Anzeige
Meldung des Tages: 200 % Upside und Rohstoff-Engpass: Entsteht hier der nächste Versorgungs-Gigant?
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 746  747  749  750  ...

14 Gründe für ein Investment in BVB.


Thema
abonnieren
Beiträge: 51.481
Zugriffe: 15.864.102 / Heute: 13.079
Borussia Dortmun. 3,075 € +0,82% Perf. seit Threadbeginn:   +42,30%
 
halbgottt:

Übrigens

2
03.03.16 16:55
Hatte ich auch mit dem Leiter der IR Abteilung, Dr. Robin Steden darüber geredet. Nicht ich hatte die Sache mit Uli Hoeneß angesprochen, sondern er.

Als ich daraufhin meinen Standpunkt darlegte, der übrigens überhaupt nicht besagt, daß ich davon ausgehe, daß Hoeneß leerverkaufte, sondern lediglich, daß es sein könnte, also spekulativ, da meinte Dr. Robin Steden lediglich lapidar, daß es für Hoeneß bei den Umsätzen der damaligen Zeit ein Leichtes gewesen sein könnte, leerzuverkaufen. Eben weil die finanziellen Mittel von Hoeneß mittlerweile jedem bekannt sind.

32.000 Trades hatte Hoeneß abgewickelt und dabei extreme Unsummen umgesetzt. Teilweise 100 Trades an einem Tag. Er saß ständig mit dem Börsenpager im Stadion. Sein Sohn hatte nach der Anklage in der ZEIT bestätigt, daß Hoeneß immer noch börsensüchtig wäre. So wie die Sache bei der BVB Aktie in der Rückrunde 2012 gelaufen ist, sollte völlig klar sein, daß jeder Leerverkäufer damit gewonnen hätte. Die Leerverkäufe waren nicht meldepflichtig, natürlich spielt das eine zusätzliche Rolle.

Hoeneß hatte nicht nur behauptet, daß man die BVB Aktie an die Wand nageln könne, sondern daß Watzke Märchen erzählen würde, jeder der sich in der Branche auskenne, wisse das. Anschließend wurden seine Äußerungen in zig Medien zitiert, noch und nöcher. Über Google konnte man monatelang zur BVB Aktie genau diese Äußerungen finden, auf Seite 1.

Das war IR Arbeit gegen die BVB Aktie  par excellence, kann man nicht anders sagen. und wie Watzke nicht gegengehalten hat, hat mich sehr geärgert. Was passiert denn, wenn der Vorstandsvorsitzende von Daimler sagt, der neue Golf von VW taugt nichts und der Vorstandsvorsitzende von VW lügt?

Aber wie schon gesagt: Viel entscheidender sind die BVB Aktionäre selber. Ich weiss gar nicht, ab wann es sich lohnt, über etwas zu diskutieren, wenn nicht 250.000 Aktien in den Verkauf gestellt werden, sondern 800.000 oder erst wenn 10% leerverkauft wird oder wenn Hoeneß sich noch viel deutlicher ausdrücken würde, also deutlicher als Watzke lügt und die BVB Aktien könne man an die Wand nageln??? Oder soll die Aktie noch viel deutlicher abschmieren, damit es überhaupt möglich ist, darüber zu diskutieren???

BVB Aktionäre verweigern irgendeine konstruktive Diskussion darüber, obwohl niemand sagt, wie es ist, sondern lediglich wie es sein könnte.

Völlig bizarr.

Dann brauch ich mich aber auch nicht über den Aktienkurs wundern. Eine Aktie ist nur so gut wie ihre Aktionäre.

Antworten

Werbung

Entdecke die beliebtesten ETFs von SPDR


Der Tscheche:

Eine Aktie ist NICHT "nur so gut wie ihre Aktionär

 
03.03.16 17:16
e", der Spruch wird auch die 1000ste Wiederholung nicht wahrer.

