dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 206

Von der Leyen: 27 Milliarden Euro extra für Energie-Importe

STRASSBURG (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat Importe fossiler Brennstoffe wie Erdöl in die EU stark verteuert. "In gerade einmal 60 Tagen Konflikt hat sich unsere Rechnung für die Einfuhr fossiler Brennstoffe um mehr als 27 Milliarden Euro erhöht - ohne auch nur ein einziges Extra-Molekül an Energie", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Straßburg. Dort debattierten die Abgeordneten des Europaparlaments, des Rats und der Kommission über die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Brent Crude Rohöl ICE Rolling 110,9389 $ Brent Crude Rohöl ICE Rolling Chart -0,50%
Zugehörige Wertpapiere:
WTI Rohöl NYMEX Rolling 105,1772 $ WTI Rohöl NYMEX Rolling Chart -2,39%
Zugehörige Wertpapiere:

Europa müsse weniger abhängig von der Einfuhr fossiler Brennstoffe werden, sagte von der Leyen. Stattdessen brauche es mehr heimische, bezahlbare und saubere Energie. In Ländern wie Schweden, die fast den gesamten Strom aus erneuerbaren Energien und Atomenergie bezögen, seien die Energiepreise deutlich weniger gestiegen.

Staaten sollen selbst handeln

Um den Unterschieden gerecht zu werden, sollen die EU-Staaten selbst entscheiden, welche Maßnahmen sie ergreifen. Die EU-Kommission hat ihnen vergangene Woche Vorschläge gemacht - etwa Energiegutscheine für Haushalte mit niedrigem Einkommen, finanzielle Förderungen für Energiesparprodukte und Kampagnen zur Förderung der Energieeffizienz.

Die Maßnahmen sollten in jedem Fall nur den schwächsten Haushalten und Branchen zugutekommen und einen Anstieg der Nachfrage nach Gas und Öl (Rohöl) verhindern, betonte von der Leyen nun. In der Energiekrise nach Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine sei dagegen nur ein Viertel der Soforthilfen an bedürftige Haushalte und Unternehmen gegangen, mehr als 350 Milliarden Euro seien für Maßnahmen ausgegeben worden, die nicht zielgerichtet waren. Das soll sich nicht wiederholen.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB6DJ30 , DE000NB6FE74 , DE000NB6F843 , DE000NB5ZJ19 , DE000NB5ZJV4 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Mehr Spielraum bei staatlichen Beihilfen erwartet

Die Kommission hatte zudem bereits angekündigt, dass die Mitgliedstaaten vorübergehend mehr Spielraum bei staatlichen Beihilfen bekommen sollen, um besonders von den hohen Energiepreisen gefährdete Sektoren zu unterstützen. Dies solle noch vor dem Monatsende beschlossen werden.

Die Staaten sollen sich außerdem besser koordinieren - beim Füllen der nationalen Gasspeicher, aber auch den Kraftstoffreserven, vor allem bei Flugkraftstoffen und Diesel. Die EU will überdies den Umstieg auf Strom vorantreiben - im Verkehr, in der Industrie und beim Heizen./wea/DP/jha

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend