Ein zentraler Treiber der Kursentwicklung war gestern die Entscheidung im US-Senat. Der Bankenausschuss hat den Clarity Act mit 15 zu 9 Stimmen angenommen. Damit ist das wichtigste Krypto-Gesetz der USA zwar noch nicht verabschiedet, aber eine entscheidende Hürde ist genommen.
Vor allem die parteiübergreifende Unterstützung sorgt für Optimismus. Mit Ruben Gallego und Angela Alsobrooks stimmten zwei demokratische Senatoren mit den Republikanern. Für den Markt ist das entscheidend, weil der Clarity Act die Zuständigkeiten von SEC und CFTC klarer ordnen soll. Digitale Commodities wie Bitcoin würden künftig der CFTC zugeordnet, Token mit Wertpapiercharakter blieben bei der SEC. Für Börsen wie Coinbase oder Kraken wäre das ein massiver Schritt zu mehr Rechtssicherheit.
Zusätzliche Unterstützung kam gestern von Strategy. Es war der letzte Handelstag vor dem Dividendenstichtag der STRC-Vorzugsaktie, die auch unter dem Namen “Stretch” bekannt ist. An diesem Tag fließt in der Regel besonders viel Kapital in das Instrument. Gestern soll Strategy über STRC wieder mehr als 700 Millionen US-Dollar eingesammelt und direkt in Bitcoin investiert haben. In den kommenden Wochen dürfte es von Strategy nun erst einmal wieder ruhiger werden. Entscheidend wird deshalb sein, wie stabil sich Bitcoin ohne diesen Käufer halten kann.
Vom traditionellen Finanzmarkt kommt dagegen Gegenwind. Die Nasdaq-Futures liegen vorbörslich mehr als 1,2 Prozent im Minus. Hintergrund ist der China-Besuch von Donald Trump mit mehreren US-Tech-CEOs. Zwar hatte der Markt zunächst auf eine Entspannung im Handelskonflikt gehofft. Chinas Präsident Xi Jinping signalisierte gegenüber Führungskräften von Nvidia, Tesla und Apple, dass sich der chinesische Markt weiter öffnen solle. Anleger bleiben aber vorsichtig, weil konkrete Fortschritte bei Handelsfragen, Chip-Exporten und Marktzugang noch fehlen. Gerade für die großen Tech-Werte, die zuletzt stark gelaufen sind, reicht Hoffnung allein offenbar nicht mehr aus.
Tagessieger am Krypto-Markt ist Hyperliquid. Der HYPE-Token steigt in den vergangenen 24 Stunden um rund 16 Prozent auf etwa 45 US-Dollar. Auslöser ist der gestern bekannt gewordene Deal mit Coinbase. Die US-Krypto-Börse wird offizieller Treasury Deployer für USDC auf Hyperliquid. Damit übernimmt Coinbase eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung und Verwaltung von Stablecoin-Liquidität auf einem der wachstumsstärksten Onchain-Trading-Netzwerke.
Für Hyperliquid ist der Deal ein Ritterschlag. Die Plattform hat sich mit schnellen Perpetual Futures, niedrigen Gebühren und hoher Liquidität als ernstzunehmender Herausforderer zentralisierter Börsen etabliert. Dass Coinbase und Circle USDC nun tiefer in die Marktstruktur von Hyperliquid einbinden, stärkt die Stablecoin-Liquidität des Netzwerks, seine institutionelle Einbindung und erschließt eine weitere massive Einnahmequelle, welche in HYPE-Buybacks mündet.
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