Eine Aktie bzw. der Aktienkurs spiegelt über kurz oder lang die fundamentale Entwicklung des an der Börse notierten Unternehmens wieder, völlig egal, welche Theorien zu kurz- und mittelfristigen Einflüssen auf den Kursverlauf sich irgendwelche Kleinanleger ausdenken.

Man braucht sich nur die Rangreihe der deutschen Aktien nach gemeldeten Leerverkäufen anzuschauen (Link unten) und dann in die Threads der WIRKLICH stark leerverkauften Aktien schauen, um zu erkennen, wie hyperaktiv-paranoid beim BVB das Thema im Vergleich zu allen wirklich betroffenen Aktien behandelt wird (wenn auch letztlich vor allem von einem, freilich extrem omnipräsenten User).

Ich bin mir außerdem ziemlich sicher, dass es die Leute in verantwortlicher Position rund um den BVB, die sich auf einen Dialog mit diesem omnipräsenten User einlassen (von einem Analysten über Steden bis hin zu Tress), später häufig sehr bereuen, weil dieser User dann sehr gerne auf sie verweist, wenn es um fragwürdige Thesen geht.

Antworten
Der Tscheche:

Hä, Link vergessen?

 
03.03.16 17:17
Antworten
Der Tscheche:

Nö, der wird nicht akzeptiert der Link...

 
03.03.16 17:18
... dann halt nur so: shortsell.nl/universes/Duitsland.
Antworten
Katjuscha:

ich glaub ja, Der Tscheche ist Uli Hoeness

2
03.03.16 17:33
Antworten
Der Tscheche:

Nö, ich bin Dieter

 
03.03.16 17:34
Antworten
Der Tscheche:

Übrigens verkaufen mein Bruder und ich uns auch...

 
03.03.16 17:40
...gerne mal die BVB-Aktien hin und her, um den Kurs niedrig zu halten, ohne wirklich leer verkaufen zu müssen. Das konnten wir sogar in der Gefängniszeit machen und zwar nicht während des Freigangs. Der Uli mit seinem Mac und icke mit dem ollen Hertha-Dell-Computer (desktop).
Antworten
Alexander909:

Gestern habe ich den großen Verkaufsblock

3
03.03.16 17:45
genutzt und mir ein paar Aktien ins Depot gelegt. Grund der Überlegung hier zu investieren war, daß der sportliche und (grundsätzliche) damit verbundene finanzielle Erfolg, sich im Aktienkurs noch kaum widerspiegelt. Am 26.05.15 (erster Börsentag nach Abschluß der Saison) stand der Kurs bei 3,655 €, heute notiert die Aktie gerade mal ca. 7 % höher. Vergleicht man die derzeitige (Tabellen-)Situation mit der heutigen, dann liegen - wie jeder hier weiß - Welten dazwischen.

Dennoch gibt es bei der BVB-Aktie 2 größere Probleme :

1.) größere Einnahmen kommen nicht (automatisch) dem Aktionär in Form von Dividenden oder/und Aktienrückkäufen zugute, sondern werden eher in die Mannschaft z.B. in Form höherer Gehälter oder Kauf teurer Spieler investiert. Insofern ist die Aktie für sehr breite Anlegerschichten völlig uninteressant.

2.) Durch die 50+1-Regel ist eine Übernahme durch Scheich xyz oder eines US-Milliardärs unmöglich. Eine längere Unterbewertung der Aktie könnte somit (ewig) weiterexistieren, ohne daß es ein Übernehmer ausnützen könnte und einen 'marktgerechten' Preis dafür zahlen würde.

Insofern glaube ich nicht, daß die Aktie längerfristig ein gutes Investment darstellt, allerdings kurz-und mittelfristig sehe ich für die Aktie durchaus Potenzial.


Antworten
halbgottt:

Der Tscheche

 
03.03.16 17:50
Es ist keine fragwürdige These, wenn der Leiter der IR Abteilung lapidar meint, daß es für einen Multimillionär eine Kleinigkeit wäre, die BVB Aktie bei winzigen Umsätzen 2012 leerzuverkaufen. Nichts daran ist fragwürdig. Die Tagesumsätze lagen zum Zeitpunkt der Hoeneß Aussagen bei klar unter 100.000 Stück.

Die Rangreihe der leerverkauften Aktien braucht man sich nicht anzuschauen.

Als BlackRock letzte Saison leerverkaufte war das Kursziel 75% entfernt, so etwas gibt und gab es nirgends, ich hatte sämtliche leerverkaufte BlackRock Positionen untersucht.

Du kannst mich ja gerne mal darauf aufmerksam machen, falls so etwas jemals passieren sollte. Ist schon ein ganz gewaltiger Unterschied, ob ein Leerverkäufer eine Aktie ins Visier nimmt, wo das Anlageurteil eh halten oder verkaufen lautet, oder wo bei Anlageurteil Kaufen, das Kursziel höchstens 20% entfernt ist.  
Antworten
halbgottt:

Der Tscheche

 
03.03.16 17:59
"Eine Aktie bzw. der Aktienkurs spiegelt über kurz oder lang die fundamentale Entwicklung des an der Börse notierten Unternehmens wieder, völlig egal, welche Theorien zu kurz- und mittelfristigen Einflüssen auf den Kursverlauf sich irgendwelche Kleinanleger ausdenken."

Dieser Satz ist einfach nur eine Behauptung von Dir, die durch nichts gestützt wird.

Es ist möglich, daß eine Aktie viele Jahre klar unterbewertet ist, völlig egal, was Kleinanleger dazu meinen. Im Gegenteil es gibt massenhaft Kleinanleger, die die derzeitige Bewertung als halbwegs gerecht empfinden, das wird durch unzählige kontroverse Diskussionen deutlich. Daraus folgt aber keineswegs, daß die Aktie tatsächlich halbwegs fair bewertet ist und zwar gar nicht.

Daß Anleger den aktuellen Aktienkurs für bare Münze nehmen, liegt in der Natur der Sache und ist nicht irgendwelchen Kleinanlegern geschuldet, so argumentierte auch Feinfgold Research, Börsenblogger, Nebenwerte Magazin, Bernecker Aktienbräu, Börse Online und viele mehr, bevor diese ihre Meinung teilweise änderten, obwohl sich an der Sachlage nichts gravierendes geändert hatte.
Antworten
Der Tscheche:

Nicht Dein Ernst, oder?

 
03.03.16 18:04
Da mich Kursziele von Sellside-Analysten in der Regel nicht sonderlich interessieren (bzw. ich mich im Gegenteil über "sells" bei meinen Aktien freue), habe ich auch noch nie auf das geachtet, was Du hier als extrem selten beschreibst.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Du recht hast, schon gar nicht bei so mickrigen Short-Quoten.
Antworten
Der Tscheche:

Aha die Überzeugung aller...

 
03.03.16 18:09
...fundamental orientierter Anleger ist "eine Behauptung von" mir, "die durch nichts gestützt wird", aber Dein Slogan "Jede Aktie ist nur so gut wie ihre Aktionäre" steht fest, wie man durch zahllose empirische Studien festgestellt hat.
Zwing mich nicht schon wieder, ein *lol* hinzuschreiben.
Antworten
halbgottt:

Der Tscheche

 
03.03.16 18:30
Ich hätte ein kürzeres Zitat von Dir nehmen müssen, ich probiere es mal:

"Eine Aktie bzw. der Aktienkurs spiegelt über kurz oder lang die fundamentale Entwicklung des an der Börse notierten Unternehmens wieder"

Dem widerspreche ich. Eine Aktie kann jahrelang unterbewertet sein.

Daß mein Satz "Jede Aktie ist nur so gut wie ihre Aktionäre" nicht durch empirische Studien belegt ist, ist eh klar. Du bringst halt in jede noch so simple Diskussion sofort eine Polemik und persönliche Auseinandersetzung mit rein.

Begründe doch einfach mal Deinen obigen Satz. Wenn ich an den obigen Satz glauben würde, dann wüsste ich jedenfalls nicht, wieso Du jahrelang so dermaßen hoch in die BVB Aktie investierst.

Wenn ich selber hoch in eine Aktie investiere, dann nur wegen der Unterbewertung.
Antworten
Der Tscheche:

Ja, eine Aktie kann jahrelang unterbewertet sein..

 
03.03.16 18:45
... und wenn man Pech hat, dann verliert sie im Laufe der Zeit sogar ihre Unterbewertung. Oder sie sieht nur so aus, als ob sie unterbewertet wäre (meistens werden in diesem Zusammenhang freilich Kennzahlen genannt, anhand derer der BVB gar nicht so unterbewertet ist, um es ganz vorsichtig auszudrücken, beim BVB kommt man hier am ehesten noch mit Buchwert + stille Reserven weiter) und man landet in einer Value-Falle.

Mit "ihren Aktionären" hat das alles aber sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wenig zu tun.

Ich habe aber inzwischen - wie so oft, wenn ich mit Dir "diskutiere", das Gefühl, meine Zeit zu verschwenden.

Es sei Dir also - nicht "wie so oft", sondern WIE IMMER und ohne Ausnahme, das letzte Wort gegönnt. Nur zu.
Antworten
Zensurliste:

yoni #18663

6
03.03.16 20:44
"Machen wir es jetzt mal zur Abwechslung richtig konkret: Wenn jetzt die Nachricht kommt, dass der BVB jährlich 30 Mio ? mehr Umsatz aus den Fernsehverträgen bekommt - wie viel ist der BVB dann eurer/deiner Meinung nach mehr wert? Meine Position habe ich ja bereits überklar gemacht: Ich rechne damit, dass der zusätzliche Umsatz sofort wieder ausgegeben wird (notfalls ins Stadion der zweiten Mannschaft, wie von Mr.Turtle schon avisiert), also in eine Substanz über die schlussendlich so richtig nur der Komplementär verfügt und nicht ihr Aktionäre. Insofern rechne ich auch folgerichtig (evtl. nach einem kurzen Ausschlag nach oben) mit einer Verpuffung des Effekts. "

ich muss mich wirklich wundern. wie kommst du darauf, dass der "umsatz" (kanns sein, dass du umsatz und gewinn durcheinandergebracht hast?)  wieder sofort in die ausgabenseite (stadion der zweiten elf?!) fließt? selbst wenn...wieso interpretierst du diese investitionen dann automatisch als negativ? was sollte der verein denn mit dem ueberschuss an cash anstellen, damit die aktionaere gluecklich werden? eine hoehere dividende? sei froh, dass der verein ueberhaupt dividende zahlt...zeig mir mal einen anderen verein, der das macht...du tust ja so, als waeren investitionen (die der verein meiner meinung nach voellig zu recht in den kader taetigt, um wettbewerbsfaehig zu bleiben bzw. weiter wachsen zu koennen...wohin sonst mit dem geld? verbindlichkeiten gibts nicht mehr) herausgeschmissenes geld...

