
Continental Kursziel erhoeht Morg. Stanl. Dean Wit. 15.04.
Continental Outperformer Sal. Oppenheim 15.04.
Degussa "buy" Commerzbank 15.04.
Deutsche Bank akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 16.04.
Dt. Boerse Outperformer Sal. Oppenheim 16.04.
Deutsche Post "reduce" HSBC Investmentbank 15.04.
Deutsche Telek "reduce" HSBC Investmentbank 16.04.
Deutsche Telek kaufen Bankgesellsch. Berlin 15.04.
Deutsche Telek neues Kursziel Schroder Salomon S. B. 15.04.
Fraport "buy" Dresdner Kleinw.Wass. 15.04.
Fraport neutral Helaba Trust 16.04.
Hochtief "buy" Merrill Lynch 15.04.
Hugo Boss VZ "buy" Credit Suisse First B. 16.04.
Infineon neutral Helaba Trust 15.04.
Jenoptik "reduce" Dresdner Kleinw. Wass. 16.04.
Jenoptik akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 16.04.
Jenoptik neutral Helaba Trust 15.04.
Kamps "sell" M.M.Warburg & CO 16.04.
Kamps "underperform" WestLB Panmure 15.04.
Kamps Outperformer Sal. Oppenheim 16.04.
Kamps Upgrade WestLB Panmure 16.04.
MAN "overweight" Morg. Stanl. Dean Wit. 15.04.
MAN akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 15.04.
Preussag halten Bankgesellsch. Berlin 16.04.
SAP "Recommended List" Goldman Sachs 16.04.
SAP neutral BW Bank 16.04.
SAP reduzieren WGZ-Bank 16.04.
SAP Upgrade Dresdner Kleinw. Wass. 15.04.
Schering kaufen Sparkasse Bremen 15.04.
Siemens akkumulieren WGZ-Bank 16.04.
Siemens neutral Sal. Oppenheim 16.04.
Sixt "buy" Dresdner Kleinw. Wass. 15.04.
Wedeco "reduce" HSBC Trinkaus & Burkh. 15.04.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Keine Analyse kann den Anleger von seiner Verpflichtung, aus-
fuehrlich eigenes Research zu betreiben, entbinden. Kein se-
rioeser Analyst kann und will Ihnen das eigene Denken abnehmen.
Auch wir nicht. Der Anleger sollte diese Analysen im Zuge der
Informationsbeschaffung und zur Verbreiterung seiner Wissens-
basis verwenden, sie aber keineswegs als alleinige Entscheid-
ungsgrundlage heranziehen.
Quellen: Aktiencheck.de, Institute, eigene
Termine:
DONNERSTAG, 18. April
US - woechentliche Erstantraege Arbeitslosenhilfe
DE - Allianz AG, Bilanzpressekonferenz
- CEAG AG, Analystenpraesentation (DreBa FF), Bilanz-PK
- ComputerLinks AG, Hauptversammlung
- IWKA AG, Jahresabschluss 2001, Analystenpraesentation
- Odeon Film AG, Analystenpraesentation, Bilanz-PK
- SAP AG, 3-Monatsabschluss
- tecis Holding AG, Analystenpraesentation, Bilanz-PK
- Vectron Systems AG, Analystenpraesentation
US-Titel Berichtsperiode Consensusschaetzung Vorjahres-EPS
American Express Q1 0,43 0,40
Atmel Q1 -0,07 0,12
Compaq Computer Q1 0,01 0,12
eBay Q1 0,16 0,11
Honeywell Q1 0,45 0,51
KLA-Tencor Q3 0,15 0,71
McDonald`s Q1 0,29 0,29
Merck Q1 0,71 0,71
Microsoft Q3 0,51 0,44
Nortel Networks Q1 -0,14 -0,09
PMC-Sierra Q1 -0,12 0,02
Rational Software Q4 0,09 0,22
Sanmina - SCI Q2 0,00 0,35
SBC Communicat. Q1 0,51 0,51
Schering-Plough Q1 0,41 0,38
Sears Roebuck Q1 0,71 0,45
Southwest Airlines Q1 0,03 0,15
Sun Microsystems Q3 -0,02 0,08
__________________________________________________
FREITAG, 19. April
DE - Allianz AG, Analystenpraesentation
US-Titel Berichtsperiode Consensusschaetzung Vorjahres-EPS
BellSouth Q1 0,56 0,52
Int. Paper Q1 0,07 0,05
Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit
__________________________________________________
ENTSPANNUNGSTENDENZEN AUF GEOPOLITISCHER EBENE?
Anleger sollten weiter auf den Rohoelpreis achten, der immer noch
als Kontraindikator fuer den Aktienmarkt zu betrachten ist.
