Sicherlich diente die KE auch dazu, durch die Wandlung des BVB von einem hochverschuldeten verein in einen Verein mit dickem Nettocashposlter die Abhängigkeit von einzelnen sportlichen Ergebnissen zu reduzieren. Aber erstens war damit sicherlich nicht gemeint gegen den Abstieg zu spielen, und zweitens ist es letztlich immernoch Börse. Man wird den Vorstand schwerlich dafür veramtwortlich machen können, dass direkt nach der KE eine sportliche Talfahrt begann und die Anleger bzw. der Finanzmarkt das Unternehmen völlg unter wert handelt.
Aktuell ist der BVB nur noch mit 348 Mio € bewertet. Bei voraussichtlichem Nettocash am Saisonende von 73 Mio €, entspricht das einem EnterpriseValue von gerade mal 275 Mio €. Das ist wirklich an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.
Aber wenn der Finanzmarkt sich leider auf die sportliche Krise stürzt, statt das Unternehmen zu bewerten, weiß ich nicht, ob man den Vorstand dafür verantwortlich machen kann. Ich hab's mir zugegebenermaßen auch anders vorgestellt, aber ich glaube nicht mal die größten Pessimisten hatten erwartet, dass der BVB auf Platz 17 nach der Vorrunde steht. Bin mir sicher, wenn man auf Platz 8-9 stände, würde die Idee mit der Absicherung des Kurses durch die KE und dadurch hohen Nettocash auch funktionieren. Dann stände man wohl zumindest im Bereich 4,5-4,6 €. Aber Abstiegskampf ist halt psychologisch ne andere Kiste für die Anleger, auch wenn sie sich endlich mal für die fundamentale Bewertung interessieren sollten. Das ist schon fast amüsant (wenn ich nicht investiert wäre) wie man die Assets des BVB auspreist und die Kostenstruktur unberücksichtigt lässt.