WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Ölblockade gegen Kuba hat zu einem akuten Versorgungsengpass in dem Karibikstaat geführt - nun will die US-Regierung den Verkauf von venezolanischem Öl (Rohöl) an das kubanische Volk sowie an die Privatwirtschaft wieder genehmigen. So soll der Export für kommerzielle und humanitäre Zwecke in Kuba erlaubt werden, wie aus einer Mitteilung des US-Finanzministeriums hervorgeht. Ein Teil der bestehenden Sanktionen bleibt demnach jedoch bestehe. Unternehmen dürften den Rohstoff weiterhin nicht an Menschen und Unternehmen verkaufen, die Verbindungen zur kubanischen Regierung, dem Militär und zu Geheimdiensten haben.
Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump auch mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Im Januar stellte Mexiko, zuletzt Kubas größter Ölversorger, seine Lieferungen ein.
Für die stark angeschlagene Wirtschaft der Karibikinsel und auch dessen Bevölkerung war das totale Ölembargo ein harter Schlag. Aufgrund des Mangels an Brennstoffen kochen viele Kubaner nur noch mit Holz und Kohle. Lebensmittel können nicht transportiert werden. Die ohnehin stundenlangen täglichen Stromausfälle haben sich verschärft. Busse und Autos fahren kaum noch./ngu/DP/zb
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