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Aktien Europa: Leichte Kursverluste - Vorsicht vor US-Zinsentscheidung

AMSTERDAM/LONDON/PARIS/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Dienstag leicht nachgegeben. Damit setzte sich die abwartende Entwicklung vor der US-Zinsentscheidung fort. Der EuroStoxx 50 verlor am Mittag 0,13 Prozent auf 5.433,16 Punkte. Außerhalb des Euroraums ging es für den Schweizer SMI um 0,32 Prozent auf 12.105,32 Zähler abwärts. Der britische FTSE 100 sank um 0,21 Prozent auf 9.257,31 Punkte.

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Ein kleiner Zinsschritt von 0,25 Prozentpunkte gilt zwar als gesetzt, doch das Interesse richtet sich auf das weitere Vorgehen der US-Währungshüter. Nach Ansicht von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Broker RoboMarkets, ist dabei die Frage besonders interessant, ob die erwartete Zinssenkung der Anfang eines Senkungszyklus ist und wie viele Schritte in den kommenden Monaten noch folgen werden.

Und hier gibt es durchaus Fragezeichen. "Die US-Zentralbank Federal Reserve befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage", so Volkswirt Felix Schmidt von Berenberg. "Einerseits kühlt sich der US-amerikanische Arbeitsmarkt derzeit deutlich ab, was nach Zinssenkungen ruft, andererseits treiben die US-Zölle die Inflation in die Höhe und entfernen sie damit immer weiter vom Zwei-Prozent-Ziel der Fed."

Zu den Verlierern gehörten die Versicherer. Auf der Aktie des Schwergewichts Munich Re (Munich Re Aktie) , das um 1,3 Prozent nachgab, lastete ein vorsichtiger Kommentar der kanadischen Bank RBC. Die geschäftliche Dynamik des Rückversicherers schwäche sich nach Jahren starker Entwicklung ab, schrieb Analyst Mandeep Jagpal in einer Studie nach einem Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Das habe das zweite Quartal gezeigt.

Auch Bankaktien gehörten nicht zu den Favoriten. Intesa Sanpaolo (Intesa Sanpaolo Aktie) und Unicredit gaben dabei etwas stärker nach. Händler verwiesen auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach Italiens Regierung an einem Entwurf arbeitet, um 2027 durch eine Verschiebung steuerlicher Absetzmöglichkeiten zusätzlich 1,5 Milliarden Euro einzunehmen. Wie es hieß, könnte dies vorübergehend den staatlichen Mittelzuflüsse steigern, aber die Einnahmen von Banken schmälern.

Besser sah es bei den Technologiewerten aus. Hier profitierten Halbleiterwerte von den Vorgaben aus den USA und Asien. Das Schwergewicht ASML zog um 2,9 Prozent an. Nach enttäuschenden Quartalszahlen liege wohl das Schlimmste hinter dem Chipindustrieausrüster, schrieb Analyst Sandeep Deshpande von JP Morgan. Die Nachrichtenlage dürfte sich nun verbessern./mf/jha/

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