dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 575

Devisen: Euro legt nach US-Zollentscheidung zum Dollar zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag nach der Zollentscheidung des US Supreme Courts zum Dollar (Dollarkurs) zugelegt. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1783 Dollar. Kurzzeitig war der Euro über 1,18 US-Dollar gestiegen. Am Morgen hatte der Euro noch rund 1,1750 gekostet. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1767 (Donnerstag: 1,1753) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8498 (0,8508) Euro.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
EUR/USD 1,17208 EUR/USD (Euro / US-Dollar) Chart -0,12%
Zugehörige Wertpapiere:

US-Präsident Donald Trump hat im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage vor dem Supreme Court kassiert. Das Oberste Gericht der USA entschied, dass Trump seine Befugnisse überschritten hat, als er umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängte. Verfassungswidrig sei der Bezug auf ein Notstandsgesetz. Betroffen war der Zollentscheidung war auch die EU. Die Entscheidung fiel mit einer deutlichen Mehrheit.

Damit kehrt die Unsicherheit zurück, wie es mit den Zöllen weitergeht. "Wir halten es für sehr unwahrscheinlich, dass die Zölle nun wegfallen. Im Gegenteil: Faktisch dürfte sich kaum etwas ändern", kommentierte Sandra Ebner, Volkswirtin bei Union Investment. "Denn US-Präsident Donald Trump verfügt über eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Druck auf die Handelspartner hochzuhalten." Möglich sei die Einführung von temporären Zöllen. Die Kursausschläge beim Dollar hielten sich daher in Grenzen.

Enttäuschend ausgefallene Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten belasteten den Devisenmarkt kaum. Das Wachstum der US-Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2025 stärker als erwartet abgeschwächt. Die vorübergehende teilweise Schließung von Bundesbehörden (Shutdown) belastete das Wirtschaftswachstum. "Die Fed dürfte sich durch die unerwartet schwache Wachstumszahl im vierten Quartal wohl nicht zu rascherem Handeln drängen lassen", erwartet Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Wir gehen aber weiter davon aus, dass die Fed erst gegen Mitte des Jahres die Zinsen senkt, wenn der neue Notenbank-Chef ins Amt kommt."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87280 (0,87380) britische Pfund, 182,63 (182,05) japanische Yen und 0,9132 (0,9119) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.047 Dollar. Das waren etwa 51 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend