- Europas Aktienmärkte setzten ihre Talfahrt fort.
- Der EuroStoxx 50 fiel um 0,57 Prozent auf 5.892,08 Punkte.
- US-Zollsorgen belasten die Stimmung der Anleger in Europa.
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Letztlich beendete der Leitindex der Euroregion, der EuroStoxx 50
US-Präsident Donald Trump hatte den europäischen Anlegern am Wochenende die Laune verhagelt. Wegen des Grönland-Streits kündigte er Strafzölle ab Februar an, die zum 1. Juni weiter steigen sollen, sofern kein Abkommen über den Kauf der dänischen Arktisinsel durch die USA erzielt wird. Betroffen von den Zöllen sind die acht europäische Nato-Länder Dänemark, Deutschland, Frankreich, Schweden, Niederlande, Finnland, Großbritannien und Norwegen.
Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen samt den wieder erwachten Zollsorgen nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Aktienmarktstrategin Beata Manthey von Citigroup (Citigroup Aktie). Über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne habe sich ein Schatten gelegt. Manthey strich daher ihre Präferenz für Aktien Kontinentaleuropas und schätzt sie im globalen Kontext nur noch neutral ein - erstmals seit mehr als einem Jahr, wie sie betonte.
Optimistischer äußerte sich dagegen Anlageexpertin Marina Zavolock von Morgan Stanley. Die erneute Zolleskalation erschwere die Lage zwar insgesamt, allerdings seien die Belastungen sehr individuell. Zudem werde Europa in seinem Kurs zu mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung bestärkt, was nicht nur Rüstungsinvestitionen, sondern auch der Reformagenda insgesamt Schub verleihen dürfte.
Die Verluste an Europas Börsen werden allerdings auch als Gegenreaktion auf die vorherige Rally gewertet. So sprach Jörg Scherer, technischer Analyst bei HSBC, von einer "gesunden Verschnaufpause"./ck/he
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