TFTC argumentierte dabei mit wirtschaftlichen Interessenkonflikten, denn eine De-minimis-Regelung, die zwar Bitcoin, nicht aber Stablecoins abdeckt, würde die Krypto-Leitwährung plötzlich zu einer attraktiveren Zahlungsoption machen. Das Resultat: Nutzer würden aus dem Stablecoin-Ökosystem von Coinbase abziehen, welches der Krypto-Börse im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar verschafft hat.
Der Coinbase-Chef weist diese Anschuldigungen nun aber deutlich zurück. In einem X-Post antwortet er direkt: “Ich weiß nicht, woher ihr diese Fehlinformation habt (vielleicht könnt ihr uns das verraten?), aber das ist völlig falsch.” Tatsächlich habe er selbst “viel Zeit damit verbracht”, sich für eine Steuerbefreiung von Bitcoin im Rahmen der diskutierten De-minimis-Regelung einzusetzen, und wolle dies auch weiterhin tun.

Pro-Krypto-Senatorin Cynthia Lummis erklärte zuvor, dass sowohl der Steuerausschuss des Repräsentantenhauses als auch der Finanzausschuss des Senats derzeit über eine Freigrenze von 300 US-Dollar für Krypto-Transaktionen beraten würden. Grundlage wäre ein Gesetzentwurf, den sie bereits im Juli 2025 eingebracht hatte. Dadurch sollen kleinere Zahlungen steuerfrei bleiben, solange der Gesamtbetrag pro Jahr nicht über 5.000 US-Dollar liegt.
Das würde den bürokratischen Aufwand deutlich reduzieren und Bitcoin stärker als Zahlungsmittel positionieren. Im Gegensatz zu Deutschland unterliegen Krypto-Assets in den USA grundsätzlich der Kapitalertragssteuer und es gibt keine Jahreshaltefrist. Welche Fake News zu Letzterer auf Social Media kursieren, lest ihr hier: “Sind Krypto-Gewinne durch die geplante Steuerreform bedroht?“
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