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ROUNDUP: Ukraine trifft Öllager und Chemiefabrik in Russland

NOWOROSSIJSK/PERM (dpa-AFX) - Die Ukraine hat mit einem weiteren Drohnenangriff eine Öllagerstätte in der bereits mehrfach attackierten Schwarzmeer-Metropole Noworossijsk in Brand gesetzt. Teile einer abgeschossenen Drohne seien auf das Gelände eines Treibstoffterminals gefallen, teilte der operative Stab der Region Krasnodar mit. In einigen technischen und administrativen Gebäuden seien Feuer ausgebrochen. Es gebe zwei Verletzte, hieß es in der Behördenmitteilung.

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In sozialen Netzwerken berichteten Augenzeugen, dass der Ölterminal Gruschowaja des Energiekonzerns Transneft in Brand geraten sei. Es handelt sich um eine der größten Öllagerstätten im Kaukasus mit Reservoirs unter der Erde und an der Oberfläche - samt einem Umschlagplatz. Die für Russlands Kriegswirtschaft wichtigen Anlagen der Ölindustrie in Noworossijsk waren bereits wiederholt Ziele ukrainischer Drohnenangriffe.

Selenskyj kündigt weitere Attacken mit Langstrecken-Drohnen an

Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte zu dem Drohneneinsatz gegen die Anlage: "Gerade Öl (Rohöl) und Gas haben Russland so arrogant gemacht, dass es sich heute erlaubt, in der modernen Welt Krieg zu führen und weiterhin alle anderen zu bedrohen." Er kündigte weitere Schläge gegen russische Ziele mit den neuartigen Langstrecken-Drohnen an.

Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe gegen Ziele im russischen Hinterland massiv ausgeweitet. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den nächtlichen Abschuss von 348 Drohnen. Von unabhängiger Seite ist diese Zahl nicht überprüfbar. Zu Treffern machte das Ministerium wie immer keine Angaben.

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Schäden aus verschiedenen Regionen gemeldet

Allerdings gab es Berichte von Behörden über Schäden infolge von Drohnenangriffen in mehreren russischen Regionen, darunter etwa in Anapa am Schwarzen Meer. Im Gebiet Perm meldeten die Behörden ebenfalls einen Angriff auf einen Industriebetrieb. Dort soll ein Feuer in einer Chemiefabrik in der Stadt Gubacha ausgebrochen sein. Das Werk gehört zu den größten Methanolproduzenten in Russland.

Der ukrainische Präsident Selenskyj lobte die Streitkräfte für den Schlag gegen das Ziel rund 1.700 Kilometer von der Grenze seines Landes entfernt. "Ein russisches Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes, das den Betrieb anderer russischer Militärproduktionsstätten sowie die Herstellung von Sprengstoffen und Komponenten für Luftfahrtausrüstung und Drohnen unterstützt", sagte er in einer Videobotschaft.

Ukraine meldet Abwehr von mehr als 100 russischen Drohnen

Die ukrainischen Luftstreitkräfte wiederum berichteten am Morgen von 124 russischen Drohnenangriffen. 102 Flugobjekte seien unschädlich gemacht worden, teilte die Flugabwehr mit. Infolge der russischen Angriffe seien zwölf Einschläge von Kampfdrohnen an neun Orten sowie herabfallende Trümmer an fünf Orten registriert worden, hieß es.

Mehr als vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine dominiert inzwischen ein Drohnenkrieg das Kampfgeschehen. Am Boden hingegen gibt es wegen der Gefahr durch Angriffe mit den Flugkörpern deutlich weniger Truppenbewegungen und Veränderungen als in den ersten Kriegsjahren. Die Kämpfe stecken nach Angaben von beiden Seiten in der Sackgasse./mau/DP/zb

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