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Devisen: Euro reagiert kaum auf Wachstumsdaten aus Deutschland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Freitag nach den detaillierten Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland kaum bewegt. Der Kurs der Gemeinschaftswährung lag zuletzt bei 1,1312 Dollar (Dollarkurs) und damit auf dem Niveau, das der Euro vor der Veröffentlichung der Daten innehatte. Der Euro hatte bereits in der Nacht auf Freitag zugelegt, nachdem er am Donnerstag unter die Marke von 1,13 Dollar gefallen war. Die Gemeinschaftswährung steuert im Vergleich zum Dollar auf ein Wochenplus von rund eineinhalb Cent zu.

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Mit dem Anstieg in dieser Woche nähert sich der Euro wieder dem Mehrjahreshoch von 1,1573 Dollar, das er Mitte April infolge der vom US-Präsidenten Donald Trump ausgelösten Zollkapriolen erreicht hatte. Am Montag vor einer Woche war der Euro wegen der Fortschritte im Handelskrieg zwischen China und den Vereinigten Staaten zeitweise unter die Marke von 1,11 Dollar gefallen.

Zuletzt kamen aber Zweifel auf, ob die Entspannung zwischen den beiden Ländern nachhaltig ist. Seitdem geht es für den Euro wieder nach oben. Der Euro befindet sich seit der Amtseinführung von Trump im Januar im Aufwind. Vor allem dessen erratische Wirtschafts- und Zollpolitik macht dem Dollar zu schaffen. Seit Mitte Januar wertete der Dollar um zehn Prozent ab.

Die deutschen Wachstumsdaten beeinflussten den Kurs trotz einer positiven Überraschung nicht. Die kriselnde deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal mit 0,4 Prozent doppelt so stark gewachsen wie zunächst geschätzt. Steigende Exporte und höhere Konsumausgaben der Verbraucher sorgten für Auftrieb beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal.

Im weiteren Tagesverlauf stehen nur noch wenige Konjunkturdaten an, und diese dürften am Devisenmarkt kaum eine Rolle spielen. Um 8.45 Uhr wird das französische Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Aus den Vereinigten Staaten kommen am Freitag nur die Neubauverkäufe am Nachmittag.

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Am Devisenmarkt bestimmen nach Einschätzung der Helaba derzeit Bedenken über die langfristige Tragfähigkeit der US-Verschuldung die Richtung. Dies halten den US-Dollar in Schach, wenngleich es zuletzt nicht zu weiteren Verlusten gekommen ist, hieß es in einem Kommentar der Landesbank.

"Der Euro kann aber sein erhöhtes Niveau verteidigen und so hält er sich oberhalb der 21-Tagelinie, die am Freitag bei 1,1275 verläuft und für Unterstützung sorgt." Die nächsten Widerstände seien unverändert bei 1,1381 Dollar, 1,1425 Dollar und 1,1473 Dollar zu finden. Entscheidend sei aber das im April markierte Impulshoch bei 1,1573 Dollar./zb/stk

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