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Aktien Frankfurt Ausblick: Verhaltener Handelsstart erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften nach dem verhaltenen Wochenauftakt auch am Dienstag Vorsicht walten lassen. Mangelnde Fortschritte in den Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten um eine Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße von Hormus sowie steigende Ölpreise dürften die Kauflaune in Grenzen halten. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen kaum veränderten Stand bei 24.094 Punkten.

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Angesichts der weiterhin hohen Ölpreise halten die aktuellen Konjunktur- und Inflationssorgen an. Insofern sind die Zinsentscheidungen in Japan, Europa und den USA in dieser Woche von besonderem Interesse. In Japan blieb der Leitzins unverändert, wie die Bank of Japan am Dienstag mitteilte. Am Mittwoch folgt die US-Notenbank (Fed). Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der EZB und der Bank of England anberaumt. "Suchen dürften die Anleger nach Hinweisen, ob die bislang abwartende Haltung vieler Notenbanken beibehalten wird oder ob Zinserhöhungen für eine der nächsten Sitzungen signalisiert werden", schrieb Commerzbank-Experte Alexander Krämer.

Der Labordienstleister und Diagnostikanbieter Qiagen (Qiagen Aktie) blickt pessimistischer auf das laufende Jahr. Wegen verschiedener US-Einflussfaktoren und der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten werden das Umsatzwachstum und das Ergebnis im laufenden Jahr niedriger ausfallen als bisher gedacht. Im ersten Quartal war der Umsatz um ein Prozent gesunken. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 54 US-Cent. Experten hatten bei den Erlösen mehr und beim Ergebnis mit einem Wert in dieser Größenordnung erwartet. Die Qiagen-Aktie verlor vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt 2,8 Prozent.

Die Deutsche Börse verdiente im ersten Quartal dank guter Geschäfte rund um Finanzmarkt-Produkte deutlich mehr. Finanzchef Jens Schulte sieht den Konzern damit "voll auf Kurs", seine Jahresziele für 2026 zu erreichen. Für die Papiere des Börsenbetreibers ging es auf Tradegate zuletzt um 0,3 Prozent aufwärts, nachdem sie im bisherigen Jahresverlauf fast ein Fünftel gewonnen hatten.

Mit Blick auf die Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten hat sich der Pharma- und Chemiekonzern Bayer (Bayer Aktie) zufrieden gezeigt. Die Richter müssen entscheiden, ob Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Verkauf von Unkrautvernichtern - wie Bayer argumentiert - über dem Recht von Bundesstaaten steht. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird für Ende Juni 2026 erwartet. Die Bayer-Titel büßten auf Tradegate 3,3 Prozent ein.

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Die Papiere von Henkel werden am Dienstag mit einem Dividendenabschlag von 2,07 Euro je Aktie gehandelt und dürften deshalb rein optisch ein stärkeres Minus aufweisen./edh/stk

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