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Aktien Frankfurt Ausblick: Stabilisierung - Unicredit bietet für Commerzbank

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte recht stabil in den elften Handelstag seit Kriegsausbruch im Iran starten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn am Montag einen Start bei 23.538 Punkten, was ein Plus von 0,4 Prozent bedeuten würde. Anders als an den vorangegangenen zwei Montagen erwarten die Anleger nach dem Wochenende keine neuen Hiobsbotschaften.

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Vor einer Woche war der Energiemarkt in regelrechte Panik geraten. Der Ölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent war mit fast 120 Dollar (Dollarkurs) noch auf den höchsten Stand seit 2022 geschossen. Dies hatte den Dax auf sein bisheriges Tief seit Kriegsausbruch bei 22.927 Punkten zurückgeworfen.

Aktuell kostet Brent rund 105 Dollar je Barrel und damit nur moderat mehr als vor dem Wochenende. Für den Aktienmarkt sind die Öl- und Gaspreise als Gradmesser für Konjunktur- und Inflationssorgen weiter das Zünglein an der Waage. Besonders im Fokus stehen alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg, die Straße von Hormus. Die Versorgung mit Öl (Rohöl) durch dieses Nadelöhr ist durch den Krieg aktuell stark beeinträchtigt.

Der Anlagestratege Mislav Matejka von der US-Bank JPMorgan beobachtet seit dem vergangenen Montag eine gewisse "Stimmungskapitulation". Viele Experten rechneten inzwischen mit einem doch längeren Krieg und neuen Ölpreis-Spitzen mit Parallelen zum Jahr 2022. Wer jetzt verkaufe, riskiere, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Ein letztes reinigendes Gewitter könnte vielleicht mit einem Ölpreis von 120 bis 130 Dollar korrelieren und dann rasch vorüberziehen. Der Experte glaubt nicht, dass die Notenbanken der geopolitisch getriebenen Ölpreis-Inflation mit Zinserhöhungen gegensteuern, wie sie zuletzt am Markt eingepreist worden seien.

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Unter den Einzelwerten rückt die Commerzbank (Commerzbank Aktie) in den Fokus. Der Übernahmekampf um das Finanzhaus spitzt sich zu: Die Unicredit hat ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Den Aktionären wird ein freiwilliges öffentliches Angebot in Gestalt eines Tauschangebots angeboten. Für eine Commerzbank-Aktie bieten die Italiener 0,485 neue Stammaktien der eignen Papiere. Das Angebot entspricht rund 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie. Die Titel der Commerzbank notierten auf Tradegate bei 30,89 Euro und damit gut vier Prozent über dem Xetra-Schluss vom Freitag.

Die Titel von Bayer profitierten von einer Kaufempfehlung der Bank UBS und stiegen auf Tradegate um fast drei Prozent. Mit Blick auf die Lösung der Glyphosatprobleme sieht Analyst Matthew Weston inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Zudem spreche die jüngste Kursschwäche für einen Kauf der Papiere der Leverkusener. Im Pharmabereich ist Weston optimistisch für die wichtigsten Wachstumstreiber./la/stk

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