DEUTSCHLAND: - MODERATE VERLUSTE - Trotz sehr schwacher Kurse in Asien zeichnet sich im Dax nach seiner Korrektur vom Dienstag zur Wochenmitte zunächst wenig Bewegung ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Handelsstart nur etwa 14 Punkte tiefer auf 26.114 Punkte. Während die Rekorde der technologielastigen Indizes wie dem Kospi , dem japanischen Nikkei 225 oder dem Nasdaq 100 in den USA Monate her sind, hatte der Dax erst in der Vorwoche seinen Höchststand erreicht, lief sich im Bereich von 26.500 Punkten allerdings zuletzt fest. Steigende Anleihezinsen und der Iran-Krieg hielten den Risikoappetit der Anleger gering, erklärte Marktexperte Stephen Innes. Gerade Technologiewerte sind sehr zinssensitiv, unter anderem aufgrund hoher, meist fremdfinanzierter Investitionen. Ein Vorteil für die Branche könne allerdings sein, dass die besonders zittrigen Hände bereits im Kursrutsch im Juli verabschiedet haben dürften.
USA: - VERLUSTE - Aktien-Anleger sind am Dienstag angesichts gestiegener Anleiherenditen zum besonders finanzierungsintensiven US-Technologiesektor auf Abstand gegangen. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,68 Prozent auf 29.490,96 Zähler abwärts. Bereits am Vortag hatte die jüngste Erholung Risse gezeigt. Im Dow Jones Industrial waren die Verluste geringer: Der Leitindex gab um 0,22 Prozent auf 53.343,40 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 , in dem zahlreiche Technologiewerte enthalten sind, büßte 0,69 Prozent auf 7.691,76 Zähler ein. Steigende Renditen langlaufender Anleihen auf Mehrjahreshochs und weiter anziehende Ölpreise aufgrund des fortgesetzten Iran-Krieges dämpften die Nachfrage der Anleger nach risikoreichen Anlagen. Nach dem Ende der 60-tägigen Frist des Rahmenabkommens stehen Washington und Teheran laut US-Präsident Donald Trump nicht in Verhandlungen. "Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant", so Trump auf der Plattform Truth Social.
ASIEN: - ÜBERWIEGEND VERLUSTE - Weiterhin hohe Anleiherenditen und der nach wie vor ungelöste Iran-Krieg haben die Börsen Asiens am Mittwoch belastet. Die Verluste trafen - wie bereits im US-Handel - vor allem Halbleiterwerte. Gerade der südkoreanische Kospi war bis Mitte Juni zum Sinnbild des KI-Booms geworden. Bis Ende Juli hatte er sich dann mehr als halbiert. Die seitherige Erholung steht nun wieder auf dem Prüfstand mit einem Verlust von 5,4 Prozent zur Wochenmitte. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank im späten um 3 Prozent ein. In China fiel der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der Festlandbörsen um 2,6 Prozent, während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong mit einem moderaten Plus positiv abhob.
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