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Devisen: Euro nach EZB-Zinsentscheid und Sechswochenhoch wieder abgebröckelt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag positiv auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert. Die Gemeinschaftswährung kletterte bis auf 1,1495 US-Dollar, was den höchsten Stand seit rund 6 Wochen bedeutete. Einen Großteil der Gewinne gab der Euro anschließend aber wieder ab: Im New Yorker Handel kostete er zuletzt noch 1,1443 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,1423 (Mittwoch: 1,1384) Dollar (Dollarkurs) festgesetzt und der Dollar damit 0,8754 (0,8784) Euro gekostet.

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Die erwartungsgemäße, achte Leitzins-Senkung der EZB seit Juni 2024 hatte am Devisenmarkt vergleichsweise wenig Auswirkungen - ähnlich wie zuvor die Nachricht, dass die Erzeugerpreise in der Eurozone im April stärker als erwartet gesunken sind. Doch die Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass sich der aktuelle Senkungszyklus dem Ende nähere, ließ den Euro abrupt steigen, bevor er seine Gewinne Stück für Stück wieder eindämmte.

"Das war die letzte offensichtliche Zinssenkung", kommentierte Investmentstratege Roelof Salomons, Investmentstratege von Blackrock. "Wir rechnen zwar mit weiteren Senkungen, doch die EZB gab uns wenig Anhaltspunkte zu deren Umfang und Zeitpunkt." Während die Handelsverhandlungen mit den USA weitergingen, wolle sich die EZB alle Optionen offen halten.

Belastet wurde der Dollar auch durch schwache Arbeitsmarktdaten. In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend auf den höchsten Wert seit über einem halben Jahr gestiegen, wie aus Daten vom Donnerstag hervorgeht. Generell spielen Arbeitsmarktdaten eine wichtige Rolle bei Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed. Ein schwächerer Arbeitsmarkt könnte der Fed Spielraum für sinkende Zinsen geben. Der monatliche Arbeitsmarktbericht wird am Freitag veröffentlicht./jsl/gl/men


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