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Ölpreise steigen erneut deutlich - Emirate verlassen die Opec

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Der Ölpreise haben angesichts der weiterhin stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA erneut deutlich zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl (Rohöl) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni zog am Dienstag im Vergleich zum Vortag um 1,97 Prozent auf 110,36 US-Dollar an.

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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) treten mit Wirkung zum 1. Mai aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) aus. Hintergrund sei eine gründliche Abwägung auch mit Blick auf die andauernden "Störungen im Persischen Golf und der Straße von Hormus", heißt es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur WAM.

Kurzfristig wirkte sich die Erklärung nicht auf die Ölpreise aus. Langfristig könnte sie jedoch zu einem höheren Ölangebot führen. Die "Störungen" in der Straße von Hormus würden die Lieferungen zwar beeinträchtigen, zugleich deuteten Trends mittel- und langfristig aber auf einen weiterhin steigenden globalen Energiebedarf hin. Man wolle flexibler auf Marktdynamiken reagieren und trotzdem "bedacht und verantwortungsvoll" zu dessen Stabilität beitragen.

"Die heutige überraschende Ankündigung der Vereinigten Arabischen Emirate, die OPEC+ zum 1. Mai zu verlassen, wird keine unmittelbaren Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt haben, deutet jedoch darauf hin, dass das weltweite Angebot höher ausfallen wird, als es sonst der Fall wäre, sobald die Straße von Hormus wieder geöffnet ist", kommentierte David Oxley, Ökonom bei Capital Economics.

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des militärischen Konflikts übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor - über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden.

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Eine Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht. Wegen der Lage im Nahen Osten droht der Welt nach Ansicht des Präsidenten der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, eine historische Notlage. "Wenn die Straße von Hormus nicht rasch wieder vollständig geöffnet wird, hat diese Krise das Potenzial, die größte Energiekrise überhaupt zu werden", sagte Pierrakakis in Athen. Die Ausfälle bei Öl und Gas könnten größer sein als in früheren Krisen etwa in den 1970er Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs./jsl/la/he

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