Steigt der Oelpreis erneut, koennen die Unternehmensergebnisse
noch so gut ausfallen. Dennoch betrachten wir das Aufwaertspoten-
tial des Oelpreises auf dem bereits avancierten Niveau als limi-
tiert - wenn nicht die Nahost-Krise weiter eskaliert, bspw. durch
Angriffe auf die israelische Nordgrenze. Bushs Aussenminister Po-
well muss vor Ort derzeit sein ganzes diplomatisches Geschick
aufwenden, um die Region vor einer totalen Eskalation zu bewah-
ren, dies scheint ihm jedoch zumindest ansatzweise zu gelingen.
TAGESGESCHAEFT HOFFENTLICH BALD WIEDER IM MITTELPUNKT
Politische Boersen haben zwar kurze Beine, dennoch koennen geopo-
litische Konflikte kurzfristig erhebliche Verwerfungen an den Ak-
tienmaerkten bedingen oder Kursanstiege temporaer verhindern, wie
Anleger in den letzten Monaten mehrfach erfahren mussten. Wie
aufgefuehrt, hoffen wir jedoch auf baldige Entspannungsanzeichen,
so dass die Unternehmensergebnisse und das TAGESGESCHAEFT wieder
in den Vordergrund ruecken sollten. Wir rechnen damit, dass die
meisten Unternehmen im Rahmen der Erwartungen darueber berichten
werden.
KONJUNKTURZAHLEN TOP & MARKTSENTIMENT VERBESSERT
WALL STREET AM DIENSTAG IN HAUSSE-STIMMUNG
Insgesamt haben sich die Aufwaertschancen der Aktienmaerkte auf
dem ermaessigten Kursniveau verbessert, insbesondere, wenn sich
die geopolitischen Entspannungstendenzen als nachhaltig erweisen
werden. Zum einen gibt es im Nahen Osten erste Entspannungsanzei-
chen, ferner scheint auch die Angst vor Zinserhoehungen in den
USA abzuklingen. So stiegen die am Dienstag veroeffentlichten
Konsumentenpreise mit 0,3% im Maerz zwar am staerksten seit 6 Mo-
naten, der Anstieg fiel jedoch weniger vehement als erwartet
(0,5%) aus.
Weitere US-Konjunkturzahlen verstaerkten die nach positiven Un-
ternehmensergebnissen ohnehin schon euphorische Marktstimmung am
Dienstag: Der staerkste Anstieg der Industrieproduktion seit
knapp 23 Monaten, eine hoeher als prognostizierte Kapazitaetsaus-
lastung der US-Fabriken und ein geringer als erwarteter Anstieg
der Einzelhandelspreise unterstuetzten die Haussestimmung.
Hierdurch verringerte sich an der Wall Street gleichzeitig die
Angst vor unmittelbar bevorstehenden Zinserhoehungen, da die In-
flation weiter unter Kontrolle zu sein scheint. Entsprechend po-
sitiv agierte der Aktienmarkt mit Unterstuetzung von positiven
Unternehmensergebnissen am Dienstag, der S&P 500 konnte die beste
Tagesperformance seit September 2001 aufweisen.
MARKTPSYCHOLOGIE
Interessante Erkenntnisse hinsichtlich der Marktpsychologie lie-
ferte gestern die von der Investmentbank Merrill Lynch regelmaes-
sig herausgegebene Umfragestudie unter Investmentfondsmanagern.
Diese zwischen dem 4. und dem 11. April unter 305 Fondsmanagern
durchgefuehrte Umfrage ergab, dass die meisten Institutionellen
(wohl aufgrund der langfristig positiven konjunkturellen Perspek-
tiven) derzeit stark investiert sind, sich aber nicht sonderlich
wohl dabei fuehlen, was sicherlich auf die angespannte geopoliti-
sche Lage sowie auf die Unklarheiten bezueglich der Nachhaltig-
keit der aktuellen Wirtschaftserholung zurueckzufuehren ist.
Wir sind der Meinung, dass sehr viele Marktteilnehmer in letzter
Zeit stark investiert waren, sich aufgrund der geopolitischen La-
ge und des gestiegenen Oelpreises, der die Konjunkturerholung be-
eintraechtigen koennte, aber sehr unwohl dabei fuehlten. Investo-
ren sollten hierbei jedoch beachten, dass die Kurse an den Ak-
tienmaerkten langfristig weder von fundamentalistischen Terroris-
ten noch von der in den palaestinensischen Fluechtlingslagern
wuetenden israelischen Armee gemacht werden, sondern sich an den
fundamentalen und makrooekonomischen Rahmendaten orientieren. Le-
sen Sie hierzu auch Menuepunkt 4.
Ferner zeigte der Merrill-Lynch-Report, dass Fondsmanager ueber-
wiegend den europaeischen Aktienmarkt favorisieren. Die Masse hat
zwar nicht immer recht, dennoch gibt diese Studie interessante
Einblicke in die Erwartungshaltung der Fondsmanager. In diesem
Fall hoffen wir natuerlich, dass die Mehrheit recht behaelt!
4. EMPFEHLUNGS-CHECK / Entwicklung vergangener Empfehlungen
__________________________________________________
In der Rubrik "EMPFEHLUNGS-CHECK" dokumentieren wir die Entwick-
lung der letzten Empfehlungen. Leser haben somit die Moeglich-
keit, die Qualitaet unserer Anlagebeurteilungen fuer den jewei-
ligen Zeitraum schnell und transparent ablesen zu koennen (Kurse
Donnerstag)
Datum Titel Performance Datum Titel Performance
12.04. ALLIANZ + 2%
12.04. Allianz-Call + 1%
12.04. All.Irish Bank + 4%
04.04. Starbucks + 9% 08.03. AIXTRON - 10%
04.04. SBUX-Call * + 225% 27.02. DAX-Turbo-Z.* + 49%
04.04. STRATEC BIOMED. + 7% 27.02. WHIRLPOOL + 8%
27.03. METRO AG + 1% 27.02. HOME DEPOT - 4%
27.03. Best Choice W. - 4% 27.02. TYCO INT. + 2%
21.03. EURO/JPY-CALL* - 14% 27.02. STRATEC BIOMED. + 23%
14.03. FORBO AG (CHF) + 14% 21.02. HYPOVEREINSBANK + 22%
14.03. BIEN-HAUS + 10% 21.02. HVB-CALL * + 62%
14.03. eSPEED + 15% 21.02. CREATON VZ + 8%
08.03. STMICROELECTR. - 4% 14.02. JP MORGAN CHASE + 15%
08.03. Nat.SEMICONDUC. + 15% 14.02. JP MORGAN-CALL* + 35%
08.03. BASF + 2% 14.02. PULSION MEDICAL + 5%
14.02. STINNES AG + 13%
Werte, die den empfohlenen Stop-Loss-Kurs unterschreiten, ent-
fallen. In der letzten Woche fiel kein Wert unter unseren Stop-
Loss. Insgesamt wird deutlich, dass der durchschnittliche Per-
formance-Erfolg unserer Empfehlungen, hier ab dem Zeitraum
14.02.02 bis heute, auch bei grober Betrachtung sehr deutlich
ueber der DAX-Entwicklung liegt. Weiterhin ist es unser Ziel,
Werte zu empfehlen, die eine deutlich bessere Entwicklung als
der Gesamtmarkt aufweisen.
* Eine restriktive Limittechnik empfiehlt sich insbesondere bei
den Derivat- bzw. Optionsschein-Empfehlungen. Anleger muessen
verstehen, dass es sich bei Optionsschein-Engagements selten um
Investments handelt, sondern um hochspekulative und hochvolatile
Finanzinstrumente zur gezielten Nutzung temporaerer Marktchancen.
Wir empfehlen daher, Verluste streng zu limitieren und Gewinne
ebenfalls restriktiv abzusichern.
WATCHLIST (Stop-Buy-Empfehlungen)
Datum Titel RATING
21.03. SAP Stop Buy 180 Euro
27.03. Muenchener Rueck Stop Buy 301 Euro
04.04. E.ON Stop-Buy 60 Euro
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5. STRATEGIE / "There's a lot of cheap, solid stuff out there"
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Anleger sollten hin und wieder Abstand vom taeglichen Marktge-
schehen nehmen, insbesondere wenn nicht mehr das Tagesgeschaeft
die Boersenentwicklung praegt, sondern die geopolitische Lage,
oder die Maerkte von zu viel Euphorie oder Pessimismus beein-
flusst werden. Dies sind die Momente - wie bspw. im September
2001 oder in Anbetracht des Nahost-Konfliktes und steigender
Oelpreise - an denen sich Anleger zuruecklehnen muessen. Sie
muessen dann Abstand vom aktuellen, flukturierenden Marktgesche-
hen gewinnen, um mit rationaler Betrachtungsweise die sich bie-
tenden Chancen am Aktienmarkt zu erkennen.
Denn langfristig werden weder der Terrorismus noch temporaere
geopolitische Krisen die Kurse bestimmen. Durch externe Ereig-
nisse werden die Kurse zwar kurzfristig beeinflusst, bisweilen
sogar ganz erheblich, die damit einhergehende marktpsychologi-
sche Uebertreibung eroeffnet dem antizyklischen Anleger bei se-
lektiver Vorgehensweise jedoch eine Fuelle von gewinntraechtigen
Anlagemoeglichkeiten.
Dies gilt sowohl fuer die Gesamtmarktstimmung, als auch fuer
Nachrichten zu Einzelwerten. Einige Beispiele nachfolgend:
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6. IBM / Historische Einstiegschance nach Kurssturz
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IBM ist einer der weltweit fuehrenden Computerkonzerne mit soli-
dem Track-Record und unverwuestlicher Marktstellung. Die kuerz-
liche Gewinnwarnung traf den Aktienkurs hart, die Ankuendigung
einer SEC-Voruntersuchung (die inzwischen ergebnislos wieder
eingestellt wurde) traf den Kurs noch haerter. Anleger, die sich
die Muehe machen und die Situation bei IBM etwas genauer analy-
sieren, erkennen jedoch ihre Chance und lassen sich nicht vom
"Mainstream" blenden.
So wird demnaechst der IBM-Vorstand in neue Haende uebergeben.
Erfahrungsgemaess wird zuvor alles negative noch in die letzte
Bilanzperiode des alten Vorstandes hineingepackt, so dass der
neue Vorstand sein Amt unbelastet antreten kann. Wir gehen daher
davon aus, dass IBM bewusst tief gestapelt hat, um die reduzier-
ten Erwartungen im Jahresverlauf zu uebertreffen, was wie bekannt
eine nachhaltig positive psychologische Wirkung entfaltet und den
neuen Vorstand etabliert.
Ferner sollte beruecksichtigt werden, dass die angesprochene Ge-
winnwarnung die erste Ertragswarnung von IBM seit ueber 10 Jahren
war, waehrend viele Konkurrenten allein vergangenes Jahr drei mal
oder oefter ihre Ertragsprognosen revidieren mussten.
Durch die aufgefuehrten Ereignisse notiert die IBM-Aktie mit ei-
ner kleinen Ausnahme auf dem niedrigsten Kurs seit 1999. Die IBM-
Aktie notiert aktuell sogar unter den September-Tiefststaenden.
Vor dem aufgefuehrten Hintergrund erachten wir dies als einmalige
Kaufchance, denn die Umstaende, die den Kurssturz bedingten,
fuehrten nun ebenfalls zu einer fundamental historisch guenstigen
Bewertungsrelation der IBM-Aktie (03e-KGV 17, 03e-KUV 1,6).
Wir sind von den langfristig positiven Entwicklungsperspektiven
IBM's ueberzeugt. Diese Ansicht stuetzt sich jedoch nicht auf
kurzfristige Verfehlungen oder Verbesserung des EPS im niedrigen
einstelligen Cent-Bereich, sondern begruendet sich fundamental
auf die umfassende und langfristig gefestigte Marktstellung des
Konzerns:
Was hardwarefokussierte Computerkonzerne wie bspw. COMPAQ jahre-
lang verschlafen haben, hat IBM bereits sehr fruehzeitig begrif-
fen: Die Bedeutung des Software- und Servicegeschaeftes, sowie
die Marktchancen, die sich aus einer breitgefassten, komplemen-
taeren Produktpalette ergeben. Massgeblich traegt hierzu die
Softwaresparte bei: Auf IBM's Softwaresparte entfallen lediglich
15% des Umsatzes, dafuer generiert sie aber knapp 30% des Vor-
steuerergebnisses und ist gleichzeitig langfristiger Wachstums-
treiber der Hardware-Sparte.
Die Software-Produktpalette IBM's umfasst beispielsweise die Da-
tenbanksoftware Websphere (Internetkommunikation), Lotus (In-
und externe Unternehmenskommunikation) oder Tivoli (Netzwerke,
eSecurity und Speichersysteme), um nur einige zu nennen. Mit
diesen Softwaresystemen ist IBM mit Blick auf das komplementaere
Hardware- und Service-Geschaeft in der Lage, die Kunden so um-
fassend wie kein anderes Computerunternehmen weltweit zu belie-
fern.
So liefert IBM vor kurzer Zeit bspw. verschiedene Rechenzentren
inkl. Datenbank- und Speichersoftware mit anhaengigen Support-
Vertraegen an Nestle, lediglich die branchenspezifische Anwen-
dungssoftware wurde von SAP geliefert. Auch weiterhin wird IBM
mit dieser Strategie erfolgreich sein, denn die Kunden muessen
mit IBM als umfassendem Lieferanten keine Abstimmungsprobleme
von Hard- und Software verschiedener Anbieter sowie Ausfaelle
derselben befuerchten, sondern erhalten eine gesamtheitliche,
effizient abgestimmte IT-Loesung von einem soliden Partner, mit
dem auch noch in 20 Jahren zusammengearbeitet werden kann.
Mit dieser bestechenden Marktstellung und Geschaeftsstrategie
macht IBM den spezialisierten Teilkonkurrenten wie ORACLE (Da-
tenbanksoftware) und SUN MICRO (Servergeschaeft) das Leben zu-
nehmend schwer und gewinnt gegenueber diesen weitere Marktan-
teile. Anleger sollten hierbei beruecksichtigen, dass IBM's
Softwaresparte mit 13 MRD USD deutlich mehr als die Gesamtum-
saetze spezialisierter Softwarekonzerne wie SAP oder ORACLE er-
loest.
Dieser geschilderte Wettbewerbsvorteil wird in Zukunft weiter
an Gewicht gewinnen. Wir bestaetigen daher unser Rating mit
"Long Term Buy" fuer die IBM-Aktie.
IBM wird am Mittwoch um 22:15 MESZ Quartalszahlen vorlegen. Wir
rechnen mit einem Quartals-EPS von 0,68 Cent. Zwar zeigte sich
IBM im letzten Jahr von der Konjunkturkrise unberuehrt, das Un-
ternehmen ist jedoch zu gross, um sich "verstecken" zu koennen,
so wurde mit der ersten Gewinnwarnung seit 10 Jahren ersicht-
lich, dass auch IBM unter der IT-Rezession leidet.
Wir rechnen jedoch mit einem besseren 2. Quartal, da ein mass-
geblicher Grund der Gewinnwarnung auf kurzfristige Investiti-
onsverschiebungen der Kundschaft zureuckzufuehren ist. Kurz-
fristig sollten Anleger also keine Traumperformance von der
IBM-Aktie erwarten, langfristig ist der vehemente Kurssturz je-
doch zum Einstieg praedestiniert.
IBM (NYSE: IBM), WKN-DE 851399
Marktkapitalisierung: 148 MRD USD
Umsatzmultiple 03e: 1,6
EPS 03e: 5,00 USD
KGV 03e: 17
Kurs Xetra 16.04: 97,50 Euro
52-Wochen-Hoch: 142,20 Euro
52-Wochen-Tief: 90,00 Euro
Kursziel 12 Monate. 125,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 88,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
OPTIONSSCHEINE-TRADING
Risikobereite Anleger koennen auch den Erwerb eines moeglichst
langlaufenden Call-Optionsscheins auf IBM erwaegen. Hierfuer
halten wir insbesondere folgenden CALL-Optionschein fuer geeig-
net:
WKN Emittent Basis- Faell- Brief- Omega
preis igkeit kurs
581794 SAL.Oppenheim 90 USD 11.12.03 1,61 3,53
Der Schein besitzt eine vergleichsweise lange Restlaufzeit (bis
zum Dezember 2003), einen bis dahin komfortabel uebertreffbaren
Basispreis (90 USD) und einen adaequaten effektiven Hebel (Omega
3,5), wir halten den Schein aktuell fuer fair gepreist. Hierbei
sollten sich Anleger jedoch ueber die erhoehten Risiken beim
Handel mit Optionsscheinen bewusst sein und eine adaequate Li-
mittechnik verfolgen (Stop-Loss Underlying moeglichst nicht un-
ter 80 USD).
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7. JENOPTIK / Top-Zahlen, weiter langfristig kaufen
__________________________________________________
In den letzten Jahren brachten wir verschiedentlich zum Aus-
druck, dass wir Jenoptik weltweit fuer einen der solidesten und
aussichtsreichsten Technologiekonzerne halten. Die juengsten Ge-
schaeftszahlen des Konzerns bestaetigen diese Einschaetzung er-
neut, denn auch in Anbetracht der drastisch verschlechterten
konjunkturellen Rahmenbedingungen gelang es dem Unternehmen, im
Jahr 2001 das Wachstum in Umsatz und Ertrag weiter fortzusetzen:
Erstmals hat der Jenoptik-Umsatz die Zwei-Milliarden-Euro-Marke
uebersprungen. Er liegt fuer 2001 mit 2.001 Mio. Euro um 27,3%
ueber dem Vorjahresniveau. Rund 50% des Umsatzes erzielt der Je-
noptik- Konzern mittlerweile im Ausland, dabei kam der ueberwie-
gende Teil aus Asien. Zulegen konnte Jenoptik auch beim Jahres-
ueberschuss und beim EBIT. Der Jahresueberschuss liegt mit 88,3
Mio. Euro ueber dem Vorjahr. Der unterproportionale Anstieg des
Nettogewinns ist auf einen ausserordentlichen Gewinn in Hoehe
von 32 Millionen Euro im Jahr 2000 zurueckzufuehren.
Das Konzern-Betriebsergebnis lag 2001 erstmals ueber der 100-
Millionen-Euro Marke. Es stieg in 2001 auf 109,1 Mio. Euro (i.
Vj. 82,5 Mio. Euro) und lag somit 32,2% hoeher als im Vorjahr.
Beim EBIT deutlich zulegen konnten die beiden industriellen Un-
ternehmensbereiche - was in Anbetracht der in 2001 difizilen
Konjunkturlage aeusserst beachtlich ist - und haben damit den
Rueckgang des EBIT im Unternehmensbereich Asset Management so
gut wie kompensiert.
Trotz der schwachen Konjunkturentwicklung ist die Auftragslage
2001 stabil geblieben. Der Auftragseingang erreichte mit
1.890,5 Mio. Euro fast die Rekordmarke des Vorjahres (i.Vj.
1.929,0 Mio. Euro). Beim Auftragsbestand konnte der Jenoptik-
Konzern das Vorjahresniveau sogar uebertreffen und ist mit
1.746,0 Mio. Euro in den Auftragsbuechern in das neue Ge-
schaeftsjahr gestartet (i.Vj. 1.719,8 Mio. Euro).
Das DVFA/SG-Ergebnis nach Steuern liegt mit 37,6 Mio. Euro
deutlich ueber dem Vorjahreswert. Das DVFA/SG-Ergebnis je Ak-
tie betraegt 0,88 Euro (i.Vj. 0,70 Euro unter Beruecksichti-
gung des Aktiensplittes) und ist damit um rund 26% gestiegen.
Mit Vorlage der wie aufgefuehrt sehr positiven Zahlen hat der
Jenoptik-Konzern bewiesen, dass er sich auch in einem wirt-
schaftlich sehr schwachen Marktumfeld erfolgreich behaupten
kann. Der hohe Auftragsbestand laesst auch fuer 2002 eine
Fortschreibung des profitablen Wachstums erwarten. Da wir zu-
dem im 2. Halbjahr 2002 eine merkliche Erholung der Halblei-
terkonjunktur erwarten, sehen wir auch kurzfristig vielver-
sprechende Perspektiven fuer Jenoptik.
Der technologisch fuehrende Jenoptik-Konzern ist weiterhin per
Saldo schuldenfrei, ein weiteres Merkmal, das den Konzern von den
meisten seiner Konkurrenten unterscheidet. Die liquiden Mittel
des Unternehmens uebertreffen sowohl die kurzfristigen als auch
die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten. Das Eigenkapi-
tal des Jenoptik-Konzerns ist im Geschaeftsjahr 2001 auch absolut
gestiegen. Es liegt mit 487,8 Mio. Euro um 5,3% hoeher als im
Vorjahr.
Als schuldenfreies, umsatz- und ertragswachsumstarkes Technolo-
gieunternehmen ist Jenoptik mit einem 03e-KGV von 13 sowie mit
einer 03e-Umsatzmultiple von unter 0,4 attraktiv bewertet. Unser
Rating lautet auf "Long Term Buy".
JENOPTIK (MDAX), WKN 622910
Marktkapitalisierung: 770 Mio Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,36
EPS 03e: 1,45 Euro
KGV 03e: 13
XETRA-Kurs 16.04. 18,95 Euro
52-Wochen-Hoch: 28,15
52-Wochen-Tief: 13,10
Kursziel 12 Monate: 25,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 18,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
__________________________________________________
8. INTEL / fuer den Halbleiteraufschwung gut geruestet
__________________________________________________
Am heutigen Dienstag Abend, kurz nach Handelsschluss an den US-
Boersen hat der weltweit groesste PC-Chiphersteller INTEL das
Ergebnis des ersten Quartals veroeffentlicht. Die EPS-Consensus-
schaetzung wurde mit 0,14 USD um 1 Cent verfehlt, die Erwartungen
lagen bei 15 Cent. Hierbei sollten Anleger jedoch beruecksichti-
gen, dass Intel in der letzten Woche des Fiskalquartals im Rahmen
einer Patentrechtsstreitigkeit eine aussergerichtliche Einigung
erzielte, welche 150 Mio USD kostete. Um diesen Sonderfaktor be-
reinigt, haette das EPS die erwarteten 15 Cent getroffen.
Darueber hinaus - und hiervon sollte eine Schluesselbotschaft
ausgehen - hat INTEL im ersten Quartal 2002 mehr Gewinn erzielt,
als im gesamten Fiskaljahr 2001. Wir sind der Meinung, dass INTEL
in 2001 seine Hausaufgaben mit Bravour erledigt hat, Investitio-
nen in neue Technologien, Forschung & Entwicklung wurden for-
ciert, waehrend gleichzeitig stringente Einsparungsmassnahmen
durch Verschlankung und Effizienzsteigerungen bezueglich der Un-
ternehmensprozesse implementiert wurden.
Auch die Nachrichten anderer Halbleiterunternehmen (u.a. Philips,
Novellus, Texas Instruments etc.) lassen den Schluss zu, dass die
Branche den Tiefstpunkt nun endgueltig ueberwunden hat. Wir sehen
vor allem im 2. Halbjahr eine substanzielle Nachfragesteigerung,
aber auch schon der INTEL-Umsatz des ersten Quartals lag mit
deutlich ueber 7 MRD USD leicht ueber den Erwartungen.
Mit einem 03e-KGV von 29 liegt die Bewertung der INTEL-Aktie le-
diglich im unteren Bereich der durchschnittlichen PeerGroup-Be-
wertung, zumal das Unternehmen nach wie vor profitabel arbeitet -
im Gegensatz zu vielen Komkurrenten, die den Breakeven erst in
2003 erreichen werden. Die Intel-Aktie wird derzeit mit einem be-
achtlichen Discount gehandelt. Somit wird der Market-Leader-Auf-
schlag vom Markt derzeit unterschlagen.
Im Zuge einer kontinuierlichen Erholung der Halbleiterindustrie
sehen wir bei der Intel-Aktie fuer den langfristigen Investor so-
mit eine interessante Einstiegsmoeglichkeit gekommen. Wir erhoe-
hen unser Rating fuer INTEL somit von "Accumulate" auf "Long Term
Buy".
INTEL (NASDAQ: INTC), WKN-DE 855681
Marktkapitalisierung: 197 MRD USD
Umsatzmultiple 03e: 5,6
EPS 03e: 1,03 USD
KGV 03e: 29
Kurs Xetra 16.04: 33,26 Euro
52-Wochen-Hoch: 41,34 Euro
52-Wochen-Tief: 20,50 Euro
Kursziel 12 Monate. 40 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 30,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
OPTIONSSCHEINE-TRADING
Risikobereite Anleger koennen auch den Erwerb eines Call-Opti-
onsscheins auf INTEL erwaegen. In Ermangelung eines Call-Opti-
onsscheins mit adaequater Laufzeit koennen Anleger auch auf fol-
gendes Turbo-Zertifikat auf INTEL von ABN AMRO zurueckgreifen:
WKN Emittent Basis- Faell- Kurs Hebel Stop-
preis igkeit FFM Loss
550528 ABN AMRO 22 USD 01.05.03 8,95 3,03 24 Euro
Hierbei sollten sich Anleger jedoch ueber die erhoehten Risiken
beim Handel mit Turbo-Zertifikaten bewusst sein, sich mit den
Produktspezifika gruendlich vertraut machen und eine adaequate
Limittechnik verfolgen, sowie nur einen ueberschaubaren Anlage-
betrag investieren.
9. AWD / fundamental neutral, charttechnisch Erholungschance
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Um es gleich vorwegzunehmen, in fundamentaler Hinsicht halten wir
die Aktien der Konkurrenten MLP und TECIS fuer wesentlich attrak-
tiver. So konnte AWD in 2001 auf Basis der vorlaeufigen Zahlen
lediglich eine Umsatzsteigerung um 11%, sowie einen um Sonderef-
fekte bereinigten Ergebnisanstieg von 29% erzielen. Die kuerzlich
von AWD verkuendete Dividendenerhoehung kann somit kaum aus dem
operativen Geschaeft bedient werden, sondern resultiert unserer
Einschaetzung nach aus Zinsertraegen des enormen Emissionserloe-
ses des Boersengangs 2000.
Anleger fragen sich seit geraumer Zeit, was denn mit dem Emissi-
onserloes geschehen soll. Bis auf eine kleine Uebernahme konnte
CEO Maschmeyer nicht ueberzeugen. So wird das Jahr 2002 fuer AWD
zu einem Jahr der Wahrheit werden. Gelingt es CEO Maschmeyer, den
Emissionserloes in margenattraktives operatives Geschaeft umzu-
muenzen, wird dies dem Aktienkurs auf dem deutlich ermaessigten
Niveau neue Impulse verschaffen, gelingt dies nicht, rechnen wir
mit weiteren Kursverlusten.
Ohne Zukauf rechnen wir in diesem Jahr mit einem Ergebniswachstum
im einstelligen Prozentbereich sowie mit einem Umsatzwachstum von
maximal 20%. In technischer Hinsicht haben sich die kurz- bis
mittelfristigen Kursaussichten mit gestrigem Durchbruch der 200-
Tageslinie massgeblich gebessert. Anleger scheinen bereit zu
sein, dem CEO noch einmal Glauben zu schenken und der Aktie eine
Praemie auf die noch bevorstehende Investition des Mittelerloe-
ses, die hoffentlich adaequate Margen generiert, aus dem Boersen-
gang 2000 zu gewaehren.
Technisch orientierte Anleger koennen die Aktie spekulativ or-
dern. Dabei muss jedoch eine restriktive Limittechnik verfolgt
werden. Unser Rating lautet auf "Trading Buy". Fundamentalorien-
tierte Anleger sollten zuerst abwarten, ob die Transformation des
IPO-Erloeses in gewinnbringendes operatives Geschaeft gelingt. Es
bleibt jedoch der Vorteil der AWD-Aktie mit einem 03e-KGV von 25,
dass sie auch bei konservativer Planung (ohne externem Wachstum)
gegenueber den MLP- und TECIS-Papieren guenstig bewertet ist.
Doch ohne eine schluessige Unternehmensstrategie wie bei MLP oder
TECIS kann der im PeerGroup-Vergleich guenstigen Bewertung keine
Bedeutung eingeraeumt werden, und dass Maschmeyer ausser verkaeu-
ferischem Talent auch eine schluessige, an der Boerse tragfaehige
Unternehmensstrategie verfolgen kann, muss er erst noch beweisen.
Mit einer gehoerigen Portion Optimismus sehen wir beim AWD-Kurs
2002 insofern eine hochspekulative Turnaroundchance. Zu den Risi-
ken gehoeren immer wieder aufkommende Klagen von AWD-Kunden wegen
Falschberatung etc.
AWD HOLDING (MDAX), WKN 508590
Marktkapitalisierung: 1,1 MRD Euro
Umsatzmultiple 03e: 2
EPS 03e: 1,20 Euro
KGV 03e: 25
XETRA-Kurs 16.04. 30,00 Euro
52-Wochen-Hoch: 55,79
52-Wochen-Tief: 21,56
empfohlenes Stop-Loss: 27,70 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Trading Buy"
13. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
__________________________________________________
Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Allianz kaufen Aktienservice Research 15.04.
