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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax schwächelt nach Nvidia-Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax ist nach der gestrigen Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke am Donnerstag erst einmal der Schwung ausgegangen. Die mit Spannung erwarteten Nvidia-Geschäftszahlen vom Vorabend gaben ihm keinen Auftrieb.

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Eine Stunde nach Handelsbeginn sank der deutsche Leitindex um 0,14 Prozent auf 25.141 Punkte. Der MDax , der die mittelgroßen Börsenwerte enthält, verlor 0,44 Prozent auf 31.294 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 0,1 Prozent nach unten.

Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten weder die KI-Koryphäe Nvidia (Nvidia Aktie) noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen. Aussagen von Nvidias Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten ließen aufhorchen. Die Quartalszahlen von Nvidia waren erneut sehr stark, für die Aktien zeichneten sich am Donnerstag Gewinne ab. Die Resultate reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners.

Am deutschen Aktienmarkt blieb ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus. Ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus halfen dem Internetportal-Betreiber Scout24 ebenso wenig wie das avisierte weitere Wachstum: Die Aktien büßten am Dax-Ende 6,4 Prozent ein und notierten damit so niedrig wie seit April 2024 nicht mehr.

Für Munich Re (Munich Re Aktie) ging es nach einem zuletzt guten Lauf der Aktien um 2,4 Prozent bergab. Der Rückversicherer übertraf zwar 2025 trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Im laufenden Jahr soll der Gewinn ungeachtet der gesunkenen Preise wie bisher geplant weiter zulegen.

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Allianz-Titel gaben um 0,9 Prozent nach. Ein Händler sah die Geschäftsentwicklung des Versicherers trotz eines Rekordgewinns bestenfalls im Rahmen der Erwartungen und den Ausblick darunter. Beim operativen Gewinn liege der Analystenkonsens bereits am oberen Ende der Unternehmens-Zielspanne.

Dagegen schaffte die Deutsche Telekom ein Kursplus von 0,5 Prozent. Ein Börsianer sprach von etwas durchwachsenen Zahlen und Unternehmenszielen. Die gute heimische Geschäftsentwicklung sichere die Aktie aber nach unten ab.

Die Titel von MDax-Schlusslicht Freenet (Freenet Aktie) sackten um weitere 11,5 Prozent ab. Der Mobilfunk- und TV-Anbieter blieb mit seinen Jahreszahlen sowohl hinter der eigenen Planung als auch den Analystenerwartungen zurück. Der Ausblick auf 2026 enttäuschte ebenfalls.

Beim Gabelstaplerhersteller Kion sorgte ein ebenfalls enttäuschender Ausblick für Kursverluste von 6,3 Prozent. Im Schlepptau von Kion gaben die Anteile des Konkurrenten Jungheinrich um 3,6 Prozent nach.

Der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron geht nach den Umsatz- und Gewinneinbußen 2025 vorsichtig ins neue Jahr, was am Markt ebenfalls nicht gut ankam: Die Aktien verloren nach deutlichen Anfangsverlusten zuletzt noch 1,3 Prozent.

Für Hensoldt ging es um 3,6 Prozent nach unten, obwohl der weltweite Rüstungsboom dem Radar-Spezialisten einen Auftragsrekord und einen deutlichen Gewinnanstieg im Tagesgeschäft beschert hatte. Die Jahreszahlen seien recht durchwachsen, hieß es derweil aus dem Markt.

Dagegen konnten sich die Anleger bei MDax-Spitzenreiter Puma über ein Kursplus von 6 Prozent freuen. Die Zahlen des Sportwarenherstellers für das vergangene Quartal seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte Analyst Thomas Maul von der DZ Bank. "Wie erwartet gibt es keine Dividende für 2025. Der Ausblick für 2026 liegt auf Höhe des Konsens", so der Experte.

Im Nebenwerte-Index SDax büßten die Aktien von Gerresheimer weitere gut 13 Prozent ein. Die Krise beim Verpackungsspezialisten spitzt sich weiter zu. Der Konzern muss sich weiteren Prüfungen durch die Finanzaufsicht Bafin stellen.

Dagegen verteuerten sich die zuletzt schwachen Titel von Spitzenreiter Adesso um mehr als 10 Prozent. 2025 verhalf nicht zuletzt ein starkes Schlussquartal dem IT-Dienstleister zu überraschend guten Ergebnissen. Für das laufende Jahr erwartet Adesso trotz der anhaltend schwachen Konjunktur ein weiteres Wachstum./gl/stk

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