mich wuerde mal interessieren, wann ein aktionaer deiner meinung nach vom ueberschuss des unternehmens profitiert...gewinn ausschließlich an aktionaere auszahlen, nicht weiter investieren, den marktanschluss verlieren und dann pleite gehen?-) cool, zeig mir mal ein solches boersennotiertes unternehmen...werde dann sofort kaufen und nach dem mitnehmen der ersten sonderdivi und den sonstigen cash-bonus-geschenken schnellstmoeglich wieder verkaufen...
watzke investiert die megakohle zum groessten teil in spieler, damit der bvb dauerhaft ein spitzenverein nicht nur in deutschland bleibt, damit alle umsatzfaktoren aus champions league, fernsehgelder, sponsoring, marketing etc stetig ausgebaut werden koennen...der fussballmarkt ist die boombranche in den naechsten jahren...im endeffekt resultiert daraus, dass der wert des vereins sich in den naechsten jahren rasant erhoehen wird...
insofern kann ich ueber dein posting nur den kopf schuetteln sorry...und bitte komm mir nicht mit dem argument, die kosten werden uerberproportional im verhaeltnis zum umsatz steigen...die gehaltsstrukturen sind bekannt, die seit jahren gleichbleibende (hervorragende) personalaufwandsquote ebenso..
Antworten
Alexander909:

Du hast schon recht,

2
04.03.16 00:13
daß ein Unternehmen investieren muß, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dennoch muß sich jeder Aktionär (der kein BVB-Fan ist !) in der Tat fragen, wie kann ich von meinem Investment (irgendwann mal) profitieren. Da gibt es (vielleicht fallen dir noch andere Möglichkeiten ein) nur 2 Möglichkeiten. a.) steigende Aktienkurse (mit oder ohne Aktienrückkäufe) b.) Ausschüttungen, also Dividenden.

Dividenden findest du nicht angebracht; steigende Aktienkurse vermutlich schon, doch der Kurs bewegt sich trotz des sportlichen Erfolges und damit verbunden pos. finanziellen Auswirkungen (zumindest in letzter Zeit) nicht vom Fleck.


Man kann einen Fußballverein auf eine Art vielleicht mit den deutschen (Investment-)Banken der letzten Jahre vergleichen. Hier haben in den vergangen Jahren in erster Linie (oder besser gesagt ausschließlich) die Investmentbanker profitiert. Deren Boni war um ein Vielfaches höher als der Ertrag für die Aktionäre, gemessen an den Dividenden (von den Aktienkursverlusten gar nicht zu sprechen).

Sollte man beim BVB zukünftig deutlich steigende Einnahmen generieren, dann wird dies in erster Linie in höhere Spielergehälter versickern. Dann sagt z.b. ein Mats Hummels, er möchte sich schon mal gern verändern, z.b. England wäre doch interessant, allerdings wenn der BVB sein Gehalt verdoppeln würde, könne er doch noch weiter beim BVB spielen. Und da man meint ihn unbedingt brauchen zu müssen, wird halt gezahlt.  Oder um einen Aubameyang von einem (angeblichen) Versprechen abzuhalten, zahlt man ihm vielleicht 20 Mio. oder 30 Mio. € oder ... p.a., man muß ja konkurrenzfähig bleiben. Natürlich wollen die anderen Spieler dann auch einen Gehaltsaufschlag und die Spirale dreht sich und dreht sich. Man hat ja mehr Geld zur Verfügung. Die Aktionäre haben dann halt Pech und sind damit vielleicht sogar noch zufrieden, wenn sie BVB-Fans sind.

Es geht mir nicht darum, den BVB oder die Aktie generell schlecht zu machen, aber für ein breites Anlegerpublikum ist sie aus den genannten Gründen eben nicht interessant und wird deshalb m.E. längerfristig zu keinen Höhenflügen ansetzen, auch wenn der sportliche Erfolg überragend sein wird.  
Antworten
Katjuscha:

der Vergleich zu Investmntbanken hinkt gewaltig

2
04.03.16 03:48
Allein schon das Vokabular "versickert in Spielergehälter" ist ja komplett fragwürdig.

Genau das ist das Geschäftsmodell des BVB. Man würde ja bei einem Industrieunternehmen auch nicht sagen, das Geld versickert in der Anschaffung von Maschinen, dem Kauf von Rohstoffen oder der Einstellung von Fachkräften, um damit das Produkt zu erschaffen. Beim BVB wird genau das Gleiche komischerweise so ausgelegt als würde die Investition ins operative Geschäft einer Blase wie bei Investmentbanken in irgendwelchen erzeugten Kunstprodukten gleichkommen.

