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Bitcoin scheitert an 80.000 US-Dollar: Das sind die Gründe

Der Bitcoin-Kurs befindet sich seit März im Aufwind, doch eine echte Erholungsrallye bleibt vorerst aus. Krypto-Analysten erklären die Hintergründe.

Der Krypto-Markt startet in den Mai und Bitcoin bemüht sich darum, die 77.000 US-Dollarmarke zu verteidigen. Doch das scheint vorerst das Höchste der Gefühle zu sein. Der aktuelle Glassnode-Report verdeutlicht, dass insbesondere der Widerstand im Bereich der “True Market Mean” (78.000 US-Dollar) sowie der Einstandspreis der Kurzzeit-Halter (79.000 US-Dollar) momentan eine unüberwindbare Barriere für die Krypto-Leitwährung darstellen. Vergangene Ausbruchsversuche scheiterten dementsprechend.

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Die On-Chain-Daten zeigen den Glassnode-Analysten zufolge ein klassisches Verhaltensmuster in einem schwierigen Marktumfeld. Sobald der Kurs das Breakeven-Niveau der preissensitiven Anleger erreicht, nutzen diese die Erholung zum Ausstieg. Als Bitcoin zuletzt die Marke von 80.000 US-Dollar testete, stiegen die realisierten Gewinne der Kurzzeit-Halter auf etwa 4 Millionen US-Dollar pro Stunde an. Diese Verkaufswelle überstieg die vorhandene Liquidität auf der Käuferseite und stoppte das Momentum schlagartig.

Trotz der Ablehnung an der Oberseite gibt es erste Anzeichen für eine Entspannung. Der “Spot Volume Delta”, der über Monate einen deutlichen Verkaufsüberhang an den Börsen signalisierte, kehrt allmählich in den neutralen Bereich zurück. Der nachlassende Verkaufsdruck deutet auf eine Stabilisierung im Bereich zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar hin. Für eine nachhaltige Trendwende muss dieser Indikator nun dauerhaft in den positiven Bereich drehen.

Institutionelle Bitcoin-Investoren stellen sich neu auf

Parallel dazu stabilisiert sich das institutionelle Interesse. Sowohl das Open Interest an der CME als auch die Bestände der US Spot Bitcoin ETFs zeigen nach einer längeren Phase der Nettoabflüsse erste Erholungstendenzen. Das spricht für eine vorsichtige Re-Akkumulation durch professionelle Akteure, wenngleich die volle Überzeugung für einen aggressiven Ausbruch noch fehlt.

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Allerdings ist die Stimmung am Derivatemarkt weiterhin defensiv geprägt. Die Netto-Short-Positionen befinden sich auf einem Rekordniveau. Kurzfristig sorgt das für Abwärtspotenzial, erhöht aber gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit für heftige Kursausschläge nach oben, wenn es zu einem Short Squeeze kommt. Solange kein signifikanter Anstieg der Spot-Nachfrage erfolgt, müssen Anleger im Mai daher mit einem volatilen Bitcoin-Seitwärtsmarkt rechnen.

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