PC hat sich zunächst mit dem debitel-VV Paul Stodden verständigt, dass es vielleicht gar nicht so schlecht wäre, debitel mit seinen 10,7 Millionen Kunden unter dem Dach von Drillisch noch in 2006 an die Börse zu bringen. Permira hat den Deal abgelehnt, weil die Ergebniszahlen zu schlecht sind und man Drillisch nun wirklich nicht brauche, um an die Börse zu gehen.
PC hat dann die Texas Pacific Group über die Ablehnung informiert und darüber, dass Drillisch bei mobilcom einsteigen will. Mit ein Grund: Einstieg in (europaweite ?) Datendienste, hauptsächlich Handy-TV.
TPG kennt die Geschäfstphilosophie von PC und ist überzeugt, dass der Grieche für mobilcom ohnehin die bessere Wahl wäre als Spoerr, den man übrigens bei dieser Gelegenheit mit freenet gleich mitverkloppen könnte.
TPG und PC einigen sich: Drillisch wird mobilcom mit seinen 5 Millionen Kunden (zunächst) nicht übernehmen, da TPG seinen Einfluss behalten will für seinen nächsten Schritt in Sachen Beteiligung am großen digitalen Datendienst-Kuchen.
Da auch die Zeit für eine DRI/MOB-Fusion nicht eilt, kann PC nach dem Spoerr-Treffen erklären, man werde die mob-freenet-Fusion nicht torpedieren.
Und die Banken (besonders die eine?) sind in den Deal eingeweiht und stimmen dem (möglicherweise anerkennend) zu.
Soweit die kleine Geschichte ohne Belege.
Und was ist im Oktober so nebenbei passiert ?
Am Ende der ersten Oktoberwoche erklärt debitel-VV Paul Stodden, dass er debitel verlassen wird.
Am 9. Oktober gibt Drillisch die Beteiligung an mobilcom bekannt.
Am 11. Oktober meldet die Texas Pacific Group, dass dass sie rund 75% eines 3,3 Mrd-Euro Paketes von TDF erworben hat und somit 42% am französischen Unternehmen hält.
(TDF liefert Rundfunk- und Mobilfunkservices an Medien- und Telekomunternehmen und ist neben Frankreich auch in Monaco, Spanien, Finnland, Polen und Estland aktiv.)
Und debitel und mobilcom starten im Oktober ihren Handy-TV-Empfangs-Aktionen.
Tja.
Übrigens sind als Nachfolger von Stodden bei debitel unter anderem der frühere KPN-Manager Maarten Henderson und Joachim Preisig von der Deutschen Telekom im Gespräch.