Am Freitagnachmittag stützten US-Konjunkturdaten den Dollar und setzten den Euro entsprechend unter Druck. Am Markt wurde auf die von der Universität Michigan erhobenen Inflationserwartungen der Verbraucher verweisen. Diese sind im Mai auf kurze Sicht deutlich angestiegen, was es der US-Notenbank erschweren könnte, die Leitzinsen schnell zu senken. Entsprechend war die US-Währung am Markt gefragt.
Auf Sicht von einem Jahr kletterten die Inflationserwartungen der US-Verbraucher von 6,5 Prozent im Vormonat auf 7,3 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 1981. Experten hatten einen unveränderten Wert erwartet. Die längerfristigen Inflationserwartungen legten von 4,4 Prozent auf 4,6 Prozent zu. Auch hier war keine Änderung erwartet worden.
Vor dem Hintergrund der US-Zollpolitik hat sich die Stimmung der US-Verbraucher insgesamt überraschend weiter eingetrübt. Dies sei auf den weiteren Anstieg der Inflationserwartungen zurückzuführen und deute darauf hin, dass die privaten Haushalte die Aussichten mit Blick auf die US-Zollpolitik weiterhin mit Sorge betrachteten, schrieb die für Nordamerika zuständige Volkswirtin Alexandra Brown von Capital Economics. Angesichts der jüngsten Deeskalation mit China erwartet sie jedoch im nächsten Monat eine deutliche Stimmungsverbesserung.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84270 (0,84240) britische Pfund, 163,05 (163,30) japanische Yen und 0,9381 (0,9377) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) kostete am Nachmittag in London 3.174 Dollar. Das waren etwa 66 Dollar weniger als am Donnerstag./la/he
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