Das Problem wieso der Kurs nicht steigt, ist nicht dass nur eine kleine Dividende gezahlt wird. Auch das kommt bei Industrieunternehmen vor. Das Problem ist, dass wir Deutschen im allgemeinen so denken wie du. Das Bewusstsein dafür fehlt, dass der Fussball genauso ein operatives Geschäft hat bzw. ist wie andere Geschäfte auch. Fussball ist hierzulande Gefühl und Tradition. Wer da von Geschäft redet, wird als gefühlskalt angesehen, als jemand, der die Tradition kaputtmacht. Daran muss sich was ändern. Man muss Fandasein und Aktienanlage in Einklang bringen können. Die Amis und Briten können das eben. Wir aber streiten uns ernsthaft um solchen Unsinn wie ganz normale Investionen in neue Spieler oder Gehälter. Solange der BVB weiterhin so erhebliche Ebitda und operative Cashflows generert wie zuletzt, ist es mir völlig egal, ob die steigenden Umsätze 1 zu 1 in den Kader investiert werden. Am Ende muss das Unternehmen seine Markstellung behaupten und ausbauen und dabei profitabel sein. Das ist alles. Die wenigsten Unternehmen haben über Jahre hinweg riesige FreeCashflows. In den allermeisten Unternehmen werden die operativen Cashflows investiert. Deshalb sind ja die allermeisten Unternehmen auch verschuldet. Im Grunde funktioniert unsere Gesellschaft sogar nur über Schulden. Aber ausgerechnet der BVB; der unter Watzke einen anderen Weg einschlägt und nie wieder Schulden machen will, wird vorgeworfen, dass er sein erwirtschafteten Cashflows wieder investiert. Im Grunde grotesk.
Antworten
Yoni:

@zensur, kat und alex

 
04.03.16 07:39
Grotesk ist das überhaupt nicht: Ihr tut ja so, als hätte der BVB eine Wahl ob er investiert oder nicht, und ihr als Aktionäre habt schonmal erst recht keinen Einfluss auf die Cash Allokation deshalb habt ihr euch damit arrangiert und diese schöndefiniert. Das Wort "Investition" klingt bei Fussballvereinen schöner als es in Wahrheit ist, dahinter steckt eine Art fortwährender Zwang, um auf höchstem Niveau wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bei einem normalen Unternehmen gibt es diesen Zwang zur (Re-)Investition eben nicht, bzw. man könnte jederzeit daraus ausbrechen (zB Amazon). Gerade deshalb muss man doch ausgerechnet hier auf die Dividende schauen.

Fließt keine ausreichende Dividende, ist das hier wie eine Investition in ein Gemälde: In England und anderem europäischen Ausland überschlagen sich die Liebhaber mit Ihren Geboten, in Deutschland und beim BVB ist bewusst (!!) durch KGaA-Struktur und 50+1 das Gemälde doppelt vor einer "Versteigerung" geschützt. Die Peer-Group ist doch im Grunde eine Illusion!


Zu dem Vergleich mit den Investmentbanken: In den guten Zeiten profitieren die Angestellten, wenn es schlecht läuft dürfen die Aktionäre per Kapitalerhöhung in die Bresche springen! So falsch ist der Vergleich doch nicht.

Antworten
Mr.Turtle:

Yoni

2
04.03.16 08:29
Lol, mehr kann man daz nicht sagen. Amazon kann also den Gewinnmotor anwerfen, der BVB nicht?
Und was passiert, wenn Amazon nicht mehr investiert, dann halten Facebook, Microsoft und Apple auch artig die Füße still, oder wie?

