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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Verluste wegen Iran-Krieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der amerikanisch-israelische Angriff auf den Iran und dessen Vergeltungsschläge haben den Dax am Montag deutlich belastet. Mit den robusteren US-Börsen konnte der deutsche Leitindex sein Minus kaum eindämmen. Dennoch sprachen Marktbeobachter von einer vergleichsweise besonnenen Reaktion der hiesigen Anleger.

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Zum Handelsende stand beim Dax ein Verlust von 2,56 Prozent auf 24.638,00 Punkte zu Buche. Damit rutschte er unter die für den kurz- bis mittelfristigen Trend wichtigen 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien, nachdem er am Freitag zeitweise noch Kurs auf sein Rekordhoch von Mitte Januar genommen hatte.

Trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg sei die 25.000-Punkte-Marke aber noch im Blickfeld, betonte Analyst Tobias Basse von der NordLB. Der Markt rechne offenbar mit einem eher kurzen Konflikt. US-Präsident Donald Trump dürfte mit Blick auf die Kongresswahlen im November, wenn alle Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Senatssitze zur Disposition stehen, kein Interesse an einer langen militärischen Auseinandersetzung haben.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es zum Wochenauftakt um 2,21 Prozent auf 30.863,12 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 2,5 Prozent. In London und Zürich standen ebenfalls klare Verluste zu Buche. An den New Yorker Börsen verloren der Dow Jones Industrial und der Nasdaq 100 derweil jeweils nur etwa ein halbes Prozent.

Am Samstag hatten Israel und die USA ihren Angriff auf den Iran begonnen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Inzwischen weitete sich der Konflikt auf den Libanon aus, von wo mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz Raketen auf das Nachbarland Israel abfeuerten.

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In Deutschland und Europa standen die Aktien der Reise- und Touristikbranche mit am stärksten unter Druck. Für MDax-Schlusslicht Tui ging es um 9,9 Prozent und für Lufthansa um 5,2 Prozent bergab.

Überwiegend Profiteure des Konflikts waren dagegen Rüstungsaktien. So legten die Kurse von Hensoldt und Renk im MDax um 4,9 beziehungsweise 3,6 Prozent zu. Die Papiere des U-Boot-Herstellers TKMS drehten zwar mit 0,7 Prozent ins Minus, lagen damit im MDax aber immer noch vergleichsweise weit vorn. Bei Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) reichte es mit letztlich minus 2,2 Prozent für eine etwas bessere Entwicklung als beim Dax.

Die Aktien der Containerreederei Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd Aktie) stiegen um 6,4 Prozent auf ein Hoch seit Juni 2025. Angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen und der Folgen für den internationalen Schiffsverkehr dürften nun die Frachtraten steigen./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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