FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Unsicherheit unter den Anlegern wegen steigender Anleihezinsen und der problematischen Lage in Nahost lässt die Anleger auch am Mittwoch nicht los. Der Dax machte bis zum frühen Nachmittag moderate Verluste vom Morgen wett. Die Anfang August erstmals passierte Marke von 26.000 Punkten geriet damit zunächst nicht wieder in Gefahr.
Für dich zusammengefasst:
Dax stabilisierte sich bei 26.149 Punkten am Nachmittag.
Merck & Co und Moderna hatten Erfolg mit Krebsimpfstoff.
Rüstungsunternehmen Renk verzeichnete zwei Prozent Kursgewinn.
Am frühen Nachmittag lag der deutsche Leitindex mit 0,1 Prozent im Plus bei 26.149 Punkten. Der MDax mit den mittelgroßen Börsenunternehmen bewegte sich mit 31.951 Punkten 0,4 Prozent höher und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte auch zu. Für die New Yorker Leitindizes lagen die Indikationen zuletzt auch etwas im Plus.
Im Fokus standen erneut die zinssensitiven Halbleiterwerte nach ihrer Korrektur, die am Vortag eingesetzt hatte. Den Auslöser dafür sieht die LBBW in Zeiten hoher Anleiherenditen "am langen Ende der Zinskurve" und der damit größer werdenden Sorge, ob die angekündigten Investitionsprogramme im Bereich der Künstlichen Intelligenz in einem Umfeld steigender Finanzierungskosten Bestand haben.
Im Asien-Handel war die Tech-Korrektur vor diesem Hintergrund zunächst weiter gegangen, genauso wie hierzulande. Infineon (Infineon Aktie) konnte aber zuletzt seinen Abschlag auf 0,7 Prozent reduzieren. Zuerst versuchte der koreanische Chipriese SK Hynix , die Lage mit einem großen Aktienrückkaufpaket zu beruhigen. Später half dann auch die Nachricht über einen Halbleiterdeal zwischen Google und dem US-Unternehmen Marvell Technology .
Im Gesundheitssektor strahle ebenfalls eine Nachricht aus den USA positiv aus. Die Konzerne Merck & Co und Moderna meldeten dort Erfolge mit einem mRNA-Krebsimpfstoff, was den Moderna-Aktien vorbörslich ein Kursfeuerwerk bescherte.
Im Nebenwerte-Index SDax beschäftigte Heidelberger Druck die Anleger mit der Erkenntnis, dass der Maschinenbauer trotz eines schwachen ersten Geschäftsquartals an seinen Jahreszielen festhält. Die erste Reaktion der Anleger war dennoch klar negativ, zuletzt aber konnten die Titel ihr Minus auf weniger als ein Prozent reduzieren.
Die Titel von Redcare Pharmacy standen mit Zahlen von DocMorris im Blickfeld. Sie konnten aber kaum davon profitieren, dass der Konkurrent im ersten Halbjahr den Verlust verringern konnte und seine Umsatz- und Ergebniszielspannen anhob. Der DocMorris-Kurs pendelte sich zwar im Plus ein, doch bei Redcare stand er zuletzt nur leicht über dem Vortagsniveau.
Die Aktionäre des Rüstungsunternehmens Renk freuten sich über einen zweiprozentigen Kursgewinn. JPMorgan-Analyst David Perry schürte bei den Anlegern Übernahmefantasie. Auch wenn er aktuell kein konkretes Übernahmeangebot ausmacht, sieht er die Augsburger doch als attraktives Ziel für einen größeren Branchenkollegen.
Sehr begehrt waren im Kielwasser von Renk auch die sechs Prozent höheren Titel des Rüstungszulieferers Vincorion . Anderswo im Sektor wurde jedoch keine Übernahmefantasie eingepreist, denn die Aktien des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) gaben als Dax-Schlusslicht um fast zwei Prozent nach./tih/jha/
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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