Es ist deutlich einfacher, dass der BVB Auba verkauft und einen Ersatz holt, der nur ein Viertel kostet, wie das Amazon entsprechende Projekte an Apple verbimmelt (oder auch nur nicht mit bietet), ohne nennenswert ins Hintertreffen zu geraten. Das ist doch wohl jedem klar, der seine Schuhe selber binden kann.

Amazon steckt ind ieser Falle deutlich tiefer drin als jeder Fußballverein. Nach Yoni müssten Amazon und Apple zusammen also den Wert drei MacDonaldsfilialen haben, oder wie?

Das ist doch keine Diskussion mehr, das ist stumpfes Gebashe!
Antworten
Der Tscheche:

Nö, das ist kein stumpfes Gebashe...

2
04.03.16 08:43
...sondern eine großteils ganz gute Beschreibung der Lage.

Ich finde eher die Gegenargumente schwach:

"Man würde ja bei einem Industrieunternehmen auch nicht sagen, das Geld versickert in der Anschaffung von Maschinen, dem Kauf von Rohstoffen oder der Einstellung von Fachkräften, um damit das Produkt zu erschaffen."

NATÜRLICH sagt man das auch bei Industrieunternehmen, wenn die Investitionen zur Aufrechterhaltung des Status Quo im Wettbewerb jeden verdienten Cent oder sogar mehr auffressen. Deshalb wird auch in den meisten Büchern zum Value Investing ausdrücklich vor kapitalintensiven Branchen gewarnt. Lieblingsbeispiel war über Jahrzehnte die Flugzeugbranche.
Antworten
Alexander909:

kat

 
04.03.16 09:46

Das Problem ist, dass wir Deutschen im allgemeinen so denken wie du. Das Bewusstsein dafür fehlt, dass der Fussball genauso ein operatives Geschäft hat bzw. ist wie andere Geschäfte auch. Fussball ist hierzulande Gefühl und Tradition. Wer da von Geschäft redet, wird als gefühlskalt angesehen, als jemand, der die Tradition kaputtmacht.

Nein, daß glaube ich nicht. Die wenigsten werden aus diesem Grunde nicht in die Aktie investieren, sondern es liegt an der erwarteten Beteiligung am zukünftigen Gewinn. Zumal natürlich das Risiko, daß die Erträge sich nicht positiv entwickeln größer erscheint als bei vielen anderen Unternehmen. Natürlich kann auch Nestle mal einen neuen Schokoriegel schlecht designen und der entsprechende Absatz wird dann mau ausfallen oder BMW mit seinem neuen Oberklassemodell den Geschmack seiner potenziellen Kunden nicht optimal treffen, aber die Gewinnentwicklung wird dadurch nicht so stark tangiert, als wenn der BVB (wie z.b. letzte Saison) eine Niederlagenserie einfährt und z.b. die Champions League verpasst. Ich habe also (gefühlt) ein höheres Gewinnrisiko bei der Aktie (welches mir durch die Tabelle schön transparent im Gegensatz zu anderen Firmen gezeigt wird) und dann noch den Nachteil, daß die erwirtschafteten Erträge im Zweifel nicht dem Aktionär, sondern hauptsächlich den Spielern (und Spielerberater) zugute kommen werden.

Ich glaube, der Gegensatz zwischen der Erwartung der Fans, nämlich nur den Verein zu sehen und jeden verfügbaren Euro in die Mannschaft zu stecken, um Erfolg zu haben und der Erwartung der Aktionäre, möglichst ihren Gewinn aus dem Investment zu maximieren, ist einfach zu groß. Und die Clubführung wird im Zweifel eher den Ersteren gerecht werden wollen (sie sind ja selber Fans) als den Aktionären und somit fallen diese Interessen eben unter den Tisch. Wenn Du es so gemeint hast, dann gebe ich Dir natürlich recht.