BASF kaufen Sparkasse Bremen 15.04.
BASF verkaufen SchmidtBank 15.04.
Bayer "buy" HSBC Investmentbank 15.04.
Buderus "accumulate" Commerzbank 16.04.
Buderus akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 15.04.
Continental akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 16.04.
Continental kaufen ABN Amro 15.04.
Continental Kursziel erhoeht Morg. Stanl. Dean Wit. 15.04.
Continental Outperformer Sal. Oppenheim 15.04.
Degussa "buy" Commerzbank 15.04.
Deutsche Bank akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 16.04.
Dt. Boerse Outperformer Sal. Oppenheim 16.04.
Deutsche Post "reduce" HSBC Investmentbank 15.04.
Deutsche Telek "reduce" HSBC Investmentbank 16.04.
Deutsche Telek kaufen Bankgesellsch. Berlin 15.04.
Deutsche Telek neues Kursziel Schroder Salomon S. B. 15.04.
Fraport "buy" Dresdner Kleinw.Wass. 15.04.
Fraport neutral Helaba Trust 16.04.
Hochtief "buy" Merrill Lynch 15.04.
Hugo Boss VZ "buy" Credit Suisse First B. 16.04.
Infineon neutral Helaba Trust 15.04.
Jenoptik "reduce" Dresdner Kleinw. Wass. 16.04.
Jenoptik akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 16.04.
Jenoptik neutral Helaba Trust 15.04.
Kamps "sell" M.M.Warburg & CO 16.04.
Kamps "underperform" WestLB Panmure 15.04.
Kamps Outperformer Sal. Oppenheim 16.04.
Kamps Upgrade WestLB Panmure 16.04.
MAN "overweight" Morg. Stanl. Dean Wit. 15.04.
MAN akkumulieren Bankgesellsch. Berlin 15.04.
Preussag halten Bankgesellsch. Berlin 16.04.
SAP "Recommended List" Goldman Sachs 16.04.
SAP neutral BW Bank 16.04.
SAP reduzieren WGZ-Bank 16.04.
SAP Upgrade Dresdner Kleinw. Wass. 15.04.
Schering kaufen Sparkasse Bremen 15.04.
Siemens akkumulieren WGZ-Bank 16.04.
Siemens neutral Sal. Oppenheim 16.04.
Sixt "buy" Dresdner Kleinw. Wass. 15.04.
Wedeco "reduce" HSBC Trinkaus & Burkh. 15.04.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Keine Analyse kann den Anleger von seiner Verpflichtung, aus-
fuehrlich eigenes Research zu betreiben, entbinden. Kein se-
rioeser Analyst kann und will Ihnen das eigene Denken abnehmen.
Auch wir nicht. Der Anleger sollte diese Analysen im Zuge der
Informationsbeschaffung und zur Verbreiterung seiner Wissens-
basis verwenden, sie aber keineswegs als alleinige Entscheid-
ungsgrundlage heranziehen.
Quellen: Aktiencheck.de, Institute, eigene
Termine:
DONNERSTAG, 18. April
US - woechentliche Erstantraege Arbeitslosenhilfe
DE - Allianz AG, Bilanzpressekonferenz
- CEAG AG, Analystenpraesentation (DreBa FF), Bilanz-PK
- ComputerLinks AG, Hauptversammlung
- IWKA AG, Jahresabschluss 2001, Analystenpraesentation
- Odeon Film AG, Analystenpraesentation, Bilanz-PK
- SAP AG, 3-Monatsabschluss
- tecis Holding AG, Analystenpraesentation, Bilanz-PK
- Vectron Systems AG, Analystenpraesentation
US-Titel Berichtsperiode Consensusschaetzung Vorjahres-EPS
American Express Q1 0,43 0,40
Atmel Q1 -0,07 0,12
Compaq Computer Q1 0,01 0,12
eBay Q1 0,16 0,11
Honeywell Q1 0,45 0,51
KLA-Tencor Q3 0,15 0,71
McDonald`s Q1 0,29 0,29
Merck Q1 0,71 0,71
Microsoft Q3 0,51 0,44
Nortel Networks Q1 -0,14 -0,09
PMC-Sierra Q1 -0,12 0,02
Rational Software Q4 0,09 0,22
Sanmina - SCI Q2 0,00 0,35
SBC Communicat. Q1 0,51 0,51
Schering-Plough Q1 0,41 0,38
Sears Roebuck Q1 0,71 0,45
Southwest Airlines Q1 0,03 0,15
Sun Microsystems Q3 -0,02 0,08
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FREITAG, 19. April
DE - Allianz AG, Analystenpraesentation
US-Titel Berichtsperiode Consensusschaetzung Vorjahres-EPS
BellSouth Q1 0,56 0,52
Int. Paper Q1 0,07 0,05
Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit