Warren Buffett nannte Bitcoin einst “Rattengift hoch zwei” und wollte selbst für 25 US-Dollar nicht die gesamte BTC-Umlaufmenge kaufen. Seine Kritik zielte vor allem auf fehlende Produktivität und mangelnden “intrinsischen Wert”. Dennoch bleibt sein Lebenswerk beeindruckend, denn in 60 Jahren formte er Berkshire zu einem Giganten, der selbst heute trotz seines eher konservativen Profils mit dem Markt Schritt hält. In den letzten fünf Jahren legte die Aktie um 72 Prozent zu, der S&P 500 um 73 Prozent.
Greg Abel führt den Anti-Bitcoin-Kurs seines Vorgängers bislang konsequent fort und meidet jede öffentliche Annäherung an das Thema. Doch die Finanzwelt hat sich im Jahr 2026 weitergedreht. Bitcoin ist längst in den Portfolios großer Investoren angekommen und wird allmählich als strategisches Asset betrachtet, dessen geopolitische Bedeutung selbst der US-Kriegsminister Hegseth jüngst unterstrich. Berkshire wirkt in diesem Umfeld fast wie ein Vertreter der alten Schule, der sich dem Wandel trotz enormer Chancen um jeden Preis entziehen will.

Ein kleines Rechenspiel zeigt das Potenzial, wenn Berkshire sich nur ein klein wenig für Bitcoin öffnen würde. Ein Prozent der Cash-Reserve entsprechen derzeit rund 3,97 Milliarden US-Dollar. Beim aktuellen Kurs von 78.300 US-Dollar könnte Berkshire damit etwa 50.700 BTC kaufen. Das allein wäre schon ein ordentliches Stück des auf 21 Millionen Coins begrenzten Bitcoin-Kuchens. Noch größer wäre jedoch die Signalwirkung für den gesamten Finanzmarkt, wenn Berkshire Hathaway seine Haltung überdenken würde.
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