PS: Sollte die 50+1-Regel mal fallen, dann sieht es natürlich anders aus, dann sehe ich ein längerfristiges Investment in die Aktie ggfls. als lohnenswert an.


Antworten
Katjuscha:

Tscheche und Yoni, ist halt nur nicht so

 
04.03.16 10:25
Dass jeder Euro aufgefressen wird beim BVB.

Rechnet euch mal EV/EBITDA oder KGV über einen 5 jahreszeitraum aus! Und das alles in einer wachstumsphase.

Bei Amazon argumentiert man (obwohl das beispiel durch die beOndere Kostenstruktur bei Internetwerten eh etwas schräg ist) gerne mit den wachstumsinvestitionen. Deshalb hatten sie jahrelang keinen oder nur minimalen gewinn. Der BVB hat in der wachstumsphase sehr gute gewinne und cashflows aber man regt sich ausgerechnet über die Zahlen in dem Jahr auf wo es sportlich mal eine wachstumsdelle gab.
Antworten
Der Tscheche:

EV/EBITDA macht in kapitalintensiven Branchen...

 
04.03.16 10:30
...wenig Sinn, weil die Investitionen ja vor allem über die Abschreibungen in die GUV fließen. Also bitte dringend auf EV/EBIT wechseln. Free Cashflow-Diskussion hattest Du doch schon mit Yoni.
Antworten
Katjuscha:

Im übrigen ging's mir persönlich beim Thema

 
04.03.16 10:33
Investmentbanken um ein völlig anderes Produkt und Geschäftsmodell.

Bei den Investmentbanken müssen Aktionäre und Steuerzahler deshalb in die Bresche springen, weil diese schlechten Zeiten durch aberwitzige Produkte ausgelöst wurden. Beim BVB gab es zuletzt entgegen deiner Aussage nicht in schlechten Zeiten eine KE sondern in guten Zeiten. Deshalb hält sich im Vergleich zu unsinnigen geschäftsmodellen oder schlechtem Management die Verwässerung in grenzen. Diese Unternehmen haben meist große schulden. Erwartest du sowas in den nächsten. 10 Jahren beim BVB?
Antworten
Katjuscha:

Dann geh nach EV/EBIT oder KGV

 
04.03.16 10:41
Und berücksichtige zudem mal das Geschäftsmodell!

Auch nach EBIT oder KGV steht der BVB in Denkleistung 5-6 Jahren Nicht schlecht da. Und bei den cashflows auch nicht wobei sie aufgrund der investitionsphase der letzten zwei Jahre halt mal etwas schlechter waren. Solche Zeiten hast du anderswo ganz genauso.

Ich weiß du hörst die Frage. Ich weiß du hörst die Frage Nicht gerne weil du denkst, ich will dir persönlich was ankreiden. Ist nicht der Fall! Aber ich frag mich wirklich bei dir WiSo du so umfangreich investiert bist wenn du genau in solch wesentlichen Fragen zur Aktie eine kritische Haltung einnimmst. Kannst du mir das kurz mal erläutern wieso du investiert bist!? Das ist wirklich nicht persönlich gemeint. Ich frag mich das halt nur schon seit langem. So wirklich beantwortet hast du mir die Frage nach meiner Erinnerung nie. Oder falls ich es überlesen habe, Machs mal bitte ein letztes mal! Ich verspreche ich nerv dich dann mit meinem süffisanten 97% Spruch auch nie mehr.

Grüsse
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 746  747  749  750  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem BVB Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
7 19.568 Spieltaganalyse und Kaderdiskussion BORUSSIA 09 WireGold 2teSpitze 18:34
71 51.480 14 Gründe für ein Investment in BVB. atitlan JAF 23 18:30
10 760 Perf. Vergleich - Gottt gegen den Rest der Welt Baerenstark Dragonwork 06.03.26 08:56
9 1.734 Borussia Dortmund - Charttechnik Der Tscheche SzeneAlternativ 01.08.25 19:07

--button_text--