Deutsche Anleihen: Kursverluste - US-Inflationsdaten stützen nicht

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Dienstag gefallen. US-Inflationsdaten stützten die Anleihekurse nur kurzzeitig. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,41 Prozent auf 129,09 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag bei 2,75 Prozent. Die Rendite von dreißigjährigen Staatsanleihen erreichte mit 3,305 Prozent den höchsten Stand seit dem Jahr 2011.

In den USA hat sich die Inflationsrate im Juli nicht verändert und verharrte bei 2,7 Prozent. Ökonomen hatten im Schnitt einen Anstieg auf 2,8 Prozent erwartet. "Der Zolleffekt ist bisher also relativ moderat", schreiben die Volkswirte der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Viele Unternehmen nehmen die Zölle offensichtlich bisher auf die eigene Kappe." Die Experten halten dies jedoch nur für eine vorübergehende Erscheinung. Die Finanzmärkte sehen sich in der Erwartung bestärkt, dass die US-Notenbank Fed bald die Leitzinsen senken dürfte. Die belastete die Anleihen nur vorübergehend.

Deutsche Anleihen gaben dann sogar merklich nach. Schließlich sind in der Eurozone zunächst keine Leitzinssenkungen mehr zu erwarten. "Die Leitzinsen sind aktuell auf einem sehr guten Niveau", sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel in Frankfurt. "Von hier aus können wir schauen, wie sich die Wirtschaft weiterentwickelt."/jsl/he

Werte aus dem Artikel:
Euro-Bund Future 125,90 € +0,21%

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