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Natürlich hält sich kein Markt sklavisch an historische Drehbücher. Dennoch ist der Gleichlauf in diesem Jahr bislang ordentlich. Und betrachtet man die vergangenen drei Jahre – in denen der DAX jeweils rund 20 Prozent zulegen konnte – wäre ein Jahr mit etwas mehr Atempausen ohnehin kein ungewöhnlicher Befund, sondern eher ein Zeichen normaler Marktmechanik
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Vor diesem Hintergrund wirken die aktuellen Verluste überschaubar. Seit Jahresbeginn liegt der DAX knapp vier Prozent im Minus, seit Monatsanfang mehr als sechs Prozent. Das ist spürbar, hat aber bisher noch keinen strukturellen Schaden im Chartbild zur Folge. Interessant ist vielmehr der internationale Vergleich: Während der Euro Stoxx 50 noch rund zwei Prozent über seiner 200-Tage-Linie notiert, liegt der DAX bereits etwa zwei Prozent darunter. Wir sehen somit relative Schwäche, bei einer Erholung bietet der Index zugleich überdurchschnittlich viel Erholungspotenzial. Kurzfristig sprechen sogar mehrere Punkte für eine gewisse Gegenbewegung:
Unter dem Strich ergeben sich daraus – neben der saisonalen Komponente – durchaus Argumente für eine technische Erholung. Ein erstes Ziel läge im Bereich von mindestens 24.500 Punkten. Im Idealfall würde sogar die obere Kurslücke geschlossen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Allerdings bleibt der geopolitische Hintergrund der entscheidende Faktor. Für eine Entspannung müsste sich vor allem der Konflikt im Nahen Osten deutlich beruhigen. Sinkende Energiepreise und fallende Renditen wären in diesem Zusammenhang wohl das klarste Signal dafür, dass sich auch das makroökonomische Umfeld wieder bessert.

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