US-Inflation steigt – so reagieren Bitcoin und der Krypto-Markt
Das U.S. Bureau of Labor Statistics veröffentlicht die Inflationszahlen für den Monat Juni. So reagieren Bitcoin und der Krypto-Markt.
Am heutigen 15. Juli veröffentlichte das U.S. Bureau of Labor Statistics die mit Spannung erwarteten Inflationszahlen für den vergangenen Monat.
Die Teuerungsrate, ermittelt durch einen Warenkorb, liegt im Jahresvergleich für Juni demnach bei 2,7 Prozent. Damit stieg die Inflationsrate im Vergleich zum Mai um 0,3 Prozentpunkte. Das ist höher als die vonseiten institutioneller Anleger im Durchschnitt erwartete Inflationsrate von 2,6 Prozent.
Hintergrund für den Anstieg der Teuerungsrate sind unter anderem die Zölle. Aus der EU importierte Autos und Autoteile sind mit einem pauschalen Zollsatz von 25 Prozent belegt. Auf Aluminium und Stahl erheben die USA 50 Prozent Einfuhrzölle. Ab dem 1. August sollen 30 Prozent anfallen.
Experten hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg gerechnet, dieser lag allerdings bei 2,6 Prozentpunkten. Bisher zeigt sich kaum eine Reaktion bei Bitcoin und dem Kryptomarkt. BTC notiert unverändert bei 117.248 US-Dollar, die Altcoins in der Top-10 tendieren ebenfalls seitwärts.
Spannend bleibt, wie die Fed reagieren wird. Die US-Notenbank drückt sich derweil noch vor Zinssenkungen – eben auch mit Blick auf die erwarteten Zolleffekte auf die Inflationsrate. Die jetzt gestiegene Inflationsrate dürfte eine baldige Senkung eher unwahrscheinlicher machen.
Dennoch geht eine Mehrheit der Marktbeobachter von zwei Zinssenkungen um insgesamt 50 Basispunkten in diesem Jahr aus.
Eine Mehrheit der Marktbeobachter auf Polymarket geht von einer Zinssenkung von 0,5 Prozentpunkten in diesem Jahr aus | Quelle: Polymarket
Eine geringere Inflationsrate wäre der erste Dominostein in einer Kette, die letztlich auch Bitcoin zugutekäme. Sollte die Fed als Reaktion auf eine geringe Teuerungsrate tatsächlich an der Zinsschraube drehen, erhöht das den Risikoappetit der Anleger, da festverzinsliche Wertpapiere und Staatsanleihen tendenziell unattraktiver würden.
Teile des dadurch freigemachten Kapitals könnten dann in Risikowerte wie Bitcoin